Achtsamkeit Spiritualität und Wissen

Achtsamkeit und Spiritualität in der Gesellschaft angekommen

Achtsamkeit und Spiritualität-1Pool_ASCAchtsamkeit und Spiritualität ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens

Was kann ich unter Achtsamkeit und Spiritualität verstehen? Im Buddhismus hat die Achtsamkeit  einen zentralen spirituellen Stellenwert: Achtsam sein bedeutet, ganz in der Gegenwart, im Hier und Jetzt zu sein und sich seiner Gefühle, Gedanken und Handlungen in jedem Augenblick voll bewusst zu sein (reine Wahrnehmung der Fülle, die sich im Augenblick bündelt, ohne sie zu beurteilen, einfach nur als Zeuge in sich ruhend). Buddhisten üben sich in Achtsamkeit vornehmlich durch Meditation. Buddhistische Meister betonen die Wichtigkeit, Achtsamkeit zu einer das ganze Leben prägenden und durchdringenden Geisteshaltung, Spiritualität, zu machen.

Auch im Westen bedeutet Achtsamkeit im Hier und Jetzt zu sein und zwar nicht nur körperlich, sondern auch mental. Das ist für die meisten Menschen kein Normalzustand. Viele hängen mit ihren Gedanken entweder in der Vergangenheit fest, beschäftigen sich mit Sorgen oder denken über die Zukunft nach. Dieses Denken ist meist von der Hoffnung begleitet, dass sich irgendwann ein zufriedener Zustand einstellen wird. Ein achtsamer Mensch hingegen achtet auf den Moment, ohne ihn jedoch zu bewerten. Das ist der zweite entscheidende Aspekt der Achtsamkeit. Wir neigen dazu, alles permanent zu bewerten. Achtsam sein bedeutet, diese Bewertung sein zu lassen und sich auf das zu konzentrieren, was gerade außerhalb der Gedanken passiert.

Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit

Das geistige Konzept der Achtsamkeit vermittelt die Verbundenheit des Menschen mit allem was ist, dass er also ein Teil eines Ganzen ist. Auf dem Gefühl des Mitgefühls und der Zuneigung berührt Achtsamkeit alle Belange des Lebens.

Häufig wird der Begriff Achtsamkeit mit Aufmerksamkeit verwechselt. Aufmerksamkeit meint  die Fähigkeit bewusst wahr zu nehmen. Der Begriff Achtsamkeit hat jedoch zwei Bedeutungen: bemerken, was gerade geschieht und sich dessen zu erinnern, was heilsam ist. Diese zweite Bedeutung ist sehr wichtig, denn die ethische Dimension der Achtsamkeit ist es, anderen zu nützen und nicht zu schaden. In diese Sinne ist Achtsamkeit nicht nur eine  Meditationstechnik, sondern eine ethische Geisteshaltung die auf Mitgefühl, Frieden und Glück basiert.  In diesem Verständnis liegt die Chance der Entwicklung einer  globalen Ethik, die zu mehr Menschlichkeit und Harmonie auf der Welt führen könnte.

Uwe Taschow

6.9.2018

Quelle: Achtsamkeit mitten im Leben – Anwendungsgebiete und wissenschaftliche PerspektivenMerken

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