Ernährung

Dinkel: Wunderkorn gegen Übersäuerung

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Alternative bei Weizenunverträglichkeit

Der heilkundigen Benediktineräbtissin Hildegard von Bingen galt der Dinkel als ein Universalmittel schlechthin. Noch heute ist er Teil der so genannten „Hildegard-Medizin“.

Bereits vor 8000 Jahren wurde Dinkel – eine Kreuzung aus Emmer (Urweizen) und Zwergweizen – in vielen Teilen Mittel- und Nordeuropas angebaut. Auch als Spelz oder Schwabenkorn bekannt, war das Getreide als „Arme-Leute-Essen“ verschrien und wurde vor rund 100 Jahren vom Weizen fast ganz vom Speiseplan vertrieben. Da Korn und Spelz beim reifen Dinkel fest miteinander verwachsen sind, müssen sie in einem zeitaufwändigen Arbeitsgang voneinander getrennt werden, was Dinkel etwas teurer als Weizen macht. Dinkel wächst gern auf armen und steinigen Böden und braucht fast gar nicht gedüngt werden, weshalb er weitgehend frei von Umweltgiften ist. Weizenallergiker sollten nur unverfälschtes Dinkelmehl kaufen, etwa der Sorte „Oberkulmer Rotkorn“, da auch vermehrt gekreuzte oder gestreckte Dinkelmehle im Handel sind, die mehr oder weniger große Weizenanteile enthalten.
Neben Dinkelmehl sind auch Dinkelbrote aus Dinkel-Vollkornmehl, Dinkelkekse und Dinkelnudeln im Handel.

Für schöne Haut und gesteigerte Konzentration
Als das „beste Korn“ bezeichnete Hildegard von Bingen den Dinkel. Ihrer Erfahrung nach macht er „seinem Esser rechtes Fleisch und rechtes Blut, frohen Sinn und freudig menschliches Denken“. In der „Hildegard-Medizin“ gilt eine Dinkeldiät als Garant für Heilerfolge bei vielen, selbst schweren Erkrankungen, was wissenschaftlich jedoch nicht belegt ist. Nicht bestritten wird, dass Dinkel eine basische Wirkung auf den Körper hat. Daher ist dieses Getreide besonders geeignet, den Körper bei Übersäuerung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dinkel enthält einen hohen Anteil an wertvollem Eiweiß mit Spuren aller essenziellen Aminosäuren, herzfreundliche, ungesättigte Fettsäuren sowie reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Beachtenswert ist vor allem der hohe Kieselsäuregehalt, der Haut, Nägel und Haare kräftigt und zudem das Denkvermögen und die Konzentration steigert. Der Zinkgehalt im Dinkel stärkt die Prostata sowie die Abwehrkräfte und wird als Wohltat für die Leber gesehen.

Dinkel-Rezept:
Dinkel-Rosinen-Brötchen
800 g Dinkel-Vollkornmehl
1 Würfel frische Hefe
1 EL Honig
1 Prise Salz
1 EL Öl
100 g Rosinen

Und so geht’s:
Das Dinkelmehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde eindrücken und die Hefe hineinbröckeln. Von 1/2 l Wasser 3 EL abnehmen und mit der Hefe und etwas Mehl in der Mulde verrühren. Hefeansatz etwa 20 Minuten stehen lassen, dann mit dem gesamten Mehl, dem restlichen Wasser, dem Honig, Salz, Öl und den Rosinen zu einem glatten Teig verkneten. Mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde gehen lassen. Backofen auf 220 °C vorheizen. Den Teig zu kleinen Brötchen formen und im Backofen etwa 20 Minuten backen.

Text: (c) Petra Neumayer

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