Wellness

Frei von Stress und Burnout mit Ayurveda

Frau-Stress-traurig-womanFrei von Stress und Burnout mit Ayurveda

Kennen Sie diese beruflichen Situationen?

  • Ein zu großes Arbeitsvolumen
  • Personalausfall bzw. Personaleinsparungen
  • Der „Rest der Belegschaft“ soll die zusätzliche Arbeit auffangen
  • Ärger mit den Kunden
  • Pfuscherei am Arbeitsplatz
  • Dienst nach Vorschrift – weil es einfach nicht mehr geht.
  • Sie oder Mitarbeiter haben die „innere Kündigung“ bereits vollzogen

Und dann zusätzlich auch noch private Probleme:

  • Stress in der Beziehung
  • Pflegebedürftige Angehörige
  • Stress mit den Kindern oder Nachbarn
  • v.m.

Und da ist es ganz gleich, ob Sie selbstständig oder angestellt sind. Ja auch als „Nur-Hausfrau und / oder Mutter können solche Ausnahme-Situationen vorkommen.
Alles wächst einem über den Kopf.

Doch was genau versteht man unter Stress & Burnout?
Stress – neutral betrachtet beschreibt eine sehr große körperliche oder seelische Ausnahmesituation.
Das kann durchaus eine Krise oder eine besondere Belastungs-Situation sein.
Ob es negative Auswirkungen hat, das hat vor allem mit dem Faktor Zeit zu tun.
Die Dauer der Stresseinwirkung ist ein wichtiger Parameter, ob Stress kompensiert werden kann oder nicht.

Im Grunde hilft uns Stress, Höchst-Leistungen zu erbringen, um z.B. eine Krise oder Herausforderung zu meistern. Die Körperleistung wird dabei durch spezifische Hormone (z.B. Adrenalin) hochgefahren.

Wichtig ist dabei, dass nach der Anspannung die Entspannung sprich Regeneration folgt. – Wir benutzen heute oft den Begriff: Work/Life Balance, der richtig: Work-Leasure-Balance heißen sollte.

Nach Ayurveda gibt es sehr subtile und individuelle Faktoren, die dafür verantwortlich sind, ob ein Mensch mit Stress umgehen kann, oder ob er mit der Zeit immer mehr in ein Verausgabungs-Syndrom kommt, den Burnout.

In der heutigen Zeit sprechen wir von Resilienz – wenn es darum geht, wie sehr wir uns auf solche Ausnahmesituationen einstellen können.
Gemeint sind ganz besondere Fähigkeiten, die ein Mensch im Laufe seines Lebens entwickeln kann, z.B.: sich auf Ausnahme-Situationen einstellen zu können und
auch die Gabe, wieder aus eigenen Kräften ins Gleichgewicht zu kommen.

Besonders hoch ist dabei die Fähigkeit zu werten, aus solchen Ausnahme-Situationen gestärkt herauszugehen.
Das kann auch zu der  Einsicht führen, dass es nun genug ist, und dass man etwas ändern muss, um das Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Mann-massageNach ayurvedischer Sicht ist aber auch die eigene Konstitution mit ausschlaggebend dafür, wie ein Mensch mit Stress umgeht.

Vata-Konstitutionen neigen dazu, schnell in Stress zu kommen. Alleine die Angst, etwas nicht meistern zu können, kann schon das „sich überfordert-Fühlen“ auslösen.
Vata Typen fehlt darüber hinaus aber auch häufig das Durchhaltevermögen, um solche Situationen auszuhalten, oder auch die Kraft sie zu verändern.
Für Vata-Konstitutionen ist es also besonders wichtig, schnell eine Situation zu erkennen, die auf Dauer die eigene Kraft überfordern könnte. Sie sollten dann den Mut haben, dazu zu stehen und möglichst schnell professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, damit sie wieder ins Gleichgewicht kommen.

Pitta-Konstitutionen sehen Stress oft einfach nur als eine Herausforderung – die ihnen sogar eine „Kick“ gibt. Manche Pitta-Typen neigen sogar dazu, ein Leben ohne Stress als „etwas langweilig“ zu betrachten.

Hier ist ein gutes Einschätzen der Stress-Situation wichtig, damit „Dauerstress“ nicht doch die eigene Kraft übersteigt. Das kann bei Pitta-Konstitutionen zwar lange dauern, kann aber am Ende sehr drastische Auswirkungen haben.

Für Pitta ist der Rat, achtsamer mit den eigenen Ressourcen umzugehen sicher sinnvoll. Sie neigen nämlich dazu, an die eigenen Grenzen zu gehen und diese oft auch noch zu überschreiten, um dann, wenn sie es wieder einmal geschafft haben, stolz auf sich zu sein.

Doch ist auch bei Pitta-Konstitutionen die Leistungsfähigkeit nicht unermesslich. In einer Sendung vom Nacht-Café mit Herrn Backes berichteten einige Teilnehmer, wie sehr sie sich selbst überforderten. Ihr Körper musste ihnen durch einen völligen Zusammenbruch erst zeigen, dass auch sie Grenzen haben.

Kapha-Konstitutionen neigen relativ selten dazu, sich zu überfordern. Sie haben von Natur aus eher eine Gemütlichkeit mit in die Wiege gelegt bekommen. Dies bewahrt sie vielfach davor, sich zu überfordern.
Manchmal wird das in unserer Leistungsgesellschaft belächelt – doch genauer betrachtet ist es durchaus eine nützliche Gabe, rechtzeitig zu erkennen, wo die Grenzen der eigenen Belastbarkeit liegen.

Stressvermeidung als Lösungsansatz
Wenn wir unserer Konstitution entsprechend leben, haben wir genügend Achtsamkeit, rechtzeitig zu regenerieren.
Offensichtlich ist das aber nicht so einfach – mit der Umsetzung. Viele wissen, dass sie keinen Stress haben möchten, oder dass er nicht gut für sie ist, aber dennoch kann es auch bei diesem Personenkreis zu dauerhaften und krankmachenden Stress kommen.

Das zeigt der rapide Anstieg an Krankheits-Tagen, bedingt durch Stress und Burnout. Bei vielen Menschen ist der Spagat – das Private und Berufliche harmonisch in Einklang zu bringen, nicht so leicht. Es ist, als ob dies zwei verschiedene Welten oder Leben sind, die nicht zusammenpassen.

Es gibt prädestinierte Berufs-Gruppen, in denen der Stress schneller zu Problemen führen kann:
Diese sind Lehrer, Berufstätige im Gesundheitswesen, Führungskräfte…
Grundsätzlich kann aber jeder in dieses „Stress-Burnout-Hamsterrad“ kommen – z.B. auch Hausfrauen oder auch berufstätige Frauen, die zusätzlich als Mutter, Pflegeperson u.a. aktiv sind.

Je nach Ayurveda-Konstitutions-Typ wird das Kompensieren mehr oder weniger leicht sein.
In meiner Ayurveda-Praxis – und hier besonders beim Betreuen von Ayurveda Panchakarma Kuren – ist mir aufgefallen, dass der Ayurveda-Konstitutions-Misch-Typ Vata-Pitta am anfälligsten ist.
Der Vata-Anteil spürt die Grenze und würde gerne kürzertreten. Der Pitta-Anteil dagegen ist oft aber wie ein „Antreiber“ – das schaffen wir noch, und das auch noch und so fort…

Symptome:
Stress und Burnout haben viele Gesichter – insgesamt werden über 130 Symptome beschrieben, die auf Stress und Burnout hinweisen können.

Die Warnsignale!
Ihr Körper gibt Warnsignale – diese sollen Hinweis sein: „Es steht eine Korrektur an – sonst passiert etwas“.
Ihr Körper gibt Ihnen den Hinweis, dass er bald nicht mehr kompensieren oder ausgleichen kann, damit sie gegensteuern können.

Solche Warnsignale können wie folgt aussehen:

  • Ich bin hyperaktiv und kann nicht mehr abschalten.
  • Ich bin schlaflos.
  • Ich habe Verdauungsstörungen.
  • ich zerbreche mir endlos meinen Kopf.
  • Ich habe die Nase gestrichen voll.
  • Ich fühle mich am Boden, wie zerschlagen/ völlig ausgebrannt.
  • Ich bin ständig müde und energielos, völlig ausgepowert.
  • Es graut mir vor der Arbeit.

Wenn eines dieser Zeichen oder sogar mehrere auf Sie zutreffen, haben Sie ein Problem mit Stress!
Je nach Ausprägung kann es sich aber auch schon um ein beginnendes Burnout oder gar um ein manifestes Burnout-Syndrom handeln.
Der fortgeschrittene Zustand geht oft mit einer Depression einher.

Fakten zum Thema Stress und Burnout
Meist zeigt sich die Überlastung in einer Zunahme von psychischen Belastungen. Dann folgt sehr schnell eine Zunahme von Ungleichgewichten im Körper, was letztendlich zu Krankheiten führt.

Zunahme psychischer Belastungen
Wussten Sie, dass

  • über 50 % der Beschäftigten bei Befragung angeben, einen permanenten Zeit- und Leistungsdruck zu haben?
  • gut 20 % der Berufstätigen empfinden, dass sie an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit stehen?
  • 45 % der Arbeitsplätze durch eintönige, monotone und ständig wiederholende Arbeiten gekennzeichnet sind, was sich demotivierend auswirkt.
  • mehr als 30 % der Arbeitsplätze haben einen sehr einschränkenden Handlungsspielraum, was sich auch als demotivierend empfunden wird.

Darüber hinaus fördert es die Einstellung: Jetzt mache ich „Dienst nach Vorschrift“, denn mein Können wird sowie so nicht berücksichtigt.

  • weit über 30 % der Beschäftigten über arbeitsbedingten „Stress“ klagen.

Morgen-Kaffee-Stress-good-morningZunahme arbeitsbedingter Erkrankungen
2/3 der Erwerbstätigen haben körperliche, psychische oder psychosomatische Beschwerden.
Annähernd 50 % der Beschäftigten klagen über Erschöpfung, das Problem nicht abschalten können und Lustlosigkeit oder Burnout.
Seit ca. 15 Jahren ist eine ständige Zunahme der Arbeitsunfähigkeitstage infolge von psychischen Belastungen zu verzeichnen – diese Zunahme beträgt insgesamt ca. 100 %.
Nach dem DAK-Gesundheits-Report schon 2005 stehen Psychische Belastungen als Arbeitsunfähigkeits-Diagnose mit 10 % an 4. Stelle der Krankheitsdiagnosen.
Auch gehen immer mehr Menschen mit Stress und Burnout in Frührente
In dem genannten Report war die Steigerung von 50 000 auf 75000 zu verzeichnen, was eine relative Steigerung von 50 % bedeutet.

Zunahme der Kosten
2005 wurden in Deutschland  allein wegen psychischen Erkrankungen 4 Mrd. Euro ausgegeben. (www.baua.de)
84 % der deutschen Beschäftigten arbeiten nicht mehr engagiert. Dadurch entstehen laut Gallup-Studie ein gesamtgesellschaftlicher Schaden von über 210 Mrd. Euro (Gallup-Studie, 2003, http://gmj.gallup.com/search/results.asp)

Diese Zahlen sprechen für sich.
…und seit dieser Zeit ist eine ständige Zunahme zu verzeichnen!

Haende-Kopf-Frau-Hand-auflegen-headEmpfehlungen für eine optimale Work-Leasure-Balance
Ayurvedastrategien bei Stress & Burnout

Mehr Achtsamkeit
Überprüfen Sie regelmäßig, ob all das, was Sie gerade planen oder tun wollen, wirklich notwendig ist. Vor allem sollten Sie dabei prüfen, ob es Ihnen selbst und der eigenen Gesundheit dient! Weniger ist oft mehr.

Rechtzeitig „Inne halten“ und eine Pause einlegen.
Ich selbst mache immer wieder die Erfahrung, wenn ich rechtzeitig Pausen einlege und entspanne, dann werde ich trotz der Pausen vielfach schneller fertig. Das Entspannen führt dazu, dass man hinterher wieder konzentrierter und effektiver arbeiten kann.

Erlernen einer oder mehrerer Entspannungstechniken.
Yoga, Meditation, Atemübungen, Autogenes Training rechtzeitig und regelmäßig eingesetzt, macht uns sensibler dafür, wo die eigene Leistungsgrenze ist und sie helfen gleichzeitig, zu regenerieren.

Heute gibt es immer mehr wissenschaftliche Studien, die belegen, dass Entspannungstechniken nicht nur Stress und Burnout vermeiden helfen, sondern dass sich auch viele Krankheitsbilder zurückbilden kann (z.B. auch Bluthochdruck).

Ayurveda-Ernährung.
Bei vielen Stress- und Burnout-Gefährdeten ist eine rigide Einstellung bezüglich einer gesunden Ernährung festzustellen. Es sieht so aus, als sei dieser Personenkreis es sich nicht wert, dem Körper genügend Vitalstoffe zuzuführen.

Aber gesunde Ernährungs-Gewohnheiten führen  zu mehr Achtsamkeit im Leben. Zusätzlich können Belastungs-Situationen leichter gemanagt werden.

Das Besondere an der Ayurveda-Ernährung ist die individuelle Betrachtung. Es wird deutlich, was für die einzelnen Konstitutionen förderlich ist, was also der eigenen Konstitution zuträglich ist und  was vermieden werden sollte, weil es die eigene Konstitution ins Ungleichgewicht bringt.

Sich Zeit für sich Selbst und für die Lieben nehmen
– oft verlieren Stressgeplagte immer mehr das Interesse, soziale Kontakte zu pflegen. Man richtet seine Aufmerksamkeit mehr auf die Arbeit und investiert in diese viel Zeit – das soziale Umfeld wird dabei immer unwichtiger. Das führt zur Isolation und zu einer einseitigen Lebensweise – diese reduziert die Immun- und Entgiftungskraft des Körpers deutlich. Man wird krankheitsanfälliger.

Zeit nehmen fürs Spazieren gehen – Zeit nehmen für Wellness.
Alles, was man in diesem Bereich für sich tut, seien es die Spaziergänge, das „wieder einmal ausgehen“ oder das „sich eine Massage oder einen Wellnesstag gönnen“ führt dazu, wieder mehr Kontakt mit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen zu bekommen.

Ayurvedakuren bei Stress und Burnout 
Je nach Schweregrad von Stress und Burnout muss man auch im Ayurveda mit entsprechenden, „schwereren Geschützen“ auffahren, um eine Nachhaltigkeit an neuer Lebensenergie und Gesundheit initiieren zu können.
In den Ursprungsländern können das auch Ayurveda-Kuren sein, die 4-6 Wochen lang sind.
In Ayurveda-Gesundheits-Zentren in Deutschland wird für die Kuren meist ein Zeitraum von 7 Tagen bis zu 3 Wochen angesetzt.
Das Besondere an solchen Kuren ist das meist integrierte „Sorglos-Paket“ welches dazu führt, dass man sich wirklich wieder einmal Zeit für sich selbst nehmen kann.

Die Intensität der Behandlungen mit Ölmassagen, Schwitzbädern, Stirn-Öl-Güssen bringen den Körper dazu, wieder nachhaltig zu regenerieren. Im Ayurveda gibt es noch die Besonderheit der Synchron-Massagen, bei denen 2 Therapeuten mit 4 Händen gleichzeitig massieren. Unsere Erfahrung ist, dass diese „Königsdisziplin“ in der Ayurveda eine ganz besonders stressmindernde Wirkung auf den Organismus hat.

Ayurveda-Kuren in Deutschland
Gerade bei Stress und Burnout spricht sehr viel für eine Ayurveda-Kur in Deutschland. Zusätzliche Reiseprobleme und viele Belastungs-Situationen wie Jetlag, Klima-Umstellungen entfallen.

Das ist besonders hilfreich für Menschen, die weniger Zeit für eine Kur und weite Reisen haben. Aber auch für Kranke und ältere Menschen ist eine Ayurveda-Kur in Deutschland günstiger, da die ganze Kraft der Kur in die Regeneration gehen kann.

Achtsamkeit bringt Gesundheit
Achte gut auf diesen Tag, also auf das „Jetzt“ – denn darin liegt das Leben. Vergangenheit und Zukunft waren oder sind noch nicht. Im HIER und JETZT können wir die Vergangenheit in Liebe entlassen und nur in diesem Augenblick können wir die Basis für die Zukunft legen – in dem wir JETZT achtsam sind!

Mit Achtsamkeit entdecken wir, was wir schon erreicht haben und können dafür mehr Zufriedenheit empfinden. So können wir rechtzeitig unsere körperlichen Grenzen erkennen und mehr für unsere Gesundheit tun.

Mit Achtsamkeit können wir auch entdecken, wie schön die Welt ist und wie viele schöne Augenblicke es im eigenen Leben gibt, für die wir dankbar sein können.
Achtsamkeit kann uns dazu führen, zu erkennen, wem wir unsere Hilfe anbieten können aber auch, wann wir einmal „Nein“ sagen müssen, damit wir uns nicht selbst verausgaben und verlieren.

Achtsamkeit und Ayurveda – die Schlüssel für ein gesundes, glückliches Leben – Ihr Leben.
Genießen Sie es in Dankbarkeit!

Wolfgang Neutzler

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