Innere Stimme Verlust & Tod

Unser Herz steht im Mittelpunkt unseres Wesens

HundepfotenUnser Herz steht im Mittelpunkt unseres Wesens

Sie ist eine andere Form der Intelligenz und Erinnerung.

In unserem Herzen wohnt die Liebe zu allen Menschen, Geschöpfen, Meeren, Wäldern.

Die Stimme unseres Herzens ist die Stimme, die wir als das wahrnehmen, was uns tatsächlich ausmacht. Unsere Ausdrucksform, sei es Mitgefühl, Tiefe, Wahrhaftigkeit zu unserem Höheren Selbst. Ohne unsere Herzens-Stimme ist so viel Berührendes nicht denkbar.

Das Herz ist mächtiger als der Verstand, wenn wir es nur zulassen können. Dies zu wissen, zu fühlen und zu erleben ist ein immer wiederkehrendes Wunder. Voller wunderbarer Überraschungen – auch wenn dies mit Traurigkeit verbunden ist. Doch die Kraft des Herzens als lichtvolles schöpferisches Potential lässt uns an Wundern teilhaben.

Wir alle kennen das Gefühl, wenn uns etwas verlässt.

Ein geliebter Mensch, ein Verwandter, Kind, Partner oder ein Wesen, das treu an der Seite stand, auch wenn die Zeiten noch so schwierig waren.

Ohne zu fordern, treu, selbstlos und immer aufmunternd. Wenn ein Wesen geht, ist dies ein schlimmer Schmerz. Traurigkeit und doch voller liebevoller Erinnerung. Die Stimme unseres Herzens möchte uns trösten, doch es ist schwer hinzuhören.

Wir berichten nun über unsere persönliche Weihnachtsgeschichte, weil sich darin nicht nur ein Wunder verbirgt, sondern auch eine einzigartige Gewissheit und die Gewissheit unserer Arbeit.

1Aru_ASCAm Abend nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag begann das Sterben meines Hundes Aru.

Er brach draußen im Schnee plötzlich und unverhofft zusammen. Wir trugen diesen schweren und großen Hund zurück in die Wohnung.

Er würgte und litt. Zuerst dachten wir, er hätte nur zu schnell gefuttert. Doch mit den Stunden wurde sein Zustand immer bedenklicher.

Wir wussten, dass dieses unglaublich tapfere Wesen im Sterben lag. Röcheln. Fiepen. Es war herzzerreißend. Unsere Gäste und auch wir dachten, mussten an einen Tierarzt denken.

Was dies bedeutete war uns klar.

Der Verstand schrieb dies laut vor.

Von allen Seiten bedrängt, gaben wir uns dieser schrecklichen Vorstellung hin, dass dieses Wesen irgendwo nachts zu Tode gespritzt wird. Nachts allein gelassen und zurückgelassen. Ich war dennoch bereit.

Es kam anders. Die Stimme des Herzens führte die Hand. Mein Mann gab Aru (Reiki-) Energie und mit meiner Unterstützung sahen wir, wie sich unser Aru zusehends beruhigte.

Wir entschlossen uns unserem Herzen intuitiv zu vertrauen. Wir legten ihn in unser Schlafzimmer neben unserem Bett. Er war nun ganz ruhig, friedlich und schaute uns aus seinen braunen Augen an.

Wir waren so dankbar und beteten um Beistand. In diesem Moment spürten wir die Anwesenheit vieler liebevoller Wesen, Engel.

Wir spürten, dass sie bereit waren ihn abzuholen.

Und wir wussten, dass Aru uns diesmal nun verlassen würde. Wir drei schliefen mit dem Gefühl tiefster Verbundenheit ein.

Sehr früh am Morgen weckte mein Mann mich. Es ist so weit.

Aru hörte friedlich in meinem Armen auf zu atmen. Er ist bei seiner Familie gestorben.

Dies war der Wille. Und wir konnten dies erfüllen, weil wir auf die Stimme unseres Herzens hörten.

Wir konnten Abschied nehmen, um gute Reise bitten und schließlich schweren Herzens das tun, was getan werden musste.

Als wir irgendwann allein am späten Vormittag in unserem Schlafzimmer traurig unserem Schmerz freien Lauf ließen, geschah ein weiteres Wunder. Wir fühlten plötzlich, dass Aru da war.

Ich sah ganz deutlich vor meinen geschlossenen Augen, wie ein Wesen bestehend aus ganz vielen hell leuchtenden Punkten, großen für Aru typischen Schlappohren und großen Augen, doch von der Statur viel kleiner, wild umher tobte. Ich fühlte, sah über eine unbestimmte Zeit diesem Wesen zu.

Bis es verschwand, so schnell und unerwartet wie es gekommen ist.

Aru wollte uns in unserem Schmerz zeigen, dass er zu Hause angekommen ist.

Wir fühlten unendliche Dankbarkeit, Freude und eine Form der Trauer, die uns bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt war.

Wir werden dies nicht vergessenen.

Aru war bereits im Sommer 2010 sehr krank. Der Tierarzt wollte ihn einschläfern. Doch wir hatten das Gefühl, ihn noch am Wochenende bei uns zu behalten. Er fraß nicht, trank nicht und wollte nicht laufen.

An diesem Sonntag im Frühsommer 2010 nahmen wir Abschied. Unsere bisherige Energiearbeit hatte scheinbar nicht geholfen. (Wir sahen es nur nicht).

Wir dachten, wenn er jetzt gehen will, soll er noch mal etwas Schönes sehen. Mein Bauchgefühl sagte, wir soll(t)en ihn zum Wasser bringen. Er liebte es, an der Elbe im Wasser und am Strand zu sein. Wir brachten ihn mühsam dort hin. Er schleppte sich zum Wasser, legte sich für ein paar Minuten ins Wasser.

Dann kam heraus und fing an zu spielen. Wir trauten unseren Augen nicht. Zu Hause fing er an zu trinken und zu fressen.

Am Montag sagte die Tierärztin, dass dies völlig unglaublich wäre. Ein Wunder. Die Ärztin gab ihm allerdings noch höchstens 4 bis 8 Wochen. Doch Aru nahm Wochen später an unserer Hochzeit teil. Er genoss den Sommer. Und hatte seine Freude.

Im Herbst wurde er denn doch immer behäbiger und langsamer. Doch er genoss immer noch seine Lieblingsspiele.

Aru wurde über 11 Jahre.

Für uns ist er ein Vorbild an Tapferkeit, Treue und Hingabe.

Wir haben ihm unendlich viel zu verdanken.

Wir würdigen und ehren dieses Wesen (und damit alle Geschöpfe), das unbeirrt seine Aufgabe und Bestimmung auf dieser Welt erfüllt hat.

In Liebe und Erinnerung

Heike und Uwe

 

Wir teilen euch dies mit, in der Gewissheit, dass in diesem Erlebnis wie in so vielen Erlebnissen der Menschen eine unsagbar große Botschaft der Heilung und unseres Herzens verborgen ist.

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