Auf ins NEUE NORMAL Was nehmen wir mit, was brauchen wir noch?

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Was nehmen wir mit, was brauchen wir noch?

Die Corona-Einschränkungen sind weitgehend aufgehoben. Viele wünschen sich ein Zurück in den normalen Vor-Corona-Alltag und das so schnell wie möglich. Andere aber sind ambivalent, denn inzwischen haben sie so viel Neues erfahren und vieles gelernt, das sie zumindest nicht ganz aufgeben wollen. Und wieder andere wollen genau diese Chance für einen nachhaltigen Quantensprung nützen und sehr vieles verändern.

Natürlich zählte für jemanden, der wirtschaftlich einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt war, jeder Tag und ich wünsche allen einen guten und erfolgreichen Neustart.

Allerdings war auch wenn das jetzt für manche sehr unangebracht klingen mag – die Krise für eine wirklich große Veränderung zu kurz. Ich spreche hier über Verhaltens- und Systemänderungen, für die man mindestens 90 Tage, also 3 Monate braucht (manchmal auch länger), damit sich Neues sowohl im Umfeld, ganz besonders aber im Unterbewusstsein, einprägt und damit Bestand hat.

Die kommenden 4 Wochen sind entscheidend, wie es weitergeht!
Damit wir gute Erfahrungen als neues Verhalten in unser NEUES NORMAL hinüberretten, sind die kommenden 4 Wochen entscheidend.
Vier Wochen, in denen wir uns besonders bewusst sein müssen, was wir von den positiven Erfahrungen beibehalten wollen und auch, was wir in Zukunft nicht mehr wollen – statt uns mit Volldampf und Freude über das Wiederaufsperren von der Wirtschaft überrollen zu lassen.

Was nehmen wir mit?

In meinen vielen Gesprächen mit jungen, berufstätigen Eltern, Singles und Menschen vieler unterschiedlicher Berufssparten, habe ich folgende übereinstimmenden positiven Erfahrungen gehört, die sie gerne mitnehmen würden:

  • Die Leute sind umgänglicher geworden und freundlicher und es gibt viel mehr Verständnis füreinander. Strikte Zeitpläne, verzögerte Lieferungen, Kinder, die während eines Home-Office-Meetings dringend etwas brauchen, der Drucker, der zu Hause ausgefallen ist etc., vieles ist weniger wichtig als bisher und man entdeckt, dass es die eigentliche Leistung nicht wirklich schmälert.
  • Viele sind Meister in Flexibilität, Kreativität und im Improvisieren geworden. Neue Wege suchen hat teilweise sogar richtig Spaß gemacht.
  • Praktisch alle sagen: „Wir haben ein hohes Maß an neuer Selbstorganisation gelernt.“ Home-Office, besonders mit Kindern, funktioniert nur so.
  • Die meisten haben im Home-Office sogar mehr gearbeitet. Das trifft sowohl für Erwachsene als auch für Kinder zu. Aber das Tempo konnten sie in größerem Maße selbst bestimmen. Das Argument der Kontrolle durch Arbeitgeber hat sich somit erübrigt.
  • Die Zeit der Krise war pure Selbsterfahrung! Die Krise hat auf vielen Ebenen diverse persönliche Schatten an die Oberfläche gebracht, wie Ängste, Unsicherheiten, Beziehungsthemen und Sinnfragen, um nur einige zu nennen. Wir sind nicht mehr dieselben, die wir vorher waren, denn wir sind reicher an Selbsterfahrung und Erkenntnis.
  • Viele haben auch festgestellt: Wir brauchen eigentlich gar nicht so viel Konsum! Allein dieser Aspekt macht das Leben weniger stressig.
  • Praktisch alle, mit denen ich gesprochen habe, machten einen Sprung in der Nutzung digitaler Medien. Meetings über Zoom, Unterricht über Teams, Klavierunterricht über Skype, Yoga mit wieder einem anderen Tool – wir sind flexibel und inzwischen recht geübt darin. Diese Erfahrung wird speziell im Business-Bereich unsere Arbeitsweise und Mobilitätsverhalten ändern. Warum fliegen, wenn es so auch geht?
  • Soziale Kontakte haben eine Aufwertung erfahren. Erst, wenn man sich nicht mehr sehen darf, spürt man, was einem wirklich abgeht. Es sind die Berührungen oder die oft ganz selbstverständlichen, unbeachteten Kleinigkeiten des Miteinanders, die plötzlich ins Bewusstsein gerückt sind und an Bedeutung gewonnen haben.

Das sind nur einige Highlights,

die immer wieder genannt wurden und es gibt sicherlich noch viele andere, persönliche Erfahrungen.
Damit Sie genau das, was Sie in den letzten 7 Wochen dazugewonnen oder positiv erfahren haben, in das NEUE NORMAL hinüberretten, nehmen Sie sich die Zeit und definieren Sie Ihre persönlichen „5 take aways“, die in Ihrem zukünftigen Leben weiterhin Bestand haben sollen?

Ich empfehle Ihnen auch, die Veränderungen mit ihrem Chef und ihren Kollegen zu besprechen, denn keiner von uns allen ist mehr so wie vorher. Jeder und jede hat auf die eine oder andere Art eine Entwicklung gemacht.

Genau das gleiche gilt auch für die Familie. Ich habe großen Respekt für junge Familien, denn sie gehören für mich zu den Helden dieser vergangenen Wochen, die Eltern genauso wie die Kinder! Feiern sie ihre Entwicklung! Selbstorganisation ist jetzt ihre Kernkompetenz! Nützen Sie sie zu ihrem gemeinsamen Besten!

Was brauchen wir noch?

Krisen haben immer das Potenzial für einen Neustart und positive Veränderung. Jetzt – genau jetzt – ist das Fenster offen dafür. Wenn der normale Alltag angelaufen ist und wieder in gewohnten Bahnen läuft, sind Veränderungen viel schwieriger.

  • Achtsamkeit, Innehalten und Ausmisten wären jetzt an der Reihe, auch wenn das wie das Gegenprogramm zum zügigen Wiederaufbau klingt. Diese Achtsamkeit und das Innehalten ermöglichen es uns zu fragen:„Was machen wir da eigentlich, ist das wirklich sinnvoll? Brauchen wir das wirklich, nach unseren neuen Erfahrungen? Macht es uns glücklich?
    Ich bin ziemlich sicher, dass wir alle auf überraschend viele Aktivitäten kommen, die diesen Fragen nicht standhalten. Das ist ähnlich wie beim Ausmisten zu Hause, das viele während der Corona-Krise gemacht haben. Jetzt könnte das Ausmisten bei alltäglichen und auch beruflichen Tätigkeiten weitergehen.
  • Neue Beziehungskompetenzen für glückliche persönliche wie berufliche Beziehungen. Egal ob der Lockdown für den Einzelnen eine schöne oder desaströse Erfahrung war, er hat das Thema Beziehungen in den Vordergrund gerückt. Und es liegt jetzt an uns und an jedem Einzelnen, seine eigenen Beziehungskompetenzen zu fördern, sie auf neue Beine zu stellen oder auszubauen. Was ist gut gelaufen? Wo habe ich Probleme gehabt? Was möchte ich verändern? Wovon möchte ich viel mehr haben? Dafür gibt es jede Menge Hilfe, Anregungen und Methoden. Eine davon finden Sie in meinem Artikel „Meine 50% Regel bei alltäglichen Konflikten“. Allein dieser Punkt würde uns als Gesellschaft verändern und zu mehr Toleranz, Umgang mit Frust, Wertschätzung bis hin zur Liebe führen. Unser Leben besteht aus menschlichen Beziehungen, privat wie beruflich, Höchste Zeit diese in jeder Lage gut hinzubekommen!
  • Wertschätzung, Mitgefühl und Liebe. Diese Werte sind in den letzten Wochen in den Tagesordnungen weit nach oben gerückt. Es gibt neue Helden, neue Vorbilder und auch neue Sichtweisen über das, was für Menschen wirklich wichtig ist. Und genau das sollten zentrale Werte in unserer Gesellschaft und Wirtschaft bleiben. Bringen Sie sie ein!
  • Jeder und jede Einzelne ist Teil des Neuen Normal. Ob wir Trash kaufen, uns mit unnötigen Sachen ablenken oder etwas Sinnvolles tun und für uns sorgen, ob wir Mitläufer sind oder kreative Beiträge bringen, es liegt immer nur an uns selber. Natürlich gibt es Zwänge und auch Vorgaben bis hin zu manipulativen Informationen, die uns verschiedene Dinge als essentiell suggerieren, denn so funktionierten Konsum und das gesamte Arbeitsleben bisher. Aber in Zeiten von Krisen haben wir die Chance neue Verantwortungen auszuprobieren. z. B. Verantwortung für unsere Gesundheit. Und nein, es ist nicht allein die Impfung, auf die so viele so sehnsüchtig warten, als wäre sie das Allheilmittel. Impfungen waren in den letzten Jahrzehnten das materielle Mittel der Wahl. Heute haben wir auch andere Ebenen, auf denen wir Einfluss nehmen können. Es gibt so viele alternative Möglichkeiten, die ja bereits vorhanden sind. Und es ist insbesondere unsere gesamte Lebensweise, die unser Immunsystem stärkt oder schwächt. Eine gesunde Lebensweise kann man nicht outsourcen.
  • Neues Denken und neue Zusammenhänge helfen uns in der Entwicklung. Wir alle wissen, dass die Welt mehr als nur eine „materielle Maschine“ ist. Es steckt mehr dahinter!
    Es gibt viele Erklärungsmodelle und noch mehr Erfahrungen, dass mentale und emotionale Prozesse einen wesentlichen Einfluss auf unsere Realität und damit auf unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft haben. Und es gibt energetische Zusammenhänge, die den Alltag massiv gestalten. Menschen schaffen durch ihre Gedanken und Gefühle kollektive Felder, und es ist ein großer Unterschied, ob diese Felder mit negativen Emotionen wie z.B. Angst, Sorge, Hilflosigkeit oder positiven Emotionen wie z.B. Akzeptanz, Wertschätzung, Freude gespeist werden. All das sind Formen von Energie. Mit Ihrer Energie tragen sie also wesentlich zum kollektiven Alltag bei. Daher hat jeder von uns eine Mitverantwortung.

Glauben Sie nicht, Sie wären zu klein dafür!

Glauben Sie nicht, den politischen und wirtschaftlichen Akteuren und Systemen ausgesetzt sein zu müssen! Es liegt ganz wesentlich in unser aller Hand, mit welchem Gepäck wir reisen wollen: welche Einstellungen, Werte und Handlungsweisen packen wir in unseren Rucksack für den Weg ins NEUE NORMAL?

Ich wünsche uns allen ein erfolgreiches und besonnenes NEUES NORMAL und – wie die Moderatoren der Nachrichten in Österreich in den letzten Wochen so aufmunternd gesagt haben – „Wir kriegen das schon hin!

16.05.2020
Herzlichst
Helga Pražak
– Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur in Wien (Dr. & Dipl.-Ing.).
– Ausbildung Energetik und Mentaltraining: OMEGA Health®  Coach, Master Top Coach, 7th Sense Life Coach, Geistheilung nach Horst Krohne®, Aura-Reading®, Meditation, Atementspannungstrainer
www.prazak.cc


Mehr zu diesem Thema finden Sie in meinem neuen Buch: 

Prazek-Cover-Buch-3DBUSINESS ENERGETIK – Wie Sie mit Achtsamkeit und Intuition Ihren Berufsalltag meistern und Grenzen überwinden, erschienen 2017 im Verlag Edition Summerhill.

Eine Leseprobe und Informationen zum Buch: https://www.book2look.com

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