Mensch-Sein

Das „Innere Kind“

Kind, Mädchen, inneres KindDas „Innere Kind“

Wer von uns kennt diesen Begriff nicht – und doch wissen wir nicht immer wirklich etwas mit ihm anzufangen. So ging es jedenfalls mir zu Beginn meines beruflichen Weges. Erst als ich das
psychologische Basiswissen weiter auszubauen begann und fast automatisch den symptomenorientierten Bereich verließ und mich um die Psychosomatik bemühte, wuchs auch das Verständnis für eben das Innere Kind.

Dieser Begriff steht für Erlebnis- und Erfahrungsprägungen, die der Mensch bis hin in die vorgeburtliche Zeit gemacht hat. Er bezeichnet und symbolisiert die im Gehirn gespeicherten Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus der eigenen Kindheit. Hierzu gehört das ganze Spektrum intensiver Gefühle wie unbändige Freude, abgrundtiefer Schmerz, Glück und Traurigkeit, Intuition und Neugierde, Gefühle von Verlassenheit, Angst oder Wut. Das Innere Kind umfasst alles innerhalb des Bereiches von Sein, Fühlen und Erleben, so wie es vom Kind wahrgenommen wurde.

Intuitiv „wissen“ wir bereits im Mutterleib, dass wir ohne die Liebe der Eltern nicht wirklich überleben können und tun alles, um uns dieser Liebe zu versichern. Die Reaktionen auf unsere Bemühungen prägen dabei unser Verhalten. Für mich ist dabei deutlich, dass das bereits mit der Zeugung
geschehen kann, die ich als Start ins Leben verstehe. Von diesem Moment an bis zum etwa zweiten Lebensjahr entwickelt sich das Urvertrauen, das die Basis darstellt für jede Form der Leistungsfähigkeit im späteren Leben. Dazu gehört Sozialverhalten, Partnerschaft, Beruf usw.! Bis zum etwa sechsten Lebensjahr greifen wir alle verbalen und nonverbalen Impulse unserer Umgebung auf und integrieren sie in unserem „Verständnis von der Welt“. Dabei entwickeln sich vielerlei Glaubenssätze, deren Basis – nach meinem Verständnis – immer das Bewusstsein beinhaltet „Ich bin es (nicht) wert, geliebt zu werden!“

Bis zum etwa 12. Lebensjahr gehört zur kindlichen Entwicklung, dass das Kind Ereignisse aus der unmittelbaren Umgebung auf sich bezieht. Wenn Eltern sich in diesem Zeitraum zB scheiden lassen, bezieht das Kind die Schuld oft auf sich.

Nun könnte ich noch sehr viel mehr über dieses Thema schreiben, aber ich glaube, es ist deutlich, was das „Innere Kind“ bedeutet: Es sind all die Prägungen, die wir tief in uns gespeichert
haben, und die unser Verhalten prägen. Wann immer wir als Erwachsene in Situationen kommen, die wir schon als Kind (unbewusst) als bedrohlich empfunden haben, erwachsen von innen heraus die unterschiedlichsten Vermeidungsstrategien. Das erleben wir besonders dann, wenn wir immer wieder mal mit demselben oder ähnlichen Themenkomplex konfrontiert werden. Das kann Bindungsunfähigkeit sein, Probleme mit Autoritäten usw.!

Nach meinem Verständnis gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Wege, diese Dinge in den Griff zu bekommen, symbolisch gesprochen = das „Innere Kind“ auch im Nachhinein in die Wahrnehmung von Liebe und Geborgenheit zu führen, was sich natürlich dann auch auf uns als Erwachsene auswirkt. Und so, wie jede Reise mit dem ersten Schritt beginnt, versuche ich mit der Astrologie zu erfassen, wo der Ursprung der Verletzungen liegt.

Ein astrologisch-psychologischer Ansatz bietet da die (nach meinem Verständnis) besten Möglichkeiten zur Bewusstwerdung und ermöglicht damit den ersten Schritt zur Heilung auch frühkindlicher Verletzungen, was wiederum die Basis ist für weiteres konstruktives Arbeiten im Sinne von „Gnothi seauton“ = „Erkenne Dich selbst“.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Manfred Aubert

Hannover, 16.02.2016

Wenn auch Sie Gefallen an diesen Themen finden und persönliche Unterstützung möchten, wenden Sie sich gern direkt an:
Aubert@spirit-online.de

Schlagworte für diesen Artikel:

Der Beitrag hat Ihnen gefallen?

Wir freuen uns über eine Spende via Paypal

Den Artikel kommentieren

*