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Der goldene Oktober – eine große Zeit der Ressource für uns

goldener-Oktober-sonnenstrahlen-wald-autumnDer goldene Oktober, die Zeit des Dankes und der inneren Einkehr

Nach der Herbst Tag und Nachtgleiche wird das Tageslicht kürzer, die Temperaturen kühler. Wir brauchen Wärme, Geborgenheit. Für viele hat die nun begonnene Zeit bis zur Wintersonnwende einen herausfordernden Unterton. Denn die Dunkelheit bringt uns mehr und mehr mit unserem Inneren in Kontakt, auch mit unseren Schatten.

In den Zeiten der matriarchalen Kulturen wurde Mutter Erde für die reiche Ernte gedankt.

Bis heute wird deshalb auch das Erntedankfest Anfang Oktober begangen. Da die Anbindung an die Große Mutter, die wir als Pachamama, Shekinah oder Kundalini kennen, fester Bestandteil des Lebens war, wurde diese Zeit als kostbare Möglichkeit betrachtet, wieder in die Geborgenheit des Bauches der Großen Göttin zurückkehren zu können.

Das Dunkle oder Schwarze war in den frühen Zeiten ein Symbol für Weisheit und wurde der Großen Göttin zugeordnet.

Erd- und Fruchtbarkeitsgöttinen wurden auch schwarz dargestellt. Schwarze Göttinnen wie die Isis, Astarte, Ishtar waren in der Antike stark verbreitet. So wurde von den Kreuzrittern die Schwarze Madonna nach Europa mitgebracht und überall verehrt.

Den Schwarzen Madonnen wurde besondere Wunderkraft zugeordnet.
Der Kirche war diese Verehrung zunehmend ein Dorn im Auge und so wurde das Auftreten der Pest von der Kirche auch als Strafe für die Verehrung der Schwarzen Madonna bezeichnet. Man nimmt an, dass die Bezeichnung „Schwarzer Tod“ daraus entstanden sein kann.

Damit hatte man das Schwarze, Dunkle dämonisiert und den wahren Ursprung,

nämlich die Fruchtbarkeit, die Wärme der Erdmutter und die Geborgenheit im Schoß der Großen Mutter als gefährlich gebrandmarkt. Wenn wir uns heute im Herbst etwas verloren fühlen mögen, unwohl und der Dunkelheit ausgesetzt, dann können wir uns jetzt daran erinnern, dass wir im Dunklen in die Weisheit der Großen Göttin, die das Leben selbst ist eintauchen dürfen. Wie wunderbar, in ihrem dunklen Schoß zur Ruhe kommen zu dürfen.

Für die indigenen Völker war das große schwarze Nichts des Weltalls ebenfalls ein Symbol der Gebärmutter der Großen Göttin

und sie verbanden sich besonders in der dunklen Jahreszeit besonders damit, um sich zu erholen, regenerieren und zu erneuern. Interessant ist, dass Berechnungen ergaben, dass jeder Kubik Zentimeter des leeren Weltraums mehr Energie enthält als die Gesamtenergie aller Materie im uns bekannten Universum.

Wenn wir das Dunkle als so kostbar, geborgen und energiespendend begreifen, wie es die indigenen und matrilinearen Kulturen schon immer taten, dann markiert der Oktober den Beginn eine große Zeit der Ressource für uns.

Wir sprechen auch immer wieder vom goldenen Oktober.

Gold ist ein Symbol für die Sonne und damit für die maskuline Kraft. Die Kraft, die uns in die Manifestation dessen bringt, was wir erreichen oder in unserem Leben haben möchten. So, wie das Dunkle für das Feminine steht, fügen wir durch das Gold das Maskuline hinzu. Die andinen Schamanen sehen es als ihre Hauptaufgabe, das Feminine und Maskuline in die stimmige Balance zu bringen. Sie nennen das Ayni.

Ich möchte Dich zu einer Übung einladen, um Dir diese Ressource zu erschließen:

Geh‘ an einen Ort der Stille, lege Papier und Stift bereit (es ist wichtig, dass Du mit der Hand schreibst).
Nimm ein paar tiefe Atemzüge, indem Du bewusst durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmest.

Wenn Du einatmest, saugst Du die Stille ein, wenn Du ausatmest, lässt Du das los, was Dich gerade von der Stille abhält. Wenn Du innerlich zur Ruhe gekommen bist, dann gehe vor Deinem geistigen Auge zur Tag und Nachtgleiche im März zurück.
Schließe die Augen. Lass‘ die Zeit von März bis heute wie ein Bühnenstück an Dir vorbeiziehen – sei ganz in der Beobachterrolle. Richte Deinen Fokus darauf wahrzunehmen, was Dich besonders inspiriert hat, berührte, welche Chancen Du für Dich erkannt hast.

Vielleicht erscheint Dir manches wie ein Hauch, doch gerade darin kann eine besondere Essenz liegen. Versuche, jede Wertung herauszunehmen wie: das wird doch sowieso nichts, das passt nicht in mein Leben/meine Beziehung, das ist unrealistisch.

Erlaube Dir groß zu träumen.

Es lohnt sich, diesen Hinweisen auf Chancen, tiefen Wünschen oder Sehnsüchten nachzuspüren. Notiere sie Dir auf Deinem Blatt. Das ist sozusagen ein „Soulstorming“ statt dem bekannten „Brainstorming“.
Wenn Du so im Beobachterzustand bist, dann gibst Du nämlich Deiner Seele Raum, sich mit dem zu zeigen, was sie sich wünscht. Und da ist es gut, die Bewertung durch den Verstand außen vor zu lassen.

Du kannst auch für Dich notieren, was Du als einengend erkannt hast oder was Du nicht mehr in Deinem Leben haben möchtest.

Wenn Du bei der Herbst Tag und Nachtgleiche angelangt bist,

dann nimmst Du nun jede einzelne Erkenntnis oder jeden Hinweis nach einander in den warmen, geborenen Raum der Gebärmutter der Großen Mutter.
Wenn Dir das schwer fällt, dann kannst Du aufstehen, die Arme entspannt am Körper hängen lassen und Deinen Oberkörper von links nach rechts und rechts nach links drehen. Es ist eher ein Pendeln, nicht zu schnell, nicht zu langsam.

Das ist eine Bewegung, die wir alle aus dem Mutterleib kennen und das kann Dir helfen, Dich bei der Visualisierung besser zurechtzufinden. Denk daran, dass in dieser großen schwarzen Leere unvorstellbar viel Energie vorhanden ist. Halte die Augen geschlossen und gib nun ganz bewusst in dieses große schwarze Nichts nach einander bewusst jede Chance, jeden Wunsch nach Veränderung hinein.

So, wie Du ganz bewusst Samenkörner in die feuchte, dunkle Erde pflanzen würdest.

Nach jedem „pflanzen“ gießt Du diesen Samen mit Deinem Atem. Unser Atem ist göttlich, weil er die Essenz es Lebens enthält. Mit jedem Einatmen saugst Du den Segen der Großen Göttin hinein und mit jedem Ausatmen lässt Du ihn in das große schwarze Nichts fließen.

Wenn Du das Gefühl hast, das Samenkorn Deines Wunsches, Deiner Chance ist reich genährt, fährst Du mit der nächsten Chance oder dem nächsten Veränderungswunsch fort.

Du kannst das gut für Dich als Ritual für jeden Tag bis zur Wintersonnwende durchführen,

vielleicht jeden Tag einen Wunsch, eine Chance, eine Veränderung. Du kannst immer wieder überprüfen, ob Du mit Deinem göttlichen Atem nachgießen darfst. So bleibst Du in ständigem Kontakt mit all dem, was sich in Deinem Leben manifestieren darf.
Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Gerade in der Dunklen Jahreszeit können wir uns darauf konzentrieren.

01.10.2019
LaraMarie Obermaier
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Lara’Marie Obermaier
ist Expertin in der angewandten schamanischen Energie- und Frequenzmedizin. Ihr Wissen hat sie in langjähriger Lehrtätigkeit, auch als leitende Lehrerin im Team von Dr. Alberto Villoldo, sowie in tausenden von Klientensitzungen in bisher 13-jähriger Praxis erworben. Seit 2014 bildet sie westliche Schamanen in der von ihr konzipierten, umfassenden schamanischen Frequenzmedizin-Ausbildung „Fieldhealing“ aus.
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