Gesellschaft

Liebe ist auch „Verrat“

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Donald Trump – ein Beispiel für diese Botschaft

Donald Trump gibt vor, sein Land so sehr zu lieben, dass es nun notwendig sei, alles in Frage zu stellen, was er bis dahin als maßstäblich in der amerikanischen Gesellschaft zu beachten und zu befolgen hatte – so wie das ganze, von staatlichen Instanzen durch Gesetze geleitete Volk. Er sieht sich berufen, sich und die ihm nun als Präsident Anvertrauten von den alten Konventionen zu befreien. Gott helfe ihm; er kann nicht anders.
Ich habe seinen Lebensplan vor mir liegen und tauche in die Matrix seines Seins ein: Er wurde am 14. Juni 1946 um 10.54 Uhr in Jamaica-Queen im Staat New York (USA) geboren. Und weil im Anfang das Ende liegt, wissen wir, was er „nach dem Gesetz, nach dem er angetreten“ (J.W.v.Goethe) als seine ganz individuelle Aufgabe prinzipiell zu erfüllen hat. Wir wissen allerdings nicht, in welche Schulklasse Leben er geht. Erfüllt er seine Bestimmung, sein Gesetz, nach Kriterien der ersten Schulklasse oder nach der dreizehnten?

So taste ich mich an ihn heran und interpretiere zunächst das, wozu er im Schöpfungsplan Gottes bestimmt ist, nach Kriterien der ersten Schulklasse. Ich versetze mich dazu in seine Lage, fühle mich in ihn hinein und spreche so, als wäre ich Donald Trump:

Ich, Donald, bin potent. Ich bin der Nabel der Welt. In dieser, meiner ersten Schulklasse Leben, nehme ich meine Lehrer nur schemenhaft wahr. Wichtiger ist mein materielles Umfeld. Ich muss mich in diesem Schulgebäude Welt um das kümmern, was unmittelbar vor meinen Augen ist. Dies macht Eindruck auf mich – und damit suche ich auch kreativ und kindlich meine Umgebung zu beeindrucken. Meine Eltern sind beide leuchtende Beispiele für ein gespaltenes Verhältnis zwischen inneren und äußeren Werten. Ich denke, ich habe ein Recht auf Luxus und freien Umgang damit. Ich muss mich auf mich dabei konzentrieren und meine Umwelt nach meinem Willen gestalten. Ich weiß, wie ich mich in meiner kindlichen Unschuld auf jede Situation einstellen muss, um flexibel, mit vielen Wahrheiten ausgestattet, letztlich mich durchsetzen kann. Ich kenne dabei viele Wahrheiten. Was kümmert es mich, wenn die Erwachsenen dazu sagen, ich sei ein Lügner, nur weil ich gleichzeitig viele Standpunkte vertreten kann und mich nicht auf einen festlege. – Ich weiß, wann ich schreien muss, um etwas zu erreichen. Ich weiß, dass die Frauen das schwache Geschlecht sind; sie mache ich mir gefügig. Ich mag sie, diese Frauen, aber ich lehne es ab, ihre Weichheit und Nachgiebigkeit als für mich geltende Werte anzuerkennen. Da bin ich hart gegen mich selbst. Doch ich weiß mich einzufühlen in das, was sie brauchen, und mache es mir zunutze – heimlich. Manche sagen hinterfotzig. Ja, ich weiß mich einzuschmeicheln. Blicke durch. Wenn ich dennoch hin und wieder verliere, weil die Erwachsenen, also jene, die in die höheren Schulklassen Leben gehen, ihre Macht gegen mich richten, kommt es mir zustatten, dass die meisten kleine Kinder wie mich lieben – und schnell verzeihen, wenn ich neben der Spur bin. Sie tragen mir nichts nach. Sie erinnern sich an die Unterdrückung, die sie selbst in der ersten Schulklasse Leben erfahren haben. Sind dann mit mir im selben roten Gummiboot der Illusionen, die sie einst von einer gerechten Schule hatten, und von gerechten Lehrern und von einem der Gerechtigkeit mehr dienenden Schulsystem. Ich versammle sie alle hinter mir und gehe in kindlicher Unschuld voran: übernehme die Verantwortung, wenn auch wenig bewusst, was meine kindliche Revolution an Zerstörung mit sich bringen kann…. –

Nun wechsle ich in jenen Donald Trump, der in die dreizehnte Schulklasse Leben geht, bleibe in der Ich-Ansprache und stelle fest:

Ich Donald, bin mir bewusst, dass ich die Reife habe, nun meine mitgebrachte Potenz zum Wohle des Ganzen einzusetzen. Ich bin ein Diener Gottes, einer der führt, weil er von Gott als Werkzeug eingesetzt ist, das für die jeweilige Umgebung, für das jeweilige soziale Umfeld, notwendig ist, um in mehr Freiheit und Gerechtigkeit, spirituelle Bewusstheit und Eigenverantwortlichkeit zu finden. Um dies zu erreichen, darf ich nicht zurück schauen. Ich muss in jedem Augenblick der Botschaft der göttlichen Liebe, wie sie in mich gesenkt wurde, Gehör verschaffen, muss mich durchsetzen gegen alle Widerstände. Das mag radikal und rücksichtslos genannt werden, doch ich weiß entsprechend der Zwiesprache, die ich mit meinem Gott habe, dass ich seine Schöpfung bereichern soll. Dabei darf ich nicht auf die Gemeinen, die Gemeinde, hören, sondern muss mich allein himmelwärts orientieren. Alles, was mir anvertraut ist, will nach höheren Maßstäben geführt werden. Die Untergebenen können ja nicht sehen, was ich sehe. Sie sind ja in niederen Schulklassen. Sie können froh sein, dass es mich gibt. Klingt das größenwahnsinnig? – Ich muss nicht verstanden werden, ich muss nur meinem Gewissen folgen. Ich habe gewartet, bis sie alle durch die überkommenen, ungerechten Gesetze in Not geraten sind. Nun kommen sie zu mir und suchen meine Hilfe. Ich bin bereit. War immer bereit. – Heute ist es Amerika, das mich braucht. Morgen ist es die ganze Welt. Mir sind keine Grenzen gesetzt. – Gut, man bezeichnet mich als Verräter. Das geht mir so, wie es einst Judas getroffen hat. Doch jene, die durchblicken, wissen, dass dies dem Meister bekannt war, ehe er „verraten“ wurde. Denn diese Art des Verrats gehört dazu in dieser Welt: Wenn die alten Gesetze nicht mehr taugen, wenn sie vom Zeitgeist überholt sind, muss es einen geben, der die alten Tempel reinigt, der es auf sich nimmt, allein gegen alle zu rebellieren und die Vorhut für eine Erweiterung und Erneuerung darzustellen. Aus Nicht-Verstehen wird dann durch das, was die Welt durch mich erfährt, Verstehen. Ob ich dann für schuldig oder unschuldig befunden werde, überlasse ich der Geschichte, die im Pro und Contra dann die vermeintlichen Sieger schreiben. Ich übernehme JETZT die Verantwortung. Ich bin der Stellvertreter Gottes auf Erden – auf Zeit in bestimmtem Raum.

Erkennen Sie einen dieser Donalds? Wem sind Sie innerlich zugeneigt? – Bleiben Sie nicht im Vordergründigen stecken, was eventuell bedeuten könnte, mit dem Zeigefinger auf einen anderen Guten oder Bösen zu deuten: Stephen Bannon, geboren am 27.11.1953 in Norfolk/Virginia (USA). – Nein, wir haben immer das, was wir verdienen. Es muss uns nur bewusst werden, was unser Anteil am Tun und Lassen ist. – Was meinen Sie? – Bin ich nun auch ein liebenswerter „Verräter“?

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Herzlichst,
Wolfgang Maiworm
Herausgeber und Autor

www.medizinundbewusstsein.de
www.lebens-t-raeume.de

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