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Noetik

37Steine_Wasser_ASCNoetik  als Grenzwissenschaft

Seit Dan Browns „Lost Symbol“ ist Noetik einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Noetik wird noch“ als Grenzwissenschaft betrachtet und getreu dem Newtonschen Weltbild (was nicht gewogen und gemessen werden kann, existiert nicht) von der klassischen Wissenschaft nicht anerkannt.

Noch  wird Noetik  als Grenzwissenschaft der Philosophie bezeichnet. Eingeordnet wird sie unter die Begriffe „Erkenntnistheorie“ und „Epistemologie“. Das aktuelle Verständnis von Noetik geht auf die Frage zurück, wie das Wissen zustande kommt. Dabei wird das Wesen und der Ursprung, aber auch der Inhalt menschlicher Erkenntnis einbezogen.

Insgesamt wird die Noetik ein- und abgegrenzt von Logik, Physik und Psychologie. Verbunden wird diese Grenzwissenschaft häufig mit dem sogenannten Leib- Seele- Problem sowie der philosophischen Anthropologie, wobei es einerseits um die Verbindung von Körper und Seele und andererseits um die Mess- und Beweisbarkeit der Seele ansich geht.

Letztlich bedeutet dies, dass Biologie und Physik und damit unser heutiges Weltbild sich noch immer an den Erkenntnissen des 17 Jahrhunderts orientieren. Theorien, die alle Elemente des Universums als getrennt voneinander spaltbar und vollständig in sich abgeschlossen darstellen.

Diese Theorien haben ein Weltbild des Getrennt-Seins erzeugt.

Alles im Universum unterliegt Gesetzmäßigkeiten wie bei einer gut geölten Maschine. Bevor Newton seine Gesetze der Bewegung formulierte, postulierte der französische Philosoph René Descartes mit der damals neuen Vorstellung in der Öffentlichkeit: repräsentiert durch unser Denken – sind wir getrennt von der leblosen, unbeteiligten Materie unseres Körpers, der lediglich einer Art gut geölter Maschine darstelle.

Noch trostloser wurde das Selbstbild des Menschen durch Charles Darwin geprägt. Seine Theorie der Evolution – von den Neo Darwinisten heute leicht abgewandelt – ist der Entwurf eines Lebens, das auf Zufall, dem Recht des Stärkeren, Sinnlosigkeit und Einsamkeit beruht. Überleben wird der beste. Dazu wird – um als erster durchs Ziel zu kommen – jedes Mittel als richtig empfunden. Ethik, Gemeinsamkeiten, Teilen etc. sind Schwächen, die zum Aussterben verurteilen.

Es ist nicht zu übersehen, wie diese Denkhaltungen auch unsere Gesellschaften prägten. Sei es Medizin, Politik, Bildung und unser Verhältnis zur Spiritualität. Ja, selbst unser Wirtschaftssystem, das auf Wettbewerb basiert, spiegelt dies wider. Und unser hemmungsloser Raubbau an der Natur findet hier seine Legitimität.

Doch genau genommen beginnt die Trennung zwischen Spiritualität und Wissenschaft mit der Erkenntnis Galileo Galileis mit der Entdeckung, dass die Erde keine Scheibe ist. Dass die Erde nicht Mittelpunkt des Universums ist, wie es die katholische Kirche als Gesetz betrachtete. Kirche und Wissenschaften steckten ihre Felder ab. Wissenschaften halten sich aus Theologischen Betrachtungen heraus und die Kirche verzichtet auf Verfolgung der Wissenschaftler.

Aus heutiger Sicht ein fataler Deal.

Nun dürfte klar sein, warum Grenzwissenschaften, die dem Menschen eine andere Bedeutung zu messen, geradezu als Ketzerei betrachtet werden.

Doch immer mehr Wissenschaftler brechen aus. Und werden im Prinzip von der Quantentechnik und deren Erkenntnissen ermutigt.

(Buchempfehlung: Lynne Mc Taggart Das Nullpunkt-Feld sowie von der selben Autorin „Intention“)

Noetik sieht es anders

Der Begriff Nous (griechisch νοῦς nous) bezeichnet primär das menschliche Vermögen, etwas geistig zu erfassen. Daneben wird der Begriff teilweise auch im Sinne eines alles lenkenden kosmischen Prinzips verwendet. Er wird häufig mit Geist, Intellekt oder auch Vernunft, aber in Abgrenzung zur Logik wiedergegeben. Der ebenso uneinheitliche Begriff der Noetik bezeichnet analog die Lehre vom „geistigen Erkennen“.

Der Begriff noos findet sich (als unkontrahierte Form von nous) schon bei Homer. Die Bedeutung von nous verschiebt sich mit der Zeit von einer Bezogenheit auf sinnliche Wahrnehmung hin zu einer Möglichkeit des tieferen Einsehens, welches sich klar von der Sinnlichkeit abgrenzt. So ist es bei Platon dem Menschen vermittels des nous und der Naturwissenschaften möglich, das wahre Seiende zu erfassen.

Aristoteles bezeichnet mit nous in der Schrift De anima das Denkvermögen. Im neuplatonischen, trichotomischen Menschenbild bezeichnet der Nous die oberste Instanz des Menschen, der an der rein geistigen Welt teil hat.

Bei Anaxagoras tritt die kosmische Bedeutung von nous in den Vordergrund. Er ist das Prinzip der ersten Bewegung. Auch bei Aristoteles steht der unbewegte Beweger in Verbindung mit dem nous. Als sich selbst denkendes Denken (noêsis noêseôs) ist er Ursprung von allem Seienden. (Quelle Wikipedia)

Die noetische Wissenschaft wird unter anderem vom Institute of Noetic Sciences (IONS) in Nord-Kalifornien betrieben. Bekannt geworden durch seinen Gründer Astronaut Edgar Dean Mitchell.

Dieser hatte bei der Apollo 14 Mission eine Epiphanie (Offenbarung), die ihm klar machte, dass „das Leben nicht eben ein Unfall auf der Grundlage zufälliger Prozesse ist“.

„Ich fühlte, dass die Moleküle meines Körpers mit denen da draußen in Verbindung standen, eine Verbundenheit mit dem Universum wie ein unsichtbares Netz, das alles miteinander verknüpft. Ich wusste plötzlich, dass alles mit allem zusammenhängt.“

Knapp ein Jahr später verließ er die NASA und gründete das Institut für noetische Wissenschaften (Institute of Noetic Sciences, IONS)

Das 1973 gegründete Institut beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit den Potenzialen und Kräften des Bewusstseins – einschließlich der Wahrnehmung, Glauben, Aufmerksamkeit, Absicht und Intention. Hierbei sieht sich das Institute of Noetic Sciences verpflichtet, wissenschaftliche Phänomene zu untersuchen, die von der Normal-Wissenschaft vernachlässigt wurden. In diesem Institut wird auf der Grundlage der Noetik wissenschaftlich untersucht, was hinter den Phänomenen wie Psychokinese, Effekten der Meditation, Gedankenübertragung oder Telepathie steckt. Auch Heilungsprozesse durch Intention oder die Kraft des Gebetes sind vielfach Gegenstand diverser Untersuchungen.

Und das eben nicht nur im oben genannten Institut.

„Intuition ist die Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis“  (Aristoteles)

Die Macht der Gedanken wird auch von der Buchautorin und Wissenschaftsjournalistin Lynne Mc Taggart ( Das Nullpunktfeld, Intention) untersucht. Sie gründete mit ihrem Mann und einem Team von Wissenschaftlern eine internationale Internet – Community mit dem Zweck, mit den Mitgliedern im Web Experimente mit der kollektiven Macht der Gedanken durchzuführen. 2008 fand ein Experiment statt, das die Wirkung menschlicher Intention auf Pflanzen zu höherem Wachstum führen könnte, nachweisen sollte.

Dieses Experiment ist, so heißt es, erfolgreich verlaufen.

Seit 2008 sind noch mehrere Experimente mit größeren Gruppen realisiert worden. Vielleicht das größte fand statt mit der Intention zum Frieden. Die Teilnehmer waren über das Internet verbunden und versuchten, sich darauf zu konzentrieren, dem Norden Sri Lankas anhaltenden Frieden zu bringen. Es konnte tatsächlich festgestellt werden, dass nach Durchführung des Experimentes und deren Auswertung die Gewalt in dieser Region beträchtlich sank.

Ist dem so, entspricht das den Ergebnissen der Quantenphysik. Partikel werden durch Beobachter eines Experimentes beeinflusst. Unser Bewusstsein hat demnach die Macht unsere Welt die uns umgibt zu beeinflussen. Und zu verändern.

Dies bedeutet letztlich, dass der Mensch nicht das arme, hilflose Geschöpf ist, das keinen Einfluss als getrenntes Wesen hat – Vielmehr ist der Mensch demnach Mitschöpfer und dies in voller Mitverantwortung in Verbindung mit allem.

Eine Frage, die die Quantenphysik aufwirft, ist das Verhalten der Materie auf Quantenebene.

Wenn kleinste Teilchen von Materie an jedem Ort zugleich sein können, und dies sowohl als Welle oder Materie, was zwingt sie dann an einem Ort zu bleiben und als feste Materie zu erscheinen?

Vielleicht unser lebendiges Bewusstsein, unsere Rolle als teilnehmender Beobachter, der Vorgänge beeinflusst und Dinge ins Sein manifestiert!?

(Zu diesem Komplex gehören auch Theorien und Untersuchungen zum Nullpunktfeld).

Die Macht der Intention jedes einzelnen ist genauso wahr, wie auch das Wissen der Qi Gong Meister, buddhistischer Mönche, Heiler, Schamanen und vielen mehr. Mögen sie auch unterschiedliche Techniken nutzen, so bleibt doch allen etwas gemeinsam. Der Mensch als Schöpfer.

„Erkenne, was sich in deinem Blickfeld befindet, und das dir Verborgenewird offensichtlich werden“   

Noetik und seine Forschungsergebnisse werden von naturwissenschaftlichen Instituten als unwissenschaftlich eingestuft. 

E.L.

Buchempfehlungen:

Lynne Mc Tagger – Nullpunkt-Feld Intention

 

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