Achtsamkeit Bewusst-Sein Cornerstone Gesellschaft Meditation

Bewusstsein Achtsamkeit Meditation – Einsichten

Bewusstsein Achtsamkeit Meditation Bewusstsein Achtsamkeit Meditation – Einsichten

In unserem Alltag stellen wir uns viel zu selten die Frage nach dem was wir als Bewusstsein bezeichnen. Was ist Bewusstsein? Können Sie diese Frage beantworten? Kluge Köpfe, seit Platon, machen sich Gedanken zu diesem Thema. Das Ergebnis ist nach wie vor ungewiss. Wären Sie physikalischer Fundamentalist wäre die Antwort genauso für ein allgemeines Verständnis unbefriedigend. Es gibt keine allgemein gültige Antwort.

“Während der letzten Jahrhunderte hat die Physik erfolgreich viele Fragen über das Wesen der Dinge beantwortet und unsere Möglichkeiten so enorm erweitert, dass manche sie als den einzig legitimen Anwärter auf den Titel einer wahren Erkenntnis betrachten. Andere Glaubenssysteme können für Gruppen eine gesellschaftliche Nützlichkeit besitzen, um nach ihnen zu handeln, aber letztlich sind sie nur erfundene Geschichten”. – Roboterforscher Hans Moravec. Sie sehen es wird heftig um dieses Geheimnis gestritten. Die Frage bleibt nach wie vor unbeantwortet. Oder abhängig ihres eigenen Glaubenssystems. Mancher nimmt an, das das Gehirn verantwortlich sei. Andererseits ist es im Gehirn stockdunkel ohne Licht. Da Licht (Photonen) von außen kommt und wir auch nicht wissen wie dieses Licht in unserem Gehirn Bilder erzeugt, ist es genauso unbeantwortet, woher wir diese Bilder nehmen, die in unserem Gehirn als Erinnerung mal gezielt oder eben mal so erscheinen.

Warum sind diese Fragen wichtig? Vielleicht deshalb, um uns alle daran zu erinnern, das wir Verantwortung tragen. Und nicht alles politischen Dummköpfen überlassen. Wenn wir über Bewusstsein sprechen, sprechen wir auch über achtsame Verhaltensweisen. Deren Anwendung im Alltag und die Übung die damit einher geht. Dies scheint mir einer der Gründe zu sein für die Popularität des buddhistischen Achtsamkeitsansatzes. Dieser passt einfach besser zum Entwurf unserer Modernen Gesellschaft, als Ansätze anderer spiritueller Traditionen. Der empirische Erfahrungsbezug, das Konzept, wünschenswerte Geisteshaltungen wie Achtsamkeit oder Mitgefühl in praktischer Meditation zu üben und so in den Alltag zu integrieren.

Warum ist die Frage wichtig oder interessant? Weil es letztlich um unsere Existenz und um unsere Zukunft geht. Denn daraus ergibt sich die nächste Frage. Was ist Wirklichkeit. Bruno Würtenberger – Bewusstseinsforscher und Autor sagt dazu folgendes

“Was ist Bewusstsein? Existiert Bewusstsein einzig in uns selbst?

Erwarte bitte keine tiefenpsychologischen Exkurse in Welten des Verstandes, wo natürlich viele schlaue Antworten auf jede Frage, auf dem Präsentierteller liegen. Und so einleuchtend oder beeindruckend diese Erklärungen auch sind, glaube nie einem Verstand in seinem verzweifelten Versuch etwas erklären zu wollen, was unbeschreiblich ist. Aber anstatt nach immer besseren Antworten zu suchen, könnte man sich mal eine gute Frage einfallen lassen. Zum Beispiel diese:

Was tut Bewusstsein?

Bewusstsein nimmt bewusst wahr. Aha. Jetzt die nächste gute Frage:

Was nimmt Bewusstsein wahr?

Bewusstsein nimmt wahr, was ist. Es nimmt also das Sein wahr. Deshalb nennen wir es ja so.
Wenn sich da aber einer bewusst ist, wer ist das denn? Wenn ich Bin, dann bin ich mitten im Sein und sobald diese Grundlage klar geworden ist, spricht man von bewusster Wahrnehmung. Da ist also bereits eine Identität, welche sich dem bewusst ist, was ist. Und jetzt können wir folgende gute Frage stellen:

gesichter-stress-psychologie-psychologyWer nimmt bewusst wahr?

Antwort: Identifiziertes oder individualisiertes Sein. Sobald sich das Sein beginnt sich selbst bewusst zu sein, entscheidet es sich in welcher Form es das tun möchte. In unserem Fall hat es sich – zumindest teilweise – entschieden, das Sein als Mensch zu erfahren respektive wahrzunehmen. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Du bist Bewusstsein! 
Wie denn sonst, soll denn so etwas wie der körperliche Tod erklärt werden, wenn nicht damit, dass das Wesen, also Du, das Bewusstsein welches dem Körper innegewohnt hat, wieder verlässt? Wer Erfahrungen mit Toten hat, der weiß, dass eindeutig spürbar ist, dass der physische Leib nur das Vehikel für den gewesen ist, der Deinen Namen trägt. Der Körper ist ein Kleid. Wenn da keiner drin steckt, dann bewegt es sich keinen Millimeter und tut gar nix. Es kann also nicht schaden zu wissen, dass wir nicht unser Körper sind sondern, dass wir einen haben. Keiner von uns wird es jemals schaffen, zu sterben. Der Körper und das Leben hier ist ein Transit, es ist nicht unser Zuhause. Zumindest nicht unser Wirkliches.

Das handelnde Bewusstsein

Bewusstsein hat sich also eine Rolle ausgesucht und sich mit dem identifiziert, welcher die geeignetste menschliche Identität verkörpert, um dieses Abenteuer gut zu überstehen. Das bist in Deinem Leben übrigens Du! Der oder die Beste überhaupt, für ein Leben wie Deins! Da der Verstand kurzzeitig ein wenig die Überhand über uns gewonnen hat, will er uns nun sagen, dass sich da irgendwo ein Fehler eingeschlichen haben muss. Denn er würde sich nie im Leben für das eigene Leben entscheiden. Ihm ist das viel zu anstrengend. Der Verstand ist ja nicht dazu gemacht, etwas zu tun. Das einzige was er tut ist: Denken. Du bist eigentlich handelndes Bewusstsein in einem Körper, dessen Verstand die Welt und das Sein in welchem er sich mittendrin befindet, nicht im Ansatz versteht es auch nie wird.

Das Universum und der Verstand

Das Universum, die Schöpfung oder das Sein, nenne es wie Du willst, auch Gott ist zulässig. Dieses ‚Etwas’ will nicht verstanden, sondern erfasst werden! Dinge in seiner Gesamtheit zu erfassen ist jedoch eine Angelegenheit für höhere Intelligenz. Intelligenter als der Verstand bist Du. Dein Herz, welches Symbol für die Qualität der Energie des Seins in seiner erfahrbaren Form ist. Gefühlsmäßig lässt sich die Frage nach dem Bewusstsein erfassen und dem entsprechen klar ist auch die fühlbare Antwort. Da sie aber mehr ist, als man mit Worten auszudrücken vermag, ist es unmöglich darüber zu reden.

Die jedoch wichtigere und auch spannendere Frage würde aber folgende sein:
Wer oder was ist ‚Gott’?

Stellt man sich diese Frage zuerst, dann beantworten sich alle anderen Fragen von alleine. Tja, es fließt alles einfach immer besser von oben nach unten.”

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Bewusstsein und Meditation –  lindert Stress und stärkt das Gedächtnis belegen wissenschaftliche Studien

Achtsamkeitspraxis und Achtsamkeit ist definiert als „Fokussierung des Geistes für einen bestimmten Zeitraum, in Stille oder mit Hilfe von Gesang, zu religiösen oder spirituellen Zwecken oder als Methode zur Entspannung Diese Praktiken sind für viele verschiedene Bedingungen von Nutzen. Fünf der häufigsten: Stress, Gedächtnis, Schlaf, Depression,  Angst lassen mit Achtsamkeitsmeditation hilfreiche Ergebnisse erzielen.

Dies ist eine alte Praxis, deren Wurzeln Tausende von Jahren zurückreichen. Die Praxis entwickelte sich in Indien und China, wo sie in verschiedenen Ländern, Religionen und in  Regionen üblich wurde.

Meditation betont den absichtlichen Fokus, die Fähigkeit, den Fokus auf einen bestimmten Gedanken, eine bestimmte Aktivität oder ein bestimmtes Objekt zu richten. Wodurch der Fokus minimiert von Ablenkungen und Förderung eines ruhigen Zustands und eines klaren Geistes entsteht.

Stressreaktion

Diese Funktion ist eine natürliche Reaktion auf eine mögliche Reiz Drohung. Bei Belastungen lenkt der Körper die Energie von jedem Organ ab, das ist für die Bewältigung der unmittelbar bevorstehenden Gefahr nicht wesentlich ist.

Es werden bestimmte Bereiche aktiviert, die Hormone freisetzen und den Körper damit ausstatten mehr Energie, Konzentration und Motivation zu ermöglichen. Dies liefert die notwendige Energie, um zu kämpfen, oder weg von der Bedrohung  davonzulaufen. Sobald die Bedrohung vorüber, die Stressreaktion nicht mehr erforderlich ist, kann der Körper sich auf Ruhe und Verdauung konzentrieren.

Ist der Körper nicht in der Lage, zu Ruhe und Verdauung zu wechseln, hält der Modus weiter an, das bedeutet Hormone werden weiterhin freigesetzt. Längere Stressphasen können dazu führen erhebliche Probleme in Körper und Geist zu verursachen.

Welche Auswirkungen hat chronischer Stress?

Die negativen Auswirkungen  gelten als die größten Beschwerden der Welt von heute. Seine nachteiligen Auswirkungen sind gut dokumentiert. Sie wirken auf fast jedes wichtige Organsystem des Körpers ein und es ist ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung einiger schwerwiegender Krankheiten. Die Physis leidet, Gedanken, Gefühle und Verhalten werden beeinflusst.

Es ist eine Tatsache, dass eine chronische Belastung des Gehirns mit Stresshormonen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden in allen Lebensphasen hat. Die wiederholte Aktivierung der Stressantwort führt zu Verschleiß auch an Organsystemen, die dann dazu führen, dass der Gesundheitszustand sich verschlechtert und erhöhte Stressempfindlichkeit auftritt. Es ist eindeutig, dass die Folgen bei jedem auftreten können

Die Auswirkungen erweisen sich als viel komplizierter, als einmal gedacht.

Chronische Belastung führt nicht nur zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit, sondern auch zu einer kritisch hohen finanziellen Belastung. Laut einem veröffentlichten Bericht belaufen sich Kosten von geschätzten 300 Milliarden Dollar pro Jahr für Gesundheitskosten, Arbeitsausfällen und schlechte Leistung am Arbeitsplatz. Einer der Gründe warum immer mehr Unternehmen sich für Probleme und Anti Stress Programme interessieren.

Wie führt chronischer Stress zu Krankheiten?

Wie die wissenschaftliche Literatur gezeigt hat, trägt chronische Belastung dazu bei, die Entwicklung mehrerer Beschwerden und deren bestehender Symptome zu verschlimmern. Obwohl noch nicht genau bekannt ist, wie chronischer Stress Krankheitsentwicklung beeinflusst, scheinen einige Schlüsselfaktoren wichtige Beziehungen miteinander zu verknüpfen, wie chronische Belastung Körper Geist und Seele beeinflussen kann:

1. Genetische Verfassung:

Während die Vorhersage und Kontrolle der Ergebnisse von chronischem Stress komplex und schwierig ist, gilt die Herausforderung überhaupt zu bestimmen, welche Beschwerden auf chronischen  Belastungen zurückzuführen sind und wie Umgebung und Erfahrungen jedes Einzelnen als Auswirkung gesehen werden müssen.

Einige  sind  von uns anfälliger als andere. Warum das so ist, ist auch noch nicht wirklich beantwortet. Neben Lebensbedingungen und Einstellungen sind infolge der einzigartigen genetischen Ausstattung jedes einzelnen, Gene möglicherweise für Anfälligkeit chronischer Stress Auswirkungen eine besondere Ursache.

Wechselwirkungen zwischen Alter, Belastung, Umwelt und Genen als Faktoren machen Stress besonders schwierig im Verständnis der Zusammenhänge und Ursachen.

2. Unregelmäßige Stresshormonproduktion

Die Produktion von Stresshormonen sind also zum Teil von der genetischen Ausstattung eines Organismus abhängig.

Chronischer Stress hat zur Folge, dass die unregelmäßige Produktion von Stresshormonen auftritt. Der Bereich des Gehirns, der am besten bekannt ist, ist die Regulierung der Stressreaktion, genannt Hypothalamus-Hypophysen-Nebenniere (HPA)

Die Achse ist eingeschaltet, wenn ein Stressor wahrgenommen wird. Dies führt wiederum zur Produktion von Stresshormonen, die dann im Körper zirkulieren und  auf Organsysteme wirken.

Forschungen zeigen, dass eine kontinuierlich Aktivierung der HPA-Achse, wie bei chronischem Stress, zur Sekretion von Stresshormonen führt, auch wenn ein externer Stressfaktor fehlt.

Diese Situation, in der die Stressreaktion nicht ein- und ausgeschaltet wird, wird als HPA-Fehlregulierung bezeichnet. HPA-Fehlregulierung kann sich auf überaktiv (hyper) oder unteraktiv (hypo) beziehen. Es hat sich gezeigt, dass eine Fehlfunktion der HPA eine Rolle spielen kann im Bestehen des chronischen Stresszyklus.

Zirkulierende Stresshormone können im Laufe der Zeit die Organe und die HPA schädigen. Dysregulation könnte bedeuten, dass dieser Schaden ständig zugefügt wird. Wissenschaftler haben eine Korrelation zwischen HPA-Fehlregulierung und psychischen Erkrankungen aufgezeigt, emotionale Erschöpfung und Schlafstörungen. HPA-Fehlregulierung war ebenfalls verbunden mit einer Eigenschaft namens Affekt, die sich auf die Art und Weise bezieht, wie Emotionen erlebt werden.

3. Widerstandsfähigkeit

Die Belastbarkeit gegenüber Stress ist ein Merkmal, das sich signifikant auswirkt auf die Art und Weise, wie wir diesen erfahren.

Definiert als die Fähigkeit zu Beibehaltung der psychischen Gesundheit trotz Schwierigkeiten, also Stress, wird auch häufig als Resilienz bezeichnet. Also die Fähigkeit mit Belastung fertig zu werden.

Zusammenhänge zwischen geringer Elastizität und negativen Stressreaktionen sind häufig zu beobachten. Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob Resilienz ein Ergebnis unserer genetischen Ausstattung ist, Umwelt oder eine Kombination der beiden.

Einige andere interessante Erkenntnisse zur Resilienz sind:

  • Es wurde gezeigt, dass die Resilienz zwischen Individuen signifikant unterschiedlich ist
  • Stressresistenz unterscheidet sich je nach Geschlecht
  • Resilienz ist zumindest teilweise von der Neurochemie abhängig
  • Es hat sich gezeigt, dass Ernährung die Widerstandsfähigkeit beeinflusst. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis, die Wissenschaftler bei der Untersuchung der Resilienz gemacht haben, ist die Tatsache, dass Individuen bewusst ihre Resilienz verändern können. In der Tat haben Wissenschaftler erkannt, dass eine entscheidende Beziehung zwischen Veränderungen der Widerstandsfähigkeit und Stressreduzierung besteht.

(Strategien zum Stressmanagement: Mehrere Autoren haben eine Verbindung festgestellt zwischen erhöhter Belastungsresistenz und Meditationspraxis)

In einer Welt, die von Multi-Tasking, Wettbewerb und konstantem Zeitdruck geprägt ist, ist es nicht verwunderlich, dass so viele Menschen unter Symtomen leiden. Die Frage wird daher immer dringlicher wie die Auswirkungen sich verringern lassen.

Achtsamkeitspraxis, Achtsamkeitstraining, Yoga sind immer beliebtere und wirksame Mittel Belastungen auszugleichen.

Die Fokussierung sich auf nicht wertende Weise auf die Gegenwart zu konzentrieren, hat sich gezeigt, dass  eine Relaxationsreaktion in der Physis bewirkt werden kann. Eine Vielzahl von Studien der letzten Jahrzehnte hat eine Reihe von Meditationspraktiken mit Stressreduktion untersucht. 

Einige der stressbezogenen Vorteile 

✓ Emotionale Intelligenz
✓ Engagement am Arbeitsplatz
✓ Gefühle des allgemeinen Wohlbefindens
✓ Immunfunktion
✓ Belastbarkeit
✓ Selbstmitgefühl
✓ Spirituelle Erfahrung
✓ Einsatz wirksamer Strategien zum Stressmanagement

VERRINGERT:

✓ Not
✓ Auswirkung des täglichen Ärgerns
✓ Wutgefühle
✓ Erschöpfungsgefühle
✓ Angstgefühle
✓ Weniger Verletzungen bei Studentenathleten
✓ Stimmungsstörung
✓ Negative Gedanken
✓ wahrgenommene Spannung
✓ Gerüchte (sich wiederholende Gedanken über die Ursachen, situative Faktoren und Konsequenzen einer negativen Erfahrung
✓ Schlafstörungen
✓ Systolischer Blutdruck

Wie aus der obigen Liste ersichtlich, haben Wissenschaftler beobachtet, dass verschiedene Probleme gelindert werden konnten. Diese Ergebnisse wurden gesehen nach der Teilnahme an Meditationsprogrammen zwischen vier Tagen und acht Wochen und die positiven Auswirkungen wurden in vielen Fällen bis zu Monaten beibehalten nach Abschluss des Programms.

Viele Wissenschaftler glauben, dass meditieren mit zunehmender Praxis den Stress reduziert in Verbindung mit bewusst praktizierter Achtsamkeit.

Diest wird als Zustand definiert, der durch Fokussieren erreicht wird. Bewusstsein im gegenwärtigen Moment, ruhig anerkennen und akzeptieren.

Die eigenen Gefühle, Gedanken und körperlichen Empfindungen beobachten und ziehen lassen. Achtsamkeit kann entwickelt, also trainiert werden. 

Achtsam  wird als facettenreiches Attribut betrachtet und kann gemessen werden. Studien deuten darauf hin, dass Meditationstechniken durch die Steigerung der Achtsamkeit eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der normalen Körperfunktionen unter chronischen Stress herbeiführen können.

Die Praxis kann so viele positive Veränderungen bewirken. 
Dass achtsam sein nicht nur Stress reduziert, sondern auch das Gehirn beeinflusst und verändert, ist mittlerweile erwiesen.
(Wahrnehmung, Bewältigung, Selbstmitgefühl sind wichtige Marker für Stressresistenz.)

Wahrnehmung verändern

Klinische Psychologen haben gezeigt, dass es bei Belastungen mehr um die individuelle Wahrnehmung eines Stressors als um den Stressor selbst geht. Die Wahrnehmung eines Stressors wird beeinflusst durch eine Reihe von Faktoren.

Die Tatsache, dass wir die Stressreaktion durch Wahrnehmung modifizieren können, ist ein Schlüsselelement, um die Vorteile der Meditation zu erfahren. Durch Aktivieren einer Änderung in der Wahrnehmung durch Achtsamkeit werden Stresssituationen verändert.

Wenn Sie einen Stressor auf weniger bedrohliche Weise wahrnehmen, wird die Stressreaktion möglicherweise nicht aktiviert, wodurch der Zyklus von chronischem Stress verhindert wird.

Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass eine Meditationspraxis zu erhöhter Achtsamkeit und vermindertem Stress führen kann. 

In Fällen einer Not war die Selbstwahrnehmung diesbezüglich von besonderem Interesse. Eine Studie maß die Achtsamkeit auf wöchentlicher Basis und stellte fest, dass sich die Verbesserungen in der Selbstwahrnehmung und der Notsituation positiv veränderten.

Wahrgenommene Stressniveaus und Reduzierung wurden  nach einer Steigerung der Achtsamkeitsfähigkeiten beobachtet. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass eine zunehmende Achtsamkeit die Fähigkeit, einen Stressor wahrzunehmen sich positiv auswirkt. Da unsere Reaktion auf Stress größtenteils auf unserer Wahrnehmung von Stress beruht, glauben viele Wissenschaftler, dass Übungen die Auswirkungen von chronischem Stress verhindern oder erheblich reduzieren. Meditation lindert Stress!

Mit Belastungen umgehen

Ähnlich wie eine Reaktion auf Stress von der Wahrnehmung eines Stressors abhängt, wurde auch gezeigt, dass die Bewältigungsmechanismen für Stress die Reaktion auf Stress beeinflussen.

Ähnlich wie die Wahrnehmung können wir auch den Umgang mit Belastungen verändern. Weil Bewältigung stark von der Wahrnehmung abhängt, ist es nicht überraschend, dass Meditation dies zeigt, um beide positiv zu beeinflussen. Zahlreiche Arten  haben gezeigt, dass sie positive Bewältigungsmechanismen fördern und gleichzeitig den wahrgenommenen Belastungen verringern.

Strategien 

Forscher untersuchen kontinuierlich die Mechanismen, wie durch die erhöhte Achtsamkeit die Bewältigungsfähigkeiten beeinflusst werden kann. Achtsam sein fördert eine erweiterte Größe bestimmter Hirnstrukturen, die an Bewältigungsprozessen beteiligt sind.

Ein wichtiger Faktor, der in engem Zusammenhang mit der Bewältigung steht, ist der Wahrnehmung des eigenen Selbst und insbesondere Selbstmitgefühl. Als bekanntes und gut dokumentiertes Konstrukt der achtsamen Praxis haben Studien Selbstmitgefühl als weiteren wichtigen Faktor ausgemacht.

Folge ist eine Abnahme der Spannungen. Darüber hinaus haben Wissenschaftler gezeigt, dass Personen mit höherem Mitgefühl eher positive Bewältigungsstrategien einsetzen.

Die Forschung zum Selbstmitgefühl und seinen Vorteilen hat in den letzten Jahren exponentiell zugenommen. Einige Wissenschaftler glauben, dass Selbstmitgefühl der Mechanismus ist, welcher achtsam sein so effektiv macht. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um die genauen Vorgänge hinter der Meditation aufzudecken.

kopf-halten-mensch-stressWiderstandsfähigkeit aufbauen 

Wie bereits erwähnt, bezieht sich Resilienz auf die Fähigkeit, nach einer negativen Erfahrung wieder auf die Beine zu kommen. Eine gesunde Wahrnehmung auf einen Stressor in Kombination mit positiven Bewältigungsfähigkeiten wurden mit einer höheren Belastbarkeit verbunden.

Es ist zwar unklar, ob eine hohe Belastbarkeit einem besseren Bewältigungsverhalten und einem wahrgenommenen Stress oder umgekehrt nachgibt, es wurde jedoch ein eindeutiger Zusammenhang festgestellt. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass erfahrene Meditierende eine höhere Widerstandsfähigkeit sowie verminderten Stress dokumentieren können.

Unterstützt durch eine Verbindung zwischen hoher Belastbarkeit und hoher emotionaler Intelligenz ist der neurochemische Prozess der Resilienz in dieser Konstellation von besonderem Interesse.

Das volle Verständnis der Wahrnehmung und Bewältigung steckt noch in den Kinderschuhen. Derzeit konzentrieren sich die Studien darauf, genau herauszufinden, wie Achtsamkeit Resilienz aufbauen kann.

Veränderungen durch meditieren im Gehirn, Vernetzungen, Plastizität dürfte in der Zukunft noch zu spannenden Ergebnissen führen.

Achtsam und entspannt – Vermeide diese 10 Fehler 

“Fehler #1: So unbequem sitzen, dass du am liebsten davonlaufen möchtest

Die erste Voraussetzung ist ein bequemer Sitz.
Leichter gesagt als getan.
Was früher entspannend war, ist heute zur anstrengenden Pflicht geworden.
Die meisten verbringen den Großteil ihres Tages sitzend:

  • beim Autofahren zur Arbeit
  • bei der Büroarbeit vor dem PC
  • beim Essen
  • beim Nachhauseweg
  • beim Fernsehen am Abend

Mit der richtigen Sitzhaltung schonst du deinen Körper und vermeidest unschöne Langzeitschäden.

Schließlich willst du fokussiert und entspannt sein. Da sind Schmerzen kontraproduktiv.

Kaum jemand kann den Lotossitz einnehmen.

Das ist auch nicht nötig. Experimentiere mit verschiedensten Haltungen bis du deine ideale Position gefunden hast.
Auch Stehen oder Liegen ist möglich. Wenn nötig, organisiere dir einen Hocker oder Unterlage.
Nach langem Experimentieren musste ich mir eingestehen, dass der Schneidersitz einfach nichts für mich ist. Den Sitz auf einem Hocker finde ich einfach angenehmer.  Auch längere Übungen sind damit schmerzfrei möglich. Für jeden gibt es eine ideale Haltung.
Finde deine heraus.Eine kurze Google Recherche zum Stichwort „Meditationshaltung/-sitz“ liefert dir zahlreiche Anregungen.

Fehler #2: Sich unglaublich ärgern, dass Erwartungen nicht erfüllt werden

Über längere Zeit hatte ich sehr angenehme Meditationsempfindungen wie:

  • eine gesteigerte Wachheit
  • ein angenehmes Kribbeln 
  • Empfinden tiefen Friedens
  • Eintauchen in den Gedankenlosen Zustand
  • Empfinden von Ekstase

Von heute auf morgen war es damit vorbei. Dann war es lange Zeit nur noch anstrengend. Es fiel mir unheimlich schwer einen feinen Atem zu erzeugen. Geschweige denn Glück zu empfinden.
Ich hatte das Gefühl, etwas falsch zu machen. Ich gab mir mehr Mühe. Feilte an Technik und Willenskraft.
Doch es half alles nichts.
Bis mir jemand den Rat gab, einfach zu akzeptieren was geschieht. Von da an wurde es leichter.
Nach einiger Zeit empfand ich wieder Glück und innere Ruhe.
Es löst sich etwas in dir.
Der Schleier, der dich vom göttlichen Kern trennt, schält sich gleich einer Zwiebel Schicht für Schicht ab.
Jeder Weg ist dabei individuell. Genauso wie die Empfindungen.
Nur weil du nicht in Ekstase verfällst, heißt das nicht, dass deine Meditation nicht effektiv war.
Manchmal fühlst du dich hinterher benommen oder schwindlig. Möglicherweise hat sich dann eine Blockade gelöst.
Wenn du mit einer Erwartungshaltung herangehst, wirst du enttäuscht. Anstatt dich dann zu verkrampfen, entspann dich.
Beobachte was geschieht.
Akzeptiere es mit jeder Faser deines Wesens.

Fehler #3: Diszipliniert sein

Machen wir uns nichts vor. Von nichts kommt nichts.
Wenn du merkst, dass es einfach nichts für dich ist, dann höre auf damit. Du musst dich wohlfühlen mit dem was du machst.
Wenn du langfristige Ergebnisse erzielen willst, führt kein Weg an regelmäßiger Übung vorbei.
Eine gute Faustregel ist, 1 x täglich zu meditieren. Das muss keine Stunde sein. Fünf Minuten sind vollkommen ausreichend.

Auch wenn du den stressigsten Alltag der Welt hast, für fünf Minuten lässt sich nur schwer eine Ausrede finden.
Mache Meditation so alltäglich wie Zähneputzen. Das tust du auch ohne nachzudenken.
Wenn du dich an die Regelmäßigkeit gewöhnt hast, kannst du schrittweise die Dauer steigern. Von 5 auf 10, von 10 auf 15 Minuten, und so weiter.
Hier liefert dir Walter Lübeck die nötige Motivation um regelmäßig zu meditieren.
Wenn es mal nicht klappt, ist das nicht schlimm. Gerade auf Reisen oder wenn richtig viel los ist, kann das schon mal vorkommen. Das sind aber Ausnahmen.
Schau einfach, dass du dabeibleibst. Die Ergebnisse sind es das Vielfache wert.

Fehler #4: Die Bodenhaftung verlieren

Wer anfängt zu meditieren, schwebt in großer Gefahr.
Der erste Kontakt mit deiner inneren Welt, deiner Seele, kann so berauschend sein, dass du alles um dich herum vergisst.
Stell dir vor, als ob du nach einem langen Marsch durch die Wüste plötzlich an einen See kommst. Du trinkst, springst hinein und tauchst hinab in wunderbare und unergründliche Tiefen.
Der schnöde Alltag gerät da leicht ins Hintertreffen. Angesichts der neuen und faszinierenden Erfahrung ist das normal.
Achte nur darauf, dass dieser Zustand nicht zu lange andauert und du die Kurve noch kriegst.
Das was du empfindest, ist wunderschön. Lass dich davon aber nicht blenden.
Übertrage deine inneren Empfindungen in alle anderen Aspekte deines Daseins. Verwende die gesteigerte Achtsamkeit und innere Stärke nicht um dich abzusondern, sondern um aktiv bewusster zu werden.

Fehler #5: Ausgelaugt und hundemüde meditieren

Wenn du schon einmal müde Auto gefahren bist, weißt du, dass das keine gute Idee ist.
Du kannst dich kaum noch konzentrieren. Nimmst nicht mehr alle Details wahr. Hast langsamere Reaktionszeiten. Ausgeruht und voller Energie ist es viel leichter nach innen zu gehen. Achte daher auf genügend Schlaf.
Falls du dich erschöpft fühlst, helfen:

  • Körperliche Bewegung
  • Sonnenlicht
  • Aufenthalt an der frischen Luft

In diesem Artikel findest du noch mehr Tipps bei Müdigkeit in der Meditation.
Ein Geheimtipp ist das Meditieren am frühen Morgen.

Der Kopf ist noch leer und der Rest der Welt schläft. Ideale Bedingungen. Achte auf dich. Höre auf die Signale deines Körpers.

Fehler #6: Zu glauben, das Probleme ließen sich durch meditieren lösen, nicht durch Handeln, ist eine irrige Annahme

Meditieren ist ein mächtiges Werkzeug. Mit dem du deinen innersten Kern erfahren kannst.

Du weißt dann, dass in dir etwas existiert, dass nicht verletzt, nicht zerstört, nicht besiegt werden kann.

Das etwas in dir ist, auf das du vertrauen kannst – auf das du stets zurückgreifen kannst. Und das dir stets den Weg zeigt.  
Das ist alles wunderbar, doch: ersetzt nicht Handeln!
Wenn du dich in deiner Beziehung unglücklich fühlst.  Deinen Job kündigen willst oder ähnliches.

Bitte nicht falsch verstehen. Meditieren kann dir dabei helfen, endlich das zu tun was du schon lange tun möchtest.
Oder den Mut für etwas aufzubringen was du schon lange vor dir herschiebst. Letztendlich musst du aber tätig werden.
Flüchte nicht vor der Verantwortung die du in dieser Welt trägst. 

Fehler #7: Masse statt Klasse

Wir alle kennen diese Situation:
Du nimmst dir vor, heute 30 oder sogar 60 min zu meditieren. Während deiner Sitzung driften deine Gedanken in alle möglichen Richtungen. Du lässt dich von deiner Übung ablenken.
Bevor du einen Marathon aufstellst, achte lieber auf deinen Fokus. Und auf deine Intensität und Konzentration. Es ist sinnvoller 5 min mit 100% Konzentration zu meditieren als 1 Stunde oberflächlich.
Es gibt auch Tage an denen es einfach nicht so läuft. Arbeite dann nicht mit Gewalt. Halte die Übung kurz und den Fokus aufrecht.
Wenn du dich nur schwer konzentrieren kannst, können dir folgende Tipps helfen:

  • Achte auf deinen Atem
  • Fühle den Puls an allen Stellen deines Körpers
  • Richte deinen Blick auf das dritte Auge zwischen den Augenbrauen

Wenn du mit stark driftenden Gedanken kämpfst, meditiere mit einem Mantra oder Pranayama-Übungen. Beide geben dir eine Aufgabe. Sie beschäftigen dich. Und halten damit deinen Fokus aufrecht.

Fehler #8: Den Alltag radikal umstellen

Betrachte meditieren als Ergänzung deines Alltags. Ungeachtet deines Berufs, deiner Beziehung.
Beginne einfach im Hier und Jetzt.
Du musst nicht ins Himalaya reisen.
Keine Retreats besuchen.

Das hat alles seinen Sinn. Notwendig ist es aber nicht. Das ist der große Vorteil: Es kostet nichts, und du kannst es überall machen.
Egal, wie viel du zu tun hast – ein paar Minuten täglich lassen sich immer finden. In der spirituellen Szene ist es leider sehr verbreitet seine Überzeugungen nach außen zu präsentieren. Manche wandern aus, oder pflegen einen besonderen Lebensstil.Das Essentielle wird gern übersehen. Nach innen zu gehen. Jeden Tag.
Selbst Jesus sagte: „Zum Beten gehe in deine Kammer“
Damit ist deine Wohnung gemeint. Dort kannst du jeden Tag üben.
Wenn du eine Reise machen willst oder einen Retreat besuchen, ist das eine super Sache. Was aber am wichtigsten ist, sind die paar Minuten deiner täglichen Übung.
Klingt unspektakulär –  entscheidet aber über langfristige Ergebnisse.

Fehler #9: Vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen

Wer beginnt, stößt auf die verschiedensten Traditionen. Da gibt es:

  • Indische Praktiken
  • Zen
  • Reiki
  • Christliche Praktiken
  • Sufismus
  • Schamanismus
  • Yoga

In jeder Tradition gibt es zahlreiche Unterübungen. z.B. in der indischen Tradition:

  • Pranayama (Atmung))
  • Chakra 
  • Mantra 
  • Meditation mit OM
  • TCM – Transzendentale Meditation

In Summe macht das eine überwältigende Vielfalt.
Zu Anfang wirst du experimentieren müssen welcher Weg dir liegt.
Hast du aber einen Weg gefunden der sich gut anfühlt, dann bleib dabei. Dies gilt auch für die Art der Übung. Starte mit einer einfachen Übung wie z.B. Mantrameditation. Bist du damit vertraut, kannst du deine Übung erweitern. Höre auf deinen Körper und gehe langsame Schritte.
Wenn du ständig deine Routine änderst, ist es schwer Fortschritte zu machen.
Stell dir vor du fährst von München nach Berlin. Auf halber Strecke denkst du: „Ich sollte doch lieber den Bus nehmen.“
Du fährst zurück und nimmst den Bus. Auf halber Höhe denkst du wieder: „Ich nehme doch den Zug.“ Du kehrst wieder um. Am Ende hast du viel Zeit und Energie verloren. Und bist immer noch nicht da.
Finde heraus welcher Weg sich am besten anfühlt.
Dann gehe ihn. Schritt für Schritt.

Fehler #10: Den Weg des Einzelkämpfers gehen

Kennst du das Bild vom einsamen Wolf?
Irgendwie cool.
Der einsame Held der es mit allen Strapazen aufnimmt.
Natürlich – Du kannst sehr viel selbst tun. Vor allem die tägliche Praxis liegt zu 100% in deiner Verantwortung. Trotzdem kommst du früher oder später an einen Punkt an dem du nicht mehr weiter weist. Ein Hindernis tut sich auf. Dann brauchst du Hilfe. Tausche dich mit anderen aus. Lese Blogs. Besuche VHS-Kurse. Lerne Gleichgesinnte aus deinem Umfeld kennen. Was auch immer du tust, knüpfe Kontakt zu anderen. Besonders von alten Hasen kannst du einiges lernen. Glaube nicht, du müsstest alles alleine durchstehen.
Kontakt mit Gleichgesinnten kann sehr inspirierend sein. Triff dich zu Gruppenmeditationen. Tausche Tipps und Tricks aus. Wo hatten die anderen Probleme und wie haben sie sie gelöst?
Dadurch kann eine kraftvolle Dynamik entstehen die für alle von Vorteil ist.
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter Ihnen“ um Jesus noch einmal zu zitieren.

Deine tägliche Übung bildet dein Fundament.

Knüpfe Kontakte, tausche dich aus und lerne ständig hinzu. Damit verleihst du deinem Weg Schwung und Kraft.

Fazit:

Wenn du diese 10 Fehler vermeidest, bist du auf einem guten Weg.
Ich musste sie leider alle machen. Selbst wenn du monatelang feststeckst – eines Tages kommt der Durchbruch! Egal wie groß die Hindernisse sind – mach einfach weiter!
Reflektiere, hol dir Rat, lass nicht locker. Dann wirst du – wie beim Radfahren – bald abheben.
Der gesunde Menschenverstand ist deine größte Hilfe.
Prüfe stets, ob sich dein Ego-Bewusstsein durch die Hintertür geschlichen hat. Du erkennst es an Kontrollverlust und Angst.” – Stefan Vogl

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Konzentration Entspannung und mehr Leistung

Nicht erst seit gestern ist Achtsamkeitsmeditation als ein Mittel für Entspannung und Achtsamkeit in Deutschland beliebt. Die Technik für Konzentration existiert in den unterschiedlichsten Kulturen weltweit, doch speziell die Meditationsformen und Yoga fernöstlicher Tradition erfreuen sich besonderer Popularität. Längst nicht mehr versteht man unter diesen Begriffen in Abgeschiedenheit lebende alte Männer im Lotossitz, die auf einem Berggipfel eine Handbreit über dem Boden schweben; Diese Praktiken sind  längst im hier und jetzt des 21. Jahrhunderts angekommen.

Im Grunde geht es immer um das Nachdenken über sich und die Umwelt, sowie darum Prozesse wie das eigene Atmen wahrzunehmen, um letztlich einen Zustand der Stille und inneren Ruhe zu erreichen. Manche Experten beziehen sich bei der Beschreibung  genau auf den ursprünglichsten Zustand des Menschen, nach dem man ein inneres Sehnen spürt. Vor der eigenen Geburt befand man sich in einem Zustand der zeitgleichen Inaktivität und Geborgenheit. Da sich die Natur in Zyklen bewegt, sehnt man sich danach, wieder in diesen Ursprungszustand zurückzukehren, gerade in der heutigen hektischen und belebten Gesellschaft. 

Kurse in großen Unternehmen werden nun sogar angeboten, einerseits um die Wünsche nach solchen Angeboten zu bedienen, andererseits aber auch, da die positiven Effekte auf die Mitarbeiter mittlerweile gut belegt sind. Laut einer Umfrage vor wenigen Jahren hat in Deutschland bereits einer von vier Menschen eigene, praktische Erfahrung mit Meditationspraktiken gesammelt.

Auch etablieren sich mehr und mehr Experten auf dem Gebiet und Promis sowie Personen des öffentlichen Lebens schwärmen von den Vorteilen eines selbstaufmerksamen Lebens im Einklang mit sich und der Umwelt. Große Namen der Filmbranche sind dabei wie Clint Eastwood, Martin Scorcese und Stephen Spielberg, aber auch Paul McCartney oder Marius Müller-Westernhagen praktizieren transzendentale Meditation. Auch Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Jogi Löw beschäftigen sich mit Yoga. Damit sind die genannten Personen jedoch nur ein kleiner Auszug der Spitzensportler, für die Meditation zum Lebensstil inzwischen dazugehören.

Besonders interessant ist die Vielseitigkeit. Methoden bestehen nicht nur aus einer Art der Meditation wie beispielsweise dem sitzenden In-sich-gehens, es gibt auch zahlreiche Methoden, die Bewegungen und s

portliche Betätigung enthalten, wie das bereits erwähnte Yoga, aber auch Qigong und Tai-Chi. Welche Vorteile aber ergeben sich durch diese Kraft, abseits von Entspannung und Ruhe?

Forschungen der Psychologie beschäftigen sich in diesem Zusammenhang hauptsächlich mit den Auswirkungen von Achtsamkeitsmeditation auf die Selbstwahrnehmung, Konzentration und auf die Emotionen. Zumindest konnte gezeigt werden, dass sich durch längere Anwendung von Achtsamkeitsmeditation im Gehirn Areale, die mit Stress und der Emotionsregulation in Verbindung stehen, erholen konnten. Angstgefühle konnten reduziert werden und sogar das Voranschreiten von Krankheiten, die mit der Schädigung von Gehirnregionen in Verbindung stehen, ließen nachweislich nach.

Eine revolutionäre Studie an Universitäten in North Carolina und Ohio in den USA hat zudem ergeben, dass Versuchspersonen, die eines ihrer Beine auf einer Hitzeplatte positionierten und Hitzephasen verabreicht bekamen, signifikant geringere Schmerzen verspürten, wenn sie währenddessen meditierten. Der Clou an der Studie: Dieser geringere Schmerzeindruck unterschied sich von Schmerzreduktionen, die in einer Kontrollbedingung durch eine Placebo-Creme verursacht wurden. Es wurden andere Areale des Gehirns angesprochen, somit handelt es sich bei den positiven Effekten keinesfalls um etwas, das mit dem Placebo-Effekt erklärt werden kann.

Dies bedeutet, dass die Forschung in den letzten Jahren immer interessierter an dem Gebiet geworden ist, um weiter herauszufinden, ob aus den verschiedenen Methoden neuartige Behandlungsmethoden für Patienten entwickelt werden können.

Letztlich kann die Achtsamkeitsmeditation nicht nur dabei helfen, Symptome von vorhandenen sowie beginnenden Krankheiten und Beschwerden zu lindern bzw. zu bekämpfen, sondern auch dabei unterstützen, überhaupt gesund zu bleiben. Stück für Stück wird der Ballast abgeworfen, der sich jahrelang auf unseren Schultern aufgetürmt hat und dabei ist der erste Schritt schon das Innehalten und tiefe durchatmen. 

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Loslassen und Bewusstsein – ein langer Weg, der sich zu gehen lohnt

Loslassen und Bewusstsein. Jeder  trägt ein schweres Gewicht von Erinnerungen in sich. Manche Erinnerungen an Worte, die jemand sagte, seelische Schmerzen die zugefügt wurden, Enttäuschungen, Verluste oder Angst einflößende Erlebnisse sind stets gegenwärtig. Es gelingt nicht, sich davon zu befreien.

Traumatische Erinnerungen können sogar zu langwierigen psychischen und körperlichen Krankheiten führen. Schlagen auch Sie sich mit dem Ballast solcher Erinnerungen und Erfahrungen herum? Dann wünschen Sie sich bestimmt, es würde Ihnen gelingen, diese “Mappen” endlich zu schließen und wegzulegen.

Aber so einfach ist es nicht mit dem Loslassen. Die Vergangenheit klammert sich mit aller Kraft an die Gegenwart. Immer wieder werden Sie erinnert, immer wieder holt alter Schmerz Sie ein. 

 Vergangenes loslassen können

Die Erfahrung, von einem geliebten Menschen verlassen oder verraten zu werden, scheint oft unüberwindlich. Nicht nur in Gedanken ist der andere präsent, oft wird ein Partner, der sich abgewandt hat, regelrecht bedrängt. Manchmal müssen sogar Gerichte eingreifen. Die Ursache liegt daran, dass die/der Verlassene nicht loslassen kann. Zwar kann man ihn/sie bewegen, äußerlich Abstand zu halten, doch die Seele leidet nach wie vor. Wille und Logik reichen in solchen Fällen ebenso wenig, einen Menschen aus den Gedanken zu streichen wie andere schlimme Erinnerungen ad acta zu legen. Es bedarf einer intensiven inneren Einkehr, einer gründlichen Auseinandersetzung mit sich selbst, der Orientierung auf neue Prioritäten, um seelischem Ballast fertigzuwerden.

Ein Weg zum Loslassen

Meditation ist die höchste Form des Loslassens 

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Das gilt auch für die Reise durch Ihr Ich. Zuerst sollten Sie innere Ruhe finden, um sich das Abenteuer “loslassen” einzulassen. Meditieren,  Yoga, der Glaube (es gibt keine Vorschrift, woran Sie glauben), auch eine spirituelle Reise können dabei sehr hilfreich sein. Dann gilt es, sich von Selbstvorwürfen, Vorwürfen für andere und Selbstmitleid zu trennen. Vergangenes ist nicht zu ändern. Daraus lässt sich höchstens lernen.

Der Blick muss auf das Jetzt gerichtet werden. Statt mit sich, anderen und Gott zu hadern, listen Sie einmal alles Positive Ihrer Gegenwart auf. Widmen Sie eine weitere Liste der Vergangenheit. Vermeiden Sie dabei Vorwürfe, Selbstbetrug und krampfhaftes Verdrängen. Betrachten Sie Ihre Vergangenheit genau, auch wenn es wehtut. Ist genug Zeit der inneren Einkehr und des Rückblicks vergangen, schnüren Sie die Vergangenheitsliste zu. Üben Sie, sich immer weiter von den belastenden Dingen zu entfernen, sie aus immer größeren Entfernungen zu betrachten. Werfen Sie sie das geschnürte Päckchen nicht fort, lassen Sie es los. Legen Sie es an sicheren, entfernten Platz. Nicht Vergessen, sondern Abstand gewinnen ist die Lösung. All das kann Monate dauern, vielleicht sehr lange. Haben Sie Geduld mit sich.

Übungen sind ein bedeutsames Mittel, um die Seele zur Ruhe zu bringen. In der Übung gewinnen Geist und Körper Kraft.  Das führt auch zu inneren Einsichten und neuen Erkenntnissen. Sie werden selbst merken, wenn Sie langsam dem Punkt nähern, wo Sie der innere Ballast nicht mehr zu Boden drückt. Beschäftigen Sie sich doch einmal mit ihrem Atmung. Auch hier gibt es einfache Übungen die sehr sinnvoll sein können. Wer noch einen Tick mehr möchte beschäftigt sich mit Yoga!

Was ist Yoga und worum geht es bei dieser Art von Training?

Yoga ist derzeit in aller Munde. Im Sportstudio, auf Youtube und in vielen Veranstaltungen. Was hat es damit eigentlich auf sich? Ist Yoga Sport oder Meditationstechnik? Bietet es schweißtreibendes Muskeltraining oder Entspannung? Ist es eine Atemtechnik oder ein spirituelles Trainingsprogramm? Alles und noch viel mehr lautet die einfache Antwort: Yoga ist nichts Neues, sondern eine lange Tradition, die etwa 700 Jahre vor unserer heutigen Zeitrechnung in Indien entstand. Seither hat sich Yoga stetig weiterentwickelt, ist aber im Kern unverändert

Einheit bedeutet das ursprüngliche Sanskrit-Wort für Yoga: Die Einheit von Körper, Geist und Seele. Die 194 Sutren von Patanjali sind bis heute eine gute Einführung in die Yogaphilosophie und Meditationstechnik. Die typischen Yogahaltungen, Asanas genannt, entwickelten sich nach und nach immer weiter. Sie sind ein fantastisches Muskel- und Ausdauertraining und schulen Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit. Yoga kann aber viel mehr als jeder andere Sport. Es bringt nicht nur Power, Flexibilität und Muskelkraft, sondern schult die Konzentration auf die innere Mitte. Mit Atemtechniken, Meditation und Ruhe ist Yoga ein perfekter Ausgleich im hektischen Alltag. Es ist nicht nur eine Sportart, sondern eine hervorragende Möglichkeit Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, zu entspannen und innerlich zu wachsen. Egal ob man mit Yoga aus sportlichen oder spirituellen Gründen anfängt, es wirkt immer ganzheitlich auf Körper und Seele.

Wie hilft Yoga meinem Körper und meiner Seele? Warum ist es so gut für uns?

Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht sind typische Begleiterscheinungen unserer modernen Zivilisation. Mehr Bewegung, weniger essen, gesünder leben ist zwar heutzutage in aller Munde, gelingt aber den wenigsten nachhaltig. Schwerwiegende Erkrankungen, Stress, Burnout und Depressionen sind die Folge des ungesunden Lebenstils und legen viele Menschen nicht nur einmal im Leben lahm. Entspannende Yogaübungen sind für viele der Einstieg in ein besseres und gesünderes Leben. Schon einfache Asanas und Atemübungen bringen erstaunliche Wirkung für Körper und Psyche. Die regelmäßige Yogapraxis wirkt ganzheitlich auf den gesamten Organismus. Sie stärkt die Muskulatur, fördert die Flexibilität und Ausdauer und kann daher hervorragend gegen Rückenbeschwerden, zu hohen Blutdruck und einen erhöhten Cholesterinspiegel helfen.

Yoga kann nur ein Sport sein, der die körperliche Gesundheit und Fitness nachhaltig erhält und stärkt. Meist ist es aber viel mehr: eine Lebenseinstellung und Übungspraxis, die Körper und Seele in Einklang bringt. Die uns aus der Hektik des Alltags zurück in unsere Mitte bringt. Mit mehr oder weniger anstrengenden Übungen, bewusstem Atmen und Meditationsübung findet jeder einzelne in seiner Yogapraxis genau das, was er gerade braucht. Sportliche Ertüchtigung, Ausgleich, spirituelle Inspiration oder Stressreduktion. Im Idealfall alles gemeinsam. Für jeden und jede Lebenssituation gibt es den passenden Yogastil: Dynamisch-fordernd, artistisch oder meditativ-entspannend. Die ganzheitliche, spirituelle Komponente macht den entscheidenden Unterschied zu herkömmlichen Sportarten. Yoga ist Entspannung für Körper und Seele!

Uwe Taschow
29. August 2019

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