Aufstieg & Lernen

Selbstheilung ist…

Selbstheilung-Lichtkreise-mandalaSelbstheilung ist…

Selbstheilung ist Versöhnung mit sich selbst. Da in dir alles ist, was ist, was jemals war und was jemals sein wird, berührt deine Selbstheilung auch alles was ist. Wo soll man da beginnen und wo führt uns das hin?
Ich möchte dazu beitragen, die weitestgehend missverstandene Thematik der “Selbstheilung“ vollumfänglich aufzudröseln. Das bedeutet, es entsteht eine Serie von Artikeln, die es gestatten ein Unter-Thema nach dem anderen beleuchten zu können.
Zu diesen gehören nicht nur Themen, die als gesundheitliche Themen betrachtet werden, sondern, weil alles was ist in die Heilung kommen möchte, auch beispielsweise Themen wie Authentizität, Freiheit, Frieden, Göttliches Prinzip, Identifikation, Information, Karma, Morphische Felder, Satanisches Prinzip, Selbstermächtigung, Wahrheit, Weltbild, Wiedergeburt und vieles andere mehr, dürfen wir alles unter dem Aspekt der Selbstheilung betrachten.

Selbstheilung berührt alles was ist

Selbstheilung ist nicht einfach nur das plötzliche Verschwinden von Erkrankungen. Da unser Verhalten, unser Sein, unsere Gedanken und dadurch auch unsere Disharmonien und Erkrankungen sich auf alles auswirken können, berührt Selbstheilung eben auch alles was ist.
Wirkliche Heilung geschieht immer erst dann, wenn die wahre Ursache von Symptomen abgestellt werden konnte. Sowohl die Ursache, als auch deren Wirkung können auf allen Ebenen von Körper, Seele und Geist zu finden sein.
Ich weiß leider nicht mehr, wer das gesagt hatte, aber irgendwer hatte irgendwann im vorigen Jahrhundert geäußert, dass man Patienten mit psychischen Störungen zum Hausarzt oder zum Heilpraktiker schicken müsse, um sich dort eine kräftige Entgiftung geben zu lassen. Patienten mit körperlichen Beschwerden sollten zu einem Psychiater gehen, um dort die wahren Ursachen ihrer Beschwerden ergründen zu können. Denn psychische Störungen sind häufig die Folge von Vergiftungen und körperliche Beschwerden haben zumeist ihre Ursache auf der geistigen Ebene.
Wenn diese Annahme zutrifft, zeigt sie auf, dass die herkömmliche Betrachtung von Erkrankung völlig verdreht ist. Sie steht sozusagen auf dem Kopf. Aber, warum sollte ausgerechnet die Betrachtung von Erkrankung nicht verdreht sein, wenn doch alles verdreht zu sein scheint?

Heil und Ganz

Erst wenn die wahren Ursachen aufgelöst sind, genießen wir wahrhaftige Gesundheit. Wenngleich es die Gesundheit so gar nicht gibt. Der Zustand von Gesundheit, den wir in dieser Gesellschaft oft meinen, ist derjenige, wenn wir keine Symptome spüren, die uns davon abhalten, der Alltagsstruktur zu entsprechen. Das ist oftmals jedoch ein erbärmliches Bild.
Viele schleppen sich mit letzter Kraft zur Arbeit. Aus Angst den Job zu verlieren missbraucht man den eigenen Körper. Und man hat doch nur den einen. Dieser muss dann irgendwann zur Notbremse greifen, um darauf hinzuweisen, dass es so nicht weiter gehen darf.
Wirklich gesund sind wir, wenn wir uns als heil und ganz betrachten können. Dieser Zustand hat eine völlig andere Qualität. Stell dir vor, es fehlt nichts, es hat nie etwas gefehlt und es wird nie etwas fehlen. Du musst keine Nahrung zu dir nehmen, du frierst nie und bekommst auch keinerlei Erkrankungen mehr. Dieses vollständige Ganz-Sein ist kein utopischer Zustand. Jeder Mensch kann ihn sich erarbeiten.

Krankheit ist ein Schrei nach Liebe

Aber kommen wir zurück auf die Selbstheilung von herkömmlichen Erkrankungen. Eine Erkrankung kann immer auch als ein Hinweis und als ein Kommunikationsversuch aus der Seelenebene verstanden werden. Die erste Frage, die wir uns immer stellen dürfen ist die, was es uns sagen möchte.
Jedes Organ und jedes Körperteil erfüllt ganz spezielle Aufgaben, die nur dieses tun kann und darf. Wir können auf die Leber nicht die Aufgaben des Herzen übertragen. So müssen uns die Beine durch die Welt tragen und den Weg gehen, den wir gewählt haben. Insofern ist ein körperliches Symptom oftmals damit verbunden, dass wir genau hinblicken dürfen, an welchem Punkt wir vom “Rechten Pfad“ (Buddhismus) abgekommen sein mögen.
Der richtige Weg ist immer mit dem Lebensweg, oder mit der göttlichen Idee dieses Lebens verbunden. Und dieser ist immer mit reiner Freude und niemals mit Leiden verbunden. Leiden ist stets als eine noch nicht gelöste Lernaufgabe zu betrachten.
Die Lernaufgabe ist fast immer mit der Wahrnehmung einer Betrachtungsweise verbunden, die eine Erfahrung in einer Disharmonie zum rechten Pfad erscheinen lässt. Die Betrachtung zu ändern, umzudrehen, sich mit der Ursache zu versöhnen, sie in Liebe zu betrachten, oder sie in Liebe zu transformieren wäre die zu lösende Aufgabe.
Die Ursachen für körperliche Symptome liegen zumeist in unseren Gedankenstrukturen, Beziehungs- und Gefühlsmustern, in unseren unzähligen Blockierungen, in unseren Gewohnheiten und Verhärtungen. Alles, was nicht durch Versöhnung, Liebe und Vergebung aufgelöst worden ist, schlummert noch in uns.

Ein Fallbeispiel

Ein junger Mann kam mit einer Phimose zu mir und fragte um Rat, was er alternativ zu einem operativen Eingriff tun könne. Nach einiger Zeit des Gespräches stellte sich heraus, dass er es sich vor einigen Jahren selbst verboten hatte, dem sexuellen Verlangen einer früheren Sexualpartnerin nachzukommen. Er empfand sich als viel zu jung dafür. Hier hat die herabwürdigende Selbstbetrachtung durch das selbst auferlegte Verbot dazu geführt, dass ihm künftig jeder sexuelle Kontakt Probleme bereiten sollte. Die Lösung bestand darin, die selbst erschaffene Ursache zu betrachten, um sie in bedingungsloser Liebe zu sich selbst aufzulösen. Nachdem dies geschehen war, dauerte es noch ein paar Wochen, bis die Vorhautverengung nicht mehr zu spüren war.
Bedingungsloser Liebe darf nicht mit sexueller Liebe verwechselt werden. Dies hat überhaupt nichts miteinander zu tun. Wie viele andere Begriffe auch werden auch diese Worte verdreht verwendet. Man könnte meinen, gerade so, wie es in den Kram passt.
Seit der Renaissance ist auch der Begriff Platonische Liebe in unserem Sprachgebiet in Verwendung. Auch dieser Begriff wird für einen anderen Ausdruck von Liebe verwendet, als er ursprünglich angedacht gewesen sein mag.
Beide Begriffe wollen im Kern etwas Wohlwollendes, etwas Gewährendes, etwas Werdendes oder etwas Gönnendes und Zulassendes ausdrücken. Es wird nicht etwas Unterwürfiges oder Oberflächliches ausgedrückt, sondern die Energie des Werdens betrachtet. Diese Energie ist vielleicht vergleichbar mit dem Mutterinstinkt.
Nun stelle dir vor, du darfst an dir und in dir alles so bedingungslos lieben, wie es eine Mutter ihrem frisch geborenen Säugling gegenüber pflegt zu tun. Alles dunkle in dir, jeder Schatten, jeder dunkle Fleck findet unter diesen Bedingungen kaum mehr das richtige Lebensmilieu vor. Sie verschwinden einfach.
Diese naturgegebene Energie des Werdens ist die Voraussetzung für entstehendes Leben. Demnach trägt alles andere dazu bei, das Leben zu beenden. So gesehen ist es kein Wunder, wenn diese Gesellschaft als selbstzerstörerisch betrachtet werden kann.
In dem Sein der bedingungslosen Liebe kannst du dir alle Fehlinterpretationen verzeihen. Du kannst jedem anderen Menschen seine Verfehlungen vergeben. Und du kannst die Welt mit anderen Augen betrachten. Du kannst jeden Schmerz abschalten und nicht zuletzt alles was ist in dir heilen.

Ambarishah
www.selbstheilung.me

Alle Beiträge von des Autors auf Spirit Online

Den Artikel kommentieren

*