Mensch-Sein

Ho´oponopono – die Kraft der Selbstliebe und Selbstverantwortung

MeditationHo´oponopono – die Kraft der Selbstliebe und Selbstverantwortung

Gehen wir noch einen Schritt weiter.

Bleiben wir bei der Idee, dass wir alles, was wir erleben, egal, wie weit es von uns entfernt geschehen mag, in unser Leben gezogen haben. Warum? Weil es einfach sinnvoll ist, denn wir können nur das ändern, was wir selbst auf welcher Ebene auch immer verursacht haben. Wenn wir nicht auf irgendeiner wie auch immer gearteten Ebene eine Ursache gesetzt haben, können wir sie nicht zurücknehmen, dann gibt es keinen kausalen Zusammenhang und wir können nichts tun.

Gehen wir also davon aus, nur als Arbeitsgrundlage, dass wir alles, aber auch wirklich alles, was wir erleben, selbst verursachen. Wie sollten wir das wohl tun, fragen Sie zu Recht, auf welche Weise sind Sie selbst in die Zwillingstürme gerast, wie haben Sie das Loch in die Öl-Pipeline gebohrt und wie haben Sie den Tsunami erschaffen? Und vor allem – wozu?

Reden wir über Dimensionen. Auf der irdischen Ebene haben Sie natürlich nichts davon erschaffen, außer, Sie flogen selbst eines dieser Flugzeuge. Wir sind aber möglicherweise nicht nur Menschen, sondern auch spirituelle Wesen und, wenn wir das Ganze noch ein wenig mehr ausdehnen, vielleicht auf viel mehr Arten miteinander vernetzt, als uns das auf Erden möglich scheint. Vielleicht. Vielleicht auch nicht – warum aber probieren wir nicht einfach mal etwas aus? SCHADEN wird auf keinen Fall.

So stellen Sie sich bitte vor, egal, ob Sie daran glauben oder nicht, dass Sie auf seelischer und geistiger Ebene mit sehr viel mehr Energien in Kontakt sind, als Sie es auf der Erde bewusst erleben. Es gibt vielleicht eine Ebene, auf der es keine Trennungen gibt, auf der alles, was IST, miteinander verwoben ist und deshalb voneinander weiß. Eine Leberzelle glaubt vielleicht auch, sie hätte nichts mit dem Stammhirn zu tun, aber das stimmt nicht. Wir wissen das, die Leberzelle aber vielleicht nicht. Wenn wir nun davon ausgehen, dass wir alle Zellen eines großen Ganzen sind, einfach nur, weil es eine sinnvolle Ansicht sein könnte, dann haben wir ein gemeinsames großes, übergeordnetes Bewusstsein. Alles, was geschieht, ist deshalb zum Teil auch unsere eigene Schöpfung, wir (nein, nicht Sie, sondern das übergeordnete spirituelle Bewusstsein, zu dem auch Sie gehören, wenn wir in diesem Gedanken-Modell bleiben) haben zumindest zugestimmt. Vielleicht wissen Sie auf höherer Ebene sogar, wozu eine schwierige, schmerzliche Erfahrung dient.

Wenn wir nun davon ausgehen, dass wir ein menschliches und ein spirituelles Bewusstsein haben, das sich sehr voneinander unterscheidet, so wie sich das übergeordnete Körperbewusstsein womöglich sehr vom Bewusstsein einer einzigen Leberzelle unterscheidet, dann finden wir einen Ansatzpunkt. Stellen wir uns weiterhin vor, dass unser menschliches Bewusstsein vergessen hat, dass es ein Teil des großen Ganzen ist.

Wenn wir nun noch davon ausgehen, dass unser spirituelles Bewusstsein keine, wirklich keine Ahnung davon hat, wie sich gelebtes irdisches Leben anfühlt, weil es weder einen Körper noch Gefühle kennt, weder stirbt noch jemals einen Verlust erleidet, dann können wir verstehen, dass wir auf der seelischen Ebene Entscheidungen treffen, die sich auf der Erde einfach schrecklich anfühlen – zum Beispiel die Entscheidung, zu erleben, dass jemand in unserer Umgebung leidet. Wozu sollten wir eine solche Entscheidung treffen, fragen wir uns zu Recht.

Nun, vielleicht gerade, damit wir erkennen, dass wir mit jedem und allem vernetzt sind? Denn so getrennt wir uns oft von allen anderen fühlen – wären wir getrennt, würden wir das Leid nicht wahrnehmen können! Gäbe es in uns keine Resonanz, keine Wechselwirkung mit dem, was anderen zustößt, sei es ein anderer Mensch, ein Volk, ein Delphin, der Hund von nebenan oder die Erde, könnten wir nichts tun – aber dann bräuchten wir auch nichts zu tun. Weil wir aber Resonanz erleben, erleben wir Einheit. Und weil wir Einheit erleben, wenn auch über den Schmerz, machen wir eine wichtige Erfahrung: Was dem chinesischen Bauern am anderen Ende der Welt zustößt, geschieht im weitesten Sinne auch mir. Ich leide darunter, das Energiefeld senkt sich und ich muss es mit ausbaden.

So.

Und hier setzt die hawaianische Technik Ho’oponopono ein. Der Name bedeutet, „etwas richtig zu stellen“, „etwas in Ordnung zu bringen“, „Fehler wiedergutmachen“.

  • Ho’o bedeutet, „etwas zu tun“, „etwas auslösen“

  • pono bedeutet “gerade“, „aufrecht“, „ausgleichen“

  • ponopono bedeutet „Vollkommenheit“.

Wir haben also auf hoher Ebene erlaubt, dass wir uns auf der menschlichen Ebene schlecht fühlen durch das, was geschieht, selbst wenn es uns nicht selbst geschieht. Wir haben erlaubt, dass etwas passiert, das auch uns schadet – und sei es, damit wir erkennen können, dass unsere Trennung voneinander eine Illusion ist oder um auf spiritueller Ebene Mitgefühl zu lernen. Wir sind nicht voneinander getrennt, nichts ist voneinander getrennt. Auf der subatomaren Ebene gibt es keine Trennung mehr, alles ist Energie und alles steht in Wechselwirkung miteinander.

Was tun wir nun, wenn wir ein Ungleichgewicht wahrnehmen? Wenn wir uns nicht gut fühlen, weil wir Leid sehen, weil wir mit Schmerz in Kontakt sind? Wir bitten eine höhere Ordnung, sich ihrer anzunehmen. Und wir übernehmen die (höhere) Verantwortung für unsere eigene Schöpfung! Und wie tun wir das? Wir bitten unser menschliches Selbst um Vergebung und machen den Schaden wieder gut.

Und so einfach ist die Technik:

Wenn wir Leid sehen, sei es unser eigenes Leid oder das anderer, dann erinnern wir uns, dass wir es auf höchster Ebene erlaubt haben, uns so zu fühlen – und dass wir uns selbst damit schaden.

Wir beginnen einen Dialog zwischen unserem menschlichen und unserem spirituellen Selbst.

Wir bitten uns selbst um Vergebung für diese Erfahrung von Schmerz und sagen uns selbst, dass wir uns lieben – wir nehmen unsere eigene Resonanz damit heraus.

Letztlich geht es um die alte Frage:

Wenn ein Baum im Wald umfällt und niemand hört ihn, macht er dann ein Geräusch?

Wenn wir selbst nicht mehr in Resonanz mit dem Leid anderer sind, verschwindet es dann?

Wir wissen es nicht. Aber diese Methode ist äußerst erfolgreich, so ist es klug, sie auszuprobieren!

Wann immer Sie sich also schlecht fühlen, weil etwas geschieht, das Sie herunterzieht, sagen Sie sich bitte selbst:

Es tut mir leid.

(Sie bitten sich selbst um Vergebung dafür, dass Sie sich auf höher Ebene überhaupt in diese Situation gebracht haben!)

Erlauben Sie sich bitte, den Schmerz zu fühlen, der Ihnen diese Situation verursacht, also Ihre eigene Resonanz. Und dann schauen Sie, ob Ihr menschliches Bewusstsein bereit ist, Ihrem Höheren Selbst zu vergeben. Wenn ja, sagen Sie:

Ich verzeihe dir (und meinen damit sich selbst auf einer höheren Ebene! Es geht nicht um den anderen.)

Nun ist es Ihr Höheres Selbst, das Ihnen auf der menschlichen Ebene sagt:

Ich liebe dich.

Nehmen Sie die Liebe Ihres eigenen spirituellen Anteils an, sagen Sie

Danke

und übergeben Sie Ihre eigene Schöpfung dann Gott.

Ich übergebe es Gott und ich bin bereit, ein Wunder zu erleben und zu bezeugen.

Damit lassen Sie es los.

Wann immer Sie nun in Resonanz mit Schmerz sind, warum auch immer, entschuldigen Sie sich bitte von der hohen Ebene aus sofort bei dem menschlichen Selbst, dem Sie diese Erfahrung zugemutet haben.

Susanne Hühn

(c) Schirner

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