Gesellschaft

Wohlstand ist nicht gleich Wohlbefinden – Teil 3

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Wohlstand ist nicht gleich Wohlbefinden – Teil 3

Dr. George-Ivan Gal   

Eine weitere, wichtige Unterteilung des Stresses bezieht sich auf die Arten von Stress.

Das bedeutet, dass der Stressor – an sich – keinen Stress verursacht. Vielmehr bewegt die bewegte Energie aus dem Zusammenprall des „Stressors“ mit „Gestressten“ eine Energie, die deutlich multipliziert wird im Vergleich zum Originaleffekt des Stressors.

Beispiel: Ein Chef macht einem Mitarbeiter einen Vorwurf. Dieser empfindet es als „Stress“, obwohl es eigentlich nur sein eigener Widerstand ist. Diese Energie an den Chef gesendet und wird zurückgespiegelt. So multipliziert sich die Wirkung, und es entstehen auf beiden Seiten gegenseitige Energien.

Daraus entsteht die Folgerung, es gibt 3 Formen vom Stress: physische, emotionale und mentale Stressfaktoren.

Welcher Stressor als erster auftritt und dem Widerstand, den wir ihm entgegenbringen, werden die beiden anderen Faktoren immer folgen.

Physische Stressoren wirken immer auf unseren körperlichen Zustand. Verschiedene Sinne wie Verletzung, schlechter Geruch oder Geschmack wirken als emotionale Stresswirkungen und werden z. B. durch Gefühle, die im Zusammenhang mit anderen Menschen stehen (z.B. Trauer, Mitleid) ausgelöst , und „last but not least“ mentale Stressoren, die eigentlich unsere eigenen Gedanken sind.

Wenn man dann es weiter unterteilt, können wir die Stressoren, und Ihre Reaktion folgendermaßen gliedern:

1. Die Physische Stressreaktion hat folgende körperlichen Effekte:

Muskelverspannung –es ist die Reaktion, da der Körper noch nicht weiß, ob er weglaufen oder sich wehren soll. Für beides benötigt er Bewegung. Da auch kleine, feine Muskeln existieren, die die Blutgefäße und die Augen versorgen, werden Effekte an diese Organe weitergeleitet, wie z. B. erhöhten Blutdruck, und Herzfrequenz, schnelleres Atmung (die Einatmung ist muskulär aktiv), sowie eingeschränktes Sehvermögen („Tunnelblick“ um sich auf Stressor konzentrieren).

Erweiterung der Blutgefäße – entsteht häufig, um den Organen mehr Blut, sowie Sauerstoff zur Verfügung zu stellen. Wenn der Stress zu lange anhält, und sich das Blut staut, treten die Blutzellen aus dem Gefäß heraus, und es führt zu Austrocknung. Äußerlich, nennen wir es „er/sie war plötzlich leichenblass“

Erhöhte Herzfrequenz – das Herz ist auch ein Muskel, und durch die schnellere Aktivität und bei Dauerstress, führt es dazu, schneller „verbraucht“ zu werden!

Energieverbrauch – Zucker, ist unser Haupttreibstoff, und wird für fast alle Bedürfnisse unseres Körpers verbraucht zum Wachstum, zur Reparatur, aber besonders für das Gehirn. Nach den Mahlzeiten wird es verstoffwechselt und in der Leber gespeichert. Durch das Adrenalin, was im Stress ausgeschüttet wird, bekommt der Organismus seine Energie bei Bedarf. Im Dauerstress wird häufig Zucker ausgeschüttet, was zur Ausschüttung von Insulin führt, und damit zum ständigen „Hin-und-Her“, was neuerdings zur Entstehung verschiedener Krankheiten führt, wie z. B. Diabetes.

Schmerzgefühle – Zuerst ist die Muskelanspannung da, die nach längeren einwirken selbst zum Stressor wird, und mit der Zeit entwickelt sich die Spirale, die zu einem Zusammenspiel von negativen Gefühle, die im limbischen System (Ängste) entstehen, Austrocknung des Gewebes, Sauerstoffmangel, die sie sich in sich steigern, und zum Dauerschmerzen führen.

Endorphinausschüttung – unser Körper und unser Gehirn sind im Stande, Substanzen, die ähnlich wie Morphin wirken, und für akute Schmerzen wirksam sind, zu produzieren. Ist die Reaktion zu stark oder zu lang, führt dies zu Dauerstress des Körpers. Neuerdings wurde in wissenschaftlichen Versuchen versucht, diese eigenen Substanzen zu blockieren, und die Ergebnisse waren erstaunlich, da der Schmerz deutlich nachließ.

Thymuskontraktion – ist eine kleine Drüse, versteckt hinter dem Brustbein, der bis vor kurzen keine große Bedeutung gegeben wurde. Erst neuerdings – nachdem Menschen, die z. B. plötzlich bei Unfällen sterben, und untersucht wurden – stellte man fest, dass die Drüse gar nicht so klein ist und besonders zur Produktion vom weißen Blutkörperchen sehr wichtig ist, und somit wichtiger Teil des Immunsystems ist. Im Stress zieht sich der Thymus zusammen, produziert weniger Leukozyten, und schwächt das Immunsystem.

Zu Teil 4