Aufstieg & Lernen

Zeitenwende – Teil 1

Der kosmische MenschZeitenwende – erster Teil

von Sabine Wolf und St. Germain
aus: 21 Lektionen zum menschlichen Alltag, Lektion 03-Zeitenwende

Die „Dreifache Zeit“ von 1870 bis heute
Die Generationen der abgestiegenen Meister

Hier betrachten wir einen weiteren bedeutsamen Aspekt eures heutigen vielfältigen und verwirrten Lebens: die geistigen Hintergründe der Zeitenwende, die um 1870 begann und heute noch andauert: die Dreifache Zeit und den Abstieg der Meister zur Erde – euren Abstieg. Hier erzählen wir euch die Geschichte eures letzten Jahrhunderts.

Ihr seid die Kristalle der Welt
Während sich außen neue Mauern materialisieren, erkennt ihr, dass wahrer Schutz nur aus einem liebenden Herzen heraus entsteht. Ihr erlöst die Mauern eurer inneren Kristallstädte und durchstrahlt dabei die Mauern der anderen Menschen, Städte und Länder. Ihr könnt den Menschen Perspektiven geben – einfach indem ihr sie liebt. Ihr könnt das umherwabernde Dunkel in den geistigen Wandlungsstrom führen – einfach indem ihr es liebt. Wahrlich, ihr seid die Kraft- und Nahrungsquellen eurer Menschheitsfamilie. Doch auch ihr braucht, wenn euch das aufsteigende Dunkel übermannt, einen Ort der Zuflucht, der Ruhe und der Wandlung. Der einzige Ort, der euch dies auf Erden bietet, ist euer Herz.

Die Wiederkehr Christi findet durch eure Körper statt.

Zeitenende – Zeitenanfang
Das Licht des Wassermann-Zeitalters dämmert seit Mitte des 19. Jahrhunderts herauf. Seit Beginn der 1930er Jahre wirft die planetarische Sonne erste spürbare Strahlen zur Erde und seit 1989 befindet sie sich in der Kernphase ihres Aufstiegs.

Das Kommen des kosmischen Frühlings und der Rückzug des Winters sind zwei entgegengesetzte Bewegungen. Während dieser letzten 130 Jahre zog sich das Dunkel langsam zurück, während das Licht erschien. Dieser Zeitenwandel ist seit Jahrtausenden prophezeit. Es sind Momente in eurer geistigen Geschichte, die große Veränderungen mit sich brachten, ohne dass ihr es bemerktet. Sie geschahen durch euch selbst, ohne dass ihr euch dessen bewusst wart.

Nicht nur eine Zeit, ein Zyklus geht zu Ende sondern drei: euer Seelenjahr, euer Geistjahr und der alte Körperzyklus eures Planeten Erde. An allen Zyklen seid ihr maßgeblich beteiligt – immer ging es um euch und um euer Thema: Licht und Dunkelheit. Daher ist es ganz natürlich, dass es auch in der Zeitenwende um nichts anderes geht.

In dieser Endphase dreier Zyklen atmet die Erde aus und der Kosmos ein. Dieser einzige 25 Jahre dauernde Atemzug bringt alles planetarische Dunkel hinauf ins Licht des Geistes und alles kosmische Licht hinab ins Dunkel des Körpers. Apokalypse und Lichtkörperprozess herrschen seit 1989. Sie vereinigen eure dualen Körper in Lichtkörper, um diese schließlich in Kristallkörper zu wandeln. Sie? Nein, ihr tut es selbst – ohne es zu bemerken….

Dreifache Zeit
Was ist dreifache Zeit? Bis 1870 hatte ausschließlich das finstere Fische-Zeitalter in seinen engen Strukturen geherrscht. Sie ließen nur Trennung, Abstieg und Dunkelheit zu. 2000 Jahre lang hatte diese zyklische Energie als Lebens- und Erfahrungsgrundlage zur Erde gestrahlt und dabei den Planeten, eure Körper und Zellen in ein starkes Magnetfeld eingeschlossen. Dies war die einzige Realität eurer menschlichen Dualität. Von 1870 bis 2001 herrschten das ausgehende Fische- und das beginnende Wassermann-Zeitalter auf Erden – zwei sehr unterschiedliche, geradezu entgegengesetzte Realitäten eurer menschlichen Dualität.

Seit 2000 herrscht das Wassermann-Zeitalter und das beginnende Kristall-Zeitalter – eine duale, materielle Realität und eine nicht-duale, geistig-kristalline Realität eures menschlichen Lebens. Wahrlich, wen sollte das nicht verwirren? Die „Dreifache Zeit“ ist ein Begriff für drei völlig unterschiedliche Lebens-Schwingungen, -Formen, -Dimensionen und -Realitäten, denen ihr in dieser Erdenzeit ausgesetzt wart, durch die ihr euch im wahren Wortsinn „hindurchkämpfen“ musstet – um euch selbst zu finden.

Die Morgendämmerung des Wassermanns begann, doch die Dunkelheit sollte noch viele Jahre auf Erden herrschen, bevor der Beginn einer möglichen Wandlung erreicht war. Denn an dieser Stelle kommt es zu einem Phänomen: wenn die Sonne des neuen Tages ihre Strahlen über das Firmament schickt, ohne selbst schon über dem Horizont erschienen zu sein, kommt sie der Nacht entgegen. Dann wird es nicht hell, sondern die Strahlen des Lichts drücken das Dunkel zusammen, zurück in die Nacht, und es wird dunkler als es je zuvor war. Aufkommendes Licht und weichendes Dunkel scheinen miteinander zu ringen, zu kämpfen – doch vielleicht lieben sie einander auch nur inniglich, da es doch der einzige Moment ihrer Begegnung ist.

Ihr erlebt die dunkelsten Stunden vor dem Sonnenaufgang, jeden Morgen und so auch in diesem Zeitenwandel, dem neuen Morgen eurer Seele, dem Erwachen eures Geistes. Die planetarische Sonne schickte die ersten Strahlen des Wassermanns zur Erde und alles Dunkel der letzten Zeitalter zog sich zusammen, bäumte sich auf und überzog das Land und eure Herzen mit jenem Grauen, das entsteht, wenn sich das Weiß des göttlichen Lichtes mit innerer Finsternis paart. So steigerte sich das Dunkel ins Unermessliche und zog den Weltkrieg herauf, der 1914 begann und 31 Jahre lang euren Planeten erschütterte.

In dieser Zeit liegt die Kreuzigung der Erde und des menschlichen Lebens. Hier seid ihr am tiefsten Punkt eurer Ohnmacht angekommen. In der Tat, ihr wolltet den „totalen Krieg“ und habt ihn erschaffen. Ihr wolltet den totalen Tiefpunkt und habt ihn durchwandert. Ihr wolltet die totale Finsternis und habt sie erlebt. Ihr wolltet die tiefsten Abgründe der Verwirrung und des Entsetzens und habt sie geöffnet. Ihr habt den ultimativen Schritt in die Dunkelheit getan und euch so weit von euch selbst entfernt, wie es nur irgend möglich war.

Aus dem Schöpferischen Dunkel habt ihr weltweite Finsternis gemacht. Aus der leuchtenden Liebe des Todes wurde abgrundtiefes Grauen. Ihr habt es in die Erde gebracht – zeitalterlang in den Boden gestampft – und jetzt, am Ende der Zeit steigt es wieder auf und kehrt zu euch zurück. Mit der Morgendämmerung des Wassermanns begann es, in der Erde und in euch wach zu werden. Es begann sich zu regen – nicht etwa, um erneut auszubrechen, sondern um erlöst zu werden.

Der Geist der planetarischen Sonne gab das Seine zur Erde: Höchstes Licht strahlte ein und tiefstes Dunkel stieg auf. Zu Beginn der Einstrahlung war das Dunkel noch übermächtig und das Licht verschwindend klein. Euer göttlicher Geist war auf Erden anwesend, wenn auch sein Licht noch nicht zu sehen war. Der Geist des Lichts erscheint immer einige Zeit vor dem Licht. Viele von euch sind gestorben und nach nur kurzer Zeit, da der Auftrag noch nicht erfüllt war, mit frischen Kräften zurückgekehrt. Viele andere haben den Krieg überlebt und sich bis heute nicht von Grauen und Erschütterung befreit. Und wieder andere haben diese Zeit nicht auf Erden verbracht.

Der Zeitenwandel wurde aus den geistigen Räumen heraus intensiv vorbereitet und geführt. Die Übermacht und Tiefe des festgefahrenen Dunkels waren weder erfassbar noch einschätzbar. Ein von Beginn an heikles Unternehmen erforderte eine äußerst sensible Führung, da das selbst-regulierende Gleichgewicht der Erde völlig aus den Fugen geraten war. Der Weltkrieg war nicht nur eine unwägbare Angelegenheit der Erde, er betraf alle Dimensionen und Lebensräume des Kosmos, wo er den Notstand auslöste und die organisatorischen Strukturen veränderte. Der Sturz von Atlantis und die Kreuzigung Jesu wiederholten sich hier und erschütterten das Universum in einem nie gekannten Maße.

Die unverkörperten Welten der kosmischen Meisterräume, Engel-Orden und Menschheiten anderer Planeten und Galaxien waren bisher weitgehend voneinander getrennt. Nun öffneten sich Dimensionstore und sie kamen zusammen, um interdimensionale Räte und intergalaktische Konföderationen zu bilden.

Während eurer Kriege strömte Licht, Kraft und Energie unterschiedlichster kosmischer Herkunft und Natur zur Erde – sehr klar und straff organisiert – während gleichzeitig das Grauen aus euren Planetenkörpern hochpulsierte – sehr klar und straff organisiert. Ihr konntet nur das Dunkel sehen, denn ihr hattet verlernt mit euren Herzen zu schauen. Ihr konntet zutiefst keine Perspektive erkennen – und doch gab es sie.

Außerplanmäßiger Eingriff
Im August 1944 erörterten die geistigen Bruderschaften und Erzengel-Orden Möglichkeiten der Sanierung des Planeten und Wege des Aufstiegs. Die Inkarnation vieler hoher Lichtwesen, geistiger Meister, reifer Seelen und Bewohner aufgestiegener Planeten wurde beschlossen. Ihre Aufgabe bestand darin, das hohe Licht-Bewusstsein in das extrem verdunkelte Bewusstsein der Menschheit einzuspeisen.

Es war eine sehr sensible Aktion. Zu allen Zeiten musste das Gleichgewicht zwischen den Giganten Kosmos und Planet gehalten werden, damit die von Schmerz und Finsternis durchdrungene Erde keinen Kollaps erleiden würde. Um 1945 trieb sie wie eine kleine schwarze Blase im sonnen-durchfluteten kosmischen Ozean. Konzentriertes Licht tötet euch ebenso wie konzentriertes Dunkel. Das irdische Leben konnte nur bei sehr langsamer Angleichung an das Licht erhalten werden. Damit blieb dem Dunkel noch viel Raum und Zeit zu agieren – zerstörerisch und heilend.

Gleichstand und Umkehrung
1945 standen Licht und Dunkel einander zu gleichen Teilen gegenüber. Dieses Verhältnis hat es nie zuvor auf Erden gegeben. Aus irdischer Sicht eine Pattsituation, doch tatsächlich war es die geistige Grundlage für die Verschmelzung der Pole. Dunkel und Licht waren kurze Zeit identisch und dies veränderte die Polarität auf der Erde. Nun geschah die Umkehrung: Waren geistiges Licht und Dunkel bisher abgestiegen und hatten damit die Macht des irdischen Dunkels gestärkt, so stiegen sie nun gemeinsam auf und begannen damit, die Macht des irdischen Lichtes zu stärken.

Die Zeit wandelte die Wirkung der Pole und das Dunkel erhielt eine neue Bedeutung. Früher stieg es ab, beherrschte und unterdrückte euren Lebensraum und lagerte dunkle Energien in eure planetarischen Körper ein. Es stieg gemeinsam mit euch ab. Nun begann es aufzusteigen, euren Lebensraum loszulassen, alle eingelagerten dunklen Energien aus euren Körpern heraus zu saugen und mit sich zu nehmen – auch wenn es sich aus eurer menschlichen Sicht völlig anders anfühlte. Doch der vorgegebene Weg war Ausleitung: senkrecht hinauf ins Licht – im Transitverkehr durch eure Herzen hindurch. Doch viele Herzen waren noch verschlossen und leiteten das Dunkel um in die waagrechte Ebene eurer Welt, wo es noch manchen Staub aufwirbelte, manchen Schmerz brachte und manchen Menschen in den Tod zog. Dennoch war es aufsteigend – ebenso wie Schmerz und Tod.

Nicht geistiges Licht und Dunkel waren voneinander getrennt, sondern irdisch-menschliches Licht und Dunkel. Doch auch diese wollten sich nun vereinigen. In den Herzen der erwachenden Meister und Menschen stand die Arbeit an, diese Verschmelzung herbeizuführen. Und es war eine harte Aufgabe, denn eure Energien und euer Bewusstsein standen je zur Hälfte im alten Dunkel und im neuen Licht. Ihr musstet euch entscheiden, sie in euch selbst in ein stabiles Gleichgewicht zu bringen oder zerrissen zu werden. Dies erlebtet ihr damals – und viele von euch erleben es heute noch, da ihr immer noch keine wahrhaftige Entscheidung getroffen habt, ganz auf Erden zu sein. Viele der Meister suchen heute noch nach ihrer Aufgabe, ohne erwacht zu sein, ohne wirklich auf Erden angekommen zu sein.

Noch weitere 55 Jahre nach dem Ende des Krieges strahlte das Dunkel des Fische-Zeitalters zur Erde – es herrschte kein Frieden, sondern nur ein Waffenstillstand. Aus eurer menschlichen Sicht rang das Dunkel noch mit dem einstrahlenden Licht des Wassermanns. Doch tat es das wirklich? Immerhin konnte das aufsteigende Dunkel in dieser Zeit die festgesetzten Energien des Grauens der letzten 2000 Jahre aus dem Erdkörper hochziehen – im homöopathischen Prinzip. Es war ein Übergang von finster nach kristallklar, der seine Zeit brauchte.

Die Erd-Aura blieb bis zum Ende der 80er Jahre die alte. Sie schützte das Aufsteigen des Dunkels aus dem Erdinneren und das Massenbewusstsein blieb im magnetischen Feld der Fische erhalten. Und das war gut so, denn was glaubt ihr wäre geschehen, wenn eure Menschheit innerhalb von 6 Monaten ihr Bewusstsein, ihre gesamte Wahrnehmung und Orientierung verloren hätte – einfach weil zu schnell zu viel Licht eingestrahlt wäre? Dies wäre schlicht das endgültige Ende eurer Evolution und damit wäre alles umsonst gewesen. Immer trug die Inkarnation geistiger Generationen und das langsame Erwachen der Lichtarbeiter, Lichtträger und Meister in der Zwischenzeit Früchte und löste im August 1999 schließlich das letzte Zerstörungspotenzial vom Planeten ab. Es war in der Tat eine spannende Zeit, denn hierin bestand die alte apokalyptische Prophezeiung: die Zerstörung des Planeten Erde selbst.

In dieser Zeit fand auch in euren Körpern eine große Wandlung statt. Euer Bewusstsein öffnete sich langsam und bereitete die innere Verschmelzung der Pole vor. Eure Körper wurden lichter, strahlender und blieben länger jung.

Im Mai 2001 hatte die Sonne des Wassermanns den Himmel endgültig „erobert“. Sie führte euch in das Zeitalter eurer Lichtkörper mit der Forderung an euch, nun (endlich!) auch selbst über eure letzten Schatten zu springen.

Die Generationen der abgestiegenen Meister
Natürlich haben zu allen Zeiten Meister auf Erden geweilt. Ohne ihre Musik, Gemälde und Erzählungen wäre die Menschheit in den finsteren Zeiten kaum überlebensfähig gewesen. Doch schauen wir uns nun jene an, die in diesem Zeitenübergang zur Erde kamen.

Vorab erinnern wir euch noch einmal an das Prinzip:

  1. Jegliches geistige Licht hat auf Erden keinen Einfluss und keine Kraft. Dort ist es zunächst reines Potenzial – die Möglichkeit Kraft zu werden.
  1. Kraft auf Erden entsteht, indem Potenzial durch einen Widerstand geht – durch die Gegenkraft.

Das bedeutet für euch alle: Geistiges Licht braucht irdisches Dunkel, um Kraft, Ausdruck und Macht zu werden. Macht ist nichts anderes als das vollkommene Gleichgewicht zwischen „Himmel“ und „Hölle“ – auf Erden. Diese Macht hatten alle abgestiegenen Meister Selbst zu erlangen und niemand konnte ihnen dabei helfen – weder der Himmel noch die Hölle und schon gar nicht die Erde.

So konnten herabgestiegene geistige Potenziale und Meister sich entfalten oder weiterhin brachliegen. Sie sind auf Erden goldene Samen, die keimen müssen, um Bäume des Lebens zu werden, die die Menschen mit ihren Früchten nähren. Lichte Geisteskraft braucht dunkle Erdenkraft, um Mensch zu werden. Lichte Geistesliebe braucht tiefste Räume von Schmerz, Gewalt und Ohnmacht, um Erlöser zu werden – also zog jedes goldene Samenkorn in den dunklen Boden.

So haben viele geistige Meister für ihre Inkarnation dysfunktionale Familien und gewalttätige Umfelder gewählt. Dies barg immer ein Risiko: Sie konnten ihre hohen geistigen Kräfte auf einem harten Weg verkörpern und ausstrahlen – oder vergessen, zerbrechen und unerwacht zurückkehren.

1. Pioniere
Die Ersten der Dreifachen Zeit waren die Pioniere. Sie kamen – in der dunklen Zeit noch vor dem Morgengrauen – Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts zur Welt um bereit zu sein wenn die ersten Strahlen über das Firmament kommen und das noch unsichtbare Licht erscheint. Auch sie blieben lange unsichtbar in ihrem Auftreten und Werk. Zu ihnen gehören die Theosophen und Eingeweihten der sogenannten okkulten Gesellschaften.

Sie waren „Verschmolzene“: Die weibliche Geisteskraft, vor Jahrtausenden von der Erde fortgerissen, war in ihnen lebendig und dadurch war auch ihre männliche Kraft ausgeprägt und stark. Gleichgültig, ob sie in männlichen oder weiblichen Körpern kamen, war ihr inneres Gleichgewicht zwischen diesen beiden Ur-Polen groß – und ihre Ausstrahlung daher machtvoll. Sie konnten in beide Richtungen tief fühlen und empfinden: Sie blickten den Menschen ins verdunkelte Herz und empfingen gleichzeitig die Botschaften der Meister des Lichts. Die Pioniere der Neuen Zeit waren von tiefer Intuition und kristallklarer Gedankenkraft – und sie gaben nicht auf.

Sie waren die erste verkörperte Generation der Nachfahren Christi am Ende der Zeit, die den Reigen der Lichtbringer eröffnete. Sie waren die Wegbereiter und Vorfahren der Lichtträger, Indigos und Kristallwesen. Ihre Aufgabe lag darin, ihr irdisches Zellbewusstsein zu öffnen, die Mysterien des Lebens aus den geistigen Räumen zu empfangen, zu dekodieren und auszustrahlen. Sie sollten nach Zeitaltern die Mysterien in ersten Büchern wieder unter die Menschen bringen. Sie waren Verborgene. Ihr Ruf glich dem Ruf Jesu in der palästinensischen Gesellschaft: Wenige liebten und viele verteufelten sie. So nahm ihre Arbeit und deren Verbreitung in eingeweihten Kreisen ihren Anfang.

2. Geschichtenerzähler
Nach ihnen kamen die Geschichtenerzähler und Stummfilmpioniere, die Filmemacher und Comic-Väter – auch sie waren Meister des kosmischen Bewusstseins, denn die Mysterien des Lebens sollten alle Menschen, alle Schichten der Gesellschaft und alle Reife- und Unreifegrade des Bewusstseins erreichen. Diese Meister bedienten das Massenbewusstsein, das keinen anderen Anspruch hatte als Entspannung, Unterhaltung und Ablenkung – zu Recht in dieser dunklen Zeit! So wurde das atlantische Erbe auch in bezaubernde Geschichten, Comics und erste Filme verpackt – und in die Welt geschickt.

Anfang der 30er Jahre folgte eine weitere Generation der Übermittler und Geschichtenerzähler. In ihren Einweihungs-Büchern, Science-Fiction-Romanen und Erzählungen offenbarten sie erste Einblicke in die Pyramiden des Stier-Zeitalters, in die Welten der Atlantischen Priesterschaft und der Galaxien – in die Vergangenheit eures eigenen Lebens. Gemeinsam mit dem einstrahlenden Licht und dem aufsteigenden Dunkel erfolgte hier eine erste Welle der kollektiven Erinnerung an euch selbst, an jene untergegangenen Kulturen und Völker sowie an die Momente der Erleuchtung, die Teil eures eigenen Erbes sind.

Die Verbreitung der Mysterien geschah auf jedwede Art. Das Bewusstsein aller Menschen war zu berühren und auch: zu erschüttern. Und was konnte schöner sein, als von Leben, Licht und Liebe erschüttert – von euch selbst berührt zu werden? Der Geist des kosmischen Lichtes durchdrang alles so Erschaffene lange bevor das Licht selbst sichtbar wurde. Die Menschen nahmen diesen Geist auf, atmeten ihn ein, lange bevor sie seiner gewahr wurden und ihn erkannten. Eure Zellen öffneten und erinnerten sich, lange bevor euer Herz es tat. Schaut ihr die Geschichten an, so ging es immer um dieses eine Thema:

Dunkel + Licht = Erfüllung

Immer drohte das Dunkel in übermächtiger Form, wie ihr es in den letzten Jahrtausenden erlebt habt. Immer erhob sich das Licht gegenüber dem Dunkel, wie es in diesem Zeitenwandel geschieht. Immer schienen Licht und Dunkel miteinander zu kämpfen und doch liebten sie einander – und nur Liebe und Licht konnte töten. Betrachten wir zwei große zeitgenössische Epen.

Dunkel stärkte immer die Kraft des Lichtes. Diese Gesetzmäßigkeit eures Lebens findet ihr im „Herrn der Ringe“. Nur jene Lichten, die nicht reinen Willens waren, fielen dem Dunkel zum Opfer. Kein wankelmütiges Licht kann das Dunkel bezwingen und kein Licht, das selbstsüchtige Interessen hat. Denn Wankelmut und Selbstsucht sind die Domäne des Dunkels, das die Halbherzigen einsaugt. Und immer konnte das Dunkel erst bezwungen werden, wenn das Licht aller Schlacken entledigt und makellos war. Alle haben bis aufs Blut gekämpft, bis sie „nackt in der Dunkelheit“ waren. Auch ihr wart in dieser Zeit der kollektiven Kreuzigung des Lebens nackt in der Dunkelheit – bis aufs Blut abgekämpft.

Dunkel erlöst sich im lichten Glanz von Treue, Kraft und Hingabe. Nur die Waffen des Lichtes können das Dunkel erlösen: Liebe, Mitgefühl und Entschlossenheit. Richtet eure Aufmerksamkeit auf die Elbenschwerter und ihre erlösende Kraft. Während die Waffen des dunklen Herrschers Schattentod säten und eure Seelen in untote Räume zwang, erlöste der Lichttod durch die Waffen der lichten Völker eure Jahrhunderte alten Schattenleben. Genau dies war das Thema eurer Dreifachen Zeit. Nicht geht es um Tod oder Leben, sondern um Schatten oder Licht, denn beides kann im Tod und auch im Leben herrschen. In Mittelerde findet ihr alle Schattierungen des dunklen Lichtes und des lichten Dunkels, des „geliebten Bösen“ und des „gehassten Guten“. Sogar die Wurzeln eurer alten Sprachen findet ihr bei den Elben wieder. So heißt „Atalanta“ in der Quenya-Sprache: „gefallenes Land“ oder „gestürzter Mensch“ – das Leben im Schattentod. Dort sind es die Numenorer, hier seid ihr es.

In „King Kong“ ist es die Begegnung zwischen dem sanften weiblichen Licht – winzig klein, hilflos und ausgeliefert – geopfert und dem Tod geweiht, und jenem gigantischen männlichen Wesen des bestialischen Dunkels – wild, mordend und einsam. Dieses Verhältnis entspricht exakt der Gegenwart des maskulinen und femininen Geistes auf Erden in den letzten Jahrtausenden.

Doch sie bezwingt die Bestie. Bezwingt sie sie? Nein, sie spürt die Flamme in der Finsternis dieser Bestie – ihre Einsamkeit, Macht und Liebe. Und inmitten der dunkelsten Stunde dieser Begegnung blitzt etwas auf, eine unergründliche Verbindung zwischen diesen beiden, ein Wiedererkennen und eine alle Angst fortspülende Sehnsucht nach Verschmelzung. Todes-Angst schlägt um in Lebens-Sehnsucht, in eine unergründliche Liebe, die alle Grenzen eurer engen Welt durchbricht. Licht liebt Dunkel und Dunkel folgt Licht in dieser Zeit, um sich aus der Einsamkeit des Grauens zu erlösen – wie in eurer Wirklichkeit so auch in dieser Geschichte, die vor euer Wirklichkeit geschrieben wurde.

So folgt das Monstrum dem Mädchen, verlässt seine einsame Welt der Dunkelheit, bricht auf in ihre Welt der aufgehenden Sonne (New York, um 1920), um dort zu sterben. Liebe tötete die Bestie. Sie streckte ihre Hand aus und es starb, denn der wahre Tod ist ein Akt der Liebe.

In der Tat, Dunkel stirbt nur durch Liebe, ihr Lieben, nicht durch euer kleines Licht, das von Zweifeln und Wankelmut, von Schuldgefühlen und Ängsten durchzogen ist. Dunkel erlöst sich durch eure grenzenlose, leidenschaftliche Liebe – frei von Verstand, Absicht und Ziel. Es ist die feminin-geistige Liebe, getragen und ermächtigt vom maskulin-geistigen Willen.

Teil 2 findet ihr hier: Zeitenwende – Teil 2

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