Aufstieg & Lernen

Im Angesicht des Zweifels – Teil 1

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Diesen Artikel solltest Du zweifelsfrei lesen!

Zweifel – um gleich zum Punkt zu kommen – ist nicht einfach da, sondern muss gemacht werden. Es ist also nicht leicht, zu verzweifeln. Ich bin mir aber sicher, dass Du es manchmal schon beinahe geschafft hast. Du bist also ein guter Zweifler! Ich würde diese Idee nicht gleich ablehnen, denn sie versetzt Dich in die Lage, Deinen Zweifel zu meistern. Das Gegenteil von Zweifeln ist Glauben. Das Gegenüber vom Zweifel ist jedoch Vertrauen. Wer grundsätzlich also zweifeln kann, der besitzt auch das Potential zu vertrauen. Allerdings lässt sich dieses nur dadurch freilegen, in dem wir uns selbst als Macher respektive Schöpfer des Zweifels anerkennen.  Nur wenn wir den Zweifel und nicht der Zweifel uns gehört haben wir die Macht, diesen zu meistern.

Selbst wenn man weiß, dass man als Wesen eines Schöpfers, schöpferisch sein müsste, zweifeln sie doch daran. Wenn es um’s Zweifeln geht, wissen selbst große Lehrer keine gute Antwort, geschweige denn eine Lösung. Nun, ich allerdings hätte da eine. 🙂

Wenn Du die Idee, dass Du der Macher, der Erschaffer Deiner Zweifel bist, annehmen kannst, dann bist Du schon mit einem Bein draussen. Es ist essentiell zu wissen, dass man sich selbst immer zuerst als Ursache von allem erkennen muss, was man verändern möchte! Was in Deinem Bewusstsein nichts mit Dir zu tun hat, kannst Du nicht verändern!
Entweder ‚es’ hat Dich oder Du hast ‚es’. Das gilt für alle unsere Erfahrungen. Wir erschaffen alles aber wir glauben, nur das zu erschaffen, was uns gefällt. Dummerweise wollen wir aber vornehmlich Dinge verändern, die uns nicht gefallen. Hier ist ein wichtiger punkt. Hier muss es uns gelingen, uns als Ursache auch jener Dinge zu erkennen, welche uns nicht gefallen. Einerlei ob es sich um äußere oder innere Dinge handelt. Im Außen sind die Bösen immer andere. Im Innern machen wir dann meist die Selbstständigkeit unserer Gedanken dafür verantwortlich, wie wir uns fühlen. Die wenigsten haben sich bisher gefragt, wer denn diese Gedanken macht? Wir sind es! Wir sind manchmal einfach schneller im Tun als wir es wahrnehmen. Eigentlich eine tolle Leistung! Aber eben, wenn unsere Wahrnehmung zu langsam ist, weil wir sie nicht trainiert haben, dann glaubt man gerne, dass man auf gewisse Um- und Zustände, keinen Einfluss hat. Und das hat man auch nicht, weil der Punkt an welchem man hätte eingreifen können, bereits vorbei gesaust ist. Wir müssen ‚die Fahrt’ also deutlich verlangsamen und unsere Wahrnehmung eben so deutlich schärfen. Wenn wir achtsamer werden und stiller, dann offenbaren sich die Dinge schon bevor sie sich entfalten und realisieren. Es ist möglich zu wissen, was man gleich denken wird, noch bevor es gedacht ist! In diesem Augenblick befindet sich der Freiraum für freies Denken.

Aber zurück zum Zweifel. Auch wenn es ‚nur’ Gedanken sind, so hat das Zweifeln zweifelsohne einen gravierenden Einfluss auf unsere Realität. Ein kleines Beispiel: Wenn Du Dich hals über Kopf in jemanden verliebst und dann zweifelst, ob es der oder die Richtige ist, dann wirst Du Dich nicht auf die Liebe einlassen können. Wir kennen das alle, oder? Ich kann sogar so lange zweifeln und hinterfragen, bis ich die Liebe zum Anderen gar nicht mehr fühle. Dann werden wir auch nicht heiraten, keine gemeinsamen Kinder haben und möglicherweise uns auch nicht scheiden. Das alles sind doch wesentliche Lebenserfahrungen und ob wir diese machen oder nicht, hat nicht nur ein wenig Einfluss auf das, was wir letztlich sind. Einverstanden? Wäre es besser gewesen, seinem Gefühl zu folgen? Oder ist es nicht gerade das Glück, dass es nicht so gekommen ist und man jemand anderen geheiratet hat? Sind die gemeinsamen Kinder dieselben wie sie es gewesen wären, wenn man den anderen geheiratet hätte? Tja, wer kann solche Fragen schon beantworten?

Ich zum Beispiel behaupte, dass immer das genau das Richtige ist, was Ist. Dabei schließe ich aber nicht aus, dass es nicht besser hätte sein können. Ich weiß, das scheint ein Widerspruch zu sein, ist es aber nicht. Wenn es nicht nur eine Wahrheit gibt, dann kann man doch auch zwei verschiedene Wahrheiten haben, oder etwa nicht?! Also für mich geht das. Ich habe mich schon vor langer Zeit vom Widerspruch befreit. Widersprüche sind bloß verschiedene Standpunkte und wer verschiedene Standpunkte und Sichtweisen einnehmen kann, der kann auch mit mehreren Wahrheiten umgehen, sogar gleichzeitig.

Aber zurück zum Zweifel. Wer zweifelt, verwirrt sich selbst so lange, bis die Entscheidungen welche wir treffen sollten, von anderen oder vom Leben selbst für uns getroffen werden. Bis wir klar sehen ist alles schon vorbei. Wir sind im Wachbewusstsein zu langsam und im Unterbewusstsein zu schnell. Wir haben da ein kleines Geschwindigkeitsproblem wie mir scheint. Wir müssen ganz wach, ganz achtsam und trotzdem ganz entspannt sein. Dies gelingt nur, wenn wir die erste FreeSpirit-Regel beherrschen die besagt: Das Universum arbeitet immer FÜR mich. Das Leben ist unser Freund, nicht unser Feind. Es will uns nicht umbringen, sondern lebendig sein lassen. Wer sich das Universum zum Feind macht, der hat schlechte Aussichten auf ein glückliches und erfolgreiches Leben! Dies ist dann geschehen, wenn man sich dem Leben oder gewissen Umständen ausgeliefert fühlt. Sobald man glaubt, dass man keinen Einfluss auf etwas hat, befindet man sich im traditionellen Opferbewusstsein. In diesem wird man dem Zweifel zweifelsohne erliegen. Es sei denn… man experimentiert mit meinem kleinen aber wirksamen Tipp:

Hast Du schon mal am Zweifel gezweifelt? Wenn Du zweifelst, hast Du schon mal daran gedacht, dass Du auch am Zweifel selbst zweifeln könntest? Siehst Du, aber genau das ist die Lösung. Damit lösen wir uns vom Zweifel, in dem wir ihn selbst bezweifeln. Du darfst also weiterhin zweifeln, nur an etwas anderem als üblich. Und dass Du zweifeln kannst, das haben wir ja bereits festgestellt. Du bist sogar richtig gut darin. Du kannst zweifelsfrei zweifeln! Also zweifle so gut Du kannst, aber am Zweifel. Das ist eine Übung für Fortgeschrittene der Bewusstseinsforschung! Wenn Du das lange genug tust, dann geschieht etwas. Ich sage nicht was, aber wer forscht, der wird es rausfinden.

Es ist immer möglich zu zweifeln oder zu vertrauen. Die Frage ist nicht, wie Dir geschieht sondern, was Du wählst. Selbst wenn man glaubt, dass man niemals den Zweifel wählen würde, sobald man ihn hat zeigt es, dass man ihn – auf einer tieferen oder zumindest unbewussteren Ebene – gewollt hat. Daher können wir den Zweifel, mit einem kleinen Trick, den ich übrigens genau von dieser Sichtweise abgeleitet habe auch leicht ein Schnippchen schlagen. Wie? In dem wir uns erlauben und auch ganz gezielt vornehmen, mal so richtig zu zweifeln. Und zwar an allem, auch am Zweifel selbst. Zu zweifeln ist nämlich ganz lustig, wenn man es bewusst macht. Daher rate ich allen Zweiflern, den Zweifel nicht zu bekämpfen sondern zu nutzen. Wenn man das, was man nicht los wird anfängt bewusst zu tun und dabei zu erforschen wie das so ist und was sich daraus alles ableitet etc. dann zweifelt der Zweifler in uns bald schon an sich selbst. Dies löst eine tiefgreifende Erkenntnis aus welche den Zweifel dermaßen relativiert und als reinen Gewohnheitsmechanismus entlarvt, dass er sich von alleine aufzulösen beginnt.

Wir müssen das von einer bestimmten Warte aus betrachten, der energetischen. Letztlich ist auch das Zweifeln bloß eine Energieform deren Ausdrucksweise eben das Zweifeln ist. Es ist also Energie, welche ausgelebt werden will. Wenn wir sie sich ausleben lassen würden, dann wäre sie niemals so anhänglich geworden wie sie es heute möglicherweise ist. Alles, was wir nicht los werden ist deshalb so hartnäckig, weil wir Widerstand darauf haben.

Damit man Widerstand leisten kann setzt voraus, dass man bewertet. Und hier eröffnet sich eine weitere Möglichkeit dem Zweifel Herr zu werden: Lass das Bewerten sein! Aber wenn Du jetzt denkst, dass Du das eh nicht tust oder Du zu wissen glaubst, dass zu bewerten schlecht ist, dann sitzt Du in der Falle und solltest Dich direkt dem Zweifelexperiment zuwenden.

Zu Teil 2 

(c) Bruno Würtenberger

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