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Ein deutscher Schamane erklärt Schamanismus

NL_101010 Schamanismus und seine Bedeutung

Der Begriff Schamanismus fällt im Zuge einer neuen Wahrnehmung zu alternativen Heilmethoden zusammen mit Reiki, Kinesiologie, geistigem Heilen und Energiearbeit immer öfter. Aber können Sie mit Sicherheit sagen was Schamanismus bedeutet?

Viele Menschen haben die Vorstellung das ein Schamane eine mit bewusstseinserweiternden Mitteln gedopte Person ist die mit lustigem Gewand und Tierschädel auf dem Kopf, in der einen Hand eine Rassel, in der anderen einen eigenartigen Stock mit dem er wild herum fuchtelt. Er singt, schreit und hüpft wie verrückt um ein Feuer wobei er Dinge vor sich hin murmelt in einer Sprache die kein Mensch kennt geschweige denn versteht.

Diese sehr Klischee behaftete Darstellung ist in der heutigen Zeit in der Regel überzogen.Aber kommen wir dazu, was Schamanismus wirklich bedeutet bzw. was Schamanismus ist.

Ich will Sie nicht langweilen mit Begrifflichkeiten wie: Primärer Elementarschamanismus oder Sekundärer Komplexschamanismus. Das können Sie viel besser bei Wikipedia nach lesen. Mir geht es vielmehr darum Ihnen ein Bild zu veranschaulichen das den Schamanismus aus der Sicht des 21. Jahrhunderts darstellt.

Schamanismus ist die uralte Bezeichnung für die Glaubensvorstellungen und spirituellen Praktiken von Schamanen. In den alten Traditionen, egal ob in Sibirien, Mongolei, Tibet, Australien oder Nord- und Südamerika, wird Schamanen die Fähigkeit zugeschrieben, in Bewusstseinszuständen wie der Ekstase oder Trance in Bereiche vorzudringen, die bei normaler Wahrnehmung nicht zugänglich sind. Zeremonial- bzw. Ritualarbeit sind dafür die wichtigsten Werkzeuge eines Schamanen um seine Aufgaben zu erfüllen.

Zu diesen Aufgaben gehören vor allem Krankenheilung, mitunter einschließlich der Geburtshilfe, Rituale um Tod und Sterben, Abwehr „böser Geister“, Wettervorhersage, Finden von Jagdwild, Weissagung, Traumdeutung, soziale Regulierung und der Umgang mit geistig gestörten Menschen. Des Weiteren fungiert der Schamane als Lehrer in einigen Lebensbereichen, die das soziale Umfeld direkt betreffen. Ebenso tritt er als Erzähler, Sänger und Dichter von Mythen und Geschichten auf und nimmt für die Gemeinschaft die Rolle des Bewahrers von Wissen ein.

Betrachten wir einmal den Bereich der Krankenheilung ein wenig näher. Dafür muss ich allerdings ein wenig ausholen. Es gibt den sogenannten Core-Schamanismus (Kernschamanismus). In dem werden die schamanischen Praktiken zusammengefasst die es in jeder schamanisch geprägten Gesellschaft bei den Ur- bzw. Naturvölkern rund um die Welt gibt. Das wären z.B. Trommel, Rasseln, Schellen, Trance, Seelenarbeit, Feuerrituale, Wasserrituale, Ekstase und Tanz.

Wie alles in der Evolution (die ja nicht anhält sondern immer weiter geht) verändern sich aber auch die Menschen. Und so ist es nicht verwunderlich das sich auch der Schamanismus leicht verändert bzw. erweitert hat. Heutzutage kommen noch die Praktiken des sogenannten Neo-Schamanismus hinzu. Das wären zum Beispiel: Energiearbeit, therapeutische Ansätze z.B. aus der Körpertherapie, Chakrenarbeit, Räucherungen, Heilsteine, Heilkräuter und bei mir Body-Communication.

Im Gegensatz zum Allgemeinmediziner behandelt der Schamane nicht das Symptom sondern die Ursache. Und genau an dieser Stelle wird die Behandlung angesetzt – die Ursache zu harmonisieren. Ich benutze bewusst nicht das Wort „bekämpfen“.

Der Schamane weiß, dass Körper, Geist und Seele in einem sehr filigranen Miteinander, wie eine dreizügige Waage, zusammen spielen. Wenn es zu einer Verletzung in einem der Bereiche kommt (die Zunge der Waage wird also herunter gedrückt) ist es klar, dass die beiden anderen Bereiche eine Reaktion zeigen (die Zungen der Waage gehen hoch). Wenn der Körper also beispielsweise durch Nackenschmerzen signalisiert das es eine Disharmonie gibt, können Geist und/oder Seele die eigentlichen Verletzten sein.

3_Baeume_FloridaUm nun den Grund der Disharmonie zu ergründen bedient sich der Schamane seines Portfolios an Hilfsmitteln. Das wichtigste Hilfsmittel ist ohne Frage seine Fähigkeit zwischen den Welten oder besser gesagt Realitäten zu wechseln. Er kann z.B. durch Ekstase oder Trance Verbindung zu seinen Hilfsgeistern, Krafttieren oder gar den Ahnen aufnehmen und von dort Hinweise bekommen die zur Harmonisierung des Problems des Hilfesuchenden beitragen. Er führt im Grunde genommen das aus was die Wesenheiten der Anderswelten ihm mitteilen. Er versteht sich darum als Kanal, als Medium. Er ist selber kein Zauberer, Magier oder Hexer, sondern ein Vermittler zwischen der Welt der ätherischen Ebene und unserer realen Welt. Das ist das was ich oben als Bereiche, die bei normaler Wahrnehmung nicht zugänglich sind, beschrieben habe.

Ein guter Schamane wird immer auch seine Liebe zur Natur und zu den Menschen in seine Arbeit mit einfließen lassen. Das bedeutet, dass Sie als Hilfesuchender vom Schamanen mit der Liebe die ein Neugeborenes von seiner Mutter empfängt, behandelt werden.

Oft werden auch Kräuter oder andere Pflanzenteile für Zeremonien oder Rituale verwendet. Bei Räucherungen mit Kräutern, wie zum Beispiel weißer Salbei mit stark reinigender Wirkung, wird dem Hilfesuchenden die Aura durch den Rauch, in dem die Essenzen durch die Verbrennung frei gesetzt werden, gereinigt. Die Aura wird gespeist von den Chakras. Sind die Chakras in Disharmonie können sie als Ganzes nicht mehr kraftvoll genug die Aura bilden. Dann kann es passieren, dass negative Energien die Aura noch weiter schwächen und es somit zu seelischen oder körperlichen Verletzungen kommen kann. Der Rauch nimmt die negativen Energien mit hoch hinauf zum großen Geist der sie auflöst. Mit der Feder wird beim räuchern gefächert weil sie vom Adler kommt. Der Adler als Krafttier ist durch seinen hohen Flug dem großen Geist am nahesten und somit stark verbunden. Diese Verbundenheit versucht der Schamane mit dem Symbol „Feder“ in die Praxis, dem Ritual oder der Behandlung zu übernehmen.

Trommel, Rassel und Schellen dienen dem Schamanen als Hilfsmittel um einen tranceartigen Zustand zu erreichen. Die Trommel bei Ritualen und Zeremonien, während die Rassel und die Schellen hingegen meist beim Trancetanz (ekstatische Tanz) Verwendung finden.

Wenn Sie noch mehr darüber wissen möchten, oder gar an einer schamanischen Zeremonie oder Ritual teilnehmen möchten besuchen sie gern meine Homepage.

(c) Jan-Uwe Lahann

Telefon: 05864-315323

www.medizinkreis.de

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