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Das dritte Auge

1_Buddha_Maerz2012Das dritte Auge ~ erweiterte Wahrnehmung

Der Sitz des „dritten Auges“ wird allgemein mit „In der Mitte der Stirn“ angegeben. Die sogenannte Öffnung des dritten Auges soll zu erweiterter Wahrnehmung führen!

Es wird angenommen, dass bei unseren Vorfahren noch viele Menschen über das sogenannte dritte Auge verfügen konnten.

Trance, geistige Visionen, Sehen, Hellfühligkeit, Hellhören.

Auch heute sagt man, das Urvölker wie z.B. die australischen Ureinwohner, die Aborigines, über dieses „dritte Auge“ verfügen. Im Laufe der Evolution gewann die Materie des sichtbaren Vorrang vor dem unsichtbaren, so verkümmerte in der zeit das dritte Auge. Spekulation?

Zwischen der menschlichen Nasenwurzel etwas oberhalb gesetzt gibt es einen Punkt der zum frontalen Cortex hinweist. Dieser wiederum steht in Verbindung zur Zirbeldrüse. Zusammengenommen bilden sie die Kraft zum Kronenchakra. Und somit die Fähigkeiten zu einem höheren Bewusstsein. Die Öffnung kann durch Meditation geschehen. Menschen die dauerhaft, kontinuierlich meditieren haben nachweislich (Magnetresonanztomografie) veränderte Hirnaktivitäten.

Die Farbe der Zirbeldrüse ist grau rötlich. Ihre durchschnittliche Länge beträgt beim Menschen 5 – bis 8 mm bei einer Breite von etwa 3 bis 5 mm. Das Gewicht liegt zwischen ca. 80 bis 500 mg. Diese soll allerdings in früheren Zeiten erheblich größer gewesen sein. Die Zirbeldrüse wird auch mit dem Potenzial menschlicher Energieentwicklung, der Mer ka ba, in Verbindung gebracht.

Die Zirbeldrüse ist für eine Menge wichtiger Körperfunktionen zuständig, wie zum Beispiel die Sexualentwicklung, den Stoffwechsel und der Produktion des Hormons Melatonin. Zwar haben Wissenschaftler einige Eigenschaften der Zirbeldrüse gefunden die eine einfache Erklärung von Funktionen dieses Organs bieten, aber seine vollständige Struktur gibt noch Rätsel auf.

Die moderne Medizin hat entdeckt, dass die tief im Zentrum des Gehirns sitzende Drüse Lichtrezeptoren besitzt. Allerdings ist die vorherrschende Meinung, dass diese Eigenschaft mit ursprünglichen Fähigkeiten aus einem früheren Entwicklungsstadium zusammenhängt.

Gemäß dem evolutionären wissenschaftlichen Verständnis über die Zirbeldrüse, existierte dieses Organ als ein ungeordnetes System aus Nervenfasern, das sich an der Oberfläche des Schädels befand. Es spezialisierte sich darauf Änderungen des Lichtes zu erfassen, um seinem Träger im Falle eines Angriffes die Flucht zu ermöglichen.

Laut diesem Verständnis hatte die Zirbeldrüse eine Funktion ähnlich der eines Auges. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es sich seltsamer Weise innerhalb des Schädels befindet.

Eine aktuelle Hypothese von David Klein, Leiter der Neuroendokrinologie des Instituts für kindliche Gesundheit und menschliche Entwicklung (NICHD), schlägt vor, dass die ursprünglichen Netzhäute beide Funktionen hatten, Bilder aufzunehmen und Melatonin zu produzieren. Seiner Meinung nach hätte sich die Zirbeldrüse später auf diese Funktion spezialisiert, wobei die Degeneration der Netzhäute bei Säugetieren – als ehemaliger Produzent von Melatonin – unerklärt bleibt.

Obwohl heutzutage die Zirbeldrüse als Organ zur Sekretion von Hormonen verstanden wird, ist gesichert, dass sie wichtige fotosensorische Fähigkeiten besitzt, eine Körperfunktion die wissenschaftlich anerkannt ist.

Überraschenderweise, reagiert dieses Organ auf Stimuli – selbst wenn beide Augen entfernt wurden – genau wie unser Augenpaar. Dieser Fakt hat manche Forscher zu der Frage bewogen, ob die Zirbeldrüse etwa mehr als nur ein degeneriertes Auge ist. Was wäre, wenn viele der noch unverstandenen Prozesse des Gehirns im Zusammenhang mit diesem kleinen zapfenförmigen Organ stehen.

Blumen_4_A_Sommer_2010Ein Fenster zu höherem Bewusstsein

Laut Dr. Sérgio Felipe de Oliveira, Wissenschaftler an der medizinischen Hochschule der Universität von São Paulo und Direktor der Pineal Mind Clinic, steht eine vermehrte Aktivität der Zirbeldrüse in direktem Zusammenhang mit psychischen Aktivitäten wie Visionen und Meditation.

Abgesehen von den multiplen hormonellen Funktionen der Zirbeldrüse (der Kontrolle des Hypothalamus und Biorhytmus sowie Schutz vor freien Radikalen) ist sie verantwortlich für die Abgabe von N,N-Dimethyltryptamin (kurz DMT), das auch als „Spirit Molekül“ bekannt ist. Dieses Moleküls ist der mächtigste bekannte halluzinogene Neurotransmitter. Er wird im Schlaf in bestimmten meditativen Zuständen und bei Nahtod-Erfahrungen vermehrt ausgeschüttet. Auch ist er in manchen halluzinogenen Pflanzen enthalten.

Skeptiker bezweifeln den Wahrheitsgehalt von Erzählungen über das Erleben anderer Dimensionen und ziehen es stattdessen vor zu glauben, solche Erfahrungen beruhen lediglich auf chemisch induzierten Phänomenen, die nur im Gehirn stattfinden. Allerdings ist aus diesen Kreisen auch noch keine Erklärung bekannt, wie die Freisetzung von DMT mit Nahtod-Erfahrungen zusammenhängt.

Dr. Rick Strassman hingegen, hat ausführliche Studien über Effekte von DMT auf Menschen durchgeführt. Seine Forschungen sehen die Zirbeldrüse auch als etwas an, das mehr als nur ein zurückgebildetes Auge ist oder nur darauf beschränkt ist Hormone zu produzieren, sondern als ein Fenster in andere Bereiche der Existenz.

Diese Sichtweise auf die Zirbeldrüse ist aber nicht neu. Die Wissenschaft blendet nur einfach das traditionelle Wissen der Menschheit aus. In vielen alten Religionen ist sie ein wichtiges Thema. So repräsentiert die Zirbeldrüse das sechste Chakra von Ajna in der vedischen Tradition,ist als Fenster von Brahma im Hinduismus bekannt, wurde von den alten Chinesen Himmelsauge genannt, heißt bei den Taoisten Niwan-Palast und laut Decartes der „Sitz der Seele“.