Bewusst-Sein Cornerstone

Bewusstsein vom Leid zur Freude

Bewusstsein vom Leid zur Freude-spiegel-blick-kind-mirroringBewusstsein vom Leid zur Freude verändert unser Verhalten

Bewusstsein vom Leid zur Freude – Leid – das Produkt der Unbewusstheit. Die Menschen leiden. Mangel an Selbstbewusstsein! Das ist keine spektakuläre Neuigkeit, sondern eine altbekannte und völlig offensichtliche Tatsache, mit der wir immer wieder konfrontiert werden. Sollten wir es nicht vor allen anderen potentiellen Prioritäten für erstrebenswert erachten, die Wurzel des Leidens, den Mangel an Selbstbewusstsein, ausfindig zu machen und herauszureißen? Die meisten Menschen akzeptieren die vermeintliche Tatsache, dass physische und psychische Schmerzen ein unvermeidlicher Bestandteil unseres Daseins sind. Wenn wir diese Annahme hinterfragen, finden wir aber heraus, dass Leid keine natürliche Begleiterscheinung des menschlichen Lebens ist, sondern die natürliche Folgewirkung der Ignoranz (Psychologie unserer Umgebung) gegenüber unserer wahren Natur! Oder glauben Sie, das ein  Mangel an Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl erstrebenswert ist?

Dazu ist es notwendig den wahren Geist dieser Synonyme zu entdecken, zu lernen und unser Verhalten in Frage zu stellen. Ein Verhalten, das uns letztlich immer in irgendeine Schwierigkeit in unserem Dasein führt. Lassen wir den Geist aus der Flasche, stellen wir uns unserer Schwäche und führen unser Leben in ein neues Selbstvertrauen. Doch dies ist mit Arbeit verbunden und der Bereitschaft uns zu öffnen. Tröstlich könnte es sein, das wir diesen Geist der inneren Inspiration, diese Klarheit in uns tragen.

Der Normalzustand des Menschen wird aus der Perspektive einer spirituellen Betrachtungsweise in einigen Lehren als Unbewusstheit bezeichnet. Dieser Begriff verweist auf die Unkenntnis der spirituellen Tiefe in uns selbst. Daraus resultiert eine Lebensführung, die von materialistischen Wertvorstellungen dominiert wird, was zwangsläufig Begierde, Angst und folglich Leid hervorruft. Ein Leben auf der Oberfläche des Seins orientiert sich ausschließlich an Formen. Da ausnahmslos alle Formen vergänglich sind, verflüchtigen sich mit ihnen auch Glück und Gelassenheit, wenn sie daran geknüpft und somit davon abhängig waren.

Letztlich beinhaltet der Zustand der Unbewusstheit, dass sich das Bewusstsein seiner selbst überhaupt nicht mehr bewusst ist. Es richtet seine Aufmerksamkeit auf alles Mögliche – außer auf sich selbst.

Wir sitzen im dunklen Raum ohne Licht. Wir können jedoch lernen, wie wir in diesen Raum Licht, Geist, Liebe, Wissen und Selbstbewusstsein hineinlassen können. Der Geist der Freiheit ist unser Lohn für unsere Mühen.

Das Bewusstsein – Der Raum, in dem alles geschieht beeinflusst unser Verhalten

Das, was ist, hält sich für das, was geschieht. Das bewusste Sein ist jedoch nichts von dem, was geschieht, sondern der Raum, in dem es geschieht!

Wenn wir diesbezüglich eine Nachforschung anstellen, können wir zu der bedeutenden Erkenntnis gelangen, dass reines Bewusstsein tatsächlich das einzige Kontinuum in unserem Leben ist.

Betrachten wir das genauer: Allein in der Zeit, in der Sie diesen Satz lesen, sterben in Ihrem Körper etwa 50 Millionen Zellen und werden durch andere ersetzt. Der menschliche Körper stößt innerhalb von ein paar Jahren den Großteil seiner Zellen ab und erneuert sie. Der Körper, ihr Gehirn, den Sie jetzt erfahren, ist nicht derselbe Körper wie jener in Ihrer Kindheit. Es ist offensichtlich, dass die physische Form einer erheblichen Wandlung unterliegt. Selbiges gilt für die Persönlichkeit, Verhaltensweise, Selbstwertgefühl, Erfahrung, Sozialverhalten und den Verstand. Sie denken heute wahrscheinlich auch anders als noch vor 10, 20 oder 50 Jahren.

Aber das reine bewusste Sein im Hintergrund aller Wahrnehmungen, das sich der Gedanken und des Körpers bewusst ist, hat sich nie wirklich verändert. Jeder kann spüren, dass sein essentielles ‚Ich‘ im tiefsten Innern immer dasselbe geblieben ist und dass sich alle Veränderungen letztlich nur auf der Oberfläche ereignet haben. Daran, dass Sie sich an Ihre Kindheit erinnern können und sie als „meine Kindheit“ bezeichnen, erkennen Sie, dass damals dasselbe ‚Ich‘ präsent gewesen sein muss wie hier und jetzt. Obwohl sich alle Eigenschaften der Person erheblich verändert haben, lässt sich eine Bewusstseinskontinuität feststellen. Alle vergänglichen Erscheinungen haben also in einem unvergänglichen Raum stattgefunden!

Wir sehen aber meist nur die Formen und vergessen das formlose Gewahrsein, obwohl wir selbst es sind. Im Kino werden wir von den Bildern auf der Leinwand absorbiert, sodass uns Letztere nicht mehr auffällt, obwohl wir sie pausenlos betrachten. Ist es nicht so?
All das ist nichts anderes als eine Hypnose. Diese führt dazu, dass wir das Wesentliche missachten und vergessen in unserem Leben, dass nichts von dem, was geschieht, jemals dem Raum etwas anhaben kann, in dem es geschieht – dem, was wir im tiefsten Innern unserer Essenz nach sind.

Das Licht der Welt erblickt in unserem Verhalten Geist und Selbstvertrauen

Um es mithilfe einer weiteren Analogie zu erläutern: Indem die meisten Menschen glauben, ein Körper zu sein, verwechseln sie das Fenster mit dem Licht, das durch dieses Fenster hindurchscheint. Man stelle sich viele verschiedenartige Fenster vor. Manche sind relativ groß, andere relativ klein – was bekanntlich auch für Menschen gilt. Manche sind eckig, andere rund – was gewissermaßen ebenfalls auf Menschen zutrifft. Manche haben einen dunklen Rahmen, andere einen hellen – ebenso wie es hell- und dunkelhäutige Menschen gibt. Würde diese Psychologie als psychologische Erkenntnis sich in unserem Gehirn befinden, gäbe es eine Menge Vorurteile und Glaubenssätze nicht. Unser Verhalten könnte sich in unserer Welt völlig neu erfinden. Das Miteinander entdeckt und lernt  Begriffe wie Würde und Respekt auf einer neuen Ebene. Selbstbewusst im Verhalten erhält die Qualität andere Menschen, Wesen oder alles was ist bedingungslos anzuerkennen.

Jedes Fenster ist einzigartig, wie auch jedes Wesen in seiner Wahrnehmung einzigartig ist. Sie alle unterscheiden sich erheblich hinsichtlich ihrer Größe, Form und Farbe voneinander. Aber hinter diesen Fenstern befindet sich ein einziges großes Licht, das durch alle Fenster hindurchscheint – ein einziges Bewusstsein, das sich durch all die unterschiedlichen Manifestationen zum Ausdruck bringt. Jeder von uns erfährt sich als eines der Fenster, also als ein individueller Körper, aber jeder von uns ist dieses Licht – das eine, unbegrenzte Bewusstsein.

Repräsentativ für das Ego, also das fiktive Selbst, auf das in spirituellen Lehren immer wieder hingewiesen wird, ist der Staub, der sich auf der Fensterscheibe ablagert und welcher verhindert, dass möglichst viel Licht durchdringt, d. h. dass möglichst viel vom Bewusstsein in seinem bedingungslos liebenden Ursprungszustand in diese Welt gelangt. Das Ego, welches durch Identifikation mit Form entsteht, lässt uns glauben, etwas zu sein, das mit unserer essentiellen Identität keineswegs gleichgesetzt werden kann. Wenn wir den Staub entfernen (alle falschen Vorstellungen davon, wer wir sind), dann legen wir unser wahres Selbst wieder frei. Wir können nur dann unsere Umgebung erhellen und anderen Menschen durch unsere natürliche Präsenz bei ihrer eigenen „Selbstverwirklichung“ behilflich sein, wenn wir jenes Licht im Leben scheinen lassen, das wir sind. Vom Leid zur Freude! Bewusst, selbstbewusst und ausgestattet mit einem Wissen, einem Geist der Klarheit. Wir lernen den Streichen unseres Gehirns zu widerstehen. In Folge entsteht ein Selbstvertrauen, das uns innerlich stärkt und auf eine neue Ebene erhebt. Das Wissen und diese Erfahrung setzen uns in eine neue Beziehung zu unserer Umwelt.

Jesus von Nazareth wählte folgende Worte: „Ich bin das Licht der Welt.“ Wenn wir diese Aussage so interpretieren, dass damit ein persönlicher (also personenbezogener) Status betont werden soll, dann heben wir Jesus auf ein Podest der Unantastbarkeit und kreieren ein schwerwiegendes Hindernis. Leider bevorzugt die heutige christliche Kirche in der Regel diese Interpretation.

So aber erkennen wir nicht, dass Jesus uns letztlich an unser wahres Selbst zu erinnern versuchte, denn bei anderer Gelegenheit sagte er auch: „Ihr seid das Licht der Welt!“ Er richtete diesen Weckruf nicht an Personen, also an physische Erscheinungen, die sich einige Jahre später ohnehin wieder auflösen, sondern an den wahren Wesenskern, der in ausnahmslos jedem Menschen zu finden ist. „Ich bin das Licht der Welt“ stammt vom Ego, wenn es alle anderen Formen ausschließt und sich nur auf die eigene Persönlichkeit bezieht. „Ich bin das Licht der Welt“ und „Ihr seid das Licht der Welt“ aus dem Mund derselben Person verweisen allerdings darauf, dass hier aus dem Zustand der Selbsterkenntnis heraus gesprochen wird, welche einen unmittelbaren Einblick in die Einheit allen Lebens ermöglicht und aufgrund dessen keine Unterscheidungen mehr vorzunehmen erlaubt.

Wenn Spiritualität nicht als das Kostbarste überhaupt erkannt wird, dann konzentrieren wir uns auf das Fenster und verpassen das Licht.

Bewusstsein vom Leid zur Freude, Selbstbewusstsein, Psychologie, Wahrnehmung, Verhalten – Das Ende der Konditionierung

Wer sich mit seinem Körper identifiziert, identifiziert auch andere mit deren Körpern. Stets überträgt man die eigene Identifikation auf seinen „Nächsten“. Da man ein mentales Bild, ein Gefühl, seiner selbst entworfen hat, entwickelt man auch für die anderen, denen man begegnet, ein fiktives Bild, das niemals den wahren Wesenskern des Gegenübers zu erfassen vermag. So sieht man jeden Menschen, mit dem man in Interaktion tritt, durch den Schleier der Gedanken und Gefühls, welche durch die Vergangenheit konditioniert und damit immer voreingenommen sind. So sind wir nicht in der Lage, das Wunder des Seins zu erkennen, das in jedem Menschen verborgen ist – das Wunder, das jeder Mensch ist. Psychologisch liegt hier eine Schwäche die grundsätzlich unser Vertrauen  in das Sein sabotiert und dem inneren Kritiker, Ego, zustimmen möchte.

Das Ego ist nicht immer sozial wie wir aus unserem Verhalten wissen.  Aggressives Verhalten, gewalttätige Verhaltensweisen entspringen aus diesen fiktiven Bildern. Der Mangel an Vertauen prägt unser Verhalten in einer Welt, die sich schwer tut das Licht der Spiritualität als Bestandteil unseres Selbstwertgefühls anzuerkennen. Das Gehirn oder besser im Gehirn selbst ist es stockdunkel. Da es im Gehirn dunkel ist gibt es auch keine Bilder, oder Bildvorräte. Stellen wir uns das Bild eines geliebten Wesens vor ist dieses nicht vorrätig oder fertig im Gehirn archiviert. Licht (Photonen) lassen in uns Bilder entstehen. Wie dies funktioniert ist wissenschaftlich nach wie vor ein Rätsel. Ohne Licht stehen wir im dunklen Raum. Licht erhellt unser Selbstbewusstsein, gibt uns Selbstvertrauen und einen Blick auf das Leben, das uns zu einer neuen Erfahrung führt. Würde hier Licht als Synonym für Spiritualität verstanden werden, käme dies einer Bewusstseinsrevolution gleich. Selbstbewusst würden wir lernen uns in einem neuen Kontext zu erleben.              

Man möge sich bewusst vor Augen führen: Menschen, die sich lieblos verhalten, können im Grunde nichts dafür, weil ihr Ego die Kontrolle über ihr Verhalten übernommen hat (ohne Selbstbewusstsein). Ihr unkonditioniertes Bewusstsein befindet sich in einem Zustand der Selbstvergessenheit, sodass die konditionierten Verhaltensmuster deutlich hervortreten, eine Trennung kreieren und Leid erzeugen. Wir können aber durch das Ego hindurchblicken und dasselbe Bewusstsein in ihnen aufspüren, das auch unsere eigene Essenz ist. Auch dies ist Selbstbewusstsein.

Die großen spirituellen Lehrer sämtlicher Kulturen, unter ihnen Jesus, Buddha, Laotse, Rumi und Ramana Maharshi, mögen sich zwar hinsichtlich ihrer Wortwahl voneinander unterscheiden, verfolgten aber allesamt die Absicht, in ihren Schülern die illusionären Strukturen zu durchdringen, um das unermessliche Innere des Menschen zu erreichen und auf sich selbst aufmerksam zu machen.

JETZT wird sich das Bewusstsein seiner selbstbewusst, womit die einzig erforderliche Voraussetzung dafür erfüllt ist, dass das Leid des Menschen endgültig transzendiert werden kann. Durch Selbsterkenntnis, Selbstvertrauen treten wir aus der Konditionierung heraus und in die Freiheit ein. So wird jegliche Trennung aufgehoben und auf tiefster Ebene der Betrachtung zweifelsfrei und selbstbewusst erkannt: Wir sind alle EINS.Vom Leid zur Freude! Alle Angst fällt von uns, wir erleben selbstbewusst ein neues gesundes Selbstbewusstsein. Wir gehen in ein nie dagewesenen Vertrauen (Urvertrauen).

Bewusstsein vom Leid zur Freude

Simon Bartholomé

Autor
05.02.2018

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Bewusstsein, Psychologie, Selbstbewusstsein: 
Eine kurze begriffliche Klarstellung mit Praxisbezug

” … Es gibt eine Reihe von Begrifflichkeiten, die es lohnt, anzusehen und klarzulegen. Ich tue dies im Sinne der allgemeinen Verständlichkeit, ohne zu sehr in wissenschaftliche Kategorien der Psychologie abzugleiten.
Doch es ist unabdingbar, zu wissen, worüber wir sprechen, denn die Begriffe sind vielschichtig, viel verwendet und sehr unterschiedlich definiert. Mir geht es um Arbeitsbegriffe und ausdrücklich nicht um einen wissenschaftlichen Wettstreit.

Bewusstsein bedeutet hier eine Form von Gewahrsein und bezieht sich auf die Wahrnehmung über die fünf bekannten Sinne. Es ist untrennbar mit Achtsamkeit verbunden.

Das kollektive Unbewusste hat seinen gedanklichen Ausgang in den Arbeiten der Psychologie von C.G. Jung. Mittlerweile gilt es als Begriff, der weit über den Jung’schen Zugang hinaus Verwendung findet.
Im Rahmen der von mir angesprochenen Bewusstseinsrevolution spielt das kollektive Unbewusste eine wesentliche Rolle.

Es ist die unbewusste psychische ‚Grundstruktur‘, die im Wesentlichen durch Mythen, Märchen, Geschichte, Erzählungen und Religion geprägt ist.
Es ist laut Jung etwas Empirisches, das die Analyse der Psychologie ergänzt. Untrennbar sind die Archetypen mit dem kollektiven Unbewussten verbunden. Es sind Verhaltensmotive und Symbole, die sich z.B. in kulturellen Erzählungen, in Vorstellungen, Verhalten, Psychologie und in Ritualen zeigen.
Man findet sie auch wiederum in Märchen, Mythen, Träumen, in der Kunst, in der Sprache. Man kann das kollektive Unbewusste als eine Art übergeordnetes Erzählprinzip sehen.
Manche nehmen auch das historische Gedächtnis hinzu (Jung tut dies nicht) und andere gehen soweit, es auch als morphisches Feld zu sehen, als eine Art kollektive Erinnerung.
Wenn man den Begriff ganz weit fasst, dann könnte man auch von der Akashachronik, vom Großen Informationsfeld sprechen. Ich will damit zeigen, wie vielschichtig das Konzept ist und wie weit es interpretierbar ist.
So verwende ich den Begriff als Synonym für das von uns zwar oft nicht erkannte, doch immerwährend das seiende Informationsfeld, das uns umgibt und uns zutiefst prägt.

Unterbewusstes und Unbewusstes: diese beiden Begriffe werden oft austauschbar verwendet. Man kann es als den vom Bewusstsein abgespaltenen Teil, den getrennten Teil ansehen. Mir geht es um einen Arbeitsbegriff und nicht um eine tiefenpsychologische Deutung im Sinne von  Psychologie und Freud oder um eine analytisch-psychologische Deutung im Sinne von Jung.
Ich verwende beide Begriffe als Synonym für das Abgetrennt-Verdrängte in uns.

Diese drei Großbegriffe spielen massiv in der Bewusstseinsrevolution, in unserem Alltagsleben und in unsere Art, wie wir agieren und re-agieren eine Rolle. Hier können wir transformieren und uns nachjustieren. Hier liegen die Wurzeln, um unser Leben, Verhalten einfacher, stimmiger, zeitgemäßer zu gestalten. Hier liegt die Basis für Wandel und Selbstvertrauen.” Erfahren Sie mehr über die Psychologie des Alltags – Stärken Sie ihren Geist! … “

Dr. Andrea Riemer

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