5 Wege aus der Angst

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5 WEGE AUS DER ANGST

Angst ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Menschen und in vielen Situationen hilfreich und auch sinnvoll. Laut der Gesellschaft für Angstforschung gehören Angststörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. www.angstforschung.org

Vielen Menschen ist der Alltag zu stressig. Es gibt sehr viele Informationen, Werbung, Daten und Arbeit und viel zu wenig Freizeit, Zeit und Luft zum Durchatmen. Dies führt nachweislich zu Stresserkrankungen und schadet unserer Gesundheit. Angst ist eine Form davon.

Wenn Angst unbegründet auftritt, dann ist sie eine Erschöpfung unseres überstressten Nervensystem. Verzweifelt suchen wir nach einer Lösung im aussen, dabei liegt die Lösung in uns selbst.

Was passiert bei Angst im Körper?

Angst löst chemische Prozesse im Körper aus. Drüsen werden aktiviert und Hormone ausgeschüttet. Dieser Cocktail stimuliert den Sympathikus aktiver und wacher zu sein und schärft unsere Sinne. In diesen Situationen ist es uns unmöglich in die Ruhe und Entspannung zu kommen, denn Gefahr droht und alle Systeme sind alarmiert. In einer solchen Situation können wir auch nicht logisch denken, denn alle Systeme sind auf Flucht und Kampf ausgerichtet.

Jedes mal wenn wir daher Angst haben, dies Kommunizieren, darüber nachdenken oder auch das Gefühl von Angst haben, trinken wir einen giftigen chemischen Cocktail, der in unserem Inneren negative Prozesse auslöst. Gleichzeitig werden wir Handlungsunfähig für Entscheidungen oder Kommunikation und handeln nur noch Impulsiv.

In der Regel gleicht der Körper diese Stoffe nach der Bedrohung oder nach dem Gefühl wieder aus und Glück und Freude kehren zurück, doch wenn die Angst täglich zur Gewohnheit wird kommen wir in ein Ungleichgewicht und der Körper kann dauerhaft erkranken.

Angst spannt das vollständige körperliche Muskel- und Nervensystem an und alle Botenstoffe laufen auf Hochtouren. Besonders die Bereiche, die gerade aktuell betroffen sind: Herz, Magen, Muskeln, … sind äußerst angespannt und verspannt. Das wirkt sich auch auf die Organe aus.

Selbst in der Gehirnforschung wurde festgestellt, dass Angst das logische Denken vollkommen ausschaltet und der Mensch nur noch Schwarz oder Weiss sehen kann. Alles andere blendet er aus.

Der ganze Körper stellt sich auf Flucht oder Kampf ein und gerät in helle Aufregung.

Für die Notsituation ist dies super und auch für das Überleben wichtig. Im normalen Alltag kann diese Reaktion uns mehr schaden, als das sie hilfreich wäre. Es gilt daher dieser ANSPANNUNG / VERSPANNUNG und KONDITIONIERUNG entgegen zu wirken. Wie kommen wir daher aus der ANGST raus?

Zuerst ist es wichtig, seine Angst zu beobachten. Denn manche Ängste sind sinnvoll und andere wieder nicht. Hier kann man mit einer Selbstbeobachtung schon mal sehr viele Erkenntnisse über seine aktuelle Situation erlangen.

Ist die Angst begründet, sollte man handeln. Wenn man nicht weiss was man machen soll, sollte man sich Hilfe und Unterstützung suchen. Generell ist es hilfreich einen Freund oder Vertrauten zu haben, der unbeteiligt auf unsere Muster schaut und uns unterstützt diese zu analysieren.

Bei sehr schlimmen Angststörungen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, damit diese transformiert und geheilt werden können.

1. Ernährung, Heilfasten und Detox – BASISCH WERDEN

Eine gesunde Ernährung kann deinen Körper basisch machen. Ein basischer Körper ist in allen Bereichen entspannter und gesünder. Zudem ist der Körper fähig, alle ausgeschütteten Stoffe im Inneren besser zu verarbeiten und auch wieder schnell abzubauen.

Heilfasten ist grundsätzlich gesund für den Körper. Man verzichtet für 1-10 Tage auf stark verarbeitete Lebensmittel und ersetzt diese durch natürliches Obst und Gemüse und frische gesunde Getränke.

Besonders das Basenfasten ist für jegliche emotionale Themen, oder Angst wirklich hilfreich. Denn ein basischer Körper ist harmonisch und ausgeglichener.

Unser Körper räumt in dieser Zeit mal richtig auf. Besonders, wenn du viele Vitamine zu dir nimmst, unterstützt du damit auch noch dein Nervensystem, das durch den Stress und die Angst viele Vitamine verbraucht hat.

Mit einer gesunden Ernährung gehst du auf Nummer sicher, was deine Emotionen und Gefühle angeht und unterstützt gleichzeitig noch den restlichen Körper für die Reparatur aller Zellen.

2. Ins Hier und Jetzt kommen – ATMEN

Angst existiert nur an drei Orten in der Zeit.

Erstens im Hier und Jetzt, wenn wir wirklich einer Gefahrensituation gegenüberstehen und schnell reagieren müssen. Dann ist sie auch gerechtfertigt und nötig und unterstützt uns schnell handeln zu können. Nach der Gefahrensituation baut der Körper den Stress eigenständig wieder ab, weil du dies überstanden hast.

Zweitens in der Zukunft. Unser Geist warnt uns vor Gefahren, die kommen könnten. Diese Gefahren sind noch nicht eingetreten, werden aber schon jetzt als Bedrohung von uns wahrgenommen. Der Körper reagiert ebenso, als wäre die reale Bedrohung hier und versetzt den Körper in Stress. Stress vermindert unsere bewusste Jetzt Wahrnehmung und lässt uns blind durch das Leben laufen.

Die Zukunft hat somit einen Einfluss auf uns, aber die Bedrohung ist nicht wirklich hier. Daher bauen wir die Stoffe auch nicht wieder ab. Angst vor der Zukunft ist daher nicht gesund, hier solltest du mit deinem Geist arbeiten und dir bewusst machen, dass du im Hier und JETZT nicht in Gefahr bist.

Drittens im Körper durch Ablagerungen von vergangenem Stress aus unserer erlebten Vergangenheit. Diese Ablagerungen nennen wir Konditionierungen. Sie erfüllen jetzt keinen Sinn und Zweck mehr, wirken aber bei jeder Situation, in der wir uns getriggert fühlen erneut, als wäre die Situation gerade hier. Diese Ablagerungen sind sehr störend für den Alltag und müssen aufgelöst werden.

Zum Beispiel bist du vielleicht mal mit einem RAD gestürzt oder dich hat ein Tier gebissen. Seitdem zuckst du immer zusammen, wenn du ein Rad oder das Tier siehst. Dies sind Erlebnisse, die heute noch Einfluss haben. Auch diese sollten aufgelöst werden, denn die Gefahr ist nicht REAL, nur in unserem Inneren sehr aktiv und vergiftet unseren Körper.

Die einzige Zeit die wirklich real ist, ist das Hier und Jetzt. Die Vergangenheit ist vorbei, dennoch beeinflusst sie jeden Tag. Die Zukunft ist noch nicht da, dennoch kann sie uns beeinflussen. Die Gegenwart ist der einzige Moment, in dem wir wirklich leben und alle Themen aller Zeiten auflösen können.

Meine Tipps daher für diesen Bereich:

Komme ins Hier und Jetzt durch ATMUNG. Sollte dich etwas triggern, das aus der Vergangenheit stammt, so handelt es sich meist um eine Erfahrung in der mal Gefahr bestanden hat. Atme tief ein und überprüfe ob jetzt wirklich ebenfalls eine Gefahr aktuell besteht. Bringe dich über die Atmung ins Hier und Jetzt und fühle ob sich das Angstgefühl damit auflöst. Werde dir gleichzeitig bewusst was passiert.

Die gleiche Technik kannst du anwenden, wenn du negative Nachrichten über die Zukunft hörst oder an die Zukunft denkst und Ängste dadurch hervorgerufen werden. ATME tief ein und komme dadurch wieder im hier und jetzt bei dir selber an.

Praktiziere aktive Bauchatmung. Wer atmet, denkt nicht. Wer denkt, atmet zu wenig.

3. Das Nervensystem beruhigen – Meditation

Oft ist das Nervensystem nicht mehr in Balance. Zu viel Stress, Aufregung und Ängste haben nicht nur alle Vitamine verbraucht, sondern auch das Nervensystem vollkommen durcheinander gebracht.

Das Nervengeflecht im Körper wird bei jeder Angstreaktion zusammengezogen, damit das Herz und der Stoffwechsel schneller funktioniert. Andere Organe wie der Magen werden in ihrer Arbeit eingeschränkt, damit die Energie auf die Lebenswichtigen Organe umgelenkt werden kann.

Besteht eine dauerhafte Angst, kann dies die Organe dauerhaft in einer Fehlposition halten. Ruhe ist dann nicht mehr möglich, innerlich ist immer alles in Aufruhr.

Angst kann daher reduziert werden, wenn man sich aktiv der Meditationspraxis und dem Entspannungstraining hinwendet. Auch in YOGA werden diese Techniken angewendet, ebenso wie Atemtraining.

Meditation hilft nicht nur ins Hier und jetzt zu kommen, es trainiert auch den Parasympathikus (Entspannungsnerv), der für Entspannung und innere Ruhe zuständig ist. Bei einem Hecktischen Leben ist dieser meist völlig erschöpft.

Laut der Neurowissenschaft und Gehirnforschung unterstützt Meditation nicht nur die Entspannungsreaktion im Körper. Es unterstützt auch eine verbesserte Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit und Atmung. Meditation beeinflusst das Gehirn positiv und ermöglicht eine ruhige und friedliche Persönlichkeit zu schulen.

4. Entspannung durch Sport und Bewegung

Sport und Bewegung gelten als Therapie für viele Geistes- und Gefühlskrankheiten, so auch ANGST. Sport und Bewegung erzeugen Energie im Körper und lenken die Aufmerksamkeit des Geistes auf körperliche Prozesse. Es ist das gleiche Prinzip wie mit der Atmung, nur das wir beim Sport atmen müssen.

In vielen Situationen ist es Menschen nicht möglich, Ruhe in einer einfachen Situation, wie in der Meditation zu praktizieren, da die Emotionen, Gefühle und Gedanken zu stark sind. Dann ist es hilfreich eine Sportart zu praktizieren.

Tanzen, Joggen, Spazieren, Wandern, Bewegen, Yoga, Fitness Studio und Sport können alle Gefühle im Körper ausgleichen. Zudem bringt eine Sportart den Menschen in einen anderen körperlichen Zustand, der Stoffwechsel wird aktiv genutzt, positive Hormone werden ausgeschüttet, der Körper wird bewegt so wie es in der Gefahrensituation auch gewesen wäre und die Harmonie wird schnell wieder hergestellt.

So sind die Hormone und der Chemiecocktail aktiv in Bewegung umgesetzt und stressen den Körper nicht weiter.

5. Mindmapping und Rollenspiel

Wenn wir erste Hilfe geleistet haben und die Angst wieder geht, ist sie doch nicht aufgelöst. Es gilt sich die Themen anzusehen. Nicht in der aktuellen Situation, sondern anschließend. Am besten auch mit einem guten Freund oder Vertrauten, damit man einen anderen Blickwinkel erhält.

In der Regel ist es wichtig sich seine Ängste sichtbar vor Augen zu führen. Setze dich selber damit auseinander. Schreibe die Angst auf ein Blatt Papier und analysiere in welchen Situationen sie auftritt.

Du kannst auch einen Freund bitten, dich dabei zu unterstützen. Anschließend kannst du dir die Situation im Geiste vorstellen und dir alternative Handlungsweisen überlegen. Angst kann man aber nicht wegdenken. Daher ist es wichtig die Ursache zu beseitigen.

Wenn wir das Beispiel mit dem Tier nehmen, ist es wichtig die ursprüngliche Situation anzugehen, die die Angst ausgelöst hat. Wenn wir immer Angst vor der Zukunft haben, wenn wir Nachrichten gehört haben, reicht es einfach den Fernseher abzuschalten.

Frage dich innerlich einfach mal: Was wäre wenn, ich anders handeln würde. Was wäre wenn, ich diesmal keine Angst hätte? Welche Alternativen habe ich in dieser Situation. In der Angst kannst du nicht wählen, aber du kannst dich vorher schon mal für eine Alternative entscheiden, die dann greifbarer wird.

Wenn es zum Beispiel um ein Vorstellungsgespräch geht, kann dir Übung und Praxis helfen, die Angst abzubauen. Dann kann dein Freund dich dabei unterstützen, indem ihr das Vorstellungsgespräch durchspielt.

Mir hat es immer geholfen, meine Ängste ernst zu nehmen und auf den Grund zu gehen.

Wenn es sich um wahre Gefühle handelt, kann ich so meinem Körper besser vertrauen lernen. Wenn es sich um eine Emotion gehandelt hat, die jetzt aktuell blockierend war, habe ich diese immer als Herausforderung wahrgenommen in meine eigene Freiheit zu kommen und mich damit zu beschäftigen, wie ich diese Angst wieder los werde.

Ich habe mich daher allen Ängsten gestellt, die im Hier und Jetzt keinen wirklichen Sinn ergeben haben. Das hat mich wirklich befreit und stärker werden lassen.

Fakt ist: Angst blockiert uns im Leben und schränkt uns massiv ein.

Sie kann unseren Körper krank machen und zu dauerhaften anderen Folgeerkrankungen führen, so wie Stress. Daher ist es wichtig, sich dem aktuellen Thema zu stellen und es anzugehen.

Finde einen WEG, der dich in die RUHE führt und die ANGST wird gehen. Beruhige dein Nervensystem, damit es wieder korrekt funktionieren kann. Nutze Meditation, Yoga, Entspannung und Atmung, um ins hier und jetzt zu kommen, damit du dir dein Leben anschauen kannst. Nur im Hier und Jetzt lebst du wirklich. Nur im Hier und Jetzt bist du Handlungsfähig.

11.09.2022
Love
Michaela Molls 
Botschafterin der Neuen Zeit, Autorin und 
Gründerin www.Atlantis-Kultur.de


Michaela-Molls-Portrait-2020Michaela Molls

Ich bin viele WEGE gegangen, alle haben zu meinem jetzigen SEIN geführt, welches ich nun voller Dankbarkeit lebe und auslebe. Es macht mich glücklich angekommen zu sein. Ich bringe die alten Schriften zurück und damit Atlantis selbst. Jedes Buch, jede Vollendung meines Handelns trägt ein Stück zur Neuen Zeit bei.
Jeder kann seine Visionen leben und verwirklichen, wenn er beginnt sich selber zu vertrauen, sich zu lieben und so anzunehmen wie er wirklich ist.
cover-energetika-michaela-mollsIch möchte dich ermutigen diesen Schritt zu machen, denn es war das beste was mir je passiert ist.
Wenn du aktiv die Neue Zeit erschaffen möchtest und dich Atlantis ruft spiritueller Botschafter für die Neue Zeit und den Wandel zu sein – fühle rein und Lasst uns die WELT erschaffen die einen lebenswerten Ort für alles Leben ermöglicht und uns renaturalisieren und harmonisieren, damit wir alle zusammen schwingen können.
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