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Fasten bringt Heilung

bauwagen-imbiss-street-foodFasten bringt Heilung – Deine Ernährung sagt dir wer du bist!

Unser Körper wird aus dem geformt, was wir essen und trinken. Jede einzelne kleine Zelle braucht ihre spezielle Nahrung, um die Funktionen in unserem Körper zu erfüllen. Und damit diese Nährstoffe überhaupt dort ankommen, wo sie hingehören, ist ein intakter Stoffwechsel notwendig. Für einen intakten Stoffwechsel wiederum brauchen wir einen gesunden Darm, der die Hauptaufgabe bei der Verwertung unserer Nahrung übernimmt.
Fasten bietet eine gute Möglichkeit die Basis für solch einen gesunden Darm zu aktivieren, zu unterstützen. Zu bedenken ist: Fasten bietet nur dann einen dauerhaften Erfolg für die Gesundheit wenn auch die Ernährung dauerhaft daraufhin abgestimmt wird.
Dazu zählt nicht nur die bewusste Auswahl der Lebensmittel (möglichst frisch und naturbelassen und nicht so viel Fleisch), sondern auch die Fähigkeit, „richtig“ zu essen. Besonders wichtig ist hierbei, langsam und mit Bedacht Nahrung zu zerkauen. Erstens trainiert dies den Geschmackssinn, zweitens entlastet dies dabei ganz enorm den Verdauungstrakt und was nicht zu verachten ist … man merkt eher, wenn Sättigung erreicht ist. Der Sättigungseffekt setzt beim Menschen erst nach ca. 20 Minuten ein. Menschen, die das ignorieren und ihr Essen in Schnelltempo und ohne Bedacht in sich hineinstopfen, „überfressen“ sich daher recht häufig – kein Wunder, wenn es dabei zu Fettleibigkeit, Verdauungsbeschwerden, Magengeschwüren und anderen unangenehmen Dingen kommt. Bewusstes kauen fördert die Energiezufuhr, steigert das Wohlbefinden und trainiert eigene energetische Befähigungen. Spiritualität und Fasten sind deshalb seit uralten Zeiten miteinander verbunden. Spirituelle Sucher und Yogis haben gefastet und meditiert, um den Sinn des Lebens klarer zu verstehen. Wenn sich der Geist von den Fesseln des Physischen befreit, kann er sich auf höhere Dinge richten und einige seiner tieferen Mysterien ergründen. Oder anders ausgedrückt: fasten bringt Klarheit und übt in Verzicht.

Fasten unterstützt bei folgenden Zielen
~ Gesundheit und ein langes Leben
~ körperliche und geistige Fitness bis ins hohe Alter
~ Bewusstheit und persönliche Entwicklung

Fasten und Spiritualität

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen hat zudem einen Zusammenhang zwischen unserem geistig-seelischen Zustand und unserer Gesundheit belegt.
„Giftige“, negative Gedanken wie Ärger, Furcht und Sorgen blockieren den Energiefluss in unserem Körper und können die Ansammlung von Giften und schädlichen Stoffen fördern, die das Risiko für eine Reihe von Krankheiten vergrößern. Geist und Körper sind untrennbar miteinander verbunden. Eine positive geistige Haltung ist wahrscheinlich die beste Medizin, die wir einnehmen können.

Spirituell betrachtet ist der Körper der äußere Ausdruck und das Instrument einer tieferen und weiteren Wirklichkeit – die das Physische, das Vitale (den Bereich der Emotionen), das Psychische und den spirituellen Bereich umfasst. Eine Trinkfastenkur kann ein Hilfsmittel sein für eine geistige Erneuerung, eine innere Entdeckungsreise und innere Wachstumsprozesse. Denjenigen, die diesem Aspekt der inneren Reinigung und Klärung stärker nachgehen möchten, empfehlen wir z.B. Yoga, Atemübungen und regelmäßige Meditation als einen Weg zu einem tieferen Bewusstsein.
Anfangs wurde hauptsächlich aus religiösen Gründen gefastet. In gewissen Zeitaltern wurde kollektiv mit dem Ziel gefastet, Gott eine Ehre zu erweisen, damit die Menschen eine Art Begnadigung erhielten. Dieser spirituelle Sinn ist auch heutzutage noch in Praktiken wie der katholischen Fastenzeit oder dem Ramadan der Muslime wiederzufinden.
Im Laufe der Zeit stellte man fest, dass das Fasten sowohl für Körper als auch für den Geist sehr gewinnbringend ist. Aus medizinischer Sicht gesehen ist es eine Praktik, die es dem Körper erlaubt, sich zu entgiften und dazu beiträgt, verschiedene Krankheiten zu bekämpfen. Außerdem ist es für Geist und Verstand wohltuend, zu fasten, da unser Wille auf eine harte Probe gestellt wird.
Fasten ist ein Akt des gewählten Verzichts. Genau aus diesem Grund stärkt es den Geist und trägt dazu bei, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Auf eine besondere Art und Weise öffnen wird dadurch unseren Verstand, damit er sich auf die Kenntnis und die Anerkennung unseres Wesens ausrichtet.

Fasten und die Macht des Verzichts

Auch wenn die Gesellschaft großen Wert darauf legt, dass wir unser gesamtes Potenzial dahingehend ausschöpfen, dass wir so viel wie möglich besitzen, bedarf es doch in Wahrheit viel größerer Stärke, verzichten zu können. Einige Philosophen beharren auf ihrem Standpunkt, dass ein Mensch umso weniger frei ist, je mehr er hat. Der Verstand und das Herz des Menschen sollen sich mit diesen materiellen und spirituellen Besessenheiten befassen und anstatt sie für sein Wohl zu verwenden, hält er unvermeidbar an ihnen fest.
Man sagt, dass nicht derjenige reich ist, der am meisten hat, sondern derjenige, der am wenigsten braucht. Das entspricht insofern der Wahrheit, dass uns das Bedürfnis nicht sehen lässt, was wir alles haben, was uns verletzlich macht. Und es stimmt natürlich, dass vieles, was wir brauchen, mehr eine Antwort auf das ist, was uns der Markt und die Gesellschaft vorschreiben, als ein wahres Bedürfnis. Jedoch vergessen oder ignorieren wir das nur allzu oft und deswegen haben sich viele von uns in „chronisch Bedürftige“ verwandelt.
Fasten erinnert uns daran, dass wir die Macht darüber haben, zu verzichten, sogar auf so etwas Wichtiges wie Essen. Uns freiwillig Nahrung vorzuenthalten ermöglicht uns, eine neue Perspektive anzunehmen. Es ist eine Praktik, die dazu verpflichtet, den Blick wieder auf uns selbst zu richten, die Signale unseres Körpers wahrzunehmen und herauszufinden, welche Gefühle uns begleiten. Wer fastet, kann sicher sein, dass sich die Selbstwahrnehmung und die Eigensensibilität während der Fastenzeit verbessern.

Heilfasten

Heilfasten ist eine naturheilkundliche Therapieform, die bereits von den Ärzten der Antike, über die Heilkundler des Mittelalters bis hin zur Neuzeit immer wieder zur Behandlung chronischer Gesundheitsprobleme als Entgiftungskur empfohlen wurde.
Die positiven therapeutischen Auswirkungen durch eine regelmäßige Heilfasten-Kur konnten mittlerweile in einer ganzen Reihe klinischer Studien eindrucksvoll belegt werden. Und erfreulicherweise stehen mittlerweile immer mehr Ärzte dem Heilfasten absolut positiv gesinnt gegenüber.
Zu den zahlreichen Gesundheitsproblemen, die sich durch eine Heilfasten-Kur erfolgreich behandeln lassen, zählen beispielsweise:

  • Neurodermitis, Schuppenflechte, Allergien und Asthma
  • Rückenschmerzen bis hin zu rheumatischen Erkrankungen
  • Häufige Kopfschmerzen und Migräne
  • Magen- und Darmprobleme
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Diabetes
  • Fettleibigkeit
  • Krebserkrankungen

Das Heilfasten beeinflusst ganz erheblich die Vorgänge in unserem Körper. Eine der bedeutendsten Wirkungen ist dabei die Stärkung unser körpereigenen Abwehrkräfte. Während im normalen Essalltag unser Immunsystem kräftig in den Verdauungsprozess mit einbezogen wird, kann es sich während einer Fasten-Phase deutlich stärker auf die Beseitigung krankmachender Eindringlinge stürzen. Heilfasten wird daher auch häufig als der innere, eigene Arzt bezeichnet. In den meisten Fällen ist es folglich auch eine absolut positive Reaktion des Körpers, wenn man während einer Krankheit keinen Appetit verspürt und nichts essen mag. Diese vorübergehende Appetitlosigkeit ist sozusagen ein evolutionsbedingter fest einprogrammierter Heilungsmechanismus, der leider häufig zu Unrecht mit den Worten „Kind, du musst doch was essen“ bedacht wird. In einigen Fällen ist es aber tatsächlich gesund, mal eine begrenzte Zeit nichts zu essen.
Darüber hinaus hat das Heilfasten auch eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf unsere Psyche. Nachdem die ersten, gelegentlich beschwerlichen Tage des Heilfastens vorüber sind, stellt sich häufig ein gewaltiger Energie-Schwung ein, der nicht nur die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit in die Höhe schnellen lässt, sondern auch den Gute-Laune-Pegel. Eine Heilfasten-Kur bringt uns nicht selten dazu, ein wenig innezuhalten und Abstand zu nehmen von der Hektik des Alltags. So können sich plötzlich lange angestaute Denkblockaden lösen oder ganz neue Ideen in den Kopf schießen.

Ein weiterer schöner Nebeneffekt des Fastens ist die zunehmende Sensibilisierung unserer Geschmacksnerven. Da kann es durchaus vorkommen, dass bereits der Geruch bestimmter ungesunder Lebensmittel plötzlich regelrecht abstoßend wirkt. Ebenso wird Rauchen als zunehmend widerlich empfunden. Schon viele Raucher sind durch das Heilfasten zu Nichtrauchern geworden. Viele Fastende setzen sich außerdem bereits während der Fastenkur ganz intensiv mit ihren Ernährungsgewohnheiten auseinander und entwickeln neue, gesunde Gelüste.

Wer darf fasten

Gesunde Menschen können für gewöhnlich ohne Probleme auf eigene Faust zu Hause fasten. Man sollte jedoch auf keinen Fall einfach so damit anfangen. Heilfasten klingt zwar zunächst recht simpel, ist es jedoch in keinster Weise. Es gibt viele kleine Fallstricke und Hindernisse, die einem das erste Fasten gründlich vermiesen können. Gerade wenn man ohne ärztlichen Beistand fasten möchte, ist es umso wichtiger, sich im Vorfeld intensiv mit dem Fasten zu beschäftigen und sich zu informieren.
Von den Entlastungstagen über die Darmentleerung und das eigentliche Fasten bis hin zum Fastenbrechen und den Aufbautagen gibt es jede Menge wichtige Dinge zu beachten. Außerdem gibt es nicht nur eine einzige richtige Fasten-Variante. Für den einen stellt das Buchinger-Fasten eine optimale Therapie dar und dem nächsten bekommt die F.X.-Mayr-Kur deutlich besser. Auch Saftfasten, Schleimfasten, Molkefasten oder die ebenfalls recht bekannte Schrothkur erzielen gute Heilerfolge.
Heilfasten kann vielen kranken Menschen helfen oder einfach vorbeugend der Gesunderhaltung dienen. Es gibt aber auch eine Reihe von Indikationen, die eine Heilfastenkur absolut verbieten. Es ist auf jeden Fall ratsam mit einem Arzt über sein Vorhaben zu sprechen.
Wer gesund und fit ist, kann durchaus auch im hohen Alter weiterhin Fastenkuren durchführen. Problematisch wird es lediglich bei altersschwachen Personen, die ohnehin bereits unter einem starken Gewichtsverlust oder einem starken Nährstoffmangel leiden.

U.T.
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