Vertrauen

Das Göttliche Urvertrauen

maedchen-sterne-felsen-girlDas Göttliche Urvertrauen

Wem oder was vertrauen wir in unserem Leben? Seit unserer Geburt – eigentlich auch schon in der pränatalen Phase im Mutterleib – setzen wir uns mit dem Thema Vertrauen auseinander. Wir werden in eine unwirtliche Welt hier hinein geboren mit einem Schrei und einem Klaps auf den Po, um die Arbeit der Lungen einzuleiten. Was für ein kühler Willkommensakt! Und – da bin ich ganz sicher – wir haben schon im Leib der Mutter unsere ersten Prägungen erhalten. Sind wir gewollt empfangen worden? Freuten sich unsere Eltern auf unser Kommen oder waren wir eher ein „Unfall“? All diese ersten Erfahrungen, denn wir empfinden und empfangen viel im Mutterleib, prägen unser Urvertrauen, das Vertrauen in und auf ein Leben auf diesem Planeten Erde.

Das Urvertrauen, so sagen die alten Mystiker, sitzt im unserem unteren Chakra, und wird assoziiert mit der Farbe Rot.
Rot symbolisiert die Kraft des Seins, ist pulsierend und verheißt ein freudvolles Leben voller Vertrauen, dass alles, was wir hier erfahren, seinen Sinn hat, und dass es für alles, was immer auch Seltsames, Unergründliches und Schlimmes passiert, einen Weg gibt. Wir alle haben dieses Urvertrauen mehr oder weniger. Wie es beschaffen ist, bemerken wir immer dann, wenn wir in Angst geraten, wenn irgendetwas unser Leben ins Wanken bringt. Und wenn es ganz hart oder fast aussichtslos in unserem Leben erscheint, stellen wir uns vielleicht sogar die Frage: Warum hat der Gott, der mich erschaffen hat zugelassen, dass mir dieses jetzt passiert? Diese Frage zeigt uns auf, dass wir an des Messers Schneide stehen und wirft vielleicht weitere auf: Warum ist mir dieses so Aussichtslose passiert? Was ist der Grund und vor allem der Sinn hinter dem Geschehenen?

Wenn wir letzteres fragen, haben wir schon verstanden, dass wir für alles, was uns passiert, selbst verantwortlich sind.
Ich würde Vertrauen heute anders als vor gut 25 Jahren definieren. Vertrauen heißt für mich, dass ich alles, was in mein Leben tritt erst einmal annehme. Ich lehne es nicht ab, ignoriere es nicht, ich gehe nicht in Angst – zentriere mich wieder – ich sage mir, dass nichts zufällig in mein Leben kommt. Eine Annahme aller Dinge, die in mein Leben treten, zeigt, ich stehe ganz in meiner Eigenverantwortung, und ich schiebe niemanden die Schuld für das Erlebte zu. Ich weiß, es kommt ganz allein von mir, auch wenn andere Menschen daran beteiligt sind. Dieser erste Schritt nach einem Geschehnis, das mich möglicherweise aus der Mitte wirft, ist schon ein Heilungsschritt. Ein Beispiel wäre, dass ich eine schwere Krankheit bekomme. Die habe ich sicherlich nicht erwartet (Krebs beispielsweise oder mir geschieht ein Unfall, der mich für eine Weile bewegungsunfähig macht). Die Reaktion darauf wäre, das zeugt für ein gutes Gottvertrauen, mich hinzusetzen, vielleicht eine Hand aufs Herz zu legen und mich mit mir selbst, dem Höheren Selbst zu verbinden. Manche von uns können das schon sehr gut, andere üben noch.

Es ist wirklich eine gute Möglichkeit, in dieser Instanz den Grund für das, was mir geschehen ist, zu erfahren.
Warum hatte ich diesen Unfall? Was will mir das Krankheitssymptom sagen, das sich jetzt zeigt? Wenn man in die tiefe Meditation geht, in diese Innere Reise, ob mit Visualisationen, vielleicht ins Heilige Höhere Herz, oder in dem man in die tiefe Schwärze des Seins von allem was ist gleitet, löst man sich von Angst, Trauer, Panik und vieles mehr. Man ist einfach. Und aus dieser Verbindung kommt Trost, Liebe, Hoffnung, Erkenntnis, warum was in mein Leben trat und vieles mehr. Unsere geistigen Freunde sprechen oft von Verlichtung und Heilung, wenn wir uns der eigenen inneren Göttlichkeit hingeben. Hier ist das tiefe Gottvertrauen angelegt.
Wir wissen, unser Verstand hat für alle möglichen Dinge und Geschehnisse in unserem Leben eine Erklärung. Er lehnt sich an altes Erlebtes an. Der Verstand erschafft nie neu, er lebt aus der Vergangenheit. Ich möchte gern ein sehr plausibles Beispiel nennen, wie der Verstand und wie unsere göttliche Intuition arbeiten: Wenn wir Auto fahren und plötzlich schießt ein Auto aus einem Parkplatz oder einer schlecht einsehbaren Seitenstraße, rettet uns nicht der Verstand, der kommt erst zum Einsatz und lamentiert, wenn ein Unfall schon geschehen ist. Was uns rettet, ist unsere Göttliche Intuition, unser Höheres Selbst, dass uns schon etwas vorher initiiert, auf die Bremse zu treten. Das zeigt, wer wie unser Leben begleitet und prägt. Noch am Rande erwähnt: Sollte das Höhere Selbst meinen, ein kleiner Unfall täte uns gut, aus welchem Grund auch immer, (vielleicht treffen wir so unseren Märchenprinz(essin)en oder bekommen eine längst fällige kleine Auszeit), dann treten wir nicht rechtzeitig auf die Bremse.

Das so wichtige Vertrauen wächst, je mehr wir uns zurücklehnen können und verstanden haben, dass es einen freien Willen eigentlich nicht gibt.
Unser geistiger Freund Kryon hat mal gesagt, der Freie Wille sei eine Mogelpackung. „Der Mensch denkt, Gott lenkt“, ist ein alter weiser Spruch. Ich möchte dem zustimmen.
Unser Gottvertrauen, das im unteren Chakra seinen Sitz bzw. die Wirkungsweise hat, stärken wir, indem wir mehr unserer inneren Stimme, unserem Bauchgefühl lauschen. Dort ist die Wahrheit. Diese innere Stimme drückt sich bei vielen Menschen durch Brummtöne aus. Wir kennen das alle, und es ist gut beim Telefonieren zu beobachten. Menschen antworten mit hmm, aha, etc. die Laute kann man schlecht in Worte bringen. Diese Laute der Zustimmung oder Ablehnung, wenn jemand einen etwas fragt, kommen aus den Tiefen unserer inneren Wahrheit und haben immer Recht – unser Recht, nicht das einen anderen. Und oft handeln wir gegen diese inneren Töne, weil wir dem Verstand gehorchen, der gleich noch etwas hinzuzufügen hat. Es ist gut, das einmal einen Tag lang zu beobachten, wer uns lenkt und führt. Wer hat das Zepter unseres Lebens in der Hand: Die innere Stimme, das Bauchgefühl, der tiefe Brummton, den wir von innen erzeugen oder der Verstand, der ständig plappert.

Wer aus dieser Erkenntnis heraus wahres Ver-trauen entwickelt, stärkt auch das eigene Selbstbewusstsein, das seinen Sitz im zweiten Chakra hat.
Es wird mit der Farbe Orange assoziiert. Die Farbe symbolisiert Kraft, Kreativität, Sexualität und steht dafür, sich selbst zu vertrauen.

Ich sehe dies als einen neuen Weg, hier auf der Erde zu leben. Der Weg, den wahren Freien Willen zu leben, der nicht vom Verstand geprägt ist, sondern von der tiefen inneren Wahrheitsstimme, die ihren Sitz im Gottvertrauen hat und unser Selbstvertrauen stärkt. Mit dieser Kraft können wir eine Neue Erde erschaffen, so wie wir es uns vorstellen. Und es wird erst einmal unsere eigene Neue Erde sein. Durch das, was und wen wir anziehen, wird es eine Erde für uns und andere sein, die ähnlich denken und gut in ihrem Gott- und Selbstvertrauen verankert sind. Letztlich sind die beiden unteren Chakren so gestärkt, dass sie eine Brücke zu unserem Herzen finden. Dies symbolisiert, feinstofflich gesehen, das Herzchakra mit dem Zugang zum Heiligen Höheren Herzen, dem Sitz unseres Höheren Selbstes, unserem Göttlichen Funken. Wenn die Chakren sich verbinden ist die Brücke zum Hals,-Stirn und Kronenchakra geschlagen. Wir verkörpern dann nur noch ein großes Chakra, das wiederum die Aktivierung der Kundalinienergie, unserer göttlichen Schöpferkraft mit sich bringt. Die von den Alten der Zeit als eingerollte Göttliche Schlange symbolisiert wird. Die Schlange erwacht, erhebt sich, und wird zur starken Kraft, zu Göttlichen Schöpferkraft, mit der auch unsere Erde, das Sonnensystem und unsere Galaxie erschaffen wurden. Wer das erlebt – und viele von uns stehen an diesem Tor der Einweihung – ist dem kosmischen Menschen, zu dem wir werden, sehr nahe. Es ist der so viel beschriebene Aufstieg in eine höhere Dimension, der großen Erweiterung unseres Bewusstseins. Wir haben Zugang zu höheren Welten, der Schleier, wie die Meister sagen, ist gelüftet. Und dann ist die Frage, ob wir unseren Fokus tatsächlich noch auf die so diffusen politischen und wirtschaftlichen Wirren der dritten Dimension setzen wollen. Damit wird klar, wir erschaffen unser Leben durch unsere Gedanken, durch das, worauf wir unseren Fokus lenken. Lenken wir unseren Fokus auf das Göttliche Urvertrauen, stärken wir unser Selbstvertrauen und erschaffen wir die Neue Erde, jetzt, in diesem Moment!

Herzlich
Barbara Bessen

Zur Homepage von Barbara Bessen: 
www.barbara-bessen.com
www.strahlenverlag.de

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