Achtsamkeit in Unternehmen: Mehr Schein als Sein?

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Achtsamkeit-in-Unternehmen-Andrea-Riemer-workplaceAchtsamkeit in Unternehmen: Ein Hype?

Achtsamkeit in Unternehmen ist ein Riesenthema seit einigen Jahren. Gemeinschaften wie Unternehmen sind erstaunlich weit in Achtsamkeitsfragen. Mindful Business und Conscious Leadership … da wird man wach. Das hat was. Da macht man gerne mit. Wenn man Veranstaltungen zu Achtsamkeit in Unternehmen besucht, dann trifft man auf eine Reihe von Achtsamkeitsverantwortlichen und Achtsamkeitsbotschaftern von vor allem größeren Unternehmen.

Es geht ja um das wertvollste Gut – um die Mitarbeiter. Da lohnt Achtsamkeit in Unternehmen allemal. Natürlich ist alles ein bisschen eine Modeerscheinung. Doch – man stellt sich dem Thema. Das ist begrüßenswert. Dies ist der erste Schritt. Die Verknüpfung mit Achtsamkeit, Bewusstsein, Führungserfolg und Führungsversagen bleibt noch vielen unerschlossen.

Mit fast 20 Jahren Führungsverantwortung und als Auch-Unternehmerin bin ich eine aufmerksame Beobachterin dessen, was sich in Achtsamkeitsfragen und in Unternehmen dazu tut. Sprache, Verhalten untereinander, Führungsfähigkeit, Führungsversagen (das versteckt man gerne), achtsame Mitarbeiter untereinander, Achtsamkeit in Unternehmen in der Führungsetage.
Alles hehre Ansprüche. Ist Achtsamkeit in Unternehmen ein Hype? Ist Achtsamkeit in Unternehmen mehr Schein als Sein? Diesen Frage gehe ich in diesem Essay nach. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild.

Sind achtsame Mitarbeiter und Führungskräfte noch immer die Ausnahme?

  • Sind wir viel eher mit überforderten Führungskräften denn mit bewussten Führungskräften konfrontiert?
  • Wie geht man im Alltag mit Stress um? Reichen Räume für Meditation aus, um Achtsamkeit einen Rahmen zum Training zu geben?
  • Wie sieht es mit Kursen zu Meditation und zur Reduktion von Stress aus? Ist ein regelmäßiges Training zum Abbau von Stress z.B. durch Meditation überhaupt in den Arbeitsalltag einbaubar?
  • Wie wichtig ist bewussten Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter?
  • Wie lässt sich Führungserfolg über Achtsamkeit und Bewusstsein erzielen und welche Folgen sind damit verbunden?

Lesen Sie dazu einige Gedanken aus eigener Anschauung.

Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld – Depression, Disruption, StartUps, Giganten. Wie passt das mit Achtsamkeit in Unternehmen zusammen?

Die aktuelle gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Lage kann spannender nicht sein. Es wird viel über die Wichtigkeit des Menschen geschrieben und gesprochen. Ich habe dazu einen Beitrag mit Megatrends auf dieser Plattform verfasst. Die Palette an Themen wird mehr und mehr – auch wenn es schon gar nicht mehr glauben mag. Die Verknüpfungen zwischen Bereichen werden intensiver, enger und gleichzeitig wechseln sie rasch. Da kenne sich noch jemand aus … es kennen sich auch nur mehr sehr wenige tatsächlich aus.

Interessant ist auch die Palette an Akteure, die oft irgendwie mit den Trends und Themen vermischt werden. Zugegeben, es ist nicht ganz einfach, die handelnden Personen, Entitäten und Themen auseinanderzudröseln. Vom analytischen Standpunkt her halte ich es dennoch für erforderlich, es zu tun. Ansonsten blickt man durch die Komplexität nicht durch und landet in einer neuen Form des Burnout.

Auch hier gilt: wer heute ach so wichtig und prominent ist, kann morgen schon wieder in der Versenkung verschwunden sein. Daran darf man sich gewöhnen, so anspruchsvoll das für uns als Beobachter sein mag.

Das zeigt meine jahrelange Erfahrung als Unternehmerin, Coach und Beraterin. Mindfulness ist schnell gefordert. Klingt ja auch gut. Doch das tägliche Leben und Erleben erfordert dann eine geballte Ladung an Kreativität. Auch hier kann man schon mal das Gefühl haben, alles wäre erzählt. Das Angebot ist ja auch fast verwirrend und voll von Schlagworten und tollen Methoden.

Meditation am Arbeitsplatz als Achtsamkeit in Unternehmen?

Haben Sie das schon mal gemacht? Wie war die Reaktion darauf? MBSR – eine spannende Methode – schon probiert – googeln Sie doch? Fingeryoga – mein derzeitiges Lieblingsinstrument für den Alltag. Morgen kann alles schon wieder ganz anders sein. Google bietet etwas Neues an. In der Firma gibt es neue Tipps und Tricks, um noch fitter zu werden.

Im Team bringt einer etwas ins Gespräch, das er besonders toll findet. usw. … es ist nie ein sogenanntes Ende in Sicht. Und dann noch die beste Freundin, mit der man schon so viele Seminare und Workshops besuchte – und sich gegenseitig das Herz ausschüttete, wenn es mal drunter und drüber ging – in der Firma und auch sonst. Man könnte immer mehr und besser tun, damit Achtsamkeit in Unternehmen nicht zum Hype verkommt.

So frage ich mich … gibt es so etwas wie einen spirituellen Stress? Lassen Sie das wirken auf sich. Ertrinken wir in einem Überangebot an Kursen und Vorschlägen zur Verbesserung unserer Gesundheit? Einfach zum Nachdenken. Leben wir in einem Spannungsfeld, mehr Achtsamkeit im Unternehmen zu leben und gleichzeitig entsteht ein Druck, ein neuer Wettbewerb dabei? Das war wohl so nicht gedacht, denn Achtsamkeit und Wettbewerb sind ein Widerspruch.

Doch weiter in meinen Gedanken. Einzelpersonen wie Bezos, Musk und Zuckerberg beeinflussen mit ihren Unternehmen ebenso global wie Gates, der ganze Generationen mit seiner Software am Laufen hält. Wie kaufen Sie ihre Bücher, CDs, ihre kleineren und größeren Geschenke? Auf welchen sozialen Medien sind Sie präsent und viel Zeit pro Tag geben Sie dafür? Welches Betriebssystem haben Sie?
Verstehen Sie mich richtig, ich will Sie nicht in Verlegenheit bringen. Ich will Ihnen bewusst machen, dass Amazon, Facebook, Apple (ich habe Herrn Cook vergessen) und Microsoft fast schon ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags sind. Die Angebote sind ja so vielfältig.

Die Richtung der Beeinflussung ist selten zum Wohle des Großen Ganzen, wenn es um Achtsamkeit in Unternehmen geht

– siehe die diversen Abhängigkeiten, das Händlersterben, die Säuberungen im Softwarebereich …. Philantropie schließt nicht automatisch das Wohl des Großen Ganzen ein. Doch auch junge Menschen wie Greta Thunberg, mischen die Szene der alteingesessenen Akteure auf – wenn auch nur kurz.

Doch die Zeit hat eine neue Dimension in sich in der Wahrnehmung erfahren. So kann man die Palette weiter zu NGOs in all ihren Spielformen, Protestbewegungen wie die Gelbwesten, die Brexeteers und Nicht-Brexeteers ziehen – und manche sind innerhalb von ein paar Monaten wieder verschwunden. Doch sie haben Bewegung in alten Systemen bewirkt. Und manche lieben es besonders extrem und sind nun sogar an der Macht.

Es zeigt sich viel relativ Neues, weil Demokratie als Herrschaftssystem hinterfragt wird und nicht mehr unangefochten gilt.

Supranationale Institutionen wie die UN, die EU, die WTO etc. pp. verlieren angesichts von Akteuren wie Trump und Putin samt Xi Jinping zeitweilig an Bedeutung. Disruption als überraschende, das Alte ausräumende Aktion hat seit Trump auch in der Politik Raum erhalten – wer kennt sich da noch aus? Was will der Mann? Was will sein europäisches Pendant Johnson? … einfach zum Nachdenken.

Ich schreibe hier bewusst kursorisch. Den Rest lesen Sie in den Main Stream Medien und den alternativen Kreisen gerne nach. Ich will nur einen Geschmack dessen geben, wo wir übrigens alle herumschwimmen und uns mehr oder weniger gut zurechtfinden. Wird dabei Achtsamkeit in Unternehmen zum Hype? Ist Achtsamkeit in Unternehmen mehr Schein als Sein?

 Welche Rolle spielen Bewusstsein und Achtsamkeit dabei? Beide spielen eine wesentliche Rolle, wenn es um Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Zeitgemäßheit, Stimmigkeit, Gemeinwohl und um Mutter Erde geht. Und darum geht es mehr denn je. Auch und gerade in Unternehmen.

Wie kompetent sind Führungskräfte im aktuellen gesellschaftlich-wirtschaftlichen Umfeld?

Diese Frage stelle ich mir seit Jahren, wenn ich sehe, wie wenig auf die veränderten Schwingungen geachtet wird. Es reicht nicht, zu sagen, wir leben in einer sich rasch wandelnden Welt. Das schreiben wir seit 1989/90. Das ist weder neu noch innovativ.

Was bedeutet heute Führungskompetenz?
Diese Frage stellen sich ebenso wenig wie die Fragen – Wird sie überhaupt vermittelt? Kann man sie erlernen und/oder muss man sie erfahren? Welche Rolle spielen Bewusstsein und Achtsamkeit in Unternehmen dabei?

Zugegebenen – in dem aktuellen Umfeld geht es drunter und drüber. Es ist mehr ein Fahren auf Sicht, wenn überhaupt Sicht gegeben ist. Doch all das geschah nicht über Nacht und im Geheimen. Seit 1989/90 gab es eine Reihe an Markierungspunkten und Wegmarken, die für eine Nachjustierung sorgten. Denken Sie an 2001 mit den Anschlägen in den USA.

Denken Sie an den Herbst 2008, als die Lehman-Pleite eine Sogwirkung entfaltete. Denken Sie an die Griechenlandkrise, die folgte, an die Eurokrise (die eine Banken- und keine Währungskrise war); denken Sie an die gehäuften Terroranschläge in den Folgejahren. Und nun – der Brexit, der uns zwei Jahre irgendwie beschäftigte und 2019 in Atem hielt. Das ist jedoch nur die politische Ebene, die sich natürlich nicht von allen anderen Ebenen abkoppeln lässt. Das ist in komplexen Lage einfach nicht möglich.

Auch die Erkenntnis, dass irgendwie Zyklen zu Ende gehen und Neues beginnt, dass wir in einem großen Übergang leben, ist ebenfalls nicht neu. Nichts von all dem, was heute und morgen als Herausforderung, als Krise, als Disruption gepriesen wird, ist neu. Wer nicht hinsehen will, wird es auch nicht wahrnehmen, selbst wenn es vor der eigenen Haustüre geschieht. Da nützt auch Achtsamkeit in Unternehmen nur wenig.

Führen ist heute mehr und mehr zu einem Verwalten verkommen.

Gestaltend geführt wird kaum mehr. Vielleicht im Kleinen bei StartUps. Doch hier darf man es erwarten, weil es das Wesen von StartUps ist. Doch ich denke an größere Unternehmen, Gemeinschaften, Gesellschaften, Staaten … Kolosse haben sich angehäuft und angefressen. Ein Flugzeugträger oder Supertanker bewegt sich jedoch nur sehr langsam. Achtsamkeit in Unternehmen ist ein Langzeitprogramm.

Umgelegt auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen braucht es sehr dringend eine grundlegende Anpassung. Dabei wird man altes gehen müssen. Es ist wie Panzerstahl und Schlacke. Es hindert am Fortgang. Damit widerspricht es einem Grundprinzip von Leben – Ausweitung&Entfaltung.

Ich war ab 1992 selbst Führungskraft, ab 1997 in der Führungskräfteausbildung und –beratung tätig. Die größten Defizite liegen nicht im Fachlichen, sondern in der Persönlichkeitsentwicklung. Nicht nur dass falsche Leute in Führungsfunktionen sitzen – vielmehr belegen Führungskräfte oft Raum, den sie Kraft ihrer Persönlichkeit gar nicht ausfüllen können. Es fehlt ihnen der gesamthafte Blick und er wurde ihnen nie vermittelt.

Walk the talk ist oft in den Führungsetagen nicht angekommen.

Es geht auch um die Geisteshaltung. Alte strategische Konzepte noch immer anwenden zu wollen, muss zum Fehlschlag führen. Der match, die Stimmigkeit, die Resonanz sind nicht gegeben. Das kann sich gar nicht ausgehen. Strategie von heute hat kaum bis gar nichts mehr mit Strategie von vor 20, 30 Jahren zu tun. Ich schrieb darüber bereits zwischen 2003 und 2011 mehrfach und stieß damit auf taube Ohren. Es wurde als intellektueller Firlefanz abgetan.

Heute weiß ich, dass ich damals bereits richtig lag. Ob es mich freut? Nein – keinesfalls. Mir wäre es deutlich lieber gewesen, wenn zeitgerecht ein sog. strategic adjustment, ein strategischer Schwenk in die neue Richtung gemacht worden wäre. So war man viele Lage meilenweit hinter der Lage, konnte sie nicht gestalten, sondern war als Führungskräfte sehr oft geduldeter Passagier in einem Boot, wo man gerade dabei sein dürfte.

Doch ein Umdenkprozess grundlegender Natur ist kraft der Zähigkeit und Dichtheit des vorhandenen Systems meistens nur mir kreativer Zerstörung möglich. Da geht es dann ans berühmte Eingemachte.

Was bedeutet Führungserfolg jenseits der Bilanzzahlen?

Ich interpretierte Führungserfolg als umfassende Innovationsfähigkeit im Sinne einer Gestaltungsfähigkeit. Zudem bin ich fest überzeugt, dass dies in sehr flüssigen Ordnungen, die zudem sehr beweglich sind, möglich ist. Man muss sich bloß mit dieser neuen Art von Ordnung eingehend auseinandersetzen, neue Methoden und Blickweisen zulassen und den Mut und das Vertrauen zur Gestaltung aufbringen.

Die Börsen dabei immer im Blick zu haben, samt stakeholder – das ist total old school. Schön, dass sich da nun auch etwas zu tun beginnt. Es geht langsam, doch es geht voran. In der höheren Schwingung sind Börsen mit ziemlicher Sicherheit outdated. Es wird andere Institutionen geben, so sie überhaupt gebraucht werden. Denn: Geld hat eine neue, völlig anders geartete Rolle auf der höheren Frequenz.

Erfolg hat für mich sehr viel mit Erfolgen im Sinne von Er-folgen zu tun. Führen ist mit einer Geisteshaltung verbunden, die der veränderten Schwingung entspricht. Es geht mehr denn je um das Erkennen von Wahlmöglichkeiten, von Energiepotenzialen, von Wegen; es geht darum, Entscheidungen zu treffen, die auf Klarheit und Wahrhaftigkeit basieren und den Menschen im Blick haben.

Führen hat mit großem Gestaltungswillen im Sinne des Großen Ganzen zu tun.

Ich schreibe hier nicht nur über die Umwelt, den Umweltschutz. Das erachte ich als eine Musskomponente beim Führen. Es geht um viel mehr. Wo gehen wir als Menschheit hin? Wo können wir überhaupt hingehen? Wen bindet man wie dabei ein? Wer kann was in diesem Prozess zum Wohle des Großen Ganzen? Etc.
Das Große Ganze mag dabei wie eine schwammige Nebelwolke anmuten. Doch es ist der Stern am Firmament, der uns anleitet. Ihn müssen wir auf den Boden holen. Und die Erde – sie ist ein Stern. Also ist der Weg gar nicht so weit und auch nicht kompliziert.

Dieser Zugang, der sich am Wohle des Großen Ganzen orientiert, erfordert eine grundlegende Haltungsänderung.

Ohne dieser ist es more of the same. Ohne diese Änderung ist es wie ein Pflaster, das man über eine alte Wunde drüberklebt. Darunter schwärt das Alte. Wenn dieses Alte nicht gesäubert und ausgereinigt ist, sprich, wenn die innere Geisteshaltung nicht verändert ist, dann gibt es nur mehr eine Verseuchung samt Sepsis des Großen Ganzen. Wollen Sie das?

Ich fühle mich schon gelegentlich als Predigerin für Bewusstsein und Achtsamkeit. Und ich freue mich, dass zahlreiche Unternehmen ganz grundsätzlich etwas in diesen beiden so wichtigen Bereichen tun – für die Führungsetage, und mehr noch für ihre Mitarbeiter. Sie können nur geneigt machen. Sie können nicht zwingen.
Das ist auch im Wesen von Bewusstsein und Achtsamkeit begründet. Entweder es kommt aus einem selbst als dringender Wunsch – oder man investiert das Geld und die anderen Ressourcen besser in Teambuilding oder sonstige spaßige Maßnahmen.

Der Erfolg von Bewusstsein und Achtsamkeit im Gesamtunternehmerischen ist wenig bis gar nicht mit herkömmlichen Instrumenten messbar. Und doch – es gibt deutliche Hinweise, wie sehr ein bewusster und achtsamer Umgang miteinander und mit denen, die einem anvertraut sind, mit dem guten Grundgefühl es Sinnstiftendes für etwas Größeres zu arbeiten, zum Gesamterfolg eines Unternehmens beitragen.

Wie kann man konkret Bewusstsein und Achtsamkeit in Unternehmen leben?

Im Grunde ist ein Unternehmen nichts anderes als eine Einzelperson, wenn es um Bewusstsein und Achtsamkeit geht. Die von mir mehrfach umschriebenen Aspekte gelten im Kleinen wie im Großen, beim Einzelnen wie im Gesamten.
Hilfreich sind beispielhaft:

Sich als Organismus mit Allverbundenheit begreifen
Resonanzen begreifen
Die Lebensprinzipien kennenlernen und umsetzen
Vielfalt in der Andersartigkeit anerkennen
Wie geht man aufeinander zu und miteinander um – jenseits von Workshops und Seminaren – im Alltag?
Druck rausnehmen, immer wieder (nicht erst beim Zusammenbruch) – es braucht keinen Kampf dem Stress, sondern Achtsamkeit und Bewusstsein im Kleinen.
Bewusstsein und Achtsamkeit im Führungsprozess
Bewusstsein und Achtsamkeit im Umgang der Führenden mit Mitarbeitern
Bewusstsein und Achtsamkeit der Mitarbeiter im Umgang miteinander
Bewusstsein und Achtsamkeit im Umgang mit Ressourcen
….

Wir leben heute in einer paradoxen Gesellschaft.

Zum einen leben wir – auch dank der digitalen Medien in verbundenen Gesellschaften. Gleichzeitig leben wir in einer ent-persönlichten und sinn-entleerten Gesellschaft. Wie schaffen wir neue Nähe? U.a. durch gelebtes Bewusstsein und durch geübte Achtsamkeit.

Die Kunst besteht daher darin, Achtsamkeit und Bewusstsein zu erkennen und die verschiedenen Übungen soweit wie möglich als natürlichen Bestandteil des Geschäfts- und des Lebensalltags zu sehen. Kurse dazu sind toll. Sie inspirieren. Meditation als Einstieg ist ganz wundervoll. Doch das Dranbleiben, das ist die große Kunst. Diese lässt sich durch Erkennen erlernen und umsetzen. Dann hat man die Fäden des eigenen Lebens wieder in seinen Händen. Man gestaltet selbst und man gestaltet miteinander – und man wird nicht mehr mehrheitlich gestaltet.

Bewusstsein und Achtsamkeit sind wesentliche Voraussetzungen für Eigenverantwortung und damit auch für ein geglücktes Leben – gleich in welchem Bereich – denn die Trennungen sind letztlich Fiktion. Das Kleine und das Große, der Einzelnen und das Unternehmen, das Unternehmen und die Gesellschaft … alles Spiegelbilder unseres Seins.


25.09.2019
Außerordentl. Honorarprofessorin Dr.habil. Dr. Andrea Riemer, Ph.D
Zur Autorin finden Sie alles Wissenswerte unter:
www.andrea-riemer.de

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Portait-Andrea Riemer-November-2020Andrea Riemer:
nach einer einzigartigen, 25 Jahren umfassenden internationalen Karriere als Wissenschafterin und Beraterin für Sicherheitspolitik und Strategie (Doktorat in BWL, Ph.D. und Habilitation in Militärwissenschaften; außerordentl. Honorarprofessorin), hat sich Andrea Riemer ab 2012 als eine der erfahrensten Buchautorinnen und Vortragenden zu existentiellen Fragen des Lebens in der poetischen Philosophie etabliert.
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