Bewusst-Sein

Bewusstseins – Guide – Teil 2

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Teil 2

zu Teil 1

 

Grundthese 3: Bewusstseinsfilter bestehen aus Überzeugungen3

Das wollen wir an einem kleinen Selbstversuch beweisen und laden Sie ein, das hier selbst auszuprobieren:

  1. Schreibe Sie sich auf, was Sie über sich glauben. Tun Sie das jetzt, bevor Sie weiterlesen. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und einen Stift und schreiben Sie sich auf, was Sie über sich glauben, in der folgenden Form:
    Ich bin……………………………………………….
    Ich bin……………………………………………….
    Ich bin……………………………………………….
    Ich bin……………………………………………….
    Ich bin……………………………………………….
  2. Jetzt stellen Sie sich folgende Fragen:
    1. Wo in meinem Körper kann ich das fühlen?
    (An welcher Stelle des Körpers fühle ich das, wenn ich mich in diese jeweilige Überzeugung „hineinsetze“, eine nach der
    anderen?)
    2. Wie fühlt sich das als Körpergefühl an?
    (schwer, heiß, kalt, kribbelnd, warm, stechend…; NICHT: normal, gut, schlecht…, sondern ein Körpergefühl)

Wer sich diesem Experiment ausgesetzt hat, hat seine eigenen Filter, seine eigenen Überzeugungen gefunden, und erfahren, dass es einen „Gefühlsspeicher“ gibt, den er im Körper besitzt. Die unterschiedlichen Überzeugungen, Glaubenssätze oder Schöpfungen sind meist an unterschiedlichen Stellen im Körper zu fühlen, und sie fühlen sich unterschiedlich an.

Die stärksten Überzeugungen, die der Mensch besitzt, sind die Überzeugungen über sich selbst.

· Ich bin stark.
· Ich bin demütig.
· Ich bin stolz.
· Ich bin ein Motorradfahrer.
· Ich bin ein Mann.
· Ich bin ein Österreicher.

Wenn der Mensch nicht wüsste, dass es Österreich gibt, ein Land, eine mentale Vereinbarung unter Menschen, dann könnte er auch nicht wissen, dass es Österreicher gibt, und dass er Österreicher ist.

Der Mensch hat also irgendwann in seinem Leben „gelernt“, dass das so ist, und hat es geglaubt. Jetzt weiß er es, und es wird zur objektiven Wahrheit. Er filtert die Welt im Außen nach „Österreicher“ und „Ausländer“. Dazu werden Merkmale wie Sprache, Aussehen usw. der betreffenden Personen herangezogen.

Die Überzeugungen, die der Mensch besitzt, bilden die Filter, die die Sinnesreize von außen filtern. Der Mensch nimmt nur das wahr, was seinen Überzeugungen entspricht.

Jeder Mensch hat Dutzende und Hunderte von Überzeugungen. Überzeugungen darüber, wie die Welt ist, wie das Leben ist, wie die Eltern, die Lehrer und Kollegen sind, was möglich ist und was unmöglich.

Diese Bewusstseinsfilter – Überzeugungen sind nicht nur Gedanken im Kopf, sondern auch als Gefühle im Körper wahrnehmbar, und steuern nicht nur die Wahrnehmung, sondern das gesamte Verhalten des Menschen.

3 Eine Überzeugung ist laut Definition „…der persönliche Glaube an die Richtigkeit von bestimmten Ideen und Wertvorstellungen“. Quelle: Wikipedia

Grundthese 4: Überzeugungen werden selbst gebildet

Die meisten Filter aus Überzeugungen entstehen in der Kindheit und werden von den Eltern, Lehrern, Erziehern oder anderen Autoritätspersonen übernommen. Später fügt der Mensch oft nur noch neue Überzeugungen hinzu, die die alten Überzeugungen bestätigen.
Und wie passiert das, das Erschaffen von Überzeugungen?
Ein Kind kommt unbelastet von Vorstellungen und Überzeugungen auf die Welt. Es ist sozusagen ein „unbeschriebenes Blatt“. Am Anfang kann es noch nicht einmal die physischen Sinnesreize koordinieren, es nimmt Lichtblitze und Reflexe wahr, Töne und Laute, aber nichts ist zusammenhängend. Erst später lernt das Kind, diese Geräusche und optischen Eindrücke zu Bildern und Worten zusammenzusetzen, zu der im Inneren wahrgenommenen Welt.

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Abbildung 8: Das Kind als „unbeflecktes“ Neugeborenes

Das Kind bringt jedoch etwas Besonderes mit: seine Einzigartigkeit, seine besonderen Begabungen, seine Talente und Fähigkeiten, seine Berufung, seine „innere Stimme“.

Das Kind kann also noch nicht geordnet wahrnehmen durch die Welt der physischen Sinne, aber es kann seine Eltern fühlen. Wie in der vorhergehenden Übung schon sichtbar geworden, kann jeder seine eigenen Überzeugungen fühlen. Wir können jedoch auch andere Menschen und deren Überzeugungen fühlen!

Erwachsene können andere Menschen nur noch eingeschränkt fühlen, da die lautstarke äußere Welt dazu geführt hat, diese Gefühle großenteils abzuschalten. Wir müssen halt „funktionieren“ in der Welt der Wirtschaft. Aber die „dicke Luft“ oder „das Bauchgefühl“ können auch viele Erwachsene fühlen.

Das Kind fühlt noch sehr gut, es ist sehr offen für Gefühle. Es fühlt jede Stimmung der Eltern, jeden Streit, alle Liebe, die fließt, jede Lebenssituation und emotionale Bewegung der Eltern. Wenn es aufwächst im Schoß der Familie, wird es wird sozusagen im emotionalen Universum der Eltern groß.

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Abbildung 9: Das Kind fühlt das Energiefeld seiner Eltern
(Die Flecken sind die fühlbaren Überzeugungen im Gefühlsleben der Eltern und des Kindes)

Das Kind fängt nun an, seine Welt zu erkunden. Es lernt von seinen Eltern, wie die Welt „funktioniert“. Es lernt dies, indem es die Gefühle der Eltern wahrnimmt und sie kopiert. Es lädt sich sozusagen die „Grundsoftware“ für das Funktionieren der wahrgenommenen Welt der Eltern herunter, so dass es recht bald in dieser Welt eigenständig wird. Damit kopiert es erst einmal unsortiert alle Überzeugungen der Eltern, und ihre Art, das Leben zu sehen.
Deswegen werden Kinder von reichen Menschen später oft mühelos reich, während Kinder von Armen – abgesehen von äußeren Chancenungleichheiten – ihre komplette innere Welt auf den Kopf stellen müssen, um reich zu werden.

Was die Eltern vorleben, lebt das Kind nach. Das geht bis zu Körperhaltungen und der Art sich auszudrücken, was später sichtbar wird. Wissenschaftler sagen, dass das Kind in den ersten drei Jahren seine  hauptsächliche Prägungsphase hat. Wenn es danach in eine andere Familie kommt, werden trotzdem maßgeblich die Einflüsse der ersten drei Jahre prägend für das spätere Leben.

Der Kopiervorgang der Kinder ist dennoch eine Eigenschöpfung des Kindes, denn es selbst entscheidet sich in seinem Inneren, die Welt so oder so zu sehen. Das passiert in der Regel unbewusst.

Der Entscheidungsprozess des Kindes ist also ein wesentlicher Bestandteil des Kopiervorganges der Kinder:

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Abbildung 10: Entstehen von Überzeugungen oder Bewusstseinsfiltern durch Übernahme von den Eltern

Mit der inneren Entscheidung des Kindes übernimmt das Kind die Überzeugung der Eltern, und damit ihren Bewusstseinsfilter. Wir nennen diesen Entscheidungsvorgang „Schöpfen“ und die daraus resultierende Überzeugung „Schöpfung“.

 

Teil 3 folgt in Kürze

(c) Rudolf Andreas Graf

www.schamanen.at
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