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Global Challenges Foundation Umfrage zum internationalen Meinungsbild über die Risiken des Klimawandels

LichtaugeGlobal Challenges Foundation Umfrage zum internationalen Meinungsbild über die Risiken des Klimawandels


Befragte aus Deutschland halten den Klimawandel für eine ernste Bedrohung für die Menschheit und glauben, dass die Politik nicht genügend unternimmt, um den Konsequenzen entgegenzuwirken.
 
STOCKHOLM, 23. September 2014 – Sorgen über den Klimawandel, seine langfristigen Auswirkungen und die politischen Gegenmaßnahmen sind die wichtigsten Themen für die Befragten einer Umfrage der Global Challenges Foundation, die die öffentliche Meinung zu den Themen Klimawandel, Armut und bewaffnete Konflikte untersuchte. Die Befragten aus Deutschland und acht weiteren teilnehmenden Staaten waren sich darüber einig, dass der Klimawandel eine Bedrohung für die Menschheit darstellt, und betonten die Notwendigkeit politischer und persönlicher Maßnahmen, um dessen Konsequenzen frühzeitig entgegenzuwirken. 
 
In ihrer heutigen Pressemitteilung gibt die Global Challenges Foundation einen vergleichenden Überblick über die öffentliche Meinung zum Thema Klimawandel in neun verschiedenen
Ländern: Deutschland, USA, Brasilien, China, Russland, Polen, Indien, Südafrika und Schweden.
Infolge eines im Februar 2014 erteilten Auftrags wurden mehr als 1.000 Online-Umfragen in jedem der neun Länder durchgeführt.
„Diese Umfrage wurde von der Global Challenges Foundation in Auftrag gegeben, um auf globaler Ebene Aufschluss darüber zu geben, wie die Öffentlichkeit Veränderungen in der Umwelt wahrnimmt und welche Lösungen als nötig erachtet werden, um diesen Veränderungen zu begegnen“, so Johan Rockström, Professor für Umweltwissenschaften und Vorstandsmitglied
der Stiftung. „Die Ergebnisse der Umfrage senden ein überraschend starkes Signal an die Staatsoberhäupter weltweit, dass ihnen die Bevölkerung den Auftrag erteilt zuhandeln. Darüber hinaus ist die Bevölkerung durchaus bereit, heute beträchtliche persönliche Opfer zu bringen, um Klimakatastrophen in der Zukunft zu verhindern.“ 
 
82% der Befragten in Deutschland halten den Klimawandel für eine ernste Bedrohung für die Menschheit. 76% glauben, dass menschliches Handeln, insbesondere in Form von Treibhausgasemissionen und Waldrodung, die Hauptursache für die globale Erwärmung ist. Befragte aus Deutschland machen sich so große Sorgen über den Klimawandel, dass die meisten von ihnen bereit sind, persönliche Opfer zu bringen, um extreme Klimakatastrophen zu verhindern. Laut den Umfrageergebnissen sind die Befragten aus Deutschland der Meinung, dass die Politik nicht genügend unternimmt, um dem Klimawandel und den damit verbundenen Risiken entgegenzuwirken.
 

Der Klimawandel ist eine ernste Bedrohung für die Menschheit.

47% der befragten Deutschen glauben, dass der Klimawandel eine Bedrohung für die Menschheit darstellt, und weitere 35% halten ihn für eine mögliche Bedrohung. Darüber hinaus glauben mehr als die Hälfte aller Befragten aus Deutschland, dass die mit dem Klimawandel einhergehenden Risiken unweigerlich dazu führen werden, dass die Erde
unbewohnbar werden wird.
 
Die Bevölkerung ist bereit, persönliche Opfer zu bringen, um extreme Klimakatastrophen abzuwenden.
Laut der Umfrage sind die meisten Befragten aus Deutschland bereit, persönliche Opfer zu bringen, um extreme Klimakatastrophen zu verhindern. 33% aller deutschen Befragten sind der Meinung, dass in jedem Fall versucht werden sollte, extreme Klimakatastrophen (die möglicherweise erst in ein paar
hundert Jahren auftreten) zu verhindern, auch wenn dies beträchtliche Opfer erfordert. 46% gaben an, dass vielleicht versucht werden sollte, solche Katastrophen abzuwenden.
 

Die Politik unternimmt nicht genügend, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Befragte aus Deutschland sind sich mit Umfrageteilnehmern aus Brasilien, Polen, Südafrika und Schweden darüber einig, dass die Politik nicht genügend unternimmt, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und das Risiko extremer Klimakatastrophen abzuwenden – 33% sind überzeugt, dass nicht genug getan wird,und 44% gaben an, dass wahrscheinlich nicht genug getan wird. Die große Mehrheit(89%) aller befragten Deutschen ist der Meinung, dass verpflichtende internationale Entscheidungen getroffen werden sollten, um die Risiken des Klimawandels zu bekämpfen. 
 

Über die Global Challenges Foundation

Die Global Challenges Foundation wurde Ende des Jahres 2011 von dem Investor László Szombatfalvy in Schweden ins Leben gerufen. Seit Jahresbeginn 2013 gehören die frühere EU-Kommissarin und Ministerin der schwedischen Regierung, Margot Wallström, sowie Johan Rockström, Generaldirektor des Stockholm Resilience Centre und Professor für Umweltwissenschaften an der Universität Stockholm,zum Vorstand.
Margot Wallström ist die offizielle Sprecherin der Stiftung.
Zu den vollständigen Umfrageergebnissen gelangen Sie über folgenden Link: http://globalchallenges.org/globalsurvey
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