Reiseberichte

Reisebericht ~ La Gomera im Mai 2015

La GomeraLa Gomera, eine Insel mit Atlantischen Wurzeln…

„Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf!“, das sagte Oscar Wilde einmal. Ich möchte hinzufügen: „Und es ist meist auch eine Heilung für Erde und Mensch“. Wenn wir als Gruppe unterwegs sind, und wir waren schon in einigen Ländern auf unterschiedlichen Kontinenten, geht es nicht nur darum, touristische Attraktionen zu bestaunen oder tiefe Erlebnisse in Tempeln und an anderen Kraftplätzen zu haben, sondern es geht auch immer um das Verfeinern der eigenen Strukturen, der verschiedenen Körper, die wir wirklich sind.

La Gomera

(c) Kerstin Pirkl

Wir wohnen immer in Hotels, die einen Seminarraum haben, damit wir das Erlebte mit einer höheren Sicht beleuchten können und auch, um eigene alte oder kollektive Erlebnisse an diesen Orten zu transformieren. Die Erde befindet sich ja seit der Harmonischen Konvergenz 1987 mit dem Sonnensystem in einer neuen Ausrichtung, sie geht in eine höhere Schwingungsfrequenz. Meine geistigen Freunde sprechen immer wieder darüber, weil es so wichtig ist zu verstehen, dass eigentlich nichts mehr so ist wie vor dieser Konvergenz. Auch die spirituellen Wege, insbesondere der Weg der eigenen Meisterschaft, sind nun auf einem gesicherten Pfad und im täglichen Leben begehbar. So sind diese Reisen eine große Unterstützung, weil wir für einige Tage oder sogar zwei Wochen in einer anderen Schwingungsfrequenz sind. Wir befinden uns im Feld der Einheit, in dem Maße, wie die Gruppe und jeder Einzelne es verträgt. Jeder nimmt sich die Energie, die er braucht, um den Weg der Meisterschaft in dieser Zeit zu verstärken und alte Muster und Prägungen loszulassen. Und möglicherweise ist diese Reise auch für einige eine Reise in vergangene Leben. Es gibt vielleicht Aha-Erlebnisse und so genannte Déjà-vu Situationen. Man weiß, wo man ist, Sekunden oder Minuten kommt eine Erinnerung nach oben. Eine Prägung will entlassen werden. Natürlich beeinflusst das auch das Kollektiv, denn die eigene Heilung ist immer eine Heilung für alle.

So ist La Gomera ein besonderes Erlebnis für einige Mitreisende gewesen, weil sie tief in alte atlantische Erfahrungen eintauchten. La Gomera ist ein Überbleibsel von Atlantis, wie alle Kanarischen Inseln, einschließlich der portugiesischen Insel Madeira, die wir übrigens auch schon besuchten. Ich bin mir dessen sicher, dass es so ist. Meine geistigen Freunde haben dies bestätigt. So besucht man demnach eigentlich auch Atlantis, wenn man dies Ziel für eine Reise wählt. Und das macht etwas mit einem, ob man möchte oder nicht. Eine Dame hatte ein Erlebnis besonderer Art: Sie wurde von einem dort lebenden Deutschen zu einer Anhöhe geführt, zu einem Fels mit einer Einbuchtung, so wie ein Thron oder ein Sessel. Sie setzte sich hinein und hatte sofort innere Bilder von Atlantis, auch von dem Untergang. Was für eine besondere Erfahrung!

Ich persönlich wollte dieses Kleinod der Kanaren schon immer mal besuchen, doch es ergab sich nie ein passender Platz. Unsere Gruppe ist meist etwas größer und es ist nicht leicht, die Zimmeranzahl und einen Seminarraum zu finden. So hatten wir das Glück, auf unserer Madeirareise eine Dame dabei zu haben, die auf La Gomera lebt und das für uns Passende sofort parat hatte.

Wenn ich mit einer Gruppe unterwegs bin, gehe ich bei Anreise immer in den Kontakt mit dem Geist der Insel oder des Ortes bzw. Landstriches, wo wir hinfahren. Ich bitte um den Segen und auch um die Unterstützung in unserer gemeinsamen Zeit. Auch um Schutz bei den Exkursionen und den eigenen inneren Reisen und Erfahrungen. Und immer bekomme ich eine Resonanz, oft einen Segen. Das macht unsere Zeit dort immer sehr homogen. Und – wir fühlen uns willkommen!

La Gomera

(c) Kerstin Pirkl

Die Anreise nach La Gomera ist etwas umständlich, würden wohl viele sagen. Man muss über Teneriffa mit dem Flugzeug reisen und dann mit der Fähre übersetzen. Im Nachhinein resümiere ich, dass es sicher gut ist, so in die Energie von Atlantis einzutauchen. Eher langsam und sanft, so als würden wir behutsam abgesetzt. Dieses Eiland ist ganz anders als die großen Schwestern, die mit dem Massentourismus fast unterzugehen scheinen, zumindest fühlt es etwas erdrückend an, dort zu sein. La Gomera empfängt einen Gast fein und eher etwas zurückhaltend. So sucht man dort auch vergebens nach großen Hotels oder anderen Bausünden. Als wäre dort ein kleiner Schutzschirm übergespannt. Hierher kommen auch meist Suchende, die die Natur dieser schönen Insel genießen und sich selbst ein bisschen mehr „finden“ wollen. Sie kommen zum Wandern, zum Yogaurlaub oder einfach nur, um die Seele baumeln zu lassen. Wer hier sein möchte, ist naturverbunden, sucht keine all inklusiv Betreuung, sondern das Individuelle.

Unsere Hotelanlage in Santiago ist etwas größer, aber bot uns dafür einen großen Seminarraum, in dem wir auch Übungen im Liegen und morgens Yoga machen konnten. Obwohl die Anlage groß ist, hat sie dennoch durch ihre kleinen Häuschen einen individuellen Charakter. Die Anfahrt von der Fähre dauert gut fünfundvierzig Minuten durch die Berge.

Nach der langen Anreise brauchten alle in bisschen Zeit zum Ankommen. So haben uns der Geist der Insel und die atlantische Urfamilie sanft liebevoll und dennoch intensiv begrüßt. Es gibt einige unterschiedliche Klimazonen auf der Insel. Unser Platz war sonnenfreundlich. Es ist ja um diese Zeit keine Hauptsaison, das Wetter ist eher vorsommerhaft. In der Sonne ist es warm, sie ist übrigens sehr stark, im Schatten ist es leicht kühl. Ein Besuch im Meer erfrischt. Ich als Norddeutsche war hingerissen, wer nicht so Wasser begeistert ist, dem ist vielleicht  anfangs doch etwas kalt. Das Meer hat hier – wahrscheinlich auch wegen Atlantis – eine besondere Inspirationskraft, so empfand ich es.

An den ersten beiden Tagen war leider unser Seminarraum noch nicht frei für uns, eine Fehlbuchung. Wir mussten mit einem kleineren vorlieb nehmen. Das kam mir fast wie eine Prüfung für unser Ego vor! Letztlich geht’s immer um das nach Innen gehen. Und da spielt es eigentlich keine Rolle, wie der Raum im Äußeren ist. Wir haben es gelassen genommen. Ähnliches hatten wir schon mal auf unserer Hawaiireise vor zwei Jahren erlebt. Das Leben ist wirklich voller kleiner Prüfungen!

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(c) Kerstin Pirkl

Morgens gab es meist kleine Yogasessions unter der Leitung einer der Teilnehmerinnen. Danke Christel! Wir hatten tagsüber unterschiedliche Seminarsequenzen, nachmittags meist frei, damit jeder individuell die Gegend erkunden konnte. Wenn man mehr sehen will, empfiehlt es sich, einen Leihwagen zu nehmen.  Man stellt dann fest, dass es kaum eine gerade Strasse gibt. Kurven über Kurven muss man bewältigen, es geht auf und ab. Diese vulkanische Insel hat es in sich. Eine nicht so große Insel und dennoch braucht man einige Zeit, sie kennen zu lernen. Wir waren alle sehr beeindruckt von der Vielfalt der Vegetation, auch von den schroffen Felsmassiven. Überall guckt man quasi in die Vergangenheit. Uns begleitete auf einer Ausfahrt Richtung Westen und Norden eine junge deutsche Reiseführerin. Wir erfuhren, wunderbar untouristisch, viele Zusammenhänge der Geschichte der Insel. Wie immer fand auch hier viel Ausbeutung der Menschen und der Natur statt, viele Eroberer ließen sich hier nieder. Aber leider ist von Atlantis nicht so viel überliefert. Da muss man sich auf das eigene innere Wissen verlassen und selbst tief eintauchen.

La Gomera

(c) Kerstin Pirkl

Unsere Führerin berichtete interessanterweise, dass auf der Insel eher afrikanische Einschläge von der Urbevölkerung überliefert sind. Und – auf den Nachbarinseln erzählte man von großen, blonden, blauäugigen Menschen. So beschreibt man auch die Menschen von Atlantis. Interessant oder? Und von beiden Urbevölkerungen seien keine Linien mehr da, sagt man. Die  Wurzeln der letzten Eroberer, der Spanier, haben sich durchgesetzt. Aber ich bin sicher, viele von den Atlantern sind jetzt wieder hier, unabhängig von der uratlantischen körperlichen Struktur.
Natürlich haben wir im Seminarraum auch Kontakt zu Atlantis aufgenommen. Der geistige Lehrer Saint Germain hat uns geführt. Wir reisten auch zurück zum Untergang von Atlantis, der in verschiedenen Abschnitten erfolgte. Das war für einige von uns sehr schmerzhaft. Wir haben es sozusagen noch einmal erlebt. Unser Fokus in den Seminarsequenzen lag auf den inneren Begegnungen mit den Meistern und unserem eigenen Höheren Selbst. Mein Wunsch ist es, so viele Menschen wie möglich mit ihrem göttlichen Kern zu verbinden und auch in die Kommunikation zu leiten. Das verändert das Leben sehr, wir gehen mehr in die abgeschwächte Dualität, wir leben den Frieden in uns – das ist das Ziel. Auf dieser Reise durften alle einen weiteren Schritt in diese Verbindung machen, auch in der Vermählung der weiblichen und männlichen Seite in uns.

La Gomera

(c) Kerstin Pirkl

Auf La Gomera kann man deutlich die Kraft der Göttlichen Mutter, die jetzt immer mehr in die Herzen der Menschen tritt, spüren. Irgendwie waren wir alle etwas angehoben, wir waren energetisch der anderen Seite des Schleiers sehr nahe. Der Schleier hat sich immer mal wieder geöffnet. Für einige auch mit dem äußeren Auge. Bei unserer Inselausfahrt hatten wir bei den Heiligen Quellen von Epina noch ein ganz besonderes Erlebnis. Ich wollte eigentlich eine Meditation anbieten, hatte zielstrebig sofort einen schönen Platz für uns gefunden, als ich plötzlich eine neue Energie im Herzen spürte. Wer wollte durch mich sprechen? Der Geist der Insel kam in mich. Dies war eine sehr tief greifende Begegnung für alle. So manches Tränchen wurde vergossen, wir waren tief im Herzen berührt.
Eine äußerliche Exkursion führte uns zum Hafen von Santiago, unserem Wohnort. Dort bestiegen wir ein kleines Schiff, das mit uns eine Delphin- und Walsichtungsfahrt unternahm. Wir waren alle etwas aufgeregt und voller Erwartungen. Wie das so ist, wenn man diesen weisen Wesen des Meeres begegnen möchte. Wir hatten das „Glück“, eine Walmutter mit ihrem Jungen zu treffen. Sie haben uns eine Weile begleitet und tauchten immer wieder auf, um dann zu entschwinden. Die Delfine ließen sich nicht blicken. Aber einige von uns konnten an manchen Tagen vom Ufer aus Delphine, die sich ziemlich nah am Ufer tummelten, beim Spielen beobachten. Auf dem Boot gab es dann noch ein leckeres Essen mit Gegrilltem, und wir konnten von Bord aus in einer Bucht schwimmen. Welch herrlich klares Wasser! Wer das Wasser und das Meer liebt, konnte hier genießen!

Wir hatten sehr intensive, freudvolle, sonnige, lustige und tief greifende Tage auf La Gomera.

Im Seminarraum gab es Heilsitzungen mit Rafael, Kryon hob uns in die „Goldene Welle“, Michael schenkte uns auch eine Wirbelsäulenaufrichtung. Maria Magdalena öffnete unser Herz noch ein Stückchen weiter und Saint Germain hat uns ein bisschen den „Kopf gewaschen“. Er kann das sehr gut, sodass man das Gefühl hat, man solle doch endlich mal das Leben schöpferisch in die Hand nehmen. Wir waren also intensiv in den Feldern der Meister. Gestärkt, beeindruckt von der Inselenergie und der von Atlantis, nahmen wir nach zehn Tagen Abschied. Wie das so ist, wenn man sich wohl gefühlt hat und auch als kleine Familie zusammen gewachsen ist: Wir waren ein bisschen traurig. Niemand wollte so recht in den dualistischen Alltag zurück. Aber wir haben auch gelernt, wie wir unsere Liebe, unsere Leichtigkeit und Gelassenheit und unseren inneren Frieden in den Alltag zaubern. Wir müssen uns nur daran erinnern. Wir lernten noch, dass es gut ist, immer mal zwischendurch eine Hand auf das Herz zu legen, zum Kontakt unseres Höheren Heiligen Herzens, in dem unser Höheres Selbst wohnt. So schaffen wir es besser, unser göttliches Sein in den Alltag zu bringen.
Wir haben einstimmig gesagt: La Gomera, wir kommen wieder! Vielleicht 2017? Übrigens: Wenn man auf die Insel schaut und den Kopf ein bisschen nach rechts dreht, bekommt dieses herrliche Eiland eine Herzform..

www.barbara-bessen.com
(c) Barbara Bessen

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