Alternative Heilmethoden

Propolis – der Antibiotikum-Schatz der Bienen

BieneWeil das Kittharz Körper und Psyche kurieren kann

Das Heilen mit Honig ist auf der ganzen Welt bekannt. Wo das „süße Gold“ zuerst entdeckt wurde, ist heute nicht mehr auszumachen. Allerdings leitet sich der Begriff Propolis aus dem Griechischen ab und auch der berühmte griechische Arzt Dioskurides behandelte seine Erkältungspatienten mit Honig.

Propolis bedeutet soviel wie „vor der Stadt“. Tatsächlich handelt es sich bei diesem Stoff um ein Kittharz, das von den Bienen hergestellt wird, um damit kleine Risse und Unebenheiten in ihren Bienenstöcken zu kitten. Auf diese Weise schützen sich die Bienen aber auch vor Regen und Wind sowie vor Bakterien und Viren. Alle unbekannten Objekte und Eindringlinge werden mit Propolis umsponnen, um vor allem die Bienenkönigin und ihre Eier zu schützen.

Wie Propolis entsteht
Vom Hochsommer bis zum Herbst sammeln die fleißigen Arbeitsbienen Harze von Blattknospen und Rinden verschiedener Baumarten. Besonders beliebt sind Pappeln, Weiden, Birken, Kastanien und Tannen. In Verbindung mit den Verdauungssekreten der Bienen wird das gesammelte Pflanzenharz zu Propolis. Die meisten Imker hängen ein feines Gitter in den Bienenstock und warten, bis die Bienen den „Fremdkörper“ in ihrer Behausung mit Propolis überzogen haben. Das Gitter wird dann anschließend aus dem Stock genommen und das wertvolle Propolis davon abgelöst.

Die verschiedenen Anwendungsbereiche
Propolis enthält über 130 verschiedene Inhaltsstoffe. Zu den wichtigsten gehören: ▪ Harze ▪ Wachs ▪ ätherische Öle ▪ Pollen ▪ organische Stoffe ▪ die Vitamine A, B3 und E ▪ Sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Koffeinsäure, Gerbsäuren und antibiotische Substanzen sowie ▪ zahlreiche Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Magnesium und Zink.

Das Besondere an Propolis: Es stärkt die Abwehrkraft, indem es die Thymusdrüse aktiviert – das zentrale Organ des menschlichen Hormon- und Immunsystems. Bei kurmäßiger Anwendung kann Propolis nicht nur das körperliche, sondern auch das psychische Befinden verbessern. So lassen sich mit dem Kittharz nicht nur Erkältungen, sondern auch Verstimmungen und leichte Depressionen kurieren. Als allgemeines Stärkungsmittel wird es auch gerne älteren Menschen empfohlen. Denn die wertvollen Inhaltsstoffe haben eine belebende Wirkung auf den gesamten Organismus. Sie stärken das Immunsystem und steigern die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Klassische Anwendungsbereiche sind unter anderem:
▪ Erkrankungen im Bereich von Hals, Nase und Ohren, etwa bei Schnupfen, Nebenhöhlen- sowie Mandelentzündungen
▪ Erkrankungen der Atemwege, beispielsweise Husten, Bronchitis, Bronchialasthma
▪ Zur Immunstärkung bei allgemeiner Abwehrschwäche und zur Erkältungsvorbeugung

Tipp: Propolis wird als Tinktur, Pulver, Granulat, in Tabletten- oder Kapselform, aber auch als Salbe, Zahnpasta oder Mundspray angeboten. Eine gute Tinktur sollte einen Propolis-Anteil von 50 bis 70 Prozent haben.

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