Ernährung

Arganöl

Der Arganbaum,

der auch als Arganie oder Eisenholzbaum bezeichnet wird und bis zu 200 Jahre alt werden kann, wächst heute nur noch im Südwesten Marokkos. Die Amazigh, ein Berberstamm, der am Fuße des Atlas-Gebirges lebt, nutzt das Fallholz des „Baums des Lebens“ als Brennstoff, die Früchte werden gegessen und das Öl dient als Medizin. Nach der mühsamen Ernte sind es die Frauen, die es aus den Samen der gelben Pflaumen ähnelnden Früchte in langwieriger Handarbeit gewinnen.

Heilsame Inhaltsstoffe

Arganöl weist eine besonders hohe Konzentration an ungesättigten Fettsäuren auf, über 80 Prozent, was es zum erstklassigen Radikalfänger macht, wodurch das Immunsystem geschützt wird. Zugleich unterstützen diese essentiellen Fettsäuren – hauptsächlich Olein- und Linolsäuren (Omega-6) – die Balance der körpereigenen Cholesterinproduktion, fördern den Stoffwechsel und die Verdauung. Die ebenfalls reichlich enthaltenen Alpha-Tocopherole machen das Öl zu einer einzigartigen Vitamin-E-Quelle. Weitere Inhaltsstoffe sollen Krebserkrankungen vorbeugen.

Arganöl – eine Entdeckung für Gourmets

Einen besonders nussigen Geschmack hat Arganöl, das vor dem Pressen geröstet wurde – es ist allerdings nicht ganz billig. Die Amazigh würzen damit zum Schluss ihre gegarten Speisen, damit das feine Aroma erhalten bleibt, oder geben es an frische Salate oder Desserts. Inzwischen haben auch Gourmetköche in europäischen Großstädten Arganöl für sich entdeckt und bauen es in ihre Kreativküche ein.

Kürbissuppe mit Arganöl: 700 g Hokkaido-Kürbis schälen, Kerne und Fasern entfernen und das Fruchtfleisch grob würfeln. 2 mehligkochende Kartoffeln schälen, grob würfeln. 2 Schalotten schälen und fein würfeln. In einem Topf 2 EL Sonnenblumenöl erhitzen, die Schalotten darin andünsten. Kürbis und Kartoffeln dazugeben, kurz andünsten. Dann mit 1 l Gemüsebrühe aufgießen und in 20 Minuten weich kochen, dann pürieren. 100 g Mandeln in einer trockenen Pfanne anrösten. Kürbissuppe mit den Mandeln bestreuen und mit 4 EL Arganöl aus gerösteten Samen beträufeln.

Feldsalat mit Arganöl-Vinaigrette: 400 g Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern. 100 g Walnüsse grob hacken, 150 g blaue Trauben waschen, halbieren und die Kerne entfernen. 50 g frischen Parmesan grob hobeln. Alles mit dem Feldsalat vermengen. Aus 4 EL Balsamico bianco, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, 2 EL Sonnenblumen- und 4 EL Arganöl aus gerösteten Samen eine Vinaigrette rühren. Unter die Feldsalat-Mischung rühren und sofort zu frischem Baguette servieren.

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