Wellness

Der wichtigste Teil in meinem Universum

Freude-Meadchen-laecheln-joyIch bin der wichtigste Teil in meinem Universum

Mein letzter Artikel handelte von Stress und Burnout, und wie Sie diese Phänomene im eigenen Leben vermeiden.
Ich hatte dabei auch einige Empfehlungen gegeben, was Sie tun können, um Stress zu vermeiden. Und ich habe Ihnen auch aufgezeigt, wie Sie Stress reduzieren können, wenn er schon vorhanden ist.

Ich gab diesen Artikel einer sehr lieben Freundin zu lesen,  und ihr fiel sofort auf, dass ein ganz wichtiger Aspekt des Lebens nicht intensiv genug angesprochen wurde – das

„Ich bin der wichtigste Teil in meinem Universum.“

Sie gab mir einige Anregungen, die mich dann dazu inspirierten, diesen Artikel zu schreiben:

Ich bin ein Gewinner

Und damit meine ich nicht nur mich, sondern jeden von uns. Denn jeder ist ganz natürlich ein Gewinner.
Bei der Befruchtung der Eizelle gibt es zuerst ein Gerangel, Millionen von Samenzellen wollen „der Erste“ sein.
Doch nur wenige schaffen den Weg bis zur Eizelle, im Verhältnis betrachtet zu der Menge Samenfäden, die an den Start gingen. … und in der Regel schafft es auch nur eine Samenzelle, in die Eizelle einzudringen.
Kaum ist sie drin, so verschließt sich die Eizelle – so dass im Regelfall kein mehr die Zellwand durchdringen kann. (Ausnahmen  bestätigen die Regel).

Jeder von uns ist also ein Gewinner – jeder von uns hat es geschafft – auf diesem Wege hier in dieser Welt zu erscheinen.
Jeder von uns hat dabei schon bewiesen, was für ein Durchhaltevermögen und was für eine Widerstandskraft in ihm steckt.

…Doch leider – dann kommt das große Vergessen.

Ich frage mich immer wieder, warum wir dieses besondere Ereignis so schnell vergessen.
Warum vergessen wir, dass diese Einmaligkeit in uns wohnt.

Manche Kulturen gehen davon aus, dass wir auch das große Wissen mit in diese Welt bringen, dass dieses aber aufgrund der „Anpassung an die Umgebung“ mit der Zeit verloren geht.

Viele Menschen und Forscher behaupten, das sind „die Gene“, die dafür verantwortlich sind, doch das kann man nicht einfach so stehen lassen. Immer mehr zeigt uns die epigenetische Forschung, wie sehr wir von unserer Umgebung beeinflusst werden.

In meiner Ausbildungsreihe: „Ayurveda-Ernährungs- und Gesundheitsberatung“ besprechen wir ein Video, in dem Forschungen aufzeigen, dass Zellen sich innerhalb von kurzen Augenblicken auf das einstellen, was wir als Impuls von „Außen“ aufnehmen, – sie reagieren im Grunde genommen sofort.
Der Zellkern gibt sofort neue Informationen an die Zelle mit Anweisungen, die uns an die Umgebung anpassen.
Bei der Ayurveda-Konstitutions-Bestimmung merken wir immer wieder, wie fremd sich die Teilnehmer eigentlich sind – und das ist nicht bewertend gemeint. Ein großer Teil unseres Lebens ist „Anpassung.“

Etwas übertrieben möchte ich das so darstellen – Anpassung wird belohnt, durch Süßigkeiten, durch Wertschätzung, durch „Liebe“ usw.

Sind wir schön lieb, erfahren wir im Elternhaus, im Kindergarten, in der Schule, im Beruf und in den zwischenmenschlichen Beziehungen meist eine Verstärkung durch die oben bezeichneten Geschenke.

Passen wir uns nicht an, so hören wir schnell:

Du bist unmöglich
Du bist egoistisch
Du wirst es schwer haben im Leben.
Man muss sich anpassen, sonst wird man nicht vorwärtskommen im Leben
…. und vieles mehr.

Doch stimmt das wirklich?

Ayurveda geht davon aus, dass meine individuelle Konstitution der Schlüssel ist zu mehr Gesundheit und Lebensfreude. Ich muss mich richtig wahrnehmen lernen, damit ich mich selbst richtig leben kann.
Nach Ayurveda ist es unsere Lebensaufgabe, die eigene Konstitution zu leben.
In ihr sind die Begabungen, Herausforderungen und Lernprozesse verborgen.

Passe ich mich ständig an, wie soll ich dann das sein, was ich eigentlich schon immer bin?

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Machen wir uns sogar mit dieser Anpassung krank?

Sicher kennen Sie das Sprichwort: „Jeder ist seines Glückes Schmied“.
Im ganzheitlichen Coaching gehen wir davon aus, dass jeder durch sein Denken und Fühlen seine eigene Welt erschafft.
Denken und Fühlen erzeugen Schwingungen, diese ziehen Menschen und Lebenssituationen ins eigene Leben, die uns dann im Grunde zeigen, wie wir Denken und Fühlen.

Sie können also aufhören, im Außen etwas ändern zu wollen – da wird keine echte Veränderung stattfinden, es sei denn, Sie haben erst etwas in sich selbst geändert – Ihre Einstellung.

Ein spiritueller Lehrer meinte einmal: „wenn du erwartest, dass sich irgendetwas oder irgendwer im Außen verändert, damit es dir gut oder besser gehen soll, dann hast Du ein Problem“.

Fangen Sie doch einfach an, sich selbst wieder wichtig zu nehmen, denn Sie sind die wichtigste Person in Ihrem Universum. Ich  habe das anfänglich schon dargestellt, als ich vom Gewinner in Ihnen sprach.

Mann schaut in den HimmelDoch was können Sie tun, damit sie wieder mehr in Verbindung kommen mit sich selbst.

Auch hier gab mir meine liebe Freundin eine wichtige Anregung:
„Ich brauche immer wieder eine Zeit – nur für mich selbst.
…Zeit, in der ich wieder mit mir selbst oder mit meinem Selbst in Verbindung kommen kann.
…Zeit, um in mich rein zu fühlen und um das zu verarbeiten, was noch nicht ganz verdaut ist, seelisch wie körperlich.
…Zeit, um auch die wunderschönen Dinge in meinem Leben zu spüren und tief in mich einsinken zu lassen. Dort wurzeln diese, und es werden wunderschöne Pflanzen daraus, die wachsen und gedeihen.
…Zeit, um einfach einmal den Geist ganz frei fließen zu lassen. Ich bin dann nicht nur in Verbindung mit mir selbst, sondern auch EINS mit dem All.

Diese Zeit hilft mir, frisch gestärkt aus diesem „Sosein“ in unsere Welt zu kommen. In dieser Zeit finde ich meine Energie-Reserven. Ich persönlich wundere mich immer wieder, wieviel Energie mir nach einem solchen Retreat erneut zur Verfügung steht.“

Die Empfehlungen aus dem letzten Artikel:  die Ernährung zu beachten, „schöne Dinge zu tun“ : wie Wellness, ausgehen, mit Familie und Freunden zusammen sein, all das sind wichtige Faktoren für ein gesundes sich „Sozial verbunden und vernetzt- Fühlen“.

Doch, wie schon mehrmals angesprochen, die Zeit für sich selbst – für sein eigenes Selbst – sie ist letztlich der Initiator für das „Glücklich sein“.

Hier nun einfach ein paar Anregungen, um einen solchen Zustand zu erzeugen und zu pflegen:

Spaziergänge
Die Natur ist nicht nur wunderschön, sie ist auch ein machtvolles Heilmittel.
Seien Sie öfters in der Natur, und wenn es nur ein ganz „normaler“ Spaziergang ist. Aus ayurvedischer Sicht beruhigt er Vata-und baut damit Stress ab.

Meditative Spaziergänge
Mit vollem Bewusstsein in der Natur sein, die kleinen und großen Wunder am Wegrand sehen, das ist ein noch viel schönes Erlebnis – da gibt es ganz viel zu entdecken. Es ist, als ob das Bewusstsein die Naturgeister dazu animiert, sich zu zeigen und ihre Geheimnisse  preis zu geben.
Es geht dabei nicht nur um Körper-Training, genauso wenig wie beim Yoga, Tai Chi  und vielem anderen. In erster Linie geht es darum „in die eigene Mitte zu kommen“, und genau darin liegt der große Effekt.
Nicht die Menge entscheidet sondern die richtige Dosierung.

Bewusste Atmung
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie z.B. beim Spaziergang im Park ganz automatisch einige ganz tiefe Atemzüge nehmen?  Und diese entspannen dann so richtig.
Auch im Job kann das tief Ein- und Ausatmen, im wahrsten Sinne einfach mal „tief Luft holen“ Wunder bewirken. Es befreit und setzt ganz viele Energien im Körper frei.
Im Yoga ist das Atmen eine ganz wichtige Disziplin – Atem ist Leben.
Und ruhiges und richtiges Atmen kann das Leben ganz und gar verändern.

In unseren Ayurveda-Abnehm-Kuren merken wir immer wieder, wie wichtig es ist, dass genügend Sauerstoff in den Körper einfließt, denn nur dann kann u.a. auch der Stoffwechsel auf Fettverbrennung umstellen.

Meditieren
Viele Menschen haben schon am eigenen Leib erfahren dürfen, wie beruhigend es ist, wenn man sich regelmäßig die Zeit für Meditation einplant.
Zugegeben, zu Beginn kann es durchaus sein, dass man diese Ruhe gar nicht aushält – doch haben Sie Geduld mit sich selbst. In Ihnen gibt es einen Seelenanteil, der wartet geradezu darauf, dass Sie zur Ruhe kommen.
Dieser Seelenanteil möchte mit Ihnen kommunizieren – doch hat er nur eine leise Stimme.
Die Welt da draußen ist sehr laut, sie wird in der Regel alle Signale von innen übertönen.
So ist es also wichtig, zur Ruhe zu kommen und sensibel zu werden für diesen inneren Dialog.

Mandala Malen
Es gibt schöne Mandala-Vorlagen in Buchform. Besorgen Sie sich einfach ein solches Buch mit Buntstiften und legen Sie los.
Loslegen heißt hier: in sich rein horchen, zur Ruhe kommen, und den Eingebungen folgen, die Ihnen sagen, welche Farbe wohin soll in Ihrem  Mandala.

Inneres Kind
Tun Sie einfach einmal das, was sie als Kind gerne gemacht haben oder gerne gemacht hätten.
Musik hören, Lesen, Reiten, Fahrrad fahren, im Freien oder auf dem Heimfahrrad…

All das kann sich hierfür eignen, wenn man die richtige Intention hat.
Ihr inneres Kind wird es Ihnen danken, denn es wird sich dabei super wohlfühlen.

Kochen
Für eine liebe Freundin ist es das Kochen, was sie innerhalb von kürzester Zeit in die eigene Mitte bringt. Selbst bei Stress, Ärger u.v.m. – wenn sie in ihrer Küche steht und überlegt, was sie jetzt kochen könnte, so fällt aller Stress von ihr ab. Sie kocht sich dann mit aller Hingabe etwas, was sie nährt, gesund erhält und was ihr sofort wieder Lebensfreude bringt.

Licht Kerze KraftSchweigen
Ich selbst genieße es oft, einfach zu schweigen. Ich brauche dann keine Musik, keinen Fernseher, kein Buch.
Für mich ist es ein ganz besonderes Erlebnis, mit einem anderen Menschen zusammen zu sein und schweigen zu können. Auch dieses „sich schweigend verstehen“ kann eine ganz besondere Erfahrung sein.

Nichts von alledem sollte dazu dienen – um nur zu konsumieren oder gar um sich abzulenken. Diese Empfehlungen sind auch nicht dafür gedacht, um irgendwelche Höchstleistungen zu vollbringen.

Der tiefere Sinn liegt einfach nur in einem „absichtslosen Tun“, damit der Geist frei fließen kann. So kann er uns aus unserem Inneren heraus mit neuen und wichtigen Erkenntnissen und Botschaften versorgen.

Aus ayurvedischer Sicht ist der „Geist“ eine Instanz, die nach außen gerichtet das Gehirn und die 5 Sinne benutzt zur Kommunikation.

Nach innen gerichtet braucht er feinstofflichere Instrumente – und dazu sind Ruhe, Gelassenheit und der Wunsch „des nach innen Horchens“ einfach notwendige Voraussetzungen.

Es ist von großem Nutzen, was Ihnen das „sich Zeit nehmen für sich selbst“  schenkt:

Was wäre, wenn Sie all das andere, was sie in Ihrem Leben haben, dadurch viel besser wertschätzen könnten?
Was wäre, wenn sich durch dieses „Nichtstun“ Ihr ganzes Leben verändern würde?
Alles hat seine Zeit, das „im Außen sein“ und das „in-sich selbst“ sein.
Wenn wir das wirklich verstehen, so kommen wir in Verbindung mit uns selbst.
Wir spüren wieder, was gut für uns ist. Und das sollten wir dann immer öfters tun.
Und Sie werden sehen,  wir werden auch wieder sensibel dafür, was weniger gut für uns ist. Das sollten wir dann immer öfters vermeiden.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Verbindung zu sich selbst finden und sich dann auch erhalten – die wirklichen Schätze des Lebens sind nur so zu finden.
Und das Geschenk, das Sie sich selbst und anderen Menschen damit geben ist, das Teilen von diesem unschätzbar hohen Schatz – dem verbunden sein mit sich selbst.

Wolfgang Neutzler

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