Authentisch sein – wie uns Authentizität befreien kann

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p-frau-adult-beautiful-faceAuthentisch sein – wie uns Authentizität befreien kann

Jeden Tag gehen wir zur Arbeit oder zur Uni oder besuchen Freunde und Verwandte. Wer genug Zeit hat, widmet sich außerdem einem Hobby oder Lebensziel. Einige Menschen leben auch einfach in den Tag hinein.
Alles schön und gut.
Aber das Leben verläuft nicht immer geradlinig. Es hält unzählige Überraschungen für uns bereit. Am weitreichendsten sind wohl diejenigen Überraschungen, die mit dem Wandel unseres Denkens zu tun haben.

Äußerer Besitz und innere Entwicklung

Eine Wohnung zu verlieren, ist zwar unbequem, bringt aber nicht notwendigerweise große Veränderungen mit sich. Man verliert seinen ganzen Besitz, bekommt irgendwann eine neue Wohnung und neuen Besitz oder gewöhnt sich an ein Leben ohne Obdach.
Das habe ich erlebt, während ich Abitur machte. Ich musste als Oberstufenschülerin zum Teil bei fremden Menschen und in Heimen übernachten, weil ich mir keine eigene Bleibe leisten konnte. Tagsüber ging ich zur Schule, nachmittags arbeitete ich als Journalistin, und am Wochenende trug ich Zeitungen aus.

Äußere Besitztümer sind vergänglich. Sie kommen und gehen, und manchmal hat man es nicht in der Hand.

Aber nicht nur das Äußere ist ständig im Wandel. Auch unser Innenleben entwickelt sich weiter. Im Lauf der Zeit wird uns immer mehr bewusst. Wir erkennen immer mehr, was wichtig ist. Im Idealfall erfolgt die Entwicklung in Richtung höherer Authentizität.

Ehrlichkeit und das Zu-sich-selbst-stehen sind meines Erachtens sehr wertvoll. Wenn man sich dafür entscheidet, geht man ein Risiko ein, denn man kann die Reaktionen anderer Menschen niemals vorhersehen. Seinerzeit lief ich aus meinem Elternhaus davon, weil es das Richtige war. Die Konsequenz war ein hartes Leben mit wenig Geld, aber ich habe diese Entscheidung nie bereut.

Einen guten Eindruck machen

Ein anderes Beispiel ist der Umgang mit anderen Menschen. Einige Menschen verbiegen sich und wollen jedem gefallen. Das kann so weit gehen, dass man sich nicht mehr traut, zu sagen, was einem wichtig ist. Man spaltet Teile des eigenen Wesens ab und verleugnet sich selbst. Hauptsache, jeder mag unser Facebook-Profil und klickt auf „Gefällt mir“.

Am Arbeitsplatz schleimen viele Menschen sich bei ihrem Chef ein, weil sie Angst haben, sonst ihren Job zu verlieren. Diese Angst ist berechtigt, denn heutzutage sind Arbeitsplätze nicht mehr sicher. Aber wollen wir dafür wirklich ständig gegen uns selbst kämpfen und uns selbst untreu werden? Wäre es nicht besser, authentisch zu sein? Angenehmer ist das auf jeden Fall, da es doch unheimlich viel Kraft kostet, jedem gefallen zu wollen.

Im Übrigen ist das auch gar nicht möglich und nicht nötig. Nicht möglich ist es, weil Menschen verschieden sind. Jeder setzt andere Prioritäten. Höflichkeit kann sicher nie schaden. Aber wenn es darum geht, zu sich selbst zu stehen, sollten wir das tun.
Es muss nicht immer negative Konsequenzen haben, wenn man zu sich selbst steht und seine Wahrheit ausspricht. Einige Menschen werden uns ablehnen, und andere werden uns mögen, weil wir sind, wer wir sind.

Wir können uns also zwischen zwei Alternativen entscheiden: Wollen wir wir selbst sein und mit Menschen leben und arbeiten, die unser wahres Selbst akzeptieren? Oder möchten wir uns lieber bis zum Geht-nicht-mehr verstellen und ewig unter Angst leiden, dass jemand uns ablehnen könnte?

Meine Wahl ist inzwischen Authentizität. Doch muss jeder in jeder neuen Situation für sich selbst entscheiden.

Authentizität befreit uns

In den letzten Tagen habe ich denjenigen Menschen, die mir etwas bedeuten, klar gesagt, was ist und was ich denke. Darunter waren Entschuldigungen, Dank, Zuneigung und auch Verbesserungswünsche für die Zukunft. Die Menschen reagierten erwartungsgemäß verschieden, und die Reaktionen zu verkraften, war eine Herausforderung. Dennoch fühlte ich mich anschließend erleichtert und frei.

Nur, wenn wir uns so zeigen, wie wir wirklich sind, können andere Menschen auf unsere Bedürfnisse eingehen und uns so annehmen, wie wir sind. Vertrauen und Ehrlichkeit sind eine Basis, auf der Beziehungen gedeihen und sich entwickeln können.

Wenn wir eine Maske tragen, verlieben sich unsere Mitmenschen in unsere Maske, sehen aber nie den Menschen dahinter.

  • Wollen wir ein Leben als unsichtbarer und unverstandener Mensch führen?
  • Oder möchten wir in echten Austausch gehen, authentisch sein und unser Herz für wahre Freundschaft oder Liebe öffnen?
Sich zu öffnen, bedeutet immer, dass man enttäuscht oder verletzt werden kann.
Aber sich nicht zu öffnen, führt dazu, dass wir immer hinter einer Fassade verbleiben und niemals echten Kontakt oder echte Nähe zulassen können. Ich denke, die Kunst besteht darin, sich den richtigen Menschen zu öffnen. Wir selbst entscheiden, wem wir wie sehr vertrauen.

Ich wünsche euch den Mut, zu euch selbst zu stehen. Jeder einzelne von uns ist einzigartig und wertvoll.

26.06.2018
Varia Antares
Germanistin, Dozentin, Autorin und mediale Lebensberaterin

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