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Braucht eine digitalisierte Welt mehr Mitgefühl?

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(c) Foto: BigStock/HelgaPrazak

Braucht eine digitalisierte Welt mehr Mitgefühl?

Alles hängt mit allem zusammen. Das wissen langsam auch die stursten Rationalisten. Aber diese Gewissheit und vor allem unsere Kernkompetenz: die Fähigkeit zu lieben, sollen vor dem Business nicht halt machen, im Gegenteil. Dort sind sie notwendiger denn je. Top-Managerin Dr. Helga Pražak-Reisinger erklärt, wie wir alle unsere Arbeitswelt ein bisschen lässiger sehen und vor allem sinnstiftender gestalten können.

Kein Stein bleibt auf dem anderen, die Arbeitswelt 4.0 erfährt gerade einen Wandel, der durchaus mit dem Siegeszug der Glühbirne über die Pechfackel zu vergleichen ist. Die Stimmen gegen den Ausbau der Stromnetze vor hundert Jahren hört heute keiner mehr, im Gegenteil, nun geht die Angst vor einem horriblen Blackout in Europa um. Eine Welt ohne Strom ist unvorstellbar geworden. Was damals der Strom bedeutete, fokussiert sich heute in der Digitalisierung, dem gläsernen Menschen, der AI Artificial intelligence. Viele sehen den Entwicklungen, Maschinen eine eigenständige Intelligenz und Selbständigkeit zu verleihen, skeptisch entgegen. Doch der Vormarsch der vernetzten Datenwelt ist ein Faktum und könnte große Vorteile für uns bringen. Wenn wir uns auf unsere tatsächlichen Kernkompetenzen besinnen. Denn wir sind keine Gehirne auf zwei Beinen. Die Arbeitswelt 4.0 braucht Spiritualität, Mitgefühl und Liebe, damit wir unser menschliches Potenzial richtig einsetzen und die neuen Techniken nicht zum gruseligen Meister mutieren, sondern uns als folgsamer, inspirativer Lehrling dienen. Wir haben es in der Hand.

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(c) Helga Pražak

DI Dr. Helga Pražak-Reisinger, nach 30 Jahren im Top-Management in großen Chemie- und Energiekonzernen, nun vermehrt als Coach und Vortragende tätig, ist Energetikerin und sieht in der Digitalisierung das Outsourcen unseres logischen, rationalen Hirns, dem wir unterstellen, zuwenig leistungsfähig zu sein.

“Daher kreieren wir Maschinen, die die Rechenleistung unseres Gehirns in ungeahnten Geschwindigkeiten durchführen können”, meint Pražak und setzt fort: “Der Siegeszug der rationalen, analytischen Bewertung ist voll angelaufen. Aber uns Menschen zeichnet viel mehr aus, als bloß Rationalität. Als Energetikerin sehe ich uns Menschen als spirituelle Wesen, die eine Erfahrung in einer dreidimensionalen Welt machen wollen. Also wird es höchste Zeit, dass wir uns genau jetzt, im Zeitalter der Digitalisierung, wieder unserer menschlichen Qualitäten besinnen und diese zum Ausdruck bringen: Spiritualität, Kreativität, Mitgefühl und Liebe.”

Es ist immer noch zumindest ungewöhnlich, im Zusammenhang mit Business von Liebe zu sprechen. Wir haben Liebe so sehr in den privaten, emotionalen Bereich verbannt, dass wir häufig nicht sehen, welche Kraft Liebe eigentlich hat.  “Wenn ich im Zusammenhang mit Business über Liebe spreche, meine ich jenes Gefühl der bedingungslosen Anerkennung von anderen, genauso wie sie sind. Ohne Bewertung und ohne Vorgaben: sehr unüblich im normalen Business!”, erklärt Pražak und führt weiter aus: “Ich meine nicht das Gefühl von Verliebtheit, sondern einen Geisteszustand der bedingungslosen Akzeptanz und Wertschätzung. Dieses Gefühl ist intensiv mit dem Herzen verbunden, dem stärksten energetischen Feld, das wir haben. Auch Matthias Horx sieht in den sozialen Bereichen und der Liebe ebenfalls die größte Entwicklungsmöglichkeit im 21. Jahrhundert.”

Wie aber können wir Liebe in den Business-Alltag holen? Auf diese Frage meint Pražak, es wäre wirklich einfach,  Liebe im Business-Alltag zu leben: “Sie brauchen nur immer wieder Ihre volle Aufmerksamkeit auf Ihr Herz legen und Ihren Atem dorthin fließen zu lassen. Das geht auch untertags jederzeit. Diese Konzentration verschafft Ihnen ein ruhiges Herzfeld, das auch Ihr Umfeld in den Bann ziehen wird. Wenn Sie jetzt noch einen Augenblick der Ruhe einlegen und Ihr Gegenüber aus dieser Herzenergie betrachten, werden Sie eine völlig neue Alltagssituation erleben. Man muss es nur einmal ausprobieren!”

Unsere wahre Kraft liegt also in der Spiritualität, dem Mitgefühl, der Liebe. Unnachahmbar durch unsere Rechenmaschinen. Erst diese Qualitäten machen es uns möglich, Verantwortung zu übernehmen, dass die technischen Möglichkeiten so kanalisiert werden, dass sie uns Menschen mehr Gewinn als nur Geschäft bringen.

Gewinn ist mehr als Geschäftemachen mit hohen Renditen. Echter Gewinn könnte auch darin liegen, mehr Kapazitäten für eine spirituelle Entwicklung der Menschheit verfügbar machen zu können. Für Pražak bedeutet Spiritualität das Anerkennen einer größeren Kraft, die in uns und um uns vorhanden ist, die uns trägt und als universelles Bewusstsein in unserem Leben eine wesentliche Rolle spielt. Wir haben als Teil davon einen unmittelbaren, erfahrbaren Zugang. Man kann diese spirituelle Kraft mit dem eigenen Körper spüren oder erleben. “Darin unterscheidet sie sich vom reinen Glauben. Je nach persönlicher Erfahrung und Einstellung trägt sie einen mehr religiösen, neutralen oder wissenschaftlichen Namen. Der Begriff an sich ist nicht wichtig, wohl aber, dass er zur persönlichen, inneren Einstellung passt”, doziert Pražak. Wie kann nun aber diese Einstellung zur neuen Business Welt passen? Bewegen wir uns nicht auf sehr dünnem Eis, wenn wir hier vermehrt von der Wichtigkeit der Emotionen und des Miteinanders sprechen?

“Wenn wir begreifen”, warnt Pražak, “was uns die Mystiker aller Kulturen und auch die Quantenphilosophie schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts erklärt haben, dass wir im Grunde Wesen sind, die energetischer und geistiger Natur sind und somit alle auf eine besondere Art und Weise verbunden sind, dann können wir uns nicht damit begnügen, mit rationalen Daten und Analysen das Auslangen zu bekommen. Dann müssen wir uns aufs Menschsein konzentrieren. Dafür leisten die Robotik und die Digitalisierung insofern wesentliche Beiträge, indem sie viele der Arbeiten übernehmen und noch viel mehr übernehmen werden. Man geht davon aus, dass diese Entwicklung sehr viele Jobs obsolet macht, ähnlich wie die industrielle Revolution Ende des 19. Jahrhunderts. Allerdings, bisher habe ich nicht gesehen, dass uns die Automatisierung tatsächlich mehr Freizeit gebracht hat. Ich erinnere mich noch sehr genau, dass noch vor wenigen Jahrzehnten das große Thema Was machen wir mit der Freizeitgesellschaft? beschäftigt hat. Diese Sorge war unbegründet, die Leute arbeiten trotz Computer, trotz Automatisierung – oder vielleicht deswegen – mehr denn je. Wenn wir uns also nicht von unseren technischen Entwicklungen jagen lassen wollen oder uns fürchten, dass uns Jobs abhandenkommen, muss ein großes Umdenken stattfinden. WIR müssen uns in unserem MENSCHSEIN schätzen lernen. Dazu zählen Mitgefühl und Liebe! Und beides braucht Hingabe und Zeit.”

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(c) Helga Pražak

In die gleich Kerbe stößt das Buch „Mitgefühl in der Wirtschaft“ in dem weltweit führende Forscher Denkanstöße für eine Wirtschaft vorstellen, die sich um den Menschen kümmert und so ein Gegengewicht schafft zu einer reinen Leistungs-, Macht- und Konsumorientierung. Mitgefühl ist uns angeboren und kann trainiert werden. “Wir brauchen keine Apps, die durch Bilderkennung und Algorithmen die Emotionen unseres Gegenübers erkennen und uns sagen, wie wir miteinander umzugehen haben”, erinnert uns Pražak und empfiehlt uns, öfter innezuhalten: “Wenn Sie also in der nächsten Zeit über Industrie 4.0, Digitalisierung oder künstliche Intelligenz lesen oder damit arbeiten, setzen Sie bewusst Ihr Herz ein. Machen Sie kurze Pausen, bevor Sie sich eine Meinung bilden, in welcher Art und Weise uns diese neuen Technologien unterstützen können. Steigen Sie aus dem Impuls aus, sich entweder völlig davon faszinieren zu lassen oder zu fürchten. Fragen Sie ihr Herz, was es jetzt am meisten braucht. Welchen liebevollen Impuls wollen Sie der Welt jetzt geben? Nicht alles, was wir technisch machen können ist auch gut für uns und unser Umfeld. Stellen Sie Ihre eigenen Weichen mit folgender Intention: Wo immer uns das hinführt, es soll zum Bestmöglichen für ALLE sein. Das inkludiert alle Menschen unsere gesamte Umwelt und das große Ganze. Dann öffnen Sie Ihre Sinne für Intuition, wie sie mit den Informationen bestmöglich weiter umgehen sollen. Damit leisten Sie einen unschätzbaren Beitrag, da Gedanken und Emotionen die wahren Treiber sind. Jeder Einzelne kann das auf seine persönliche Art und Weise. Ich freue mich auf diese spirituelle Entwicklung in einer digitalisierten Welt.”

14.01.2018
Dodo Kresse
www.dodokresse.com


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(c) Helga Pražak

Sollten Sie sich für einfache Übungen interessieren, wie man Liebe, Mitgefühl und Kreativität in die Arbeitswelt übertragen kann, empfehlen wir Ihnen Helga Pražaks neues Buch

BUSINESS ENERGETIK – Wie Sie mit Achtsamkeit und Intuition Ihren Berufsalltag meistern und Grenzen überwinden, erschienen 2017 im Verlag Edition Summerhill.

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(c) Illustration: Helga Pražak

 

3 Kommentar(e)

  • Erstmals habe ich einen Artikel gelesen, der diese beide Aspekte – die Spiritualität und die Digitalisierung – in dieser Form so mit einander vereint. Das eine muss das andere nicht ausschließen – im Gegenteil. Ein toller Artikel!

    • Liebe Frau Stegmann,
      herzlichen Dank für Ihren Kommentar – genauso, wie Sie es ausdrücken, war dieser Artikel gemeint. Ich bin vollkommen überzeugt, dass gerade in der Kombination von Spiritualität und Energetik mit dem normalen Arbeits- und Businessalltag eine neue Qualität entstehen kann. Sollten Sie noch tiefer eintauchen wollen, können Sie gerne auch in mein Buch BUSINESS ENERGETIK schauen, das viele theoretische und praktische Beispiele dazu enthält. Ich würde mich freuen, wenn Sie für Ihre praktische Arbeit Anregungen darin finden.
      Herzliche Grüße
      Helga Prazak

  • Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen (und Heilen wie Jesus) gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Traumsteuerung ist auch ohne luzides Träumen (das u. U. gefährlich ist) möglich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass man dafür die nötige Reife hat. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, für die man die nötige Reife hat. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe Reize (Drogen, akustische Signale usw.) herbeigeführt werden. Man kann sich fragen, ob eine echte (nicht nur eine eingebildete) Zeitdehnung in Träumen möglich ist. Zudem, wie sich Schlaf-Erlebnisse von Tiefschlaf-Erlebnissen (und Nahtod-Erlebnissen usw.) unterscheiden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch verrückt wird, wenn er sich fragt (wie schon vorgekommen), ob das Leben nur eine Illusion ist. Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Man sollte möglichst dort wohnen, wo man arbeitet (in Verbindung mit wirtschaftlicher Subsidiarität). Dadurch werden viele Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (nicht-leistungsgerechte Vermögen, Kreditwesen, Werbung, Urlaubsindustrie, Luxusgüter, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (Regionalisierung senkt Transportkosten, ein Öko-Auto fährt über 3 Millionen km, ein 1-Liter-Zweisitzer-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im kleinen und einstöckigen 3-D-Druck-Haus (Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter (siehe Wikipedia „Zeitreihe Lufttemperatur“, Messwerte in Dekaden). Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. Außerdem muss man bedenken, dass vielleicht nicht immer Menschen auf der Erde geboren werden müssen, sondern sich in anderen Dimensionen entwickeln können. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Es ist sinnvoll, das Renteneintrittsalter abzuschaffen (es gibt kein biologisches Altern). Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (Lohnausgleich erfolgt nur zu einem kleinen Teil). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe zukünftig zunehmend und beschleunigt (!) beseitigt.

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