Ernährung

Essverhalten ändert sich

Starbucks führt veganes Ciabatta ein

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks bietet ab sofort veganes Snackangebot. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) begrüßt Entwicklung hin zu mehr pflanzlichen Alternativen in der Systemgastronomie.

Vegane Menülinien, Getränke und Snacks bestimmen immer mehr das Angebot von Betriebsrestaurants, Mensen und Schulkantinen. Nachdem vegane Speisen in der Gemeinschaftsverpflegung in den Bereichen Care, Education und Business angekommen sind, setzt nun auch die Systemgastronomie verstärkt auf rein pflanzliche Angebote. Aktuell bietet Starbucks in seiner Snack-Sparte ein veganes Ciabatta an und folgt damit einem wachsenden Trend.

Essverhalten ändert sich

Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) geht momentan von rund 7 Millionen Vegetariern und 1,2 Millionen Veganern in Deutschland aus (Quelle: IfD Allensbach 2013/YouGov 2014). Vegan lebende Menschen setzen bewusst auf eine pflanzliche Ernährung und lehnen Produkte tierischen Ursprungs (Milch, Eier, Honig, Leder, Wolle, usw.) ab. Eine ausgewogene und vielseitige Ernährung ist ihnen dabei wichtig. Gleichzeitig steigt das Angebot an vegetarischen und veganen Fertigprodukten. So hat sich der Umsatz mit vegetarischen Teilfertigprodukten in den letzten vier Jahren nahezu verdreifacht. Gesundes Essen gewinnt auch in diesem Bereich für viele Menschen immer mehr an Bedeutung. Ein neues Gesundheitsbewusstsein verändert das Essverhalten vieler Menschen nachhaltig und bestimmt in Zukunft unser Lebensmittelangebot. Eine Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov belegt, dass zwei Drittel der Bundesbürger sich in den letzten zwei bis drei Monaten mindestens einmal mit dem Thema „pflanzliche Ernährung“ beschäftigt haben.

Neue Foodkonzepte in der Systemgastronomie

Kulinarisch ansprechende und gesunde Konzepte halten Einzug in die Systemgastronomie. Unternehmen wie Vapiano, Subway und die Burger-Kette Hans im Glück erweitern ihre Range mit veganen Neuheiten. GV-nachhaltig berät die Gemeinschaftsgastronomie im Ausbau vegan-vegetarischer Angebote und kennt die Potenziale einer solchen Produkteinführung. „Der Trend zu veganen Angeboten zeigte sich im Gastgewerbe zunächst bei den Studentenwerken, dann in der Betriebsgastronomie und seit kurzem zunehmend auch bei Größen der Systemgastronomie. Mit der Erweiterung seines Sortiments setzt Starbucks ein Zeichen, welches sicher rasch für Nachahmung sorgen wird. Gastronomen, die ihr Angebot um vegane Optionen erweitern möchten, stehen wir gerne tatkräftig zur Seite“, so Andreas Schneider, Leiter von GV-nachhaltig.

Starbucks reagiert auf Kundenwünsche

Die Kundenwünsche und die Vorreiterrolle von Starbucks in Großbritannien und den Vereinigten Staaten bezüglich des veganen Trends bewegten auch Starbucks Deutschland zu dieser Innovation. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) und die Albert-Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt appellierten ebenfalls an Starbucks Deutschland, Eier aus Käfighaltung nicht länger für die eigenen Speisen zu verwenden sowie für ein angemessenes veganes Angebot. „Wir freuen uns, dass Starbucks hier eine Vorreiterrolle in der Systemgastronomie einnimmt und jetzt erstmals eine vegane Snackalternative anbietet“, so der Geschäftsführer des VEBU (Vegetarierbund Deutschland), Sebastian Zösch, und der geschäftsführende Vorstand der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Mahi Klosterhalfen.

(c) www.vebu.de

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