Dein Kind tut sich schwer im Studium?! Was du als Elternteil tun kannst

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studium-frau-laptop-kaffee-pexelsDein Kind tut sich schwer im Studium?! Was du als Elternteil tun kannst

Machst du dir Sorgen, weil dein Kind sich schwer tut mit dem Studium? Oder, weil es nicht schafft, dieses (in verhältnismäßiger Zeit) abzuschließen?

Vielleicht ist er oder sie schon durch Prüfungen gefallen. Oder hat diese immer wieder vor sich hergeschoben und einfach nicht abgelegt. Er/ sie hat Angst davor und zweifelt daran, den Abschluss zu schaffen.
Oder, dein Sohn gibt sich zwar nach außen hin cool, schafft aber keine guten Noten. Er oder sie schimpft auf die Professoren, schlechte Vorlesungen und unzureichende Betreuung.

Natürlich machst du dir dann Sorgen um die Zukunft deines Kindes. Und nicht selten stellt solch eine Situation auch eine finanzielle Herausforderung dar. Damit stehst du nicht allein. Es geht vielen Eltern studierender Kinder so.

In diesem Artikel geht es darum, wie du dich als Vater oder Mutter aus der anstrengenden Hilflosigkeit in dieser Situation befreien kannst. Und nicht zuletzt geht es natürlich auch darum, wie es gelingen kann, dass dein Sohn oder deine Tochter sich daraus befreit.

Wie denkst du als Vater oder Mutter in dieser Situation?

  • Sie war doch immer in der Schule so gut, warum klappt das denn jetzt nicht genauso an der Uni?
  • Er hat schon die Schule früher nicht richtig ernst genommen. Jetzt kommt er mit seiner laschen Art nicht länger durch, kein Wunder.
  • Sie ist zu faul. Die tut zu wenig.
  • Vielleicht ist er nicht intelligent genug?
  • Das BWL-Studium enthält so viel Mathematisches. Und Mathe hat uns Schneiders doch noch nie gelegen.
  • Wie lange sollen wir dieses Kind noch finanzieren? Es soll endlich selbst Geld verdienen.
  • Ich möchte ihn/ihr ja so gerne helfen, nur weiß ich nicht, wie.

Kommen dir solche Gedanken bekannt vor? Oder, falls sie so nicht für dich passen: Was denkst du stattdessen über die derzeitige Situation deines Sohnes oder deiner Tochter im Studium?

Und wenn du einen deiner typischen Gedanken dazu bewusst gemacht hast, frage dich weiter:

Hat es irgendeinen Vorteil oder bringt es irgendeinen positiven Effekt, wenn ich so denke? Gibt diese Art zu denken mir (oder meinem Kind) in irgendeiner Form Kraft und Zuversicht? Hilft dieser Gedanke mir (oder uns) tatsächlich weiter? Ist er auf eine Lösung ausgerichtet?

Welches Bild habe ich, wenn ich weiterhin so denke, von meinem Kind? Welches Bild habe ich (und manifestiere ich damit) innerlich von ihm oder ihr? Und welches von mir selbst als Elternteil?

Traue ich ihm oder ihr Großes zu? Vertraue ich ihm oder ihr, dass er oder sie das hinbekommen wird aus eigener Kraft? Sehe ich ihn oder sie innerlich strahlend vor mir, lebendig, mit großem Potenzial, oder aber… wie?

Unsere Gedanken haben Schwingungs- und Manifestation-Kraft

Nachdem du reflektiert hast, welche Vorstellung du unbewusst im Hinterkopf hast (wie so viele andere Eltern auch) und dabei vielleicht festgestellt, dass diese Grundhaltung, diese Schwingung, nicht dafür geeignet ist, zu helfen, dann lege jetzt den Hebel im Kopf um. Kreiere einen neuen Gedanken, der die alte(n) Überzeugung(en) kraftvoll überschreibt.

Wie wäre es mit:

  • Es ist schön zu beobachten, wie er/ sie im Studium immer mehr herausfindet, was ihn/ sie an dem gewählten Berufsfeld so fasziniert und begeistert.
  • Ich freue mich, dass er/ sie im Studium auch lernt, sein Wissen und seine Kenntnisse souverän vor anderen vorzutragen. Oder: im Praktikum seinen Mann zu stehen.
  • Ich bin begeistert zu sehen, wie er/ sie wächst durch das Studium, wie er/ sie selbstsicherer und authentisch erwachsener wird.
  • Ich bin angenehm überrascht zu erleben, dass er/ sie das Studium hoch motiviert, zügig und mit guten Noten absolviert.
  • Ich war erstaunt, als er/ sie mir erzählte, dass und wie der entscheidende Durchbruch kam, nachdem er/ sie bei einer Lernberatung war.

Denn ja, so kraftvoll deine neue Art zu denken auch sein mag,

sie ersetzt nicht, dass dein Sohn oder deine Tochter jetzt selbst auch aktiv wird.

Wenn du immer wieder das tust, was du immer schon getan hast, dann wirst du immer wieder das bekommen, was du immer schon bekommen hast. Wenn du etwas anderes haben willst, musst du etwas anderes tun! Und wenn das, was du tust, dich nicht weiterbringt, dann tu etwas völlig anderes – statt mehr vom gleichen Falschen!” (Paul Watzlawick)

Ich habe in über 20 Jahren als Professorin an der Hochschule Hannover oft beobachtet, dass Studierende, wenn sie durch eine Prüfung gefallen sind, anschließend lediglich ihre bisherigen Anstrengungen verdoppeln.
Das ist mit Sicherheit nicht der beste Weg.

Auch dein Sohn oder deine Tochter muss umdenken lernen. Und vor allem anders agieren als bisher. Es ist gut, wenn er/ sie sich dafür gezielt Unterstützung holt. Beispielsweise in der Lerncoaching-Beratungsstelle der Hochschule. Oder einen guten Lern-Ratgeber liest.

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Du musst etwas erledigen, wozu du keine Lust hast?

Vielleicht, weil das Fach dir nicht so liegt oder das Thema dich überhaupt nicht interessiert? Oder, du fängst deshalb nicht an, weil du das Gefühl hast „das schaffe ich eh nicht“, „das ist alles viel zu schwer für mich“?
Dieser Podcast hilft in genau solchen Situationen, trotz innerer Widerstände den Hebel im Kopf umzulegen.

Heilsame Standpauke gegen „ich kann nicht!
Die meisten meiner Podcasts sind einfühlsam unterstützend, sollen latente Potenziale nähren oder Ängstlichen Mut machen. Jedoch manchmal brauchen wir alle (ich schließe mich da selbst mit ein) eher einen Tritt in den Hintern. Damit uns endlich der Ernst und die Dringlichkeit einer Lage bewusst wird und wir in die Strümpfe kommen.
So ist dieser Podcast eine Art heilsame Standpauke für die Momente, wenn du glaubst: „Ich kann das nicht! Ich schaffe das nicht! Ich habe einfach nicht genügend Kraft/ Intelligenz/ Ausdauer (oder was immer das innerliche Gegenargument deines inneren Schweinehundes ist).


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Ich freue mich über jede Rückmeldung hier im Kommentarbereich.

20.05.2020
Prof. Dr. Kira Klenke
www.KiraKlenke.de

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2 Kommentare

  1. Es ist schlimm genug, dass Helikoptereltern die Schulen verstopfen. Während meines Studiums haben die Dozenten schon geklagt, dass manche Kommilitonen nur in Begleitung von Mama in die Sprechstunde kommen. Mit solchen Artikeln bestärkt man das nur. Studium bedeutet Erwachsenwerden und Konsequenzen von Selbstverantwortung lernen. Was wir sicher nicht brauchen, ist eine Selbstbauanleitung für Helikoptereltern auf dem Campus.

    • Dankeschön für den Kommentar. Ja, die Beziehung zwischen Eltern und (erwachsenen) Kindern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Das war genau der Grund für diesen Artikel. Und genau deshalb geht es hier im Text darum, dass die Eltern bei sich selber “schauen”: Wo hakt es bei mir selber? Was brauche ich für mich(!), um wieder in die Kraft zu kommen? Und deshalb auch am Ende der Hinweis, dass genau dies auch die “Kinder” dann tun müssen, dass sie einen Weg suchen und finden, selber in ihre eigene Kraft zu kommen.
      Da stimme ich völlig mit Ihnen überein: “Studium bedeutet Erwachsen werden und Konsequenzen von Selbstverantwortung lernen.” Das ist im Grunde die Botschaft meines Artikels.

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