Aufstieg & Lernen

Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen

Schmetterling_1a_Okt14Wenn Sie das Leid der Welt nicht ertragen,

dann ist die erste heilige Handlung, so wenig wie möglich dazu beizutragen! Das klingt logisch, oder? Je bewusster Sie selbst darauf achten, den Schmerz nicht zu vergrößern, desto freier und klarer fühlen Sie sich und desto neutraler (und damit überlegter und konsequenter!) können Sie dem Leid der anderen entgegentreten.

Was ist eigentlich das Leid, das wir hier transformieren, in Freude verwandeln wollen?

Nun, ganz einfach – alles, was Sie bewegt und was Sie selbst als Leid empfinden. Die Verschmutzung der Meere genauso wie der heulende Nachbarshund, der das Haus nicht betreten darf.

Wo sollen wir uns einmischen und was geht uns nichts an? Wenn Sie etwas berührt, dann GEHT es Sie etwas an. Dann ist das womöglich ein Auftrag des Lebens, an diese Stelle tätig zu werden. Aber Sie brauchen das nicht allein zu tun, sondern dürfen sich Hilfe und Unterstützung holen.

Wenn Sie der einzige Mensch wären, der zum Beispiel fair gehandelten Kaffee kaufte, dann hätte es nicht viel Sinn. Das sind Sie aber nicht. Jedes Mal, wenn Sie sich nach wahrhaft bestem Wissen und Gewissen verhalten und nicht Ihrer Bequemlichkeit oder Ihrem Mangelbewusstsein folgen, zeigen Sie sich verantwortlich und fügen dem Kollektivbewusstsein einen positiven Aspekt hinzu.

Wir wissen aus der Tierforschung, dass bereits eine relativ kleine Anzahl Individuen einer Gesellschaft (zehn Prozent) genügen, um eine echte Veränderung hervorzurufen – aber einer muss mutig vorangehen, einer muss beginnen! Wenn eine genügende Anzahl Menschen anders denkt, vor allem aber anders handelt, dann setzt das einen Domino-Effekt in Gang. Irgendwann greift die Zeitqualität und echte Veränderungen geschehen auf einmal scheinbar wie über Nacht – doch sie sind ausgelöst worden durch diejenigen, die sich nicht mehr in das Leid und den Mangel gefügt haben. Auch das Umdenken mag astrologisch gesehen eine Folge der Zeitqualität sein, dennoch muss es Menschen geben, die diese Impulse in die Tat umsetzen – sonst verpufft auch die großartigste Chance.

Wir erkennen das immer wieder.

So – schauen Sie sich bitte Ihr Leben an und machen Sie eine Inventur. Ganz ehrlich – auf welche Weise fügen Sie sich selbst und anderen Schaden hinzu?

Verstehen Sie, es ist vielleicht ein bisschen scheinheilig, wenn Sie aus Mitgefühl nicht hinter einem Tiertransport-LKW herfahren können, abends aber Fleisch auf den Tisch bringen, von dem Sie nicht wissen, woher es stammt und wie das Tier gehalten wurde. Und Ihre Seele weiß das. Sie werden sich schuldig fühlen, auch wenn Sie es gar nicht spüren, weil Sie es wissen. Reden Sie sich bitte nicht diese Schuldgefühle schön, womöglich sind sie angemessen. Wir sind für alles, was wir tun, verantwortlich, ob uns das gefällt oder nicht. Und damit reagieren Sie noch stärker auf das Leid anderer, denn Ihr eigenes Leid gerät in Resonanz damit. Ja, es kann sein, das Sie nicht die Mittel haben, Bio-Fleisch zu kaufen. Aber auf eine Weise sind Sie dennoch verantwortlich, auch wenn uns das nicht gefällt, denn Sie haben ja die Wahl – eben KEIN Fleisch zu kaufen. Ich weiß, das nervt. Aber es stimmt. Wenn wir ernsthaft, und das bedeutet, so, dass wir es selbst in der Tiefe unserer Seele ernst nehmen können, Freude statt Leid beitragen wollen, dann können wir uns nicht hinter unserem Mangel- und Opferbewusstsein verstecken. Sie kaufen allzu billige Kleidung? Das dürfen Sie, aber dann jammern Sie nicht über Kinderarbeit. Sie haben kein Geld für teure? Auch gut. Aber Sie haben doch eine Nähmaschine, oder? Ja, ich weiß. Sie haben keine Zeit und Stoff ist auch teuer, all das stimmt. Aber verstehen Sie: Sie können sich nicht vor Ihrer eigenen Seele verstecken. Sie wissen, an welchen Stellen Sie das Leid der Welt durch Ihre Handlungen vergrößern. Übernehmen Sie bitte die Verantwortung dafür.

Sie brauchen es nicht zu ändern. Aber erkennen Sie, dass Sie sehr wohl Macht haben, dass Sie nicht ausgeliefert sind. Wir sind sehr viele und immer mehr Menschen schauen genauer hin, verhalten sich bewusst und tun alles, was in ihrer Macht steht, um das Leben, die Erde, die Kinder, die Tiere nicht weiter auszubeuten. Sie sind nicht allein. Es gibt so viele Organisationen, so viele Gruppen, denen Sie beitreten können, so viele Zeitschriften und Informationen darüber, wie Sie sich in jeder Hinsicht unterstützend und sinnvoll verhalten können, dass sich Ihre gefühlte Ohnmacht rasch in Schöpferkraft verwandeln wird.

So schreiben Sie bitte eine Inventur. Schauen Sie sich an, was Ihnen am meisten Leid verursacht, was Sie am wenigsten ertragen – und werden Sie bereit, das Leid an dieser Stelle wenigstens nicht zu vergrößern.

Am meisten Schmerzen verursacht mir:

Ausbeutung der Kinder
Hunger der Welt
Ausländerfeindlichkeit
Ungerechtigkeit
das Leid der Tiere…

… schreiben Sie alles auf.

Und dann seien Sie bitte ganz ehrlich –vervollständigen Sie diesen Satz:

Ich trage zum Leid der Tiere (zum Beispiel)… folgendes bei:

Ich kaufe billige Milch
Ich esse Fleisch, von dem ich nicht weiß, woher es kommt…

Ich trage zur Ungerechtigkeit folgendes bei:
……………………………

Was tragen Sie selbst bei, wenn Sie sich Ihre eigene Liste anschauen?

Natürlich wissen wir in vielen Bereichen nicht, auf welche Weise wir das Leid vergrößern. Aber in einigen schon und wir können lernen, genauer hinzuhorchen und aufmerksam zu werden für die Zusammenhänge.

Wozu dient das? Was nutzt es, wenn SIE sich anders verhalten, aber der Rest der Menschheit kapiert gar nichts? Nun, zum ersten stimmt das nicht. Viele, viele erwachen und übernehmen Verantwortung für ihre Handlungen. Und zum zweiten geht es um Sie selbst, um Ihren Seelenfrieden. Wenn Sie aufhören, in bestimmten Bereichen Ihres Lebens sich selbst und andere zu missbrauchen und auszubeuten, selbst wenn Sie es unbewusst tun, dann werden Sie innerlich ruhiger, klarer und freier – und damit handlungsfähiger. Je klarer, verantwortungsbewusster und eindeutiger Sie sich selbst verhalten, desto offener und neutraler können Sie hinschauen und handeln, Stellung beziehen. Ohnmacht entsteht, wenn unser eigener Schmerz zu groß ist und wenn es Bereiche in uns selbst gibt, deren Schöpferkraft wir nicht sehen wollen oder können. Je bewusster wir uns über unsere eigene Energie sind, je klarer und friedvoller wir uns selbst verhalten, desto weniger lähmen uns Schuldbewusstsein und Angst. An deren Stelle treten Mut, Handlungsfähigkeit und Vertrauen – denn wenn Sie sich anders verhalten können, dann trauen Sie das auch anderen zu. Wenn Sie sich ökologisch und in jeder anderen Hinsicht friedvoll und achtsam verhalten, dann vernetzen Sie sich automatisch mit all denen, die das auch tun, Sie wechseln das Energiefeld. Sie erkennen auf einmal viel mehr Möglichkeiten, anders zu handeln, Ihr Geld in sinnvollen Fonds anzulegen, Ihre Waren in Läden zu kaufen, die auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit setzen, Unrecht nicht zu erlauben, sondern zu sagen, was Sie zu sagen haben.

Handeln Sie verantwortungsvoll – und konzentrieren Sie sich auf Heilung und Schönheit, gehen Sie in die Natur und schauen Sie die Welt mit vertrauensvollen, liebenden Augen an!

Ja, das ist eine große Herausforderung – die Sie meistern können. Fangen Sie nur einfach irgendwo an. Es ergibt einen Unterschied, denn Sie ändern Ihre bewusste Absicht und damit verändern Sie das Bewusstsein der gesamten Menschheit.

Susanne Hühn

(c) Schirner

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