Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens, was ist das? – Teil 1

licht-frau-fenster-personDer Sinn des Lebens, was ist das?
Teil 1

Den Sinn des Lebens zu beschreiben, ist eine unmögliche Aufgabe!

Aber ich fange einfach bei mir an und beschreibe, was ich denke, verstanden zu haben. Um den Sinn des Lebens zu verstehen, muss man das Leben leben… und das nicht in Form eines Klageliedes, sondern im Sinne: Verdiene Dir Deine Meisterschaft, erarbeite sie Dir! Nicht umsonst heißt das indische Wort für den Suchenden: Swami – ‚Meister deiner selbst‘. Das ist in einem kurzen Satz eine Antwort auf diese Überschrift.

Und doch kann ich noch mehr dazu sagen. Ich habe allerdings Sorge, dass die viel gebrauchten und oft missbrauchten Worte, die bei dem Versuch höhere Weisheit zu vermitteln zur Verfügung stehen, regelrechte Hindernisse sein können. Die Worte Gott, Göttin, Liebe, Hingabe, Reinheit, Freundlichkeit, Echtheit, heilig, freundlich… etc. sind mit so vielen unterschiedliche Erfahrungshintergründen assoziiert, dass ich mir die Wortwahl für diesen Aufsatz gut überlegen muss, um nicht alte Erfahrungen oder negative Assoziationen zwischen Dich und mich zu stellen. Kann ich das Wort Gott überhaupt noch sinnvoll, ‚sinnbehaftet‘ verwenden, wenn damit so häufig Religionskonzepte, Versprechungen, Missbrauch und Täuschung durch die sogenannten ‚göttlichen Vertreter‘ in Verbindung stehen? Kann ich das Wort Gott und das, was jeder damit in Verbindung bringt, überhaupt noch verwenden, ohne dass es bei meinem Gegenüber eine Blockade auslöst? Oder haben nicht viele von uns die „Schnauze voll“ von all den Lügen über den sich verbergenden und nicht personalisierbaren Schöpfer dieser Welt? Wie ist denn unsere Beziehung dazu? Beeindruckt uns die Schöpfung überhaupt noch? Vorsichtshalber benutze ich das Wort ‚Schöpfung‘, meine damit aber immer Gott und Göttin, denn beide sind immer eins.

30 Jahre habe ich aktiv meinen inneren Weg mehr oder weniger konstant bestritten. Mit 31 Jahren bin ich aus der Kirche ausgestiegen, um frei zu sein für die Frage, was der Sinn des Lebens wirklich sein könnte. Erfahren habe ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gerade das, was man mir dort – mit oder ohne Moralinsäure – vermitteln wollte. Und eine Erkenntnis meinerseits ist: Jeder von uns ist so höchst individuell, dass es kein gleiches Rezept und keinen gleichen Weg für jeden von uns gibt!

Jeder von uns Menschen ist immer ein Kind dieser Schöpfung und keiner von uns wird mehr als ein anderer von der Schöpfung geliebt. Keiner steht der Schöpfung näher als Du selbst und nur Du entscheidest, ob Du ein Schöpfer bist oder ein Zerstörer der Schöpfung! Das ist eine Kern-Erkenntnis meinerseits, die von jedem überlegt, betrachtet, realisiert und in sich aufgenommen werden kann und sollte. Also nicht ab in irgendeine Wissensschublade und dann Schublade zu. Oder „Ja, das weiß ich auch schon“… Solche Kern-Erkenntnisse wollen nicht in die Ablage, sondern wollen gelebt werden. Ja, bitte wirken lassen… und wenn das eine Woche braucht, oder länger… wenn das nicht durchleuchtet und verstanden wird, wird die Frage nach dem Sinn des Lebens sehr schwierig oder sogar überflüssig. Wir dürfen und sollten uns daran gewöhnen, dass wir – also jeder von uns – ein Repräsentant der Schöpfung Erde sind. Der Mann ist Repräsentant des väterlichen Prinzips, die Frau Repräsentantin des mütterlichen Prinzips. Nur beide zusammen sind in der Lage das Leben und damit die Schöpfung weiterzuführen. Diese Dualität ist eine Realität! Ebenso ist es auch eine Realität, dass das Innere des Mannes weiblich ist und das Innere der Frau männlich. Die Frau im Außen ist der Spiegel für das Weibliche des Mannes in seinem Inneren. Umgekehrt ist der Mann im Außen ein Spiegel für das Männliche im Inneren der Frau. Das bedeutet, dass das Männliche und das Weibliche sich gegenseitig wahrnehmen, erkennen, mit Bewusstsein erhellen, respektieren und aneinander lernen soll. Das Weibliche im Außen zu unterdrücken hat dem Mann nicht besonders gut getan, denn im Grunde hat er sein eigenes Inneres, sein Weibliches unterdrückt… und daran leidet der Mann bis heute. Das können wir täglich daran erkennen, wie aktuell mit der Schöpfung umgegangen wird, wie heute Wissenschaft betrieben wird, wie wir miteinander umgehen.

Je nachdem wie wir das Thema und die Chance mit der Dualität verstanden haben, wird unser aktuelles und zukünftiges Handeln sein. Am Negativen zu lernen hört sich ehr absurd an, aber es ist so: Ich lerne zu unterscheiden, zu wählen und zu sagen, was ich nicht will bzw. was ich will.

Sich selbst erkennende Schöpfer sind schöpferisch, d. h. sie steigern sich selbst und gegenseitig und damit natürlich auch die Schöpfung. Sie machen die Schöpfung täglich ein bisschen schöner als vorher. Schöpfer erkunden, ergründen, erleben sich im Inneren und im Außen der Welt. Sie machen Unbewusstes bewusst. Also, was wir aus dieser Dualitätssituation machen, in der wir leben und wachsen können und die sich immer wieder mit einem ‚sowohl als auch‘ darstellt, ist Grundlage, um in die Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt erst einsteigen zu können.

Ich habe für meine Musik-CD ein Stück geschrieben, das heißt ‚Ich Bin‘. Im Refrain heißt es „Ich kann doch nur der sein, der ‚Ich Bin‘“. Das ist eine meiner wichtigsten Erkenntnisse in meinem Leben und diese Erkenntnis hatte ich ansatzweise schon mit 7 oder 8 Jahren. Wer sollte ich denn auch sonst sein? Ich hatte damals die Eingebung und ein ganz natürliches Gefühl dazu, dass ich auch ein Gottessohn bin – nicht nur Jesus. Man sagte ja, Jesus wäre der einzige Sohn Gottes, aber ich empfand mich auch als Sohn Gottes. Natürlich konnte ich das keinem erzählen. Ich hatte diesbezüglich leider keine Lehrer oder bestätigende Rückmeldungen, sonst hätte ich mich wahrscheinlich schneller entwickeln können. Dieses ‚Ich Bin‘ ist inmitten der Dualität nicht dual. Es steht in der Mitte von beidem – als Ich–Erkenntnis! Die Lemniskate (die horizontal liegende 8) ist als Symbol für diese Erkenntnis ideal, denn sie beinhaltet das Männliche (Rechtsdrehung/Plus) und das Weibliche (Linksdrehung/Minus) und den Mittelpunkt. Der Mittelpunkt ist der unbeteiligte Dritte, der Beobachter, den ich als ‚Ich Bin‘- Bewusstsein bezeichnen möchte. Sich also in diesem Rechts/Links- oder Plus/Minus-„Gezerre“ als bewusst werdendes Ich wahrzunehmen, führt zu dem Seins-Moment, den wir suchen.

Die meisten unsere Religionen stellen sich ja mit ihren Religionskonzepten eigentlich zwischen den Menschen und die Schöpfung. Das hat uns alle so tief geprägt, dass wir bisher nicht oder nur sehr zaghaft auf die zündende Idee gekommen sind, dass jeder von uns göttlicher Natur ist. Nur, weil wir das vergessen haben oder weil es lediglich als unbelebte Information in uns vorhanden ist, benehmen wir uns so seltsam mit all‘ der Gewalt, asozialem Verhalten, Ungerechtigkeiten und Verbrechen an der Natur. Das Christusprinzip und vor allem, was damit im gelebten Leben gemeint ist, geht verloren.

Es kann sich kaum einer vorstellen, wer oder was wir Menschen in Wirklichkeit sind, obwohl alles Wissen dieser Erde in unseren Zellen vorhanden ist und jeder von uns immer mehr an dieses Wissen erinnern kann. Nicht umsonst bestehen wir bis zu 80% aus Wasser. Wasser ist, wissenschaftlich belegt, als der größte Informationsspeicher auf diesem Planeten erkannt und wird als das Gedächtnis der Erde bezeichnet. Der Mensch ist Teil dieser Erde und hat die Veranlagung alles Bewusstsein erinnern zu können. Intuition ist Erinnerung aus gemachter Erfahrung, Ideen dagegen sind neue Eingebungen. Trauen wir diesen vielen in uns ruhenden Fähigkeiten nicht, haben wir schlechte Karten auf unserem Weg zum Sein.

Es steht in der Bibel: „Wisset Ihr nicht, dass Ihr Götter seid?“ Wenn das wahr ist, dann wird es – hoffentlich bald – einen positiven Erkenntnisschock für jeden geben, der das in sich zulässt, versteht, als wahr annimmt und entsprechend lebt. Auch das ist eine kurze Antwort auf den ‚Sinn des Lebens‘: ‚Ich Bin‘ der, der ‚Ich Bin‘!

Der Bibelspruch: ‚Keiner kommt zum Vater, denn durch mich‘… ist vermutlich ein Übersetzungsfehler, denn, wenn das wahr wäre, dann wäre Jesus der „größte Egozentriker“ aller Zeiten gewesen, denn er würde sich zwischen Dich/mir/uns und Gott stellen. Es gibt auch die Übersetzung: ‚Keiner kommt zum Vater, denn durch das Ich‘, die die Erkenntnis des ‚Ich Bin‘ als Selbsterkennungsweg anspricht und zulässt!

Ein deutschsprachiges Mantra, das mich in diesem Sinne enorm gestärkt und begleitet hat. heißt: Ich bin Ich – Frei! Gott und Ich ist Eins! Ich bin Licht – strahlend! Ich bin Liebe – ungebunden! Ich bin Leben – unerschöpflich! Gott: Du und Ich ist Eins!

Und stell‘ Dir einfach vor, das ist schon immer wahr gewesen! Allein durch diese Vorstellung kann sich ein Leben ändern. Dann ist nichts mehr so wie früher, denn dann wartet dieses scheinbar übermächtige Wesen nicht irgendwo im Himmel auf Dich, sondern Er wartet auf Dich in Dir!   

zu Teil 2 

(c) Nadeen Althoff
www.Bormia.de

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