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Das Denken, Vorausdenken, Nachdenken und der freie Wille

Augen-rot-violett-mystisch-eyesDas Denken, Vorausdenken, Nachdenken und der freie Wille

„Die Bewegung des Gedanken ist im Gedanken beinhaltet“ so Grigori Grabovoi. Das heißt doch, im Gedanken sind die Folge enthalten. Im Gedanken sind der Sinn, die Absicht, und der formierende Aspekt enthalten. Was bewegt einen Gedanken? Der Geist? Den Geist kann man als die Substanz betrachten, die einen Gedanken überhaupt erst möglich macht. Über die Qualität, oder die hervorgebrachte Form sagt das noch nichts aus. Das ist im Gedanken selbst beinhaltet.
Was formt einen Gedanken? Das ist ein sehr vielschichtiges Thema. Die Persönlichkeit, das Bewusstsein, der Geist, die Seele, der physische Körper, die Lebensaufgaben, Einstellungen, Erfahrungen und Vorstellungen spielen dabei eine tragende Rolle.
Doch vollkommen unerheblich, welches Konglomerat in uns den Gedanken hervorbringt, ist jeder der Urheber und Verantwortliche des Geschaffenen.
Denn wir sind mit den wunderbaren Fähigkeiten ausgestattet, unser Werk des Erschaffens zu beobachten. Dafür haben wir ein Bewusstsein erhalten. Darüber hinaus, als Schöpfer von Gedanken, sind wir ebenso in der Lage, vorausdenkend Ziele zu benennen und über Gedanken nachzudenken. Wenn das Vorausdenken und Nachdenken nicht dem Wohl aller und allem dienlich ist, so gilt es nachzubessern. Niemand würde ein Haus wollen, deren Wände schief sind. Wir würden vom Architekten fordern das auszubessern.
Was ist mit diesen Qualitäten? Manchmal schaudert einem, wie, milde ausgedrückt, spontan ziellos, ungefiltert und unreflektiert Menschen Gedankenformen teilen. Die neuen Spielmöglichkeiten der Kommunikation Twitter und Co machen das sehr einfach. Es ist so leicht, mit ein paar Zeichen Zeichen zu setzten. Sollte doch da die Qualität des klugen Vorausdenkens und Nachdenkens, bevor die Zeichen gesetzt werden nicht die höchste Priorität haben? Was geteilt ist, ist geteilt und bedarf höchster Kunst wieder vereinheitlicht zu werden, wenn das überhaupt möglich ist.
Es ist doch leicht zu verstehen, dass die geborenen Gedanken und daraus erschaffenen Ereignisse dem Urheber als Ersten zustehen. Das jenes was sich daraus entwickelt seiner Tatkraft und Verantwortung obliegt? Bei sportlichen Errungenschaften fordern wir doch auch, dass der Sieger seiner Leistung entsprechend gekürt wird. Was ist mit Menschen, die unüberlegt auf manifestierte Gedanken reagieren? Selbstverständlich sind sie auch daran beteiligt, was sich weiter daraus entwickelt.
Kann es sein, dass viele Menschen den freien Willen, der dem Menschen gegeben ist missverstehen? Es könnte gut sein, dazu ein paar Gedanken zu formen.
Der Schöpfer hat sich wirklich viele vorausschauende Gedanken dazu gemacht und das so klug gelöst, dass es darin keinerlei Zweifel gibt. Denn es heißt: Des Schöpfers Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Das ist ein nicht veränderbares Gesetz. Darin ist auch die Handlungsfreiheit oder der freie Wille des Menschen als unveränderliches Gesetz beinhaltet.
Der Schöpfer, hat uns nach seinem Ebenbild erschaffen. Er hat uns damit das schöpferische Tätigwerden gegeben. Das Schöpferische ist das Wesenhafte des Schöpfers in uns, nebst anderen göttlichen Attributen. In Seinem Plan, sich aus dem ewig Inneren in unendlich äußere Erscheinungen in Raum und Zeit zu teilen, hat Er Seine Kraft nicht zersplittert, sondern mit jedem Seiner Geschöpfe geteilt.
Er hat veranlasst, Seine Herrlichkeit, Schönheit und Freude nicht nur mit uns zu teilen, sondern dies auf dem Weg zurück in die geistige Einheit mit Ihm zu vermehren. Jeder Heimkehrer erlebt in immer höherem Maße auf seinem Weg die Herrlichkeit, Schönheit und Freude und vermehrt damit die Glückseligkeit des Schöpfers. Jeder Tropfen vergrößert den Kelch mit dem süßesten Nektar der Glückseligkeit.
Er hat dem Menschen den freien Willen für dieses schöpferische Wirken geschenkt. Seiner Unfehlbarkeit entsprechend vertraute er uns auch die volle Verantwortung an, denn sonst wäre es kein freier Wille mehr, denn sonst würde die Verantwortung bei ihm bleiben und der Mensch nicht wirklich handlungsfrei.
So wie auch Seine Ordnungsgesetze unabänderliche Gesetzte sind, unterliegt der freie Wille des Menschen diesen unabänderlichen Gesetzten. Die göttliche Ordnung regelt das schöpferische Wirken in Liebe und Weisheit für alle und alles.
Für den Fall, dass der Mensch einmal abzweigen sollte von den Ordnungsgesetzen und stattdessen zerstörend wirkt, musste nun der Schöpfer einen Weg finden, der die Ordnung wahrt und den freien Willen des Menschen nicht einschränkt. Seine allumfassende Macht ist ja unerschütterlich. Der freie Wille entstand Seinem freien Willen und der Schöpfer hält sich bedingungslos an Seine Gesetze.
Was hat Er nun ersonnen, für die Abwege des Menschen beim Aufbau der Gedanken und dessen Folgen? Er hat ein abänderliches Gesetz geschaffen. Dieses Gesetz wirkt darin, dass der Mensch die Möglichkeit erhält, aus freiem Willen wiedergutzumachen, was er zuvor fehlgeleitet hat. Und der Mensch hat ebenfalls die Wahl der Wiedergutmachung innerhalb des freien Willens, der für alle gilt. Indem der Mensch die Unordnung wieder in die Ordnung überführt, erfüllt er seine Pflicht als freier verantwortlicher Mitschöpfer.
Der Mensch kann jedoch die Ablösung seiner selbst erschaffenen Schuld nicht einfordern, denn damit würde der Schöpfer den freien Willen einschränken. Der Schöpfer hat stets das Gesamte im Blick und es gilt für alle Menschen das Recht auf freien Willen. Doch der Mensch kann durch Einsicht, Wissen, Erkenntnis und Liebe den Schlüssel für die Türe aus der Gefangenschaft erhalten. Wie und wann sich die Türe öffnet obliegt den Raum und Zeitgeschehen über das der Schöpfer seine Hände hält.
Für so Manchen mag sich die Befreiung aus ehemals oder kürzlich falsch erschaffener Gedankenformen und deren Folgen als unerträgliche Ewigkeit ausdehnen. In der Raum- und Zeitlosigkeit des Schöpfers mag es weniger als eine Sekunde sein.
Dann auf die Barmherzigkeit des Schöpfers zählen, dass er uns hilft, uns aus dem Gefängnis zu entlassen? Was ist dann mit dem freien Willen? Sind wir dann wahrlich freiwillig bereit uns dem Willen des Schöpfers zu unterwerfen? Denn wie gesagt, Er ist Schöpfer des freien Willens und Sein freier Wille ist unendlich, weil er sich bedingungslos an Seine Ordnung hält. Seine Barmherzigkeit ist Sein freier Wille.
Aufrichtige Demut mag des Schöpfers Güte und Barmherzigkeit lebendig werden lassen. Demut nimmt Er als Wiedergutmachung an, denn dies würde den Kelch der Glückseligkeit füllen. Ein Mensch, der bereit ist Seine Schöpfung mit Ihm so zu teilen, wie Er sie mit uns teilt, den beschenkt Er mit Fülle. Hochmut hat keinen Platz im Himmel.
Macht es in Anbetracht dieser Erkenntnis nicht Sinn, möglichst wenig fehlgeleitete Gedankenformen mit seinen Folgen zu erschaffen?
Wie hat man also zukünftig auf Ereignisse zu antworten, die uns nicht gefallen? Oder wie sollten man über Menschen denken, deren Meinung, Gesicht einem gerade nicht gefällt? Sollte man sich nicht zuerst selbst kritisch unter die Lupe nehmen und nachdenken, wie das mit einem selbst zusammenhängt? Mag dieses Ereignis eine Chance sein, jetzt etwas in Ordnung zu bringen, indem man richtig denkt und handelt, statt gewohnheitsmäßig seinen Fehldiagnosen zu unterliegen?
Vielleicht erscheint das schwer zu sein. Vielleicht erscheint es einfacher zu sein, unüberlegt zerstörerische Gedankenformen zu kreieren oder nach zu denken. Doch wenn man erkennt, wie schwer es ist die unendlichen Verbindungen in der Schöpfung wieder in Ordnung zu bringen…..
Ja, da weiß man gleich, dass dies mit dem freien Willen alleine nicht zu schaffen ist. Es fehlt schlicht und einfach der Überblick. Hier, genau hier sehen wir die Güte, Liebe und Barmherzigkeit des Schöpfers. Stets hilft Er auf unsichtbare Weise und lenkt aller Schicksale ohne den freien Willen zu beschneiden.
Macht es nicht mehr Sinn, erst einmal vorauszudenken und nachzudenken, bevor man einen Gedanken in Wort und Buchstaben manifestiert und ins All schickt? Wo man doch nicht wirklich überschauen kann, welche Wirkungen damit veranlasst werden?
Schöpferisch Aufbauendes, das für die unendliche und die ewige Weiterentwicklung geeignet ist wird sich nahtlos und harmonisch in das kosmische Hintergrundfeld einweben. Negativen wird das Netz zerreißen, an irgendeiner unsichtbaren Stelle und das muss vom Urheber wieder repariert werden. So lautet die kosmische Ordnung und so will es der freie Wille. Wer möchte schon in ein Netz fallen, das Löcher hat?
Schauen wir uns die Welt um uns herum an. Im Unvollkommenen liegt unsichtbar dahinter das Vollkommene, das entdeckt und zu Tage gebracht werden soll. Nicht umgekehrt. Niemals kann im Zerstörerischen etwas Schöpferisches liegen und Schöpferisches ist niemals zerstörerisch. Was vorausschauend bedacht wurde, kann uns nicht mehr überraschen.
Das zeigt die Grenzen des freien Willens, jedoch auch unsere Entwicklungs-möglichkeiten und die Allmacht des Schöpfers. Bewahren wir die Verbindung zum Schöpfer, suchen wir seine Nähe. Dadurch wird es gelingen sich freiwillig in das kosmische Wirken einfließen zu lassen. Wer möchte nur nehmen und nicht geben? Wo doch das Geben größere Freude hervorbringt.
Mit der Gestaltung der Gedanken haben wir alle das mächtigste Potenzial der Veränderung. Neu, einzigartig und weise der Herrlichkeit, Schönheit, Fülle und Freude Ausdruckskraft zu verleihen und darin den tieferen und höheren Sinn zu erkennen. Der freie Wille, frei von Ichbezogenheit ist der Weg dazu.

(c) Beate Leber, Qualitätstherapeutin nach Grigori Grabovoi®
www.bewusstseinundheilwissen.de

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