Urquelle persönlicher Kraft

Zwischenmenschliches Zusammenwirken und dessen Hindernisse überwinden ~ Auszug aus Kapitel 3

Zwischenmenschliches Zusammenwirken und dessen Hindernisse überwinden –

Urquelle persönlicher Kraft:
Auszug aus Kapitel 3

Die unbewussten Signale im Zwischenmenschlichen

Die non-verbale Kommunikation wird von vielen höher eingeschätzt als wir glauben. Es liegt hierin eine Schwierigkeit, ohne dass wir das wirklich merken. Wir wundern uns über Krisen und böse Überraschungen und fragen uns, was wir eventuell falsch gemacht haben könnten, wenn wir das Gefühl haben, bei einem anderen vor unüberwindbaren Mauern zu stehen. Die Lösung liegt darin, dass wir zwischenmenschliche Geflechte durchschauen, die unter den Oberflächen anders sind, als wir zunächst annehmen. Denn nur selten werden ausgesandte Signale richtig verstanden und angemessen damit umgegangen von denen, die sie empfangen sollten. Missverständnisse und Dramen aller Art entstehen durch fehlinterpretierte Signale; denn es ist eine Kunst und erfordert ein Einfühlungsvermögen, hinter das offensichtliche zu schauen. Ein zwischenmenschliches Ungleichgewicht wird dadurch ausgelöst, dass wir hoffen, sogar erwarten, dass unser Gegenüber ausgesendete Signale richtig versteht und sich entsprechend verhält. Die Falle ist: Wir erwarten vom anderen etwas, was wir selbst auch nicht können. Dieser Mechanismus läuft unbewusst ab. Wir haben es wiederholt schwer, Signale von unseren Mitmenschen richtig einzuordnen, weil sie widersprüchlich sind und aus Doppelbotschaften bestehen. Häufig wird im Verhalten, in aktiven Handlungen etwas zuvor direkt ausgedrücktes widerrufen – scheinbar zumindest. Hier entsteht ein unsicheres und bedrückendes Gefühl auf der anderen Seite. Es beschleicht uns eine Ahnung davon, dass es sich ungünstig auswirken kann, wenn wir direkt etwas hinterfragen würden oder ein Thema auf den Punkt bringen bei diesem Menschen, der sich so unklar verhält. Wir erahnen dann, dass wir die Beziehung zu dieser Person in eine Krise hineinsteuern könnten, wären wir direkt in unserer Kommunikation. Weil wir Angst vor Konsequenzen haben, bleiben wir indirekt und unverbindlich – und zwar auf beiden Seiten. Es kommt vor, dass wir indirekte und unklare Botschaften von anderen gegen uns selbst gerichtet empfinden. Dies nicht zuletzt, weil diese Botschaften, Signale und Hinweise unklar und doppeldeutig daherkommen, allerdings nicht mit bewusster Absicht. Ein anderer Aspekt ist der Ursprung unserer Wahrnehmung, in vielen Fällen ein verletztes inneres Kind in Kopplung mit einem überfrachteten Ego und Programmierungen im Unterbewusstsein. Der Persönlichkeitsmechanismus ist in diesem Zusammenhang auf Abwehr- und Schutz ausgerichtet und das wirkt sich dann entweder negativ oder auch subjektiv zu positiv auf die Interpretationen von Signalen der Außenwelt aus. In der Praxis heißt dies: Entweder ich verleugne etwas und färbe es schön oder ich sehe schwarz. Wir haben einen Wahrnehmungsfilter aufgrund unserer Prägung/Programmierung anhand von gemachten Erfahrungen. Eine neutrale Beobachterposition ist eine Seltenheit. Es ist das normale menschliche Dasein im Denken, Fühlen und Handeln, dass die Welt aus eigenen Interpretationen erzeugt wird, die sich in einem persönlichen, selbst eingerichteten Raum befindet. Wir haben diesen Raum, mit dessen Ausstattung wir die Welt erleben, am Anfang unseres Lebens eingerichtet und bauen ihn entsprechend unserer Erfahrungen, und wie wir diese bewerten ständig weiter aus. Man kann es mit einem Heimkino vergleichen, in dem unser ureigener Film läuft. Die Handlung verstehen wir selbst nicht ganz, andere noch weniger. Wir wundern uns zuweilen, warum wir Regisseur von einem Film waren, dessen Handlung verzwickt und mit zu vielen ungelösten Rätseln angereichert ist. Wir sind in einem Labyrinth, aus dem es sich nicht so leicht herausfinden lässt und die Frage, wie und warum wir dort sind, entzieht sich unserer Kenntnis. In diesem Fall hat uns das Labyrinth soweit umzingelt, dass wir uns abgeschnitten fühlen von dem, was wirklich um uns herum passiert. Wir haben das Gefühl, dass immer mehr zu unserem Raum, den wir ja nicht verlassen können, von außen hinzugefügt wird, was wir nicht kontrollieren können, was wir uns aber auch nicht ausgesucht haben. So könnte sich der eigene erschaffene Lebensraum eines unbewussten Menschen anfühlen, der die Welt nicht versteht. Das heißt, die meisten nehmen wahr, ordnen auch zu. Ausgeschlossen ist hier der Aspekt einer neutralen Beobachtung. Wenn wir jedoch in eine gesunde Mitte von Erleben der Außenwelt kommen möchten, benötigen wir diese drei Aspekte: 1) Beobachten, 2) Wahrnehmen, 3) Zuordnen.

Auf dieser Dreierkombination basiert ein gesundes Verarbeitungsprinzip von Signalen der Außenwelt. Eine ungesunde Weltsicht besteht aus wahrnehmen und überinterpretiertem, ich-bezogenem Zuordnen ohne neutrale Ausgangsposition. Dieses fehlende Element erschafft eine Schwarz-Weiß-Sichtweise, meistens mit rosarot vermischt, je nach Situation. Wenn sich dieser Film in unserem Heimkino abspielt, gibt es kein Happy-End – weder für uns selbst noch für unsere Mitmenschen. Hieraus entspringt die Frage: Warum vermeiden wir den direkten Kommunikationsweg und bevorzugen indirekte Signale ? Es läuft darauf hinaus, dass wir unser Selbst zu wenig erkannt, zu wenig entwickelt haben. Es mangelt uns an Selbstwertgefühl, Selbstbestimmung, Orientierung und bewusster Eigenverantwortung. Im Ergebnis sind wir zu ängstlich, zu verletzbar und hier schließt sich der Kreis. Aufgrund von sich wiederholenden negativen Erfahrungen verfestigt sich unser Selbstverletzungsmechanismus. Aus Angst, zu unseren Gefühlen zu stehen, aus Angst abgelehnt, nicht toleriert, nicht verstanden zu werden sagen wir dann z.B. nicht klar: „Ich bräuchte eine Auszeit; ich möchte mich etwas zurückziehen, ich möchte auch einige persönliche Baustellen bearbeiten, damit ich Kraft schöpfen kann, ich bin irgendwann wieder zugänglich, ich weiß nicht genau wann“……

Dazu gehört viel Mut, Mut zum Risiko z.B., dass ein Gegenüber dies negativ aufnehmen könnte und dass es entsprechende unangenehme Konsequenzen für mich haben könnte. Schlimmstenfalls wird mir dann eine Arbeitsstelle oder Freundschaft gekündigt – sagt mein Glaubenssatz. Diese negativen Muster halten uns davon ab, den Weg einer ehrlichen Kommunikation zu gehen (ehrlich mit uns selbst, ehrlich mit anderen – ich und die anderen sind eins). Daher senden wir unbewusst ablaufende Signale aus. Wir wünschen uns, dass unsere Umwelt auf diese einsteigen möge. Leider ist gerade die Wahrscheinlichkeit, dass diese Signale wie erhofft erhört werden, so gering wie ein Lotteriegewinn. Im obigen Fall wird sich diese Person wahrscheinlich auf verschiedene Arten und Weisen zurückziehen, um ihr Ruhebedürfnis zu kommunizieren. Sollte das Ruhebedürfnis nicht bewusst wahr genommen werden, wird der körperliche Mechanismus sich in eine Krankheit flüchten, oder bei einer Arbeit unkonzentriert werden. Wenn wir diesen Umweg wählen, gehen wir ein Risiko ein, was wir vermeiden möchten. Durch indirekte Kommunikation wird eine uns wichtige Beziehung aufs Spiel gesetzt. Merken wir dann, dass unser Rückzugssignal nicht gewürdigt wird, setzen wir „noch einen oben drauf“. Sind wir hier gefangen, ist es schwer, aus einem selbst erschaffenen Labyrinth herauszufinden.

Wird jemand, der auf indirektem Weg kommuniziert, direkt gefragt: „Was ist los mit dir, kann man dir helfen? Mir ist aufgefallen, dass wir nicht mehr frei und locker wie sonst uns austauschen können“ ist die Reaktion: „Nein, es ist überhaupt nichts, das bildest du dir nur ein“. Wird mit solchen Ausreden gearbeitet, verunsichert man jemanden, der es ehrlich und gut mit einem meint und eine zwischenmenschliche Kluft oder Krise ist vorprogrammiert. Eine negative Spirale wird in Gang gesetzt. Der Betroffene fängt an sich selbst (habe ich etwas falsch gemacht ?) und/oder an der Freundschaft/Beziehung zu zweifeln, je nach Sensibilität. Fazit ist hier: Zwischenmenschliche Probleme, die wir durch unbewusste Signale, dem berühmten „Wink mit dem Zaunpfahl“ vermeiden wollen, ziehen wir dadurch in unser Leben hinein. In den meisten Fällen geht indirekte Kommunikation nach hinten los, bringt mich selbst sowie andere in Schwierigkeiten, weil zu wenige die Kunst des Beobachtens, Wahrnehmens, Zuordnens beherrschen. Es gehört Bewusstheit dazu, die nicht zur Mehrheit der Menschen gehört. Sie kann sich jederzeit von jedem angeeignet werden, weil es nicht schwierig ist, zu beobachten, ohne zu bewerten, erwarten, beurteilen. Es ist ungewohnt am Anfang, hat langfristig heilsame Wirkungen. Wir werden dann sehen, dass die Wahrnehmung und die Zuordnung am Ende eine Erleichterung bringt – für alle Beteiligten. Im folgenden sehen wir, wie wichtig das Auseinanderhalten von Erwartungen und Wünschen für eine zwischenmenschliche Harmonie ist.

Warum sich Männer in Beziehungen anders verhalten

Es ist zu beobachten, dass Männer ihr Verhalten ändern, sobald sie sich in einer Beziehung sicher fühlen, und sie davon überzeugt sind, dass diese Beziehung von Dauer ist in ihrem Gefühl. Sie haben sich bewusst entschieden, nicht wieder „auf die Suche“ zu gehen und ihr Single-Dasein konsequent beendet. So ein Mann hat dann das Gefühl, sich innerhalb dieses Lebensbereiches „zur Ruhe gesetzt“ zu haben. Er muss sich nicht mehr anstrengen, sein Jagdinstinkt und die Abenteuerlust ist in den Hintergrund geraten. Er kann sich auf andere Projekte konzentrieren.

So in etwa stellt sich eine für ihn befriedigende Beziehung im Gefühl dar. Ein Mann denkt in der Regel weniger nach als die Frau. Gerade in einer Beziehung möchte er auch nicht nachdenken müssen. Er findet das anstrengend und ist froh, dass er zumindest auf diesem Gebiet sein Ziel erreicht hat. Männer denken auch weniger darüber nach, wie ihre Partnerin sich in der Beziehung mit ihnen fühlt. Sie sind in dieser Hinsicht eher genügsam. Fühlen sie sich selbst gut aufgehoben, ist bei ihnen alles im Lot. Punkt. Sie sind sich weniger darüber bewusst, inwieweit sich ihr instinktgesteuertes Verhalten auf die Beziehung auswirkt und welche Konsequenzen dies unter Umständen hat. Werden ihre momentanen Bedürfnisse befriedigt, kann das ewig so weiter gehen. Männer hinterfragen nicht, ihnen gehen zu ausgedehnte Gespräche eher auf die Nerven. Kommen unangenehme Gefühle und Gedanken in ihr Bewusstsein, wird das Ganze auf keinen Fall analysiert, sondern es wird eher nach einer Ablenkungsmöglichkeit Ausschau gehalten. Die einzige Frage überhaupt ist hier: Was mache ich damit ? Was kann ich aktiv tun, damit ich mich besser fühle ? Im Gegensatz dazu fragt sich die Frau eher, woher diese Gedanken und Gefühle kommen. Die Frau möchte der Sache auf den Grund gehen und analysiert sich und die Situation. Sie sucht erst nach einer Lösung, bzw. fragt sich nach einem Ausweg, wenn sich die Warum-Frage beantworten lässt. Wie individuell ein Mensch mit einer Situation umgeht, hängt von seiner Mentalität und Persönlichkeitsstruktur ab, jedoch werden wir feststellen, dass Männer und Frauen geschlechtsspezifisch und gemäß ihren Urinstinkten reagieren. In unterschiedlicher Intensität sind die Urinstinkte des Mannes: Beschützerinstinkt, Angst vor Machtverlust und Unterlegenheit, Dominanzstreben, Angst vor Verlust des männlichen Stolzes, Abenteuer- und Eroberungsfreudigkeit, Kampfbereitschaft und Triebsteuerung.

Wasser_4Sand Ich habe noch keinen Mann kennen gelernt, der sich nicht (ob nun bewusst oder unbewusst) in die Enge getrieben gefühlt hat, wenn er sich innerhalb einer Beziehung auf einem Gebiet unterlegen gefühlt hat. Meistens ist es so, dass ein Mann durch die Vertrautheit und Sicherheit einer Beziehung unbewusst unter Stress gerät. Auf der einen Seite glaubt er, sich „ausruhen“ zu können, auf der anderen Seite sagt ihm sein Instinkt, er muss eine große Verantwortung tragen. Hier kommt er in einen unentspannten Konflikt mit Urinstinkten. Er möchte nicht allzu sehr vereinnahmt werden, seinem Beschützerinstinkt gerecht werden, hat Angst vor Machtverlust, fürchtet Unterlegenheit, bzw. Verlust seines männlichen Stolzes, glaubt, darum kämpfen zu müssen, denn ein Mann ist kampfbereit, ob er dass wahr haben möchte oder nicht. Sobald eine Beziehung sicher und vertraut geworden ist, ist der Mann „zu nah dran“. Diese Instinkte werden durch die Nähe naturgemäß aktiviert. Das ist ein Grund, warum innerhalb großer Nähe ein Mann Schwierigkeiten mit dem Zuhören hat. Je enger die Beziehung ist, desto mehr tritt der Instinkt auf den Plan, sich gegenüber der Partnerin beweisen zu müssen (läuft eher unbewusst ab), seine Angst vor Unterlegenheit bzw. das männliche Dominanzstreben löst dies aus. Eine andere schwierige Beziehungskonstellation bringt der Beschützerinstinkt mit sich: Je wichtiger einem Mann die Partnerin ist, desto stärker wird dieser Instinkt aktiviert. In seinem Verhalten kann sich dies in Bevormundungen und teils kontrollierendem Verhalten äußern. Der Urinstinkt Angst verbirgt sich dahinter in Verbindung mit dem Beschützerinstinkt. Es ist ein Beweis, dass einem Mann etwas an der Partnerin liegt – genauer betrachtet handelt es sich um einen Liebesbeweis. Frauen missverstehen dies leider oft.

Da Männer Schwierigkeiten haben, über Gefühle offen zu reden, ziehen sie sich zurück und suchen nach einer Ablenkungsalternative gegenüber unangenehmen Gefühlen. Euphorische und angenehme Gefühle werden vom Mann genauso wenig kommuniziert, sie werden auf unterschiedliche Art und Weise kompensiert.

Wenn die Partnerin das Bedürfnis verspürt, über ihre eigenen Gefühle zu sprechen, sich etwas von der Seele zu reden, dann fällt dem Mann das Zuhören über ein paar Minuten hinaus schwer, weil er ganz anders mit dem Gleichen umgeht. Er kann das Kommunizieren über Gefühle schwer nachvollziehen. Hier ist die große Nähe ein Hindernis: Es liegt ihm sehr viel an der Partnerin, also fühlt er sich zu sehr betroffen. Er gerät unter den Druck von Mitbetroffenheit und somit empfindet er das Zuhören als anstrengenden Kraftakt. Außerdem gerät der Mann unter Druck, eine Lösung finden zu müssen. Er kann nicht nachvollziehen, dass eine Frau dies nicht erwartet, sondern einfach nur etwas kommunizieren will. Wenn er keine geeignete Lösung anbieten kann, empfindet er eine Ratlosigkeit (schließlich fühlt er sich in einer engen Partnerschaft ja auch anhand des Beschützerinstinktes stark verantwortlich). Das Gefühl der Ratlosigkeit macht einen Mann aggressiv, also reagiert er höchstwahrscheinlich aufbrausend, denn er fühlt sich in die Enge getrieben. Im Gegensatz zum Mann zeigt eine Frau eine Ratlosigkeit eher in Tränen. Auch Wut wird von Frauen eher in Tränen umgewandelt. Da dies einem Mann selbst eher fremd ist, neigt er dazu, eine Frau eher aggressiv anzufahren oder sie zum sofortigen Aufhören aufzufordern, statt sie nach ihrem Bedürfnis liebevoll zu trösten. Durch diese männliche Reaktion wird aus der Ratlosigkeit dann Hilflosigkeit und Verzweiflung, und zwar über das für sie als unangemessen empfundene Verhalten. Hier sind beide Partner in eine Falle geraten, wo beide eine Erwartungshaltung haben, wie „man“ mit solchen Situationen umgehen sollte. Die unbewusste Erwartung basiert darauf, dass wir zu wenig beachten, dass Männer und Frauen gerade in Beziehungen sehr unterschiedlich mit stärkeren Gefühlen umgehen.

Wichtig ist zu erkennen, dass Männer in festen Partnerschaften aufgrund ihrer Urinstinkte eher unter Stress geraten können als Frauen, denn diese stehen in diesem Fall weniger unter einem naturgemäßen Verantwortungsdruck des Beschützerinstinktes einerseits, haben andererseits auch nicht mit Angst vor Machtverlust/männlichem Stolz zu kämpfen. Sie haben eher das Problem, sich durch Männer unter Druck gesetzt zu fühlen. Wenn jedoch die Frau das männliche Prinzip durchschaut und manche für sie schwierige Situationen als Zeichen für Nähe und Vertrautheit sieht einerseits und andererseits auch erkennt, dass ein Mann „einfach nicht aus seiner Haut“ kann, erleichtert das die Sache. Und wir Frauen können auch nicht aus unserer Haut. Die Männerwelt hat es nicht leicht mit uns – auf ganz anderen Gebieten. Wir können die positive Seite des männlichen Prinzips erkennen und anwenden, indem wir dessen Vorteile für uns nutzen. Was wir erkennen, können wir akzeptieren und die Schwierigkeiten damit loslassen. Wir können anders, gelöster und liebevoller mit uns und dem Partner umgehen, wenn wir die tieferen Zusammenhänge erkennen. Wir Frauen glauben manchmal, dass wir zur selbstverständlichen Institution geworden sind, wenn unser Partner sich anders und „schwieriger“ uns gegenüber verhält, als z.B. einer lockeren Bekanntschaft oder anderen Männern gegenüber. Dieses Verhalten mag auf den ersten Blick auch lockerer rüberkommen und wir denken etwa „warum kann er nicht mir gegenüber so locker sein“. Wir sind vielleicht genervt. Dabei kann ER nur nicht so locker sein, WEIL ihm viel an uns liegt, weil wir viel in seinem Gefühlsleben auslösen und wir für ihn die Frau und nicht irgendeine Frau sind. Diese Tatsache fühlt sich widersprüchlich an, ist sie vielleicht auch. Das Leben ist widersprüchlich, immer wieder. Verstehen wir das Leben, verstehen wir den/die anderen und wir verstehen auch uns selbst. Wenn wir allen und allem in Verständnis und Liebe begegnen, sind wir frei von Erwartungen und Enttäuschungen. Öffnen wir uns für die großen Zusammenhänge und lassen es einfach zu und geschehen, wogegen wir sonst gekämpft haben. So können auch wir Frauen die Männer besser verstehen und umgekehrt natürlich auch!

 (c) Karin Aveon

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