Ernährung

Vitaminführer: Vitamin D

24Licht_HSC_400Fettlösliches Vitamin D

Vitamin D, das so genannte „Licht-Vitamin“, ist gerade in dieser dunklen Jahreszeit von wichtiger Bedeutung. Wir fühlen uns erschöpft und „entschleunigt“ – manchmal vielleicht sogar depressiv.

Am liebsten genießen wir die Zeit auf der Couch, vielleicht noch eingekuschelt in eine Decke und mit einer großen Tasse heißem Kakao in der Hand.

Woher kommt diese Lustlosigkeit? Unser Körper braucht Sonne und Licht!

Viele Frauen entwickeln einen richtigen „Lichthunger“ und versuchen diesen durch einen Besuch im Solarium zu kompensieren– dies gelingt auch meist kurzfristig, doch die vorhandene Vitalstofflücke wird dadurch nicht vollständig gedeckt

Lesen Sie im Folgenden die wichtigsten Eigenschaften zu diesem Vitamin – viel Spaß dabei!

Kurzinformation zu Vitamin D

Name: Vitamin D, Vitamin D3 (Cholecalciferol); Unterformen: Vitamin D2 (Ergocalciferol), Vitamin D1 (Lumisterol und Ergocalciferol); hormonell aktive Produkte sind das Calcidiol (25-Hydroxyvitamin-D) und das Calcitriol (1,25-Dihydroxyvitamin-D)

Zugehörigkeit: Fettlösliches Vitamin, Prohormon

Übersicht

Vitamin D gilt als fettlösliches Vitamin, wirkt jedoch als Hormon im Körper und ist strukturell mit körpereigenen Hormonen wie Östrogen und Cortisol verwandt. Es Vitamin D indem es u. a. die Absorption von Kalzium erhöht. Es kann außerdem mit dem Hormon der Nebenschilddrüse (PTH) wechselwirken. Vitamin D kann bei Sonneneinstrahlung vom Körper gebildet werden, ansonsten muss es über die Nahrung oder Nahrungsergänzungen aufgenommen werden.

Vitamin D3 (Cholecalciferol) findet sich hauptsächlich in Fischleberölen und kann in der Leber des menschlichen Körpers in die aktive Form umgewandelt werden.

Vitamin D ist Gegenstand der aktuellen Forschung und Debatte. Die traditionellen Werte für einen Mangel und die empfohlenen Einnahmemengen scheinen für die in gemäßigten Breiten lebende Bevölkerung deutlich zu niedrig angesetzt zu sein. So dürfte laut aktueller Forschung statt der alten Tagesdosis von 400 IE Vitamin D eher 800-1000 IE nötig sein, um einen Mangel zu verhindern. Das Problem hat laut aktueller Erkenntnisse epidemische Ausmaße: Demnach dürften über eine Milliarde Menschen weltweit vom Vitamin-D-Mangel und entsprechenden Folgeerscheinungen betroffen sein.

Vorkommen in Nahrungsmitteln:

Vorwiegend in Fischen (Lachs, Sardinen, Makrelen) und Fischleberöl (Lebertran), sowie in Eigelb und mit Vitamin D angereicherten Lebensmitteln (z. T. Milch).

Die Forschung konnte folgende Wirkungen für Vitamin D zeigen

1. Kann die akute Mangelerscheinung Rachitis verhindern

2. Kann das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, senken

3. Vermindert das allgemeine Krebsrisiko

4. Senkt Risiko und Sterblichkeitsrate bei Prostatakrebs

5. Kann das Darmkrebsrisiko senken

6. Kann erhöhten Blutdruck senken

7. Verbessert den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern und mindert Glukoseintoleranz

8. Ein Vitamin-D-Mangel beeinflusst Insulinsekretion und -nutzung

9. Kann zu einer Besserung rheumatoider Arthritis beitragen

10. Kann Symptome der multiplen Sklerose verbessern

11. Verhindert Knochenbrüche, insbesondere Hüftbrüche, im Alter

12. Ist für eine normale Entwicklung des Fötus in der Schwangerschaft nötig

13. Kann die Knochendichte erhöhen

14. Kann die Gefahr, an Typ I Diabetes zu erkranken, senken

15. Verhindert durch Sauerstoffmangel verursachte Hirnschädigungen

16. Kann das Risiko von Darmerkrankungen wie M. Crohn und Colitis ulcerosa senken

17. Kann das Risiko koronarer Herzerkrankungen senken

18. Kann helfen, Hyperparathyroidismus (Überfunktion der Nebenschilddrüse) zu behandeln

19. Kann helfen, Brustkrebszellen zu zerstören

20. Kann helfen, Psoriasis (Schuppenflechte) zu behandeln

21. Stärkt die Funktion des Immunsystems

22. Kann zur Linderung der sogenannten Winterdepression beitragen

23. Kann bei der Behandlung von Akne helfen