Das Masken-Drama verbirgt unser wahres Wesen

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Masken-roland-ropers-blau-silberDas Masken-Drama verbirgt unser wahres Wesen

CORONA hat in kürzester fast die gesamte Weltbevölkerung unter Zwang maskiert und in der Persönlichkeitsentfaltung massiv degradiert. Wir befinden uns in einer CORONA-Haftanstalt mit reguliertem Ausgang in die Freiheit der Natur.

In der altgriechischen Sprache, die auf unserem humanistischen Jesuiten-Gymnasium unterrichtet wurde, gibt es Wort prósōpon (Maske, Gesicht, Person)

Die ursprünglich arabische Herkunft des italienischen Wortes „maschera“ kann nicht hundertprozentig nachgewiesen werden. Es gibt jedoch im Arabischen ein durchaus verwandtes Wort, nämlich „mashara“, was soviel wie „Maskerade“ oder „sich lächerlich machen“ meint.

Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten
in der Maske der Faschisten,
sondern vor der Rückkehr der Faschisten
in der Maske der Demokraten!“
(Theodor W. Adorno, Musikphilosoph, 1903 – 1969)

Der römische Philosoph Anicius Manlius Severinus Boethius (um 480 – 525 n.Chr.) formuliert am Ende der Antike eine folgenreiche Definition von persona als naturae rationabilis individua substantia (deutsch: die unteilbare Substanz eines vernunftbegabten Wesens) und legt den Begriff über das Mittelalter hinaus fest. Heute noch wird unter Person das Individuum verstanden.

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung  (1875 – 1961) übertrug den Begriff „Persona“ in die Tiefenpsychologie und schrieb:

„Die Persona ist, wie ihr Name sagt, nur eine Maske der Kollektivpsyche, eine Maske, die Individualität vortäuscht, die andere und einen selber glauben macht, man sei individuell, während es doch nur eine gespielte Rolle ist, in der die Kollektivpsyche spricht.”

Die Eigenschaften der Persona werden daher hauptsächlich durch Anpassung bzw. Übernahme gesellschaftlich (oder subkulturell) erwünschter Vorstellungen erworben. Anpassung aber erfolgt häufig zu Lasten der Individualität. Die Persona ist eine Art „Kleidung“ des Ichs, welche sowohl der dahinter verborgenen Individualität einen Schutz bietet als auch eine Ausgangsbasis für normale (situativ konventionelle) Kommunikation bietet.

C.G. Jung beschrieb die Chancen und Gefahren des seelischen Prozesses, wenn die konventionelle Persona durch aus dem Unbewussten hervorbrechende Inhalte demontiert wird. Die “Entfesselung der unwillkürlichen Phantasie” bringe ein Gemenge individueller und kollektiver unbewusster Inhalte zu Tage. Dies könne entweder eine heilsame Persönlichkeitsveränderung bewirken oder ein völliges Aufgehen der Menschen in Massenbewegungen.

Zum eigenen Schutz tragen wir oft mehr als eine Maske, nämlich eine häusliche und eine berufliche Maske, eine private und eine gesellschaftliche Maske, eine Freizeitmaske und eine Ferienmaske, eine Abwehrmaske und eine Verdrängungsmaske; aber der COVD-19-Virus und die folgenden Mutanten werden damit nicht abgewehrt-

Wir kennen voneinander zumeist nur die Maske, wir lieben und hassen die Maske des anderen, wir beurteilen und verurteilen unsere Mitmenschen oft nur nach ihrer Maske und Maskerade, wir lassen uns beeindrucken von Schein und Show. All dies dient häufig der Tarnung und Täuschung, der Flucht und der Abwehr. Mit unserer Maske halten wir uns bedeckt, um nicht entdeckt oder verletzt zu werden. Auch Vorsicht und Klugheit raten uns zur Maske, um nicht das Gesicht zu verlieren.
Was Tiefe hat, trägt Maske“, meinte Friedrich Nietzsche (1844 – 1900).

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Am Ende des Lebens, vor dem endgültigen Abtritt von der irdisch sichtbaren Lebensbühne, tragen wir die ehrlichste aller Masken. Es geschieht dann so, wie der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788 – 1860) es beschreibt:

„Gegen Ende des Lebens geht es wie gegen Ende eines Maskenballs, wann die Larven abgenommen werden. Man sieht jetzt, wie diejenigen, mit denen man während seines Lebenslaufs in Berührung gekommen war, eigentlich gewesen sind. Denn die Charaktere haben sich an den Tag gelegt, die Taten haben ihre Früchte getragen, die Leistungen ihre gerechte Würdigung erhalten und alle Trugbilder sind gefallen.“

Erst hinter den Kulissen erkennen wir beim Demaskieren, wer wir und die anderen wirklich sind, auch woher wir kommen und wohin wir gehen und warum wir gerade diese Rolle zugeteilt bekamen und keine andere. Der Mensch hat, im Gegensatz zur stummen Kreatur, die Fähigkeit und Möglichkeit, geistig tätig zu sein. Wer geistig tätig ist, der ist ein geistiges Wesen. Der Mensch ist eine geistbegabte Wirklichkeit. Nun gehört es zum Wesen des Geistigen, dass es nicht materiell und nicht zusammengesetzt ist aus Atomen, wie unsere Materie. Daher kann der menschliche Geist nicht aus der Erdentwicklung stammen. Auf die Frage, woher wir kommen, gibt es nur eine einleuchtende Antwort: Wir kommen aus einer geistigen Welt und sind nur vorübergehend und zu einem bestimmten Auftrag hier auf Erden.

Im 72. Kapitel von Lao-Tse im Tao-Te-King lesen wir:

„Wenn die Menschen keine Ehrfurcht mehr haben,
wird es viel Unglück geben.
Lass sie in Ruhe, dort wo sie wohnen.
Störe sie nicht bei der Arbeit.
Wenn Du Dich nicht einmischst,
werden sie auch nicht sagen: ich habe genug von Dir.
Deshalb gilt folgendes:
Der Weise kennt sich selbst,
aber er stellt sich nicht zur Schau.
Er liebt sich selbst,
aber er ist nicht überheblich.
Er bevorzugt das eine und lässt das andere.“

KARDIOMAGIE Roland-Ropers-Grafik-watchful-wisdom-walking08.04.2021
Roland R. Ropers
www.KARDIOSOPHIE-NETWORK.org

 


Über Roland R. RopersRoland-Ropers

Roland R. Ropers geb. 1945, Religionsphilosoph, spiritueller Sprachforscher,
Begründer der Etymosophie, Buchautor und Publizist,
autorisierter Kontemplationslehrer,
weltweite Seminar- und Vortragstätigkeit.
Es ist ein uraltes Geheimnis, dass die stille Einkehr in der Natur zum tiefgreifenden Heil-Sein führt.
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