Mensch-Sein

Nachhaltiges persönliches Wachstum und Motivation

denken-tafel-board3 Schritte für nachhaltiges persönliches Wachstum und Motivation

Wenn es dir auch so wichtig ist persönlich zu wachsen wie mir, deine Grenzen zu durchbrechen und in deinem Leben voranzukommen, dann hast du bestimmt auch schon realisiert, dass das nicht immer so einfach ist. Es gibt so viele Dinge, die wir gerne tun würden, neue Gewohnheiten, die wir uns angewöhnen möchten. Doch oft stehen wir uns dabei selbst im Weg.

Wie das Feuer am Brennen gehalten werden kann

Ein früherer Schüler aus Indien hat mir vor kurzem geschrieben und mich gefragt, wie wir persönliche Hindernisse und Grenzen überwinden können. Er beschreibt, dass er gerne positive neue Gewohnheiten in seinen Alltag integrieren möchte und dass er im Leben besser vorankommen möchte. Er würde zum Beispiel gerne täglich Yoga praktizieren, doch irgendwann lässt seine Motivation immer wieder nach und er kann neue Gewohnheiten nicht dauerhaft beibehalten. Er stellt sich deshalb die Frage, wie dieses „Feuer“ am Brennen gehalten werden kann und die Motivation aufrecht bleibt, um langfristige Veränderungen zu schaffen.

Das ist tatsächlich eine schwierige Frage. Denn es ist ehrlich gesagt nicht so einfach: Wir haben Ideen und Ziele im Kopf, die wir erreichen wollen. Aber wir haben auch unsere Einschränkungen und es ist nicht immer einfach diese zu überwinden. Es gibt dafür auch nicht die goldene Regel, die für jeden gleich zum Erfolg führen wird. Auch ich stehe oft vor meinen eigenen Grenzen und bin nicht zu hundert Prozent diszipliniert. Ich versuche aber, mich laufend zu pushen und möchte gerne ein paar Dinge mit euch teilen, die mir dabei immer wieder helfen, die Motivation nicht zu verlieren.

1. Betrachte Niederlagen als Herausforderungen

Wenn ich in der Vergangenheit etwas in meinem Leben umsetzen wollte – zum Beispiel neue Gewohnheiten in meinen Alltag integrieren – und ich es aber nicht geschafft habe, fühlte ich mich oft von mir selbst enttäuscht. Ich habe mich deswegen verurteilt und mich schlecht gefühlt. Das ist ein Teufelskreis, denn wenn es einem schon nicht so gut geht, zieht einen diese Denkweise noch mehr runter. Die Wahrscheinlichkeit, dass man seinem Leben in so einer Situation einen positiven Anstoß gibt, ist sehr gering.

Es ist dabei wichtig zu erkennen, wo man sich in seinem Leben gerade befindet. Wir alle haben einfach bestimmte Grenzen und es ist ein wichtiger Schritt, diese auch zu akzeptieren und mit der momentanen Situation Frieden zu schließen. Dabei kann es manchmal gut sein, die Sicht auf die Dinge zu verändern. Es bringt einen nicht voran, wenn man nur das sieht, was man nicht geschafft hat, oder vielleicht sogar das ganze Leben als Misserfolg betrachtet. Stattdessen können wir die Situation sehen, als was sie ist: eine vorübergehende Niederlage. Denn jedes Mal wenn wir hinfallen und wieder aufstehen werden wir stärker. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir schließlich ans Ziel gelangen.

Diese neue Denkweise, Niederlagen als Herausforderung und als Spiel zu sehen, kann hierbei sehr motivierend sein. Vielleicht hat es bei diesem Mal nicht geklappt – aber vielleicht beim nächsten Mal! Persönliches Wachstum ist eine lebenslange Aufgabe und ein dauerhaftes Bestreben. Wenn wir ein Ziel erreichen, werden wir wieder vor neuen Grenzen stehen und damit konfrontiert werden. Diese Herausforderungen werden uns ein Leben lang begleiten – wir sollten uns also besser daran gewöhnen! Nur durch lebenslanges Lernen entsteht Wachstum und Fortschritt.

2. Die wichtigste Frage für dein lebenslanges Wachstum

Es ist vielleicht eine der wichtigsten Fragen, wenn es um persönliches Wachstum geht: Was hält mich zurück?

Die Antwort auf diese Frage unterscheidet sich bei jedem von uns, je nachdem, in welcher Situation wir uns gerade befinden. Deshalb kann es hilfreich sein, sich diese Frage immer wieder zu stellen. Was ist mein Ziel? Wie komme ich dorthin? Und was hält mich zurück?

Wir haben so viele Ziele und Ideen, wir wollen Neues lernen und Altes hinter uns lassen. Sich dabei diese Frage zu stellen kann sehr aufschlussreich sein. Schau dir dein Leben an und deine Gewohnheiten und versuche, daraus Rückschlüsse zu ziehen. Die Frage ermöglicht es uns die Dinge im Gesamtkontext zu sehen und nicht nur isoliert. Dann kann man darauf basiert sehr praktische Veränderungen in seinem Leben durchführen und kleine Dinge verändern. Diese helfen dann wiederum, neue Gewohnheiten und Lebensweisen zu schaffen.

Wenn du also merkst, dass du gerade nicht weiterkommst, dann frage dich: Was hält mich zurück? Ist es fehlende Motivation? Wenn ja, warum fehlt dir die Motivation? Ist das, was du tust, vielleicht nicht inspirierend genug für dich? Oder wenn es Disziplin ist, die fehlt, dann frage dich: Welche kleinen Dinge kann ich in meinem Alltag verändern, damit es für mich einfacher wird, die Disziplin beizubehalten?

3. Denk daran, dass das Leben nicht unendlich lange ist

Es gibt kaum etwas, das in meinen Augen mehr motiviert und inspiriert, als mit der fundamentalen Realität zu leben, dass man irgendwann sterben wird. Ich trage einen Ring mit einem kleinen Totenkopf, der mir immer wieder vergegenwärtigt, dass das Leben nicht ewig dauert.

Schau einfach, wie es für dich ist und was sich für dich ändert, wenn du dich ab und zu daran erinnerst, dass dein Leben irgendwann zu Ende sein wird. Mach dir das bewusst und vergiss das Gefühl niemals. Versuche, dein Leben und deine täglichen Aktivitäten auf diesem Gefühl zu basieren, dass du erlebst wenn du dir bewusst bist, dass du vielleicht gerade einmal 80 Jahre auf dieser Erde sein wirst – wenn du Glück hast! Viele Menschen starben schon sehr viel früher und hatten dieses Glück nicht. Mir das regelmäßig bewusst zu machen ist für mich eine unglaubliche Motivation.

Ich denke, diese drei Dinge sind ein Ansatz, mit dem wir arbeiten können, wenn uns Motivation fehlt oder sich der Weg zu unserem Ziel gerade etwas schwierig gestaltet. Ich hoffe, ein paar dieser Punkte sind für dir vielleicht hilfreich. Welche Dinge helfen dir, um motiviert zu bleiben? Wie schaffst du es, positive Gewohnheiten in dein Leben zu integrieren? Ich würde mich über einen Kommentar von dir freuen!

Liebe Grüße aus Konstanz,
Fabian Merkle
(Gründer von Soul of Yoga)

Webseite: www.soulofyoga.de
Kontakt: fabian@soulofyoga.de

Alle Beiträge des Autors auf Spirit Online
Schlagworte für diesen Artikel:

Der Beitrag hat Ihnen gefallen?

Wir freuen wir uns über eine Spende via Paypal

Den Artikel kommentieren

*