Wissenschaft & Spiritualität

Kraft zur Selbstheilung – Meditation und Gebet

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In den Industrieländern entwickelt sich die Depression zu einem volkswirtschaftlichen Schädling. Laut Versicherungsberichten beziffert sich der Schaden jährlich auf bereits unglaubliche 22 Milliarden Euro.

Die Depression sei Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit und „Frühverrentung“, heißt es in dem Report. Jedes Jahr treiben Depressionen etwa 14.000 Menschen – Dunkelziffer eingeschlossen – in den Suizid.

Im Jahr 2030 wird die Depression laut einer Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den Industrienationen von allen Krankheiten am häufigsten diagnostiziert und damit die Herz-Kreislauf-Erkrankungen an der Spitze ablösen. Vor diesem Hintergrund wird auf einen Mangel an Psychiatern hingewiesen. Außerdem wird die Depression viel zu oft nicht oder zu spät erkannt und somit nicht oder zu spät behandelt.

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass alternative Heilmethoden so gar kein Gehör bei Krankenkassen finden. Depressionen oder das berüchtigte Burn out Syndrom sind Erscheinungen unserer Lebensweise, Einstellungen und Überzeugungen und unseres direkten Umfeldes. Und diese werden weder durch Pillen noch durch herkömmliche Therapien allein gelöst. Das tatsächlich krank machende ist ein System, das Menschen nach wie vor als Maschinen betrachtet, die mit medizinischen Mitteln repariert werden können Doch der Mensch ist Körper, Geist und Seele.

Solange dies nicht berücksichtigt wird, ist dieses gesellschaftliche System der Kaltschnäuzigkeit verantwortlich. Das Interesse der Pharmaindustrie und deren Forschungsausrichtung spielt natürlich eine wesentliche Rolle.

Zum Glück gibt es auch überraschende Erkenntnisse aus der Forschung. Meditation kann Schmerzen reduzieren. (Vielleicht sogar vermeiden?)

Die Studie, erschienen im „Journal of Neuroscience“, zeigt, dass die Wirkung schon nach kurzer Übung einsetzt: An nur vier Tagen bekamen 15 Personen eine Einweisung im Meditieren, insgesamt dauerte das Training knapp eineinhalb Stunden. Bei der Achtsamkeits-Meditation lernten die Teilnehmer, sich hauptsächlich auf ihren Atem zu konzentrieren.

Starke Linderung der Schmerzen

Schmerzen wurden als 40 Prozent weniger intensiv und 57 Prozent weniger nangenehm empfunden, schreiben die Forscher. Das seien Werte, die manche Schmerztablette überträfen. Unter ähnlichen Versuchsbedingungen sei sogar bei Morphium eine etwas geringere Effektivität gemessen worden.

Auch das Gebet scheint seine Wirkung nicht zu verfehlen.

Bei älteren Nonnen wurde akuter Alzheimer Fortschritt festgestellt. Doch die Krankheit brach nicht aus. Die Gemeinsamkeit der betroffenen Nonnen war das tägliche mehrfache und intensive Gebet.

Die Gemeinsamkeit zwischen Meditation und Gebet beschreibt Gregg Braden in seinem Buch Jesaja Effekt so:“ Ein meditatives Gebet ist ein Gebet jenseits der Worte. In der Meditation schweigen wir, wir sind still, offen und uns der Gegenwart der schöpferischen Kräfte in unserer Welt und unserem Körper bewusst. In unserer Stille schaffen wir den Raum dafür, dass sich die Schöpfung selbst in diesem Augenblick durch uns ausdrücken kann. Für viele Menschen geht Meditation über das Gebet hinaus. Im engsten Sinne lässt sich Meditation, wenn sie einen Gedanken, ein Gefühl und eine Emotion mit sich bringt, sowohl als Meditation als auch Gebet definieren“. Die Intensität des Gefühls ist also möglicherweise der Schlüssel zur Veränderung.

Sei es im menschlichen Körper als auch im gelebten Leben!

Wenn

Gedanke = Emotion = Gefühl

Dann

spiegelt sich in unserer Welt die Wirkung unseres Gebetes. (Meditation)

Mehr und mehr Forscher gehen diesen Rätseln nach. Während sich in unserer so genannten modernen Gesellschaft der Verdrängung die Skepsis und Ignoranz hält, folgen doch auch immer mehr Mediziner den positiven Aspekten der Meditation. Immer mehr Fakten und Ergebnisse weisen hier neue Wege. Im Grunde vergessenes Wissen, das wieder langsam ins Bewusstsein der Menschen tritt.

Ein kulturelles Erbe das Menschen verbindet jenseits überkommener dogmatischer, ideologischer religiöser Glaubensgrundsätze.

Dabei hat dies wenig mit religiösen Vorstellungen zu tun. Vielmehr ist hier zuerst die Kraft der Selbstverantwortlichkeit und der Selbstbestimmung am Werke. Der Wille zur Veränderung und Toleranz und auch Offenheit und Verbundenheit ergeben sich aus dieser veränderten Perspektive.

Der Mensch als Individuum entwickelt sich somit zu einem wachen und bewussten Wesen. Könnte dies nicht der Schlüssel zu einer Welt des Friedens und des gegenseitigen Vertrauens sein?

Wieso häufiges Meditieren das Hirn wachsen lässt

Stress wirkt wie Gift aufs Gehirn. Doch dagegen gibt es ein Heilmittel, verrät eine neue Studie: Auf SPIEGEL ONLINE erklärt Harvard-Forscherin Sara Lazar, warum Meditation Denkfähigkeit und Wohlbefinden steigert – und den Geist fit hält.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch

Wunder-Yogi bereitet Ärzten weiterhin Kopfzerbrechen

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch

U.T.