Ernährung

Studie bestätigt: Weniger Tierisches auf dem Teller

Vegetarisches GerichtStudie bestätigt: Weniger Tierisches auf dem Teller schützt Gesundheit und Klima 

Ein Forscherteam aus Europa ging der Frage nach, was passiert, wenn alle Menschen in Europa den Konsum tierischer Produkte reduzieren und die eingesparten Produkte mit pflanzlichen Lebensmitteln ersetzen würden. Die positiven Folgen für Umwelt und Gesundheit sind deutlich. Die Luft- und Trinkwasserqualität der EU würde sich deutlich verbessern. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) stellt die wichtigsten Fakten der Studie vor.

Berlin, 21. Januar 2014 
Ein Forscherteam, bestehend aus Wissenschaftlern aus den Niederlanden, England, Italien und Deutschland, ging kürzlich in einem Rechenmodell der Frage nach, was passieren würde, wenn die Menschen in Europa weniger tierische Produkte essen und diese durch Getreide und Hülsenfrüchte ersetzen würden. Sie strichen rechnerisch die Hälfte des in der EU durchschnittlich verzehrten Fleisches sowie die Hälfte der konsumierten Milchprodukte und Eier vom Speiseplan der Europäer. Die berechneten Folgen für Umwelt und Gesundheit sind deutlich. 

Verbesserung der Luft- und Trinkwasserqualität 

Dadurch, dass weniger Tiere für die Produktion von Nahrungsmitteln gehalten werden, würden bis zu 40 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen und auch die Freisetzung von Stickstoffverbindungen über tierischen Dünger könnte um 40 Prozent sinken. Infolgedessen würde sich die Luft- und Trinkwasserqualität deutlich verbessern. Weniger Tiere in der Landwirtschaft bedeuteten auch, dass weniger Futtermittel benötigt würden. So müsste allein in der EU 75 Prozent weniger Soja importiert werden. Zeitgleich würde mehr Getreide für den menschlichen Verzehr zur Verfügung stehen. 

Gesundheit profitiert von mehr pflanzlicher Nahrung 

Darüber hinaus weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Menschen von weniger tierischen und mehr pflanzlichen Lebensmitteln profitieren würde. „Allein in Deutschland werden jährlich 70 Milliarden Euro für die Behandlung von ernährungsmitbedingten Krankheiten ausgegeben. Ausgewogene vegetarische und vegane Kostformen haben dagegen das Potenzial, das Risiko für die meisten Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Typ-2 Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Wichtigster Grund dafür ist der höhere Verzehr pflanzlicher Lebensmittel „, kommentiert Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU (Vegetarierbund Deutschland).
   
Verbraucher denken um 

Die Zahl der vegan und vegetarisch lebenden Menschen in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. „Aktuell leben rund 7,8 Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch, das sind rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Laut Marktforschungsinstitut YouGov leben darunter rund 900.000 Menschen vegan, das sind 1,1 Prozent der Bevölkerung“, sagt Zösch. „Die Berechnung zeigt eindrücklich, welchen Einfluss die eigene Ernährung auf das Klima und die Umwelt hat“, so Zösch weiter. Für alle, die neugierig auf die vegane Lebensweise sind, empfiehlt der VEBU den Veggie-Schnupperkurs. Interessierte werden 30 Tage lang kostenfrei durch den Online-Veggie-Coach mit Rezepten und Informationen rund um eine ausgewogene und abwechslungsreiche fleischfreie Ernährung versorgt.

(c) VEBU

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