Krankheitslexikon

Krankheitslexikon – BURNOUT

Burnout-Krankheitslexikon-2016-Stefanie-MenzelKrankheitslexikon – BURNOUT

Immer mehr Menschen bekommen heutzutage die Diagnose Burnout. Dabei ist Burnout nicht als wissenschaftliches Krankheitsbild anerkannt. Burnout bezeichnet viel mehr einen geistigen und emotionalen Erschöpfungszustand. Dass dieser Zustand durch Stress ausgelöst wird, davon wird allgemein ausgegangen. Woher kommt aber genau dieser Stress und warum sind manche Menschen anfälliger für Burnout als andere? Die heilenergetische Betrachtung wirft noch einmal einen anderen Blick auf die vieldiskutierte „Volkskrankheit“.

Wurzeln in der Kindheit

Heilenergetisch betrachtet verbergen sich hinter der sogenannten „Burn-out-Diagnose“ starke Gefühle von Pflicht, Sorge und Schuld. Wir lernen bereits als kleine Kinder, den Erwartungen unserer Eltern zu entsprechen. Je größer der Erwartungsdruck ist, desto stärker verinnerlichen wir dieses Verhalten. Vielleicht war es unseren Eltern besonders wichtig, dass wir sehr ordentlich oder brav sind. Vielleicht haben sie uns auch deutlich gezeigt, dass wir besonders gute Leistungen erbringen sollen. Wo schon früh viele Erwartungen von außen kommen, verlernen wir, unsere eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Wir gewöhnen uns stattdessen daran, unsere eigentlichen Impulse zu unterdrücken und gegenüber Forderungen von außen zurückzustellen. Aber wenn wir uns immer verpflichtet fühlen, uns stark sorgen, uns immer verantwortlich und schuldig fühlen, dann verlieren wir uns selbst. Wir verlernen, aus unserer ureigenen Kraft zu leben. Stattdessen beginnt ein anstrengendes „Energiespiel“

Das Spiel mit der Energie

Wir haben gelernt, dass wir Wertschätzung, Anerkennung und Zuneigung dann erhalten, wenn wir Erwartungen von außen erfüllen. Indem wir viel für andere tun, geben wir ihnen von unserer Kraft, sie ziehen uns also Energie. Umgekehrt holen wir uns diese Energie zurück, indem wir Anerkennung und Dankbarkeit als Reaktion bekommen. Unser Handeln ist also immer an Erwartungen gekoppelt. Wie das kleine Kind, das sich Anerkennung wünscht, agieren wir dabei aus einem Mangel heraus. Wir hoffen, etwas zu bekommen, wenn wir nach den Erwartungen anderer leben.

Leider werden wir, wenn wir aus einem Mangel heraus handeln, nie bekommen was wir uns eigentlich wünschen. Die Energie, die wir von anderen ziehen, wird das Loch in uns nie stopfen. Wir werden immer mehr wollen. Das kann mehr Geld sein, mehr Macht, mehr Anerkennung, mehr Zuneigung. Menschen die viele dieser „Löcher“ haben, die die Grundlage der Pflicht-, Sorge- und Schuldgefühle sind, suchen sich die entsprechenden Berufe in ihrem Leben. So ist es aus heilenergetischer Sicht nicht verwunderlich, dass besonders soziale Berufsgruppen (wie z.B. Lehrer oder medizinische Berufe) von Burnout stark betroffen sind. Das „Helfersyndrom“ ist aus heilenergetischer Sicht lediglich ein Symptom für zahlreiche „Löcher“ auf der feinstofflichen Ebene.

Was wir lernen müssen, ist uns unserer eigenen, inneren Kraft bewusst zu werden. Wir kommen ursprünglich energetisch aus der Fülle, wir dürfen aus der Fülle leben. Zu lernen sich von den eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer frei zu machen und seinem Wesen zu folgen, ist deswegen die besondere Aufgabe, vor der wir stehen, wenn wir uns so leer fühlen, dass wir das Gefühl haben, es geht nicht mehr weiter.

Phasen des Burnouts

Die klassische Burn-out-Erkrankung lässt sich in mehrere Phasen aufteilen.

Phase 1: Überengagement
In der ersten Phase ist man extrem begeistert und engagiert. Man bringt sich über das Maß hinaus ein, „brennt“ ganz sprichwörtlich für etwas. Oft ist dieses Engagement mit Idealismus verbunden. Wie oben besprochen, sind es dabei ursprünglich die Gefühle Pflicht, Sorge und Schuld, die mit den entsprechenden Erwartungen dazu führen, dass sich ein Mensch in seinem Beruf, bei einer bestimmten Aufgabe oder in der Familie einbringt. Man zeigt starkes Engagement in der Hoffnung, darüber die Energie oder die Anerkennung zu bekommen, die den Mangel im Energiefeld behebt.

Phase 2: Frustration
In der zweiten Phase setzt die Enttäuschung ein. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die hohen Ideale, Wünsche und Erwartungen nicht durch den Beruf oder die entsprechende Aufgabe erfüllt werden können. Die Person zieht sich zurück, hofft darauf, nun selbst einmal mehr zu „empfangen“. Wenn die Anerkennung nicht erfolgt und auch die Entlohnung nicht zum energetischen Rücklauf führt, fällt die Energie ab. Es kommt zu Symptomen in den Körperregionen, in denen die energetischen Löcher und damit die Mangelzustände ansetzen. Das können zum Beispiel psychosomatische Belastungen wie Schlafstörungen, Kopf- oder Magenschmerzen sein, mit denen der Körper unmittelbar reagiert.

Phase 3: Hilflosigkeit und Projektion
Die Frustration und Desillusionierung führt dazu, dass die Person sich zunehmend hilflos fühlt. Energetisch gesehen befindet sie sich auf dem Weg in eine „Ohnmacht“. Sie schottet sich ab und erlebt sich als ausgeliefert. Das Energiefeld ist geschwächt und die Person fällt immer weiter in die Projektion: Trotz und Wut über die große persönliche Enttäuschung werden auf Kollegen und Begleiter projiziert. Es beginnt ein innerer Rückzug. Die Person kündigt innerlich. Die Energie reicht dabei nicht aus, um ins eigenverantwortliche Handeln zu kommen. Innerlich fühlt sich die Person leer und fühlt sich schnell angegriffen. Die innere Kündigung zeigt dabei an, dass der Klient wahrscheinlich in seinem Beruf nicht der Tätigkeit nachgeht, die er von Herzen tut. Er hat vor allem versucht, die Erwartungen der Umgebung zu erfüllen. Reicht seine Kraft nicht mehr aus, verliert er das Interesse an der Arbeit.
Wenn der Klient starke Blockaden aus der Kindheit hat, die ihn so geprägt haben, dass er sich immer und für alles schuldig fühlt, kommt er in diesem Tiefstand des Energiefeldes zur Depression. Er bleibt in der Energielosigkeit verhaftet und sein Energiezustand wird immer schwächer.

Phase 4: Innerlicher Rückzug
Das schwache Energiefeld lässt keine Wahrnehmung außer die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse zu. Die Fähigkeit zur Empathie geht verloren. Es fällt den betroffenen Menschen zunehmend schwer, ihre Aufgaben zu erfüllen. Sie sind nicht mehr in der Lage, sich kreativ einzubringen und die Energie schwindet weiter. Fehler häufen sich. Alles, was über die Arbeitsroutine hinausgeht, wird mühselig. Es kommt zu Krankheit und mentaler und körperlicher Bewegungslosigkeit.

Phase 5: Ohnmacht
Die Leistungsfähigkeit nimmt weiter ab. Man ist nicht mehr in der Lage, sich mit irgendetwas zu beschäftigen. Die Kraft reicht nicht mehr aus. Alles ist Überforderung. Gutgemeinte Ratschläge sind Schläge, die man nicht einmal mehr hören kann. Die Person zieht sich auch zunehmend von Freunden und Familie zurück. Einsamkeit macht sich breit.

Phase 6: Tiefpunkt
Der Klient ist am unteren Ende des Energielevels angekommen. Das entspricht einer absoluten Ohnmacht ohne ein Gefühl der Eigenverantwortung. Es ist kein Lebenssinn mehr sichtbar. Das tiefe Gefühl der Sinnlosigkeit bringt einen dem Tod nahe. Dieser Zustand bedeutet den Ausstieg aus dem Leben und die absolute Abgabe der Eigenverantwortung.

Heilenergetische Wege aus dem Burnout

Ist man vom Burnout betroffen, dann hilft weder ein Motivationstrainer, noch eine Gehaltserhöhung und auch nicht ein nach Feng-Shui-Regeln gestalteter Arbeitsplatz. Gerade wenn man sich in einer der späteren Phasen des Burnouts befindet, kostet es sehr viel Kraft und Überwindung, die Reißleine zu ziehen und aus der Abwärtsspirale auszusteigen. Hilfe von Außen ist dabei schwierig. Heilenergetisch gesehen ist  man durch ganz individuelle Muster in diese Lebenssituation geraten und kann entsprechend nur durch Selbsterkenntnis eine nachhaltige Lösung finden. Es ist essentiell, dass der Betroffene selbst Veränderungen durchführt. Das bedeutet vor allem, sich selbst im Leben „bewusster“ zu werden und wieder neu zu lernen, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Ein erster wichtiger Hinweis: Schauen Sie wie viele anstrengende Pflichten Sie tagtäglich erfüllen und wie vielen fremden Erwartungen Sie nachkommen. Ist es noch Ihr Leben, das Sie leben? Es gibt einfache und hilfreiche heilenergetische Methoden, diese kraftraubenden Blockaden zu lösen.
Die Heilenergetik unterstützt diesen Prozess durch Einzelberatungen und sinnanalytische Aufstellungen. Diese Methoden helfen, den tieferen Ursachen des Burnouts auf den Grund zu gehen.  Sinnanalytische Aufstellungen sind auch als Ergänzung herkömmlicher Therapieformen überaus hilfreich, weil damit die tiefliegenden Wurzeln der Problematik schnell erkannt werden können und der Therapieverlauf nachhaltig unterstützt wird.

Weitere Informationen finden Sie hier: Aufstellungen, Einzelberatung

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stefanie-menzel-headStefanie Menzel
Ziel ist, praxis- und alltagstauglich Bewusstsein für neue Dimensionen zu schaffen und Zugang zur Gestaltungskraft im Leben zu eröffnen. Zu diesem Zweck hat sie die Heilenergetik und in diesem Zuge die Sinnanalytischen Aufstellungen entwickelt. 

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www.stefanie-menzel.com

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