Bärlauch – die Bärenkraft die aus dem Wald kommt

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baerlauch-wald-sonne-forestBärlauch – die Bärenkraft die aus dem Wald kommt

Jetzt ist es wieder soweit – in vielen schattigen und nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern, auf Wiesen und an Bachläufen duftet es wieder nach Knoblauch – es ist Bärlauch-Zeit! Auch Ayurveda kennt die Vorzüge dieser köstlichen Frühjahrs-Pflanze.

Die Natur weiß, was wir Menschen brauchen –

und im Frühjahr ist Reinigung und Aktivierung von Lebenskräften angesagt. Waren in den letzten Monaten Müdigkeit und Energielosigkeit erkennbar, dann zeigt das unter anderem, dass der Stoffwechsel runter gefahren war. Ein reduzierter Stoffwechsel ist nach Ayurveda ein mangelndes AGNI.

AGNI ist das Verdauungsfeuer, ein Anteil unserer Pitta-Kraft in uns.

AGNI ist für eine optimale Verdauung und Verwertung der Nährstoffe zuständig. Ist dieses reduziert, dann kann der Gegenspieler AMA sich im Körper ausbreiten. AMA ist die Verschlackung oder Übersäuerung der Gewebe.

In der dunklen Jahreszeit wird dieser Prozess der AMA-Bildung zusätzlich gefördert durch Nahrung mit wenige Vitalstoffen, wenig Bewegung, gehaltvollere Mahlzeiten.

Da weiß die Natur, was für uns gut ist.
Für die Lungenkraftstärkung gibt es Huflattich – schon ganz früh im Jahr. Für die Entschlackung aller Gewebe Brennnessel, Löwenzahn, Giersch und Bärlauch. All diese Pflanzen sind gesunde Frühlingsboten.
Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, oder in seinem Garten Ausschau hält, der wird viele dieser reinigenden Pflanzen entdecken

Bärlauch hat einiges zu bieten,

was man in erster Linie nur frisch bekommen kann, denn getrocknet verliert er diese Wirkung.
So hat Bärlauch eine ganze Menge Vitalstoffe und das in teilweise richtig hohen Konzentrationen:
Beinhaltet sind die Vitamine: C, A, B1, B6 – die Mineralien Eisen, Calcium, Kalium, Mangan, Magnesium, Phosphor und sekundäre Pflanzenstoffe, die gesundheitsfördernd sind.

In der Natur sollte man den Bärlauch an ruhigen, geschützten Stellen sammeln.

Er ist zwar vom Aussehen mit dem giftigen Maiglöckchen zu verwechseln, das sicherste Indiz ist aber der intensive Knoblauchgeruch, den man beim Reiben der Blätter wahrnimmt.
Wer sich unsicher fühlt, der kann jetzt auch in Bioläden und im Lebensmittel-Einzelhandel Bärlauch kaufen.

Am intensivsten sind die Wirkstoffe in den Blättern, solange noch keine Blüten vorhanden sind, aber auch die Knospen und die Blüten sind in der Küche verwendbar.
Als köstliche und wirkungsvolle Zutat gehört der Bärlauch jetzt in Smoothies und in Salat-Variationen. Besonders gesund sind Wildkräuter-Salat-Mischungen, in dem auch andere gesunde Kräuter wie Portulak, junger Spinat, Rucola u.a. zu finden sind.

Ich liebe auch die folgenden Rezepte, die köstliche Varianten sind, die gut zu der abendlichen Gemüsesuppe im Ayurveda passt.

Bärlauch-Dinkel-Vollkorn-Brot

Zutaten:
500 g Vollkorn-Dinkelmehl (oder 1050)
1 Würfel Hefe
1 TL Garam-Masala
1 TL Anis (oder Kreuzkümmel)
2 TL Kräutersalz
Wasser

Füllung:
50 -100 g Bärlauch-Blätter
20-30 ml Sojacreme/Hafer Cuisine/Creme fraiche
1 TL Kräutersalz

Zubereitung
Hefe mit etwas warmes Wasser verrühren.
Mehl in eine Schüssel geben, die Hefe und die Gewürze zufügen und mit Wasser einen geschmeidigen Teig herstellen (darf nicht mehr kleben).
Diesen Teig 2 Stunden gehen lassen.
Nun den Teig zusammenkneten und ausrollen (ca.20×30 cm)
Bärlauch Blätter gut waschen und klein hacken. Mit der Sojacreme oder Hafer Cuisine und dem Kräutersalz vermischen und auf den Teigfladen verteilen.
Den Teig zusammenrollen (zu einem kleinen Brotlaib) und nochmals 1 Stunde gehen lassen.
Den Backofen auf 150 Grad vorheizen und mit Unter- und Oberhitze mit Umluft ca. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene Backen.
Dieses Brot schmeckt köstlich zu einer ayurvedischen Suppe.

Um Bärlauch auch über die normale Erntezeit hinaus genießen zu können,

kann man ihn gut einlegen.

Das geht in Öl und in Essig. Hierzu die Bärlauch Blätter gut waschen und klein hacken und für mehrere Tage/Wochen in Öl oder Essig geben. Wichtig ist, dass immer wieder geschüttelt wird.

Eine andere Form des „haltbar Machens“ ist das Bärlauch-Pesto, wie hier beschrieben:

Bärlauch-Pesto – für die köstliche Ayurveda-Küche und zur Reinigung des Körpers.
Jetzt, im April und Mai ist die beste Zeit, um den Bärlauch in der ayurvedischen Küche zu integrieren, denn er hat im frischen Zustand eine große Kraft.
Er kann als Küchenkraut jedes Gemüsecurry abrunden.

baerlauch-pesto

 

Zutaten Bärlauch-Pesto

150 g Bärlauch
50 g Parmesankäse (fein gerieben)
100 g Pinienkerne
150 ml Olivenöl
½ TL Kräutersalz,
etwas indischer Langpfeffer
(kann auch mit schwarzem Pfeffer ersetzt werden)

Zubereitung:
Bärlauch waschen und in ganz feine Streifen schneiden.
Pinienkerne anrösten und fein mahlen
Bärlauch Streifen, gemahlene Pinienkerne, den geriebenen Parmesankäse mit dem Olivenöl und den Gewürzen vermischen und in einem Glas aufbewahren.
Indischer Langpfeffer hat für sich eine ganz stark reinigende Wirkung, vor allem auf die Gelenke. Als Küchengewürz muss man achtsam damit umgehen, da er intensiv scharf ist.
Bärlauch-Pesto kann als Beigabe zum ayurvedischen Gemüsecurry gereicht werden. Es schmeckt aber auch hervorragend als Belag auf einem frisch gebackenen Fladenbrot.
Bärlauch unterstützt uns aber auch mit seinen Heilwirkungen darin, unseren Körper zu reinigen und damit gesund zu erhalten.

Eine Bärlauch-Tinktur kann ein guter Begleiter sein für die Entschlackung des Körpers im Frühjahr, diese kann aber auch im Laufe des Jahres benutzt werden.

Nach Ayurveda wird Bärlauch als Rasa (Geschmack): scharf, bitter und salzig zugeordnet.
Bärlauch kann also die Dosha vor allem Kapha senken und Pitta erhöhen.
Kapha und Ama haben sehr ähnliche Eigenschaften, also auch Ama kann ausgeleitet werden.
Das AGNI, die Verdauungskraft wird, da AGNI eine Anteil on Pitta ist, gestärkt, was die Entgiftung zusätzlich verstärkt.

Bärlauch-Tinktur zur Entgiftung

Bärlauch Blätter in Streifen schneiden und in Doppelkorn einlegen und die Wirkstoffe so extrahieren.
Auch hier immer wieder schütteln und nach 1-2 Wochen abseihen. 2-3 x täglich 8-10 Tropfen und dazu eine vegetarische, eichte Ernährung. Das bewirkt Wunder.

Bärlauch wird als Umstimmungsmittel in der Küche und in der Reinigung des Körpers eingesetzt.
Ihm wird, ähnlich wie Knoblauch, günstige Wirkung nachgesagt bei Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Arterienverkalkung u.v.m.
Diese Bärlauch-Tinktur hilft auch vorzüglich bei der Darmsanierung.

Diese Empfehlungen dienen der Gesundheits-Vorsorge, sie ersetzen keine Arzt oder Heilpraktiker, wenn manifeste Krankheiten vorhanden sind. Das ist ja auch die besondere Stärke des Ayurvedas – die Gesundheits-Vorsorge.

Die Verantwortung dafür, rechtzeitig etwas für die eigene Gesundheit zu tun,

das liegt in der Hand eines jeden gesundheitsbewussten Menschen.

Hierzu kann nach Ayurveda u.a. auch die Konstitutionsbestimmung, ein Ayurveda Kochkurs und auch eine ausführliche Ausbildung in der Ayurveda-Ernährung beitragen – für sich selbst und für die ganze Familie. Für Manchem kann Ayurveda dann auch zu einem sinnerfüllten Beruf führen.

In der Ayurvedaschule von Wolfgang Neutzler gibt es viele Ausbildungen jetzt auch als Online-Schulung. Das erspart Zeit und Reisekosten. Jeder kann so diese Schulungen auch im eigenen Rhythmus integrieren.

10.04.2020
Herzlichst Ihr 
Wolfgang Neutzler
schule-fuer-ayurveda.de


Wolfgang-Neutzler-2018Ich berate Sie auch gerne persönlich:
Mein Name: Wolfgang Neutzler 
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Ayurveda-Schule-NLSchule für Ayurveda –
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89423 Gundelfingen an der Donau

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