Mensch-Sein

Negative Gedanken loswerden

Gedanken - Kraft - positive Gedanken4 einfache Schritte, mit denen du im Handumdrehen negative Gedanken loswirst (Gedankenkraft Teil 3)


Negative Gedanken loswerden.
Das wollen wir alle von Zeit zu Zeit.
Denn das Leben ist nun einmal kein Ponyhof und irgendwann packen sie jeden einmal.
Die negativen Gedanken, die wie Geier in deinem Kopf herum kreisen und dir dein Leben schwer machen.
Sie reden dir nicht nur alles schlecht – nein, sie sorgen sogar dafür, dass alles noch viel schlechter wird. Indem sie deine Einstellung manipulieren.
Deshalb ist es ratsam diese miesen Vögel so schnell wie möglich zu verjagen.
Aber wie kann man diese negativen Gedanken vertreiben?

Ganz einfach: …

Negative Gedanken loswerden – 4 einfache Schritte

In Teil 1 und Teil 2 dieser Reihe haben wir herausgefunden, dass es alleine unsere Gedanken sind, die uns die Welt und unser Leben madig machen. Aber auch, dass wir genau hier ansetzen und damit unsere Welt verbessern können.

In diesem dritten Teil der Reihe, möchte ich dir nun 4 einfache Schritte zeigen, mit denen du negative Gedanken loswerden und schließlich deine Welt wirklich und dauerhaft verbessern kannst.
Die folgenden vier Punkte sind also die Grundlage, um mit der Kraft der Gedanken dein Leben zu verändern. Sie sind ein außerordentlich wichtiger Faktor für ein erfülltes Leben:

1. Werde dir über deine Gedanken bewusst

„Wollen wir unsere negativen Emotionen verringern und unsere positiven Emotionen stärken, so müs­sen wir wissen, wie unser Geist arbeitet.“
(Dalai Lama)

Erkenne den Vogel, der dir das Leben mit seinem ständigen Gezwitschere vermiest.

Um einen Gedanken überhaupt erst ändern zu können, müssen wir ihn zunächst einmal identifizieren. Versuche also festzustellen, wie genau der Gedanke lautet, der dir in einer bestimmten Situation das Leben schwer macht bzw. deine Welt zu deinen Ungunsten verzerrt.

Beispiel:

Du feierst Geburtstag und hast alle Freunde und Verwandte eingeladen. Es ist schon spät, aber deine beste Freundin / dein bester Freund ist immer noch nicht aufgetaucht. Du bist verärgert. Warum?

Es gibt mehrere passende Möglichkeiten für dieses Beispiel. Wenn du dich gut hineinversetzen kannst und deine eigene Antwort schon gefunden hast, dann nutze sie gerne. Zur Veranschaulichung wollen wir hier im Text die folgende Antwort nutzen: Dein bester Freund / deine beste Freundin wusste ganz genau, wie wichtig dir diese Feier ist und hat dich absichtlich versetzt.

Das ist also das Problem. Nicht, dass deine Freundin oder dein Freund nicht erschienen ist, sondern, dass du denkst, sie oder er habe es absichtlich getan oder trotz besserem Wissen. Das zwitschert dir zumindest ein Vöglein in deinem Kopf. Nennen wir es an dieser Stelle einfach mal Gunter!

Natürlich ist das nicht immer ganz so einfach, wie hier im Beispiel. Wir sind in den betroffenen Situationen meist alles andere als bewusst. Eher im Reaktionsmodus. Aber zum Glück können wir Menschen ja Geschehnisse reflektieren. Nimm dir also zum Beispiel am Ende des Tages ein paar Minuten Zeit um deinen Tag revue passieren zu lassen.

  • Was hat dich geärgert und warum?
  • Welcher Gedanken war der Ursprung des Problems?
  • Welcher Vogel hat dich gepickt? Nenn‘ ihn beim Namen!

Übrigens ist das auch eine gute Methode um im Alltag immer bewusster zu werden. Wenn du dieses Ritual regelmäßig vollziehst, gewöhnst du dich daran, deinen Tag bewusst zu erleben und wirst auch während des Erlebens bewusster. Das kommt dir natürlich beim Erkennen und Ändern eines Gedanken zu gute!

Wenn du nun also einen oder mehrere Übeltäter entlarvt hast, dann ist der nächste Schritt ganz wichtig:

2. Akzeptiere was war und ist

„Alles, was wir wirklich akzeptieren, unterliegt dem Wandel.“ (Katherine Mansfield)

Mach dir keine Vorwürfe!

Genauso, wie es nichts bringt deinem Freund / deiner Freundin Vorwürfe zu machen, bringt es auch nichts dir selbst Vorwürfe zu machen. Das ist kontraproduktiv und du verbaust dir damit selbst die Lösung für dein Problem.

Wenn wir Schuld zuweisen, verengt sich unsere Sicht. Egal ob einem anderen oder uns selbst. Wir sehen nur noch den Schuldigen und projizieren den ganzen Frust unseres Problems auf ihn. Dabei bleibt wenig Raum für eine Lösung.

Außerdem wollen wir mit den schuldigen meist auch nicht mehr zusammenarbeiten und eine Lösung finden. Du schließt dich damit also selbst aus dem Gremium aus.

Daher verwenden wir auch hier die mehr oder weniger niedliche Metapher mit den Vögeln. Neben der Tatsache, dass es eine süße und eingängliche Vorstellung ist, haben wir so ein imaginäres Bild von dem Übeltäter und blockieren uns nicht selbst.

Akzeptiere also die Situation einfach als das, was sie ist: Weder du, noch ein anderer Mensch sind daran schuld, sondern ein kleiner Vogel in deinem Kopf.

Und um den kümmern wir uns nun auch schon im nächsten Schritt:

3. Finde Alternativen

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
(Albert Einstein)

Das ist im Prinzip der Kern des ganzen und der Trick aus dem zweiten Teil:

Lass ein paar neue Vögel schlüpfen!

Überlege dir für jeden neuen Vogel einen alternativen „Gedanken-Gesang“, der dir helfen könnte diese bestimmte Situation besser zu meistern bzw. besser damit umgehen zu können. Wenn du magst, dann stell dir deine Vögel wirklich bildlich vor und gib ihnen Namen.

Der alte Gunter, aus unserem Beispiel oben, ist eine dicke, meckernde Taube. Nun stellst du ihm zum Beispiel den fidelen und dynamischen Frederik zur Seite. Der hat eine ganz andere Philosophie und schreit sie mit vollen Lungen hinaus. So kann er Gunter übertönen.

In unserem Beispiel könnte Frederik etwa der Meinung sein, dass deiner Freundin / deinem Freund etwas wichtiges dazwischen gekommen sein könnte und sich deshalb nicht hat blicken lassen. Zum Beispiel ein Rohrbruch zu Hause?

Das ist natürlich nur eine Hypothese, aber sie kann Wunder bewirken. Und selbst, wenn es später in Wirklichkeit doch nicht so war, hast du dich wenigstens nicht Stunden oder Tage lang geärgert.

„Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.“
(Erich Kästner)

Dieses Prinzip wird auch in der modernen Psychotherapie verwendet. Dort heißt es „Reframing“. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Trick, mit dem du dein Glück sofort beeinflussen kannst.

Lass es aber nicht bei einem einzigen Gegenspieler. Denk dir ruhig mehrere aus. Wenn Gunter sieht, wie viele Alternativen es noch gibt, wird er automatisch ganz kleinlaut. Außerdem hast du damit auch mehr Optionen!

Lassen wir beispielsweise noch Erwin schlüpfen. Erwin glaubt, dass es ganz egal ist, ob deiner Freundin / deinem Freund etwas wichtiges dazwischen gekommen ist, oder ob sie oder er es absichtlich getan hat. Er denkt, dass es ganz gut so war, wie es geschehen ist. Du hattest doch eine schöne Party, oder? Und mit deiner Freundin / deinem Freund kannst du ja noch ganz oft was schönes unternehmen.

Lass deiner Fantasie hier ruhig freien Lauf und denke dir ruhig auch die absurdesten Theorien aus. Zur Prüfung kommen wir dann im Anschluss:

Um herauszufinden, welcher deiner neuen „Vögel“ dir nun am besten helfen kann, versetzt du dich einfach nochmal in die Situation, die dich belastet hat. Stell sie dir genau vor und hör dir dann deine verschiedenen Gedanken dazu an. Veranschauliche dir, wie du die Situation mit jedem einzelnen Gedankenbackground gemeistert hättest. So wirst du ganz automatisch herausfinden, welcher dir am meisten hilft.

Das ist dein neuer Vogel! Ihn musst du behalten und stärken.

Am wichtigsten ist zunächst aber der vierte und letzte Schritt der Grundlagen:

4. Schütze deinen neuen „Vogel“

Es gibt da draußen in der Welt unzählige Gefahren für so einen neuen kleinen Vogel.

Damit er dir erhalten bleibt und du ihn kräftigen kannst, musst du ihn unbedingt schützen.

Das ganze geschieht hauptsächlich dadurch, dass du auf sein Umfeld achtest. Im Prinzip musst du also das Nest bewachen.

Dazu habe ich hier drei wichtige Hinweise für dich:

Meide Menschen, die dir ihre Gedanken aufzwängen wollen

„Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir wer du bist.“
(Sprichwort)

Man könnte auch sagen: „Zeige mir deine Freunde und ich sage dir, was du denkst.“

Wir alle lassen uns durch die Menschen in unserem Umfeld beeinflussen. Ob wir wollen oder nicht.
Wenn du länger mit einer bestimmten Person zusammen bist, färbt ihre Haltung zwangsläufig auf dich ab. Umgekehrt natürlich genauso.

Vermeide es daher am besten, mit Menschen zusammen zu sein, die dich negativ beeinflussen bzw. deine eingefahrenen Gedankenmuster wieder stärken.
Oft handelt es sich bei solchen Menschen um Sauertöpfe und Miesepeter, die selbst sehr negativ denken. Sie können sich erstens nicht in eine andere Lage hineinversetzen, weil sie nichts anderes kennen und haben zweitens sogar manchmal noch Spaß daran, andere auch hinunter zu ziehen. Das zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind.

Es hat auch keinen Sinn mit solchen Leuten zu diskutieren oder sie ändern zu wollen. Wie in Teil 2 schon beschrieben, kannst du nichts in der Welt – also außerhalb von dir selbst – wirklich ändern.

Meide diese Menschen daher am besten.

Meide auch Medien, die dir nicht gut tun. Werbung zu schauen, wenn du deine Gedanken in Bezug auf dein Konsumverhalten ändern möchtest, ist zum Beispiel auch keine gute Idee. Und Nachrichten verursachen ebenfalls oft negative Gedanken.

Aus dieser Gefahr der Beeinflussung, ergibt sich allerdings auch zugleich eine Chance:

Wenn du Menschen kennst, die dir gut tun und von dir erwünschte Denkmuster verstärken und festigen können, dann umgib dich mit ihnen und lass ihre Haltung auf dich abfärben!

Meide Mehrheiten

„Und doch verwickelt uns Nichts in größere Übel, als daß wir uns nach dem Gerede der Leute richten, indem wir das für das Beste halten, was mit großer Zustimmung angenommen ist.“
(Lucius Annaeus Seneca)

Es liegt einfach in unserer Natur, dass wir uns durch Mehrheiten überzeugen lassen.
Denke nur einmal an die Zeit des Nationalsozialismus.

Aber auch in unserem heutigen Alltag, tritt dieses Phänomen ständig auf. Wir schließen uns der Meinung der Masse an, um nicht negativ aufzufallen oder anderen zu gefallen, weil wir einfach davon ausgehen, dass es schon richtig sein muss, was die Mehrheit denkt. Außerdem nimmt uns das die Bürde ab, unsere eigene Meinung zu bilden.

Es ist, als wollte unser Vogel einfach unbedingt in den Gesang der Masse einstimmen.

Da es bei deinen Gedanken aber nicht um „richtig“ oder „falsch“ geht und wir auch nicht bei „Wer wird Millionär“ sitzen, wo das Publikum meist mehrheitlich Recht hat, ist es eine eher schlechte Idee, die Bildung deiner Gedanken und Meinungen der Mehrheit zu überlassen.

Es geht einzig und alleine darum, Gedanken und Meinungen zu bilden, die gut für dich sind. Unabhängig davon, was andere dazu sagen. Und das kannst nur du alleine entscheiden!

Weniger ist mehr als genug

„Wer 10 Leute fragt bekommt 11 Meinungen zu hören!“
(Sprichwort)

Natürlich können wir uns nicht komplett von der Außenwelt abschirmen. Manchmal fragen wir ja sogar andere aktiv um Rat.
In einer solchen Situation solltest du es jedoch nicht übertreiben!

Wenn du zum Beispiel einen Brief oder einen anderen Text schreibst und danach verschiedene Leute um ihre Meinung dazu bittest, bekommst du hunderte von Vorschlägen, Verbesserungen und Änderungen zu hören. Teilweise schließen sie sich sogar gegenseitig aus. Das liegt eben daran, dass es keine absolute Wahrheit und damit auch niemals absolut „richtig“ oder „falsch“ gibt.
Es ist auch gut so, dass jeder seine eigenen Gedanken hat. Wenn von 100 Menschen alle das gleiche denken würden, wären ja 99 überflüssig. Aber es hält dich eben davon ab, deiner eigenen Linie treu zu bleiben bzw. sie überhaupt erst zu finden.

Wenn du also einen Rat oder eine zweite Meinung brauchst, dann sei so sparsam wie möglich dabei.

Nun haben wir das Grundgerüst geschaffen, um jeden einzelnen unserer Gedanken und damit unsere Welt nachhaltig zu verändern. Wenn du diese vier Punkte berücksichtigst, hast du eigentlich schon alles, was du brauchst. Aber ich habe dir ja versprochen, dass ich dir noch ein paar wirkungsvolle Hilfsmittel und Tricks zeigen möchte.

10 Profi-Tipps, um negative Gedanken durch positive zu ersetzen

Die zeige ich dir im nächsten und letzten Teil der Reihe. Darunter sind wirklich ein paar verblüffend einfache und wirksame Tricks, die dir dein Leben im Handumdrehen vereinfachen können. Die solltest du auf keinen Fall verpassen!

Hier geht es zu Teil 4


 

Du möchtest SOFORT über das Erscheinen des nächsten Teils informiert werden?

Dann sende eine kurze E-Mail an info@spirit-online.de – Betreff: Text Norman Brenner
Oder
du kannst dich auch in den Newsletterverteiler bei Norman eintragen und damit auch sein kostenloses E-Book „Weisheiten des Flusses“ als Dank erhalten.

Schlagworte für diesen Artikel:

Der Beitrag hat Ihnen gefallen?

Wir freuen uns über eine Spende via Paypal

Den Artikel kommentieren

*