Selbsthilfe - Übungen

KörperBewußtSein – Meditation

wasserfall-meer-felsen-geirangerfjordKörperBewußtSein – Meditation

Leg eine ruhige MeditationsMusik auf. Du kannst dir diese Meditation selbst vorlesen – dann setz oder leg dich bequem hin, nimm ein paar tiefe Atemzüge und entspann dich … oder sie dir vorlesen lassen – dann schließe zusätzlich noch deine Augen. Die … bedeuten, dass du dir hier Zeit fürs „Spüren“ lassen kannst.
Geh mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Körper, spür seine Grenzen, seine Befindlichkeit. …
Wo fühlst du dich wohl, wo fühlst du Wärme und Wohlbefinden? …
Wo fühlst du Anspannung, Schmerz oder Kälte? …
Welche Gefühle hast du für deinen Körper? … Magst du ihn? … Was an ihm magst du nicht? …
Und egal was du an ihm auszusetzen hast, sage ich dir jetzt:
Dein Körper ist vollkommen richtig, so wie er jetzt ist. …
Dein Körper ist vollkommen richtig, so wie er jetzt ist. …
Du hast für dein Leben den hundertprozentig perfekten Körper. Für das, was du vorhast in deinem Leben, für das, was du lernen und erfahren willst, für die Erfahrungen, die du machen willst, ist dein Körper genau richtig.
Wenn sich deine Erfahrungen verändern, wird sich vielleicht auch dein Körper verändern, so dass du mit einem veränderten Körper wieder neue Erfahrungen machen kannst.
Dein Körper hat – genauso wie deine Psyche – die Aufgabe, dich diese Erfahrungen, das Lernen, die Transformation machen zu lassen, die du dir für dieses Leben vorgenommen hast. Und dafür ist er so perfekt, du könntest ihn selber nicht so perfekt kreieren. Das tut dein Körper ganz allein für dich.
Dein Körper ist ein Diener – er ist dein Diener.
Er dient dir, um dir die Genüsse der Körperlichkeit, der Materie zu schenken. Er dient dir, um dich die Erfahrung machen zu lassen, wie wundervoll und beglückend es ist, in der Begrenzung deiner Haut die Erfahrung der Entgrenzung zu machen. Das schenkt dir dein Körper. …
Er dient dir, damit du erfährst, wie es ist, verletzbar zu sein. …
Er dient dir, damit du erfährst, wie beglückend es ist, berührt zu werden und zu berühren. …
Und er dient dir dazu, Gott zu erfahren. Gott zu erfahren, ist nur in einem Körper möglich. Dazu brauchst du ihn….
Dein Körper ist unermüdlich in diesem dir dienen – dazu ist er da. …
Und er ist meistens sehr geduldig, er beschwert sich oft lange nicht, auch wenn du ihn jahrelang vernachlässigst, nicht bewohnst, hasst, verabscheust oder absichtlich verletzt. …
Er ist ein temporäres Werkzeug, das du brauchst, um zu lernen. …
Dein Körper ist ein Diener deiner Wahrheit. Er kann nichts anderes, als deine Wahrheit auszudrücken. …
Seine Schönheit liegt einfach darin, dass er da ist. …
Meist erkennst du seine wahre Schönheit nicht, wenn du dich im Spiegel anschaust. Dort siehst du oft nur schön oder hässlich. Und solange diese Wertungen in dir sind, kannst du die wahre Dimension der Schönheit deines Körpers nicht erfassen. Denn solange du ihn schön finden kannst, wartet immer auch die Schattenseite: Du wirst ihn – oder Teile von ihm – auch hässlich finden. Ehrfurcht vor dem, was dein Körper ist, spürst du wahrscheinlich nicht, wenn du in den Spiegel schaust. Deshalb schau jetzt mal nicht nach außen, sondern schau mal nach innen:
Dein Körper ist ein ganz besonderes Werkzeug, ein besonderes Instrument.
Schau, was es alles tut und kann, was er dir schenkt, mit welcher Präzision er funktioniert: Deine Nerven leiten Impulse weiter. Dein Herz schlägt ununterbrochen, du musst nichts dazu tun.
Nimm dir einen Augenblick Zeit, dieses faszinierende Werkzeug Körper mit Ehrfurcht zu betrachten … Er ist wunderschön und ein Wunder. Stell dir eine offene Blüte vor, mit all ihren Farben und feinen Staubgefässen …. Kannst du dich berühren lassen von so viel Schönheit? … … … Wenn du genauso berührt bist, wenn du deinen Körper ansiehst, dann verstehst du: Das ist nicht einfach „schön“ – die andere Polarität von hässlich. Das ist Staunen, Respekt, Ehrfurcht, Dankbarkeit … … Nimm dir ein bisschen Zeit für diese Empfindungen… … … … …
Und da gibt es noch eine Ebene, die wichtig ist, für die Beziehung, die du zu deinem Körper hast.
Dieser Körper, der dir für deine Lebenszeit gegeben ist, wird zu Staub zerfallen.
Gib ihm all den Respekt und die Ehrfurcht, die ihm gebührt, aber mach ihn nicht zu etwas, was er nicht ist.
Du bist das nicht. … 
Er ist nur eine momentane Behausung. Du bist das nicht. …
Er drückt aus, welche Person im Moment in ihm wohnt. Du bist das nicht. …
Es gibt nichts an dieser Behausung zu verschönern. Sie ist perfekt. Was sie manchmal bräuchte, wäre mehr Aufmerksamkeit, mehr Dankbarkeit, mehr Respekt. Aber sie braucht nicht mehr Schönheit.
Schön wird sie durch Gott, der in ihr wohnt.
In deiner Behausung wohnt Gott. Und das macht sie einzigartig. Gott wird diese Behausung wieder verlassen, vollkommen egal, wie sie aussieht. Er hat seine Behausungen immer wieder verlassen, du bist hier nur auf der Durchreise, das ist dein Hotelzimmer. Es ist schön, sich in einem Hotelzimmer so einzurichten, so dass man sich wohlfühlt. Es ist gut, dankbar zu sein für die Unterkunft und für die Geborgenheit, die es dir gibt, damit du deine Aufgaben erledigen kannst, deine Arbeit machen kannst.
Aber verbring dein Leben nicht damit, dein Hotelzimmer zu restaurieren.
Dabei vergisst du deine wahre Aufgabe. …
Dein Körper hat so viele wundervolle Möglichkeiten – genieße seine Geschenke.
Erinnere dich an Sand auf deiner Haut, an einen erfrischenden Sprung ins Meer. …
Erinnere dich an Küsse auf dein Ohrläppchen. …
Erinnere dich an Tanz…
Erinnere dich an Schokoladenpudding mit Schlagsahne in deinem Mund (oder an etwas anderes , was du gerne in deinem Mund hast 😉 …
Erinnere dich an sinnliches Wälzen auf schweißnassen Laken…
Erinnere dich an Gerüche, die du gerne hast … Zimtplätzchen an Weihnachten…
Erinnere dich an einen Sonnenuntergang am Meer…
Erinnere dich an das erste Lächeln deines Kindes … oder an die strahlenden Augen deines/r Liebsten…
Das alles schenkt dir dieser Körper. … … …
Vielleicht hilft dir diese kleine Meditation, dass du in Zukunft nicht nur in deinem, sondern in jedem Körper Gott sehen kannst und immer weniger mit deinen „Bewertungs-Augen“ schaust. Das gilt besonders für Frauen, sie sich oft so sehr über den Körper definieren, dass sie darüber vergessen zu leben.
Schau mit deinen Herz-Augen auf alle Körper, auf deinen und auf die von anderen. Schau ohne zu bewerten, sieh was er ist: Ein Geschenk, um die Welt zu erfahren.
Schau mit den Augen deines Herzens, mit Augen voll Respekt und Freude, Staunen, Ehrfurcht auf Körper: Sie sind kostbare, unergründliche Gebilde … und drücken immer Göttlichkeit aus.
Wenn du dir dessen bewusst bist, siehst du Gott und Göttin in jedem Körper. Schau Menschen an und sieh Götter und Göttinnen: Der Briefträger und dein Kollege im Büro, dein Kind und deine Eltern … und – das gilt jetzt nur für Frauen – auch die Freundin, die schöner ist als du.;-)

IN DER MATERIELLEN WELT LEBEN
(oder : „Aura Soma Nr. 65“ – oder „Nur auf der Durchreise“)
Aus Angst, in der Materie zu versinken,
schwebte ich
– mehr oder weniger hoch –
über dem Erdboden.
Denn ich vergaß:
Ich bin nur auf der Durchreise!
Auch die stärksten Wurzeln
könnten mich nicht daran hindern,
wieder zu gehen.
Jetzt erst sehe ich den Baum:
Vertrauensvoll schlägt er Wurzeln,
obwohl er doch jeden Tag sterben kann.
Und er spricht zu mir:
Lebe in dieser Welt !
Koste von ihren Köstlichkeiten!
Liebe all ihre Erscheinungen!
Besinge ihre Schönheit!
Genieße ihre Fülle!
Empfange in Dankbarkeit ihre Geschenke!
Lass dich lieben von all ihren Bewohnern!
Verströme Lächeln, Staunen, Kraft und Licht!
Verströme „dich“ …
… UND WISSE STETS UM DEN TAG DER ABREISE !
Nika Kölbl, Kreta Juli 99

(c) Nika Kölbl
www.synthese-is-love.de

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