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Vergebung

weiße RosenVergebung

In allen Weltreligionen und spirituellen Lehren ist Vergebung ein zentrales Anliegen. Fast alle Menschen spüren instinktiv, dass Ärger, Wut oder Groll eine große Belastung für sie selbst sind

Vergebung mag für manche ein eher schlichtes, naives oder ein aus der Religion stammendes Artefakt sein. In der modernen Welt der Glitzer-, Überfluss- Illusionen hinderlich statt förderlich.

Was wäre, wenn dies ein fataler Irrtum wäre? Was wäre, wenn Vergebung letztlich eher dem Ego hinderlich wäre und unserer Seele förderlich. Und damit ein wesentlicher Moment unserer Gesundheit und unseres Wachstums?

Vergebung sich selbst zu erarbeiten, bedeutet anzufangen sich selbst zu vergeben. Sich selbst zu vergeben bedeutet, sich eine neue Perspektive persönlicher Freiheit zu erarbeiten. Befreiung aus Wut, Verletzlichkeit, Kränkung, Angst und damit verbundenen Handlungsweisen, die gegen uns selbst gerichtet sind. Bin ich bereit zu vergeben, bin ich bereit mich anzunehmen und den Weg zu betreten, der mich zu dem führt was ich wahrhaft bin. Ohne Erkenntnis zur Vergebung werden wir noch weitere Erfahrungen machen müssen, die tatsächlich überflüssig wären. Wir vergeben um unser eigenes höchstes Sein zu empfinden. Unser höheres selbst.

Vergebung kann niemals aus Gedanken heraus passieren. Es ist auch nicht die Rede von der Vergebung aus Mitgefühl oder Vernunft. Es ist vielmehr die Vergebung umfassend, alles einschließend gemeint, heraus aus dem Gefühl des Eins-Seins, der Wahrhaftigkeit, Freundlichkeit, des Friedens und der Liebe.

Der Mensch steht zu allem in Beziehung. Wir regeln unsere Beziehung zu unseren Erfahrungen mit Glaubensmustern. Wir beurteilen, bewerten und pflegen deshalb unsere Nöte und Ängste. Wird uns bewusst, dass wir selbst verantwortlich uns in Abhängigkeiten begeben haben, weil wir aus dieser Abhängigkeit heraus eine erfüllte Erwartung als Resultat erhoffen, sind wir nicht bei uns. Nicht in uns. Vergeben und segnen des Geschehenen ist die wahrhaftige höhere Perspektive.

„Ich schaue hin, was ich kreiert habe!“

Es ist ein spirituelles Gesetz – bestätigt durch die Quantenphysik und andere Wissenschaften – dass das, was in der Welt geschieht, ein Abbild unseres Bewusstseins ist. Wenn wir uns also sagen „Schau, was ich gemacht habe!“, dann öffnen wir uns für die Möglichkeit, dass wir an der Erschaffung dessen, was geschieht, einen Anteil haben. Wir lassen zu, dass unser Tun unserer Heilung und unserem spirituellen Wachstum dient. Dies ist unser erster Schritt auf dem Weg zur Übernahme von Verantwortung für das, was in unserem Leben geschieht. (C.C. Tipping radikale Vergebung)

Vergebung ist ein Schlüsselbegriff des Christentums und bezeichnet die Annahme von bekundeter Reue. Eine besondere, offizielle Art und Weise der Vergebung ist die Begnadigung. Verwandte Begriffe zu Vergebung sind Entschuldigung und Versöhnung, in schwächerer Form auch Nachsicht.

Der Gesprächspsychotherapeut Reinhard Tausch hat die psychologische Dimension des Vergebens empirisch untersucht. Demnach handelt es sich um intensive innere Selbstgespräche, die eine mentale Bewältigung des verletzenden Ereignisses ermöglichen. Tausch weist darauf hin, dass bereits eine „innere“ Vergebung ausreichend sein kann, vor allem wenn der andere nicht erreichbar ist oder eine Mitteilung unangemessen erscheint.(Wikipedia)

Ein besonderer Fall ist Hoʻoponopono, ein psycho-spirituelles Verfahren der Hawaiier, dessen Anwendung weit über achthundert Jahre zurückreicht.[4] Als „geistige Reinigung“ dient es einer Korrektur von Fehlverhalten. Durch Aussprache (bis zur Beichte), gegenseitiges Bereuen und Vergeben in versöhnlicher, friedlicher Weise wird zur Konfliktlösung (einschließlich Lossprechung) beigetragen, dabei bis zur praktizierten Feindesliebe reichend. Traditionell wurde das Verfahren, bei dem alle an einem Problem beteiligten Personen anwesend waren (im Geiste auch die Ahnen), durch einen kahuna (Heilpriester, ähnlich einem Schamanen) geleitet. Die zur Mithilfe angerufenen höheren Wesen waren vorwiegend Naturgeister, aber auch ein Familiengeist, genannt ’aumakua.

Moderne Formen, deren Begründerin die kahuna Morrnah Simeona war, können allein durchgeführt werden. Da bei ihr die Reinigung unter der „Schirmherrschaft“ des Schöpfers abläuft, soll auch eine Befreiung des Menschen von der Unwissenheit seiner göttlichen Herkunft erreicht werden. Sowohl bei traditionellen als auch bei modernen Formen hawaiischen Ursprungs gehören Mantras nicht dazu.(Wikipedia)

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