Bewusst-Sein

Medizin und Bewusstsein von Dieter Broers

Gesicht in schwarz weiß mit GedankenwellenMedizin und Bewusstsein  

von Dieter Broers

„Die Selbsterkenntnis gibt dem Menschen das meiste Gute, die Selbsttäuschung aber das meiste Übel.“  Sokrates

„Selbsterkenntnis wurzelt in Welterkenntnis; Welterkenntnis sprießt aus Selbsterkenntnis!“ Rudolf Steiner

Gibt es eine falsche Selbstbestimmung? Welches Selbst ist für die Bestimmung zuständig?

In meinen vorherigen Forschungen  habe ich mich sehr ausgiebig mit den unterschiedlichsten Aspekten unseres Seins befasst. Hierbei konnte ich ein besseres Verständnis über die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen unserem Ego, unserem Verstand und Selbst erarbeiten. Ich kam zu dem Ergebnis, dass unser Selbst die eigentlich wahrnehmende Instanz ist. Wir sind unser Selbst. Als Mensch ist unser Selbst das Zentrum von Verstand und Ego, wobei unser Ego sich zu einer eigenständigen Instanz entwickelt hat.
In diesem Sinne erhält das Wort ›Selbstbestimmung‹ seine eigentliche Bedeutung zurück. Unsere bisherige Vorstellung einer ›Selbstbestimmung‹, entsprach genau dem Gegenteil der ursprünglichen Bedeutung, in unserer alltäglichen Sprache meinen wir hier nämlich eine Bestimmung durch das Ego. Das ist insofern nicht verwunderlich, als in unserer Kultur nahezu ausschließlich das Verstandes-Ego angesprochen wird. Die eigentliche Bedeutung unseres Selbstes wurde uns aberzogen, deswegen hielten wir das Bestimmtwerden durch unser Ego für Selbstbestimmung. So handeln wir aus Unwissenheit im wahrsten Sinne des Wortes ›selbstlos‹. Und dieser Begriff der Selbstlosigkeit, der eigentlich ein erschreckender Ausdruck sein sollte, wurde von uns mit der Bedeutung eines Handelns ohne eigennützige Absicht belegt.
Wir sollten uns immer wieder versuchen, daran zu erinnern, dass eine Erkenntnis unseres wahren Selbstes mit einer Befreiung von den Programmen einhergeht. Das heißt:

Bevor wir unser wahres Selbst (wieder)erkennen können, müssen wir uns an unser eigentliches naturgemäßes Potenzial erinnern.

Nur ein deutliches Begreifen des Unterschiedes von Sein und Werden führt uns zu unserem göttlichen Potenzial zurück.
Zur wahren Selbsterkennung gehört andererseits auch die genaue Erkenntnis unserer Fremdbestimmung. Es geht nicht darum, das zu suchen, was ›Ich‹ möchte, sondern das, was mein wahres Selbst sich ersehnt. Dieser Unterschied muss von meinen Denkprogrammen richtig verstanden werden. Eine Erlösung ohne die Hilfe unseres Verstandes würde nicht funktionieren. Unser gegenwärtiges Ego ist untrennbar an unseren Verstand gekoppelt. Während wir immer mehr (an)erkennen, wer wir wahrhaftig sind, stellt sich unser Verstand zunehmend in den Dienst unseres wahren Selbst. Es geht bei dieser Frage eben nicht um das ›Entweder-Oder‹ sondern um das ›Sowohl-als-Auch‹. Die innere Einkehr, der innere Weg und Verstandesweg schließen sich also nicht aus, sondern beide Optionen sollten gleichermaßen genutzt werden. Da wir – ganz besonders hier im westlichen Kulturkreis – zu den verstandesdominierten Menschen gehören, führt der Weg zur Selbsterkenntnis und zur geistigen Freiheit nur über unseren Verstand. Seinem Programm entsprechend lässt dieser die Argumente seines Kontrahenten nur gelten, wenn sie ihn in seiner (Programm-)Sprache vermittelt werden. Der „Kontrahent“ ist in diesem Fall der Geist, der sich über seine direkte Anbindung der Quelle für ihn als Konkurrent darstellt. Wir kennen die Gehirnareale, in denen diese beiden ungleichen Partner angesiedelt sind.
 Die linke Hemisphäre unseres Gehirns wird dem Verstand zugeordnet, die rechte Hemisphäre der Intuition zugeordnet.
Diese Konkurrenz ist allerdings einseitig. Die geistige Instanz weiß quasi alles – sie ist im Zustand des ›Alles, was Ist‹ und daher naturgemäß nicht auf Konkurrenzverhalten aus. Das sieht der Verstand programmgemäß ganz anders. Er hält sich für den einzig Verantwortlichen für das Ego. Sein Motto lautet: Ich akzeptiere nur Argumente, die ich auch verstehen kann. Sie reichten jedoch ganz offensichtlich nicht aus, um von der Tür zur Selbsterkenntnis zu erfahren. In unserem westlichen Kulturkreis werden wir bereits seit fast 3000 Jahren auf die hohe Bedeutung der Selbsterkenntnis hingewiesen. Der Überlieferung zufolge konnte man am Eingang des Tempels von Delphi Folgendes lesen: ›Erkenne dich selbst‹ (γνῶθι σεαυτόν). Da dieser Text sich am Eingang zum heiligen Tempel befand (seinerzeit war Delphi der ›Nabel der Welt‹), sollten wir dieser Aufforderung eine hohe  Bedeutung beimessen. Wikipedia schreibt hierzu:
Diese Aufforderung deutet die Absicht des Kultes beziehungsweise der verehrten Gottheit an, nämlich die Auflösung individueller Probleme und Fragestellungen durch die Auseinandersetzung mit der eigenen inneren Persönlichkeit. Die Erkenntnis der ›Innenwelt‹ diente damit als Zugang zur Problemlösung in der ›Außenwelt‹.‹
Ist es nicht höchst erstaunlich, wie lange uns die Tür zur Auflösung individueller Probleme schon bekannt ist? Wo finden wir die Menschen, denen diese Auflösung wirklich gelungen ist? Warum haben die individuellen Konflikte und das Leid eher zugenommen? Individuelle Probleme sind Manifestationen innerer Zustände in der Außenwelt. Die Wurzeln der Probleme (Jiddu Krishnamurti nennt sie Konflikte) liegen in der fehlenden Selbsterkenntnis!
Dass wir uns immer weiter von unserer Selbsterkenntnis entfernt haben, liegt nicht nur an der falschen Herangehensweise. Der Verstand allein wird es eben nicht zustande bringen. Nur wenn wir uns dieser Zusammenhänge wirklich bewusst sind, und uns an unser elementares göttliches Selbst erinnern, haben wir eine echte Chance, uns aus dieser Spirale des Leids zu befreien. Diese Erinnerung entspricht in etwa den Worten von Henri-Louis Bergson: »Jeder Mensch ist in jedem Augenblick fähig, sich alles dessen zu erinnern, was ihm je geschehen ist, und alles wahrzunehmen, was irgendwie im Weltall geschieht.«
Sobald wir in den Reflex des Denkens verfallen, sind wir aus dem Zustand des reinen Beobachtens, den wir als Gewahrsein bezeichnen, also wieder in der Matrix.

Von circa 50 Milliarden Informationen, die unsere Sinne pro Sekunde aufnehmen, gelangen nur circa 50 Bits vor den Thron unseres Bewusstseins.
Bekanntlich ist für dieses Missverhältnis unser interner Filter (Bergson-Filter) verantwortlich. Filter entscheiden also, welche und wie viele Informationen überhaupt in unser Bewusstsein gelangen. Natürlich sind unsere Filter durch unsere Konditionierungen, unsere Glaubenssätze definiert und damit programmiert. Wir haben uns also selber den Weg ›nach oben‹ (und nach ›unten‹) abgeschnitten – sofern wir nicht unsere Erzieher dafür verantwortlich machen wollen. Wenn nun also Informationen in unser Bewusstsein gelangen, die offenbar bisher einfach weggefiltert wurden, dann erscheint diese Besonderheit zunächst gar nicht mehr so mysteriös wie zuvor. Jedoch möchte ich von voreiligen Schlussfolgerungen abraten. Es sieht nämlich so aus, dass auf uns außerdem auch Informationen einwirken, die bisher nicht angeboten wurden.
Dies kann mit determinierten Faktoren wie Seelenauftrag und Karma etc. zusammenhängen, es gibt aber auch noch eine dritte Einflussart, die ich für eine übergeordnete Instanz halte. Bestimmte elektromagnetische Felder (EM-Felder) sind in der Lage, unsere körpereigenen bewusstseinserweiternden Wirkstoffe zu aktivieren. Dass diese Wirkstoffe unsere künstliche Matrix durchbrechen können, soll hier mit einem Zitat aus meinem Buch ›Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden‹ kurz angedeutet werden:
»Der Ethnopharmakologe Christian Rätsch schreibt: ›Ayahuasca ist ein Erkenntnismittel, das dem Menschen seine Stellung im Universum zeigt und die wahre Wirklichkeit offenbart.‹ Eingesetzt wird es beispielsweise, um das Wesen einer Krankheit zu ergründen: ›Traditionsgemäß nimmt ein Schamane Ayahuasca, um die Krankheit im Patienten zu erkennen, oder er gibt auch dem Patienten diesen Trank und führt ihn durch die ›wirkliche Wirklichkeit‹ zu seinem Zentrum. Dadurch kann der Patient seine Probleme oder Krankheitsursachen erkennen und so beheben. Es kommt darüber hinaus vor, dass der gesamte Stamm den Trank einnimmt, um gemeinsame mystische Erfahrungen zu machen und sich seiner Stellung im Kosmos bewusst zu werden. Ayahuasca und Soma basieren auf den Wirkstoffen Betacarbolin und Tryptamin. Dieselben Wirkstoffe produziert auch unsere Zirbeldrüse, sofern die entsprechenden elektromagnetischen Felder auf uns einwirken oder ein Mensch selbst diese Felder generiert. Die körpereigene Substanz „Soma“ führt den Menschen in noch weit tiefere Ebenen.«
Tatsächlich können derartige Zustände über eine erweiterte Zirbeldrüsenaktivität auch durch bestimmte Übungen hervorgerufen werden. Diese Aktivierung setzt eine umfassende Aufklärung über die Zusammenhänge zwischen unserem natürlichen und künstlichen Selbst voraus.

Kongress Medizin und BewusstseinAus diesem Grund werde ich in meinem Workshop während des

Kongresses „Medizin und Bewusstsein-LIEBE LEBEN“

am Samstag, den 14. November 2015 im „Haus der Begegnung“ in Königstein im Taunus  genau auf diese Aspekte eingehen.

Hierbei werde ich erforderliches Grundwissen und passende Übungen anbieten.
Anmeldung zum Workshop: www.medizinundbewusstsein.de .
Natürlich in „me Agape“

 

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