Aufstieg & Lernen

Im Angesicht des Zweifels – Teil 2

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zu Teil 1

Manchmal glaubt man auch zu wissen, des ‚gewisse’ Zweifel durchaus sinnvoll wären. Das glaubst Du doch oder? Manchmal ist es doch ganz gut zu zweifeln, ja? Neiiin!!! Es scheint nur so. Das einzig Gute und somit das Beste am Zweifel ist, dass man sich dadurch zwingt, seinem Gefühl mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Eigentlich könnten wir uns solche Umwege leicht sparen. Wir könnten nämlich von Anfang an unser Augenmerk auf das Wesentliche richten, das Gefühl. Wer fühlt ist klar im Vorteil. Immer. Ich sage nicht, dass es die schmerzfreiste Angelegenheit ist. Aber insgesamt gesehen ist es die einzige Instanz welche sich langfristig gesehen noch nie getäuscht hat. Wie viel Sinn macht es, einem Verstand der immer voller Zweifel ist und in der Tat schon so manch eine Katastrophe in unserem Leben herbeigeführt hat, zu vertrauen? Das ist nicht wirklich logisch, oder? Aber ich weiß, der Verstand hat die besseren Argumente. Gut, vielleicht nicht die Besseren, aber mit Sicherheit viele mehr.

Allerdings nur dann, wenn man seinen Gefühlen vertraut. An den eigenen Gefühlen zu zweifeln ist meist ein Versuch des Verstandes die ins Auge gefassten Vorteile nicht zu vergeben. Dass der Verstand allerdings viel kurzsichtiger ist als unser Herz, das übersieht er genüsslich. Er pflastert unsere Intuition einfach so lange mit Argumenten zu, bis unser Gefühl seiner scheinbaren Logik nachgibt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir solchermaßen getroffene Entscheidungen bereuen werden. Kurz: Zu lernen welche Gefühle wirklich intuitive Gefühle sind, ist essentiell. Denn es ist ein Unterschied, ob wir etwas aufgrund einer Reaktion fühlen oder nicht. Und noch wichtiger ist es unterscheiden zu können, welche Interpretation unserem Fühlen voran gingen und welche Bewertungen wir hinter ihnen haben. Fühlen ist also nicht immer DAS Fühlen sondern meist nur Emotionen welche immer erst durch etwas ausgelöst werden. Alles was einen anderen Auslöser hat als den reinen Wunsch nach einer bestimmten Erfahrung, ist kein intuitives Fühlen und somit genau so fehlerhaft wie unser Denken. Daher schule ich meine Freunde vornehmlich im Fühlen und nicht im Denken. Zum Denken eignet sich eine Schule oder Universität viel besser. Allerdings wird man mit dem leben danach nicht besser fertig. Langsam sollte es aber klar sein, dass es im Leben nicht nur um Sicherheit, Geld, Macht und Ruhm geht sondern, um Glücklichsein! Ein glücklicher Mensch wird viel einfacher reich als ein Reicher glücklich! Daher verschwende lieber keine Zeit mit dem Anhäufen von Wissen in der Hoffnung eines Tages ein großer oder erfolgreicher und glücklicher Mensch zu sein. Diese Rechnung wird nicht aufgehen. Sei besser zuerst glücklich und beobachte, wie sich alle Deine Wünsche nach und nach vor Dir entfalten. So zumindest tue ich es. Und ich kann mich nicht beklagen, meine Welt ist vollkommen und ich fühle mich hier gut aufgehoben. Du auch? Wer fühlt hat einerseits keinen Grund glücklich zu sein und andererseits ist es so ein Glück, fühlen zu können. Das Licht des Fühlens macht den Schatten des Denkens um ein Vielfaches erträglicher.

Der Verstand zweifelt natürlich auch an dem, was ich sage. Er sagt, wie gefährlich es ist, einfach nur dem Gefühl zu folgen. Aber wenn man seinen Gefühlen vertrauen kann, weil man weiß, wie Fühlen wirklich funktioniert, dann bewegen wir uns in ein Vertrauen welches durch nichts je erschüttert werden kann. Wie soll der Mensch einem ‚Gott’ vertrauen, wenn er nicht einmal seinen eigenen Gefühlen vertrauen kann? Wer ‚Gott’, dem ‚Ursprung’ oder wie ich es gerne nenne, der ‚Quelle’ wirklich vertraut, der zeichnet sich vor allem durch eins aus:

Durch sein Glücklichsein. Dann durch ihren Humor. Ernsthaftigkeit ist bestimmt nichts, was dem Herzen entspringt. Dem Herzen entspringt die Liebe, das Mitgefühl, die Wertschätzung sowie die Leichtigkeit und Schönheit des Seins. Liebe ist um Dimensionen näher am Sein als Ernsthaftigkeit! Liebe ist die wahre geistige Wissenschaft. Psychologie und Philosophie ist der Versuch das Sein verstandesmässig zu erfassen was jedoch nicht gelingen wird. Warum nicht? Weil man Unbeschreibliches nicht beschreiben kann ohne es kleiner zu machen als es ist. Daher spottet jede Beschreibung das wahre Leben.

Das Leben und die Quelle können nicht wirklich mit Logik erfasst werden aber man kann lernen, sich vom Leben oder der Quelle, erfassen zu lassen. Wem das gelingt der weiß, was ich und andere mit ‚Hingabe’ meine. Hingabe an das Leben, an die Liebe und somit auch dem Ursprung allen Seins ist letztlich das, was uns die Erfahrung von ‚Erleuchtung’ oder ‚Erwachen’ beschert. Es ist nicht das Wissen und auch nicht das Fühlen. Es ist das, was nach dem Fühlen kommt. Ich nenne es: Das Sein. Um Sein zu können ist Vertrauen ins Leben unerlässlich. Nun, einige wollen lieber verstehen und andere lieber erleben. Verstehen geschieht nur im Verstand. Begreifen entsteht durch die Verbindung von Kopf und Herz. Erfassen ist das, was geschieht, wenn Du Bist, womit Du Dich befasst.

Auf diesem Weg lernt man zuerst das Aussteigen aus dem Opferbewusstsein und das Eintauchen ins Schöpferbewusstsein. Ich glaube nicht, dass sich uns das Schöpferbewusstsein offenbart, wenn wir gute Menschen sind. Die Schöpfung bewertet das kaum so wie wir. Es offenbart sich unser Gutes dann, wenn wir uns für das Schöpferbewusstsein entschieden haben. Demzufolge ist es auch ‚schlechten’ Menschen möglich, diesen Raum zu beteten. Nur das dann alles Böse sich offenbart. Im Sein entfaltet sich einfach immer das, was wir mitbringen. Ich glaube zudem, dass wir auf unserer Erde und in dieser Dimension gerade beobachten können was passiert, wenn sich beide Seiten entfalten. Bisher hat sich das Dunkle schneller ausgebreitet als das Licht. Wir haben es deshalb kaum bemerkt, weil wir Lichtvoll sind. Aber jetzt wird es immer klarer und auch das Licht in uns bahnt sich seinen Weg hinaus. Die Grenzen zwischen Licht und Finsternis werden immer deutlicher je näher sich die beiden Qualitäten kommen. Wenn das so weiter geht, dann ist nur eine Schlussfolgerung möglich: Es wird Licht sein. Überall. Zumindest überall dort, wo wir sind. Noch sind wir nicht dort. Also eigentlich sind wir es schon, aber unser Bewusstsein und vor allem unser blockierter Verstand hinken noch hinterher. Aber das Ziel ist klar und auch schon erreicht. Alles ist Liebe, wir sind Licht und unsere Welt ist ein unbegrenztes Paradies.

Das klingt doch gut, oder? Wie meinst Du, zu gut um wahr zu sein? Ja, das stimmt. Aber muss es denn falsch sein, nur weil wir es uns nicht vorstellen können? Wir hinken und selbst hinterher und je weniger wir vom Leben begreifen, desto eher bekämpfen wir es und wollen es verändern. Eingetauchte Menschen sind Beobachter. Zumindest vornehmlich. Sie wissen, dass sie die Realität gestalten können und tun es nur gezielt, bewusst und im Einklang mit dem, was Ist. Irgendwann nämlich entdeckt man, dass das was Ist schon das ist, was man selbst erschaffen hat. Dies hätten wir nicht getan, wenn es nicht gut für uns und andere wäre. Und wenn man auch dann noch nicht alles versteht und den vollkommenen Durchblick hat fühlt und weiß man, dass alles was Ist nur zum Besten des Grossen und Ganzen dient.

Es ist wie immer: Zuerst bemüht man sich darum etwas zu bekommen oder zu können und wenn es dann soweit ist erkennt man, dass man es nun zwar besitzt, aber eigentlich gar nicht mehr braucht. Das ist kein Zufall! Denn so lange wir noch glauben, dass es uns besser gehen würde, wenn wir dies oder jenes hätten oder könnten, entsteht sofort Abhängigkeit. Sobald wir unser Glücklichsein von irgend jemandem oder irgend was abhängig machen, befinden wir uns im Opferbewusstsein und würden es lediglich für unsere eigenen Bedürfnisse missbrauchen.

Und mit dem Zweifel ist es genau gleich. Zuerst nervt er uns, dann finden wir ihn lustig. Das ist so, weil man sich nichts mehr davon erhofft und sich nicht mehr von ihnen steuern lässt. Weil man frei ist. Je freier, unabhängiger und authentischer wir werden, desto glücklicher, erfüllter und wohlhabender wird unser Leben sein. Es wird uns stets mit mehr beschenken, als wir benötigen. Und jetzt fällt es ganz leicht, großzügig zu sein. Jetzt teilt man plötzlich alles, seine Liebe, seine Freude, sein Geld und möglicherweise auch seinen Partner und Freunde. Das sollte man jetzt aber nicht missverstehen. Man muss es nicht teilen, jeder teilt immer nur das, was er teilen möchte. Aber so geschieht es, wenn man die Matrix verläßt und in eine neue eingetaucht ist welche nicht auf Angst, sondern auf Liebe basiert. Es wäre demnach der kürzeste Weg, sich einfach zu öffnen und sich selbst und ganz mit allem zu teilen was lebt. Es ist nur die Angst und der Zweifler in uns welcher dies verhindert. Meistern wir sie dann wechseln wir die Matrix, das Universum, die Ebene, die Dimension oder wie auch immer man es nennen möchte. Alle Ebenen sind gleichwertig. Wir können es entscheiden in welche Richtung wir gehen wollen. Auf der einen Seite führt es in immer mehr Dunkelheit und in die andere zu immer mehr Licht. Auf der einen Seite werden alle Ängste intensiver und schlimmer und auf der anderen Seite wird es immer noch schöner.

Das Problem am Zweifel ist, dass wir stehen bleiben und nichts tun so lange wir zweifeln. Stagnation führt zu Depression. Daher ist Weitergehen, egal in welche Richtung, mit Sicherheit um einiges spannender. Ein langweiliges dafür aber scheinbar sicheres Leben führt zu Langeweile. Langeweile gepaart mit Depression ergibt ein richtig sattes Burnout. Diesem ist meinem Erachten nach nur mit einem gepflegten Burn-In beizukommen. Sobald wir wieder für eine Sache brennen, burnen wir In. Wenn unser Feuer wieder für etwas brennt, dann flüchten die nagenden Mäuse des Zweifels so schnell sie können! Keine Zweifel, kein Burnout. Kein Burnout, ein Burn-In. Willkommen inmitten des Feuers des Lebens. Brenne und kümmere Dich nicht um gestern oder morgen, denn Feuer wird immer Feuer sein. Wenn Du heute glücklich bist, denkst Du dann daran, dass es früher nicht so war und in Zukunft wieder verschwinden könnte? Kaum. Wenn Du glücklich bist, dann bist Du glücklich und dann wirst Du es auch morgen sein. Selbst eine Tragödie vermag es nicht, einen glücklichen Menschen unglücklich zu machen! Er kann traurig sein, aber das ist nicht das selbe. Glück und Trauer vertragen sich, im Gegensatz zu Glück und Unglück, bestens. Glückliche Menschen leiden nicht. Und auch das heißt nicht, dass sie keine Schmerzen mehr haben können. Auch Schmerz und Glück passen gut zusammen, aber dabei entsteht kein Leiden. Leiden entsteht durch Widerstand gegen das, was Ist. In diesem Falle: Schmerz.

Bevor ich mich aber zu weit in die Details hinein verliere, möchte ich zum Schluss kommen. Ich glaube das ist genug Forschungsmaterial für die nächsten Jahre. Aber eines muss ich noch sagen: Derjenige, welche den Zweifel macht, der besitzt auch die Macht es sein zu lassen.

Bezweifle einfach, dass die Zweifel echt sind und dann bezweifle auch, dass sie echt sein könnten und dann vergiss nicht daran zu zweifeln, dass Du zweifelst. Du wirst viel Spaß damit haben und viel bessere Resultate damit erhalten als mit jeder anderen mir bekannten Umgehensweise mit Zweifeln. Es ist schön, als Schöpfer zweifeln zu können und man ist eben als Schöpfer auch frei zu entscheiden ob man nun zweifeln will oder vertrauen. Nur weil an diesem Punkt alle das Vertrauen bevorzugen heißt nicht, dass es ‚besser’ ist, aber es gefällt den meisten definitiv besser als wieder in ein schlaftrunkenes, halbdepressiven und zweifelhaftes Leben zurück zu kehren.

Ich zitiere: Du kannst nicht tiefer als bis in Gottes Hände fallen!

Also, den Mutigen gehört die Welt! Wohlauf und hinein ins Urvertrauen! Wage den Sprung hinter die Angst und entdecke die Welt auf die ich Dich neugierig machen will.

(c) Bruno Würtenberger

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