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Krieg in Europa?

Buddha FriedenKrieg in Europa?

Kommentar

„Militärisch ist der Krieg in der Ukraine nicht zu lösen. Und doch könnten gerade amerikanische Waffenlieferungen an Kiew die Diplomatie wieder stärken „ (So zu lesen in der Zeit vom 3. Februar 2015) Das Obama sei dank wieder zurück rudert und „erst mal“ Waffenlieferungen ausschließt, kann vorsichtige friedliebende Gemüter kaum beruhigen.

Die Katze ist aus dem Sack. Politiker, sei es deutsche als auch amerikanische, wen wundert es denn wirklich, würden Waffenlieferungen an Kiew befürworten und damit einen europäischen Krieg mit Putins Russland riskieren. Diplomatisch sei der Konflikt nicht mehr zu lösen, heißt es weiter in der Zeit. Also Krieg? Für wen oder was bitte? Die Ukraine hat Jahrzehnte Bürgerrechte, Demokratie und freie Meinungsäußerung mit Füssen getreten. Das Land wurde systematisch von einer Klicke korrupter Politiker ausgebeutet. Dann gehen die Bürger auf die Straße, die Verantwortlichen setzen sich ab und hinterlassen einen Scherbenhaufen. Nun denn versucht die Ukraine Unterstützung zu finden in Europa, weil diese dringend Geld benötigt. Derweil nutzt Putin die Situation um sich die Krim unter den Nagel zu reißen. Plötzlich gehört die Ukraine zu Europa. Vielleicht das einzige Argument um den Bürgern mögliche finanzielle Hilfen zu verkaufen. Dass Russland die Ukraine als ehemaliges Mitglied der Sowjetunion mitnichten als europäisch zugehöriges Land betrachten will, ist sehr leicht nachvollziehbar. Dies hätte nur dann funktioniert, wenn Russland ein integrierter Partner der EU gewesen wäre. Doch hier strauchelte die europäische Politik, die sich zu Recht an Putin und seinem Umgang mit anders denkenden in seinem Land nicht anfreunden konnte oder wollte. Dass sich in diesem Wirrwarr zu diesem Zeitpunkt nun auch noch die Weltpolizei USA einmischte und nach russischer Auffassung Russland durch Obama beleidigt wurde, bestärkte Putin in seiner Haltung. (Russland wäre keine geopolitische Supermacht mehr. Russland wäre nur eine regionale Macht. Man denke bitte an das unglaubliche russische Militärpotential um zu anderer Ansicht zu gelangen.) Dass es in der Ostukraine Menschen gibt, die sich lieber zu Russland gehörig fühlen und dies mit Waffengewalt erzwingen wollen, ist das Problem der Ukraine die hier ihrerseits nicht nachgeben will und eine Teilung des Landes befürchtet. Und auf die Unterstützung des Westens hoffen. Mitnichten.

Es ist einzig und allein Angelegenheit der Ukraine nach Lösungen zu suchen. Und dazu gehört auch die Unabhängigkeit der Regionen, die eben nicht mehr zur Ukraine gehören wollen. Das Aufgeben nach diplomatischen Lösungen zu suchen, Drohgebärden der US Administration und willfährige deutsche Politiker und Medien, die auf diesen Zug aufspringen, all ist ein Spiel mit dem Feuer. Kein europäischer Bürger kann Krieg in Europa befürworten. Oder doch? Russland wird nicht nachgeben und lässt sich scheinbar auch durch wirtschaftliche Anreize nicht den Schneit abkaufen. Lieber zeigt Russland militärische Stärke und lässt seine Langstreckenbomber bis in die Nähe Großbritanniens fliegen. So fest wie Russland entschlossen ist Stärke zu zeigen, so fest entschlossen sollten Deutschland und Europa ohne wenn und aber für den Frieden eintreten. Und die USA in die Schranken weisen, wenn wieder einmal die USA in ihrer Kalten Krieg Sichtweise die Muskeln spielen lässt. Die Kriegsgefahr ist da. Die Doomsday Uhr steht auf 3 Minuten vor 12. In der Kubakrise 1962 fühlten sich die Amerikaner zurecht durch Atomwaffen direkt vor ihrer Haustür bedroht. Die Russen gaben nach. Da die Amerikaner sonst Kuba angegriffen hätten und ein Weltkrieg unausweichlich gewesen wäre. 1984 fühlten die Russen sich durch ein großangelegtes Natomanöver bedroht und sahen dies als eine Vorbereitung zu einem Angriff an. Bomber in der damaligen DDR wurden bereits mit Atomwaffen bestückt und standen in höchster Alarmbereitschaft. Der Westen wusste „natürlich“ nicht, dass Russland sich dermaßen bedroht fühlte und einen Angriff sah. US Präsident Reagan rettete wohl den Weltfrieden in letzter Minute, indem das Manöver abgesagt wurde und er demonstrativ ins Wochenende fuhr und sich entspannt beim Reiten für die Nachrichten hat filmen lassen.

Die Welt sollte sich endlich einigen und in Kooperation üben. Denn diese wird in Anbetracht der globalen Probleme dringend benötigt. Nur wenn alle Staaten miteinander arbeiten, können unweigerliche zukünftige Katastrophen wie zum Beispiel der unaufhörliche Anstieg der Meere und seine Folgen bewältigt und ein Überleben der Menschheit gesichert werden. Es gibt keine Alternative: Frieden!

U.T.

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