Der gute Vorsatz – und wie er uns wertvolle Lebensenergie kostet

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gute Vorsatz-mann-meer-handstandDer gute Vorsatz
– und wie er uns wertvolle Lebensenergie kostet

Die erste Hälfte des neuen Jahres ist bereits vorüber. Genau der richtige Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen:
Fast alle Menschen nehmen sich für das neue Jahr etwas vor. Die einen machen dies bewusst zu Sylvester in einem Ritual. Die anderen „wissen“ was für sie ansteht.
Wichtig ist dabei nur, dass wir uns ein mehr oder weniger bewusstes Ziel gesetzt haben, dem wir folgen.

Der eine hat sich vorgenommen endlich mehr Sport zu treiben, ein anderer wollte sich um einen neuen Job kümmern und eine nicht unerhebliche Menge von Menschen wollte Gewicht verlieren.

Was ist nun aber mit all diesen guten Vorsätzen geworden, für die wir im Januar noch Feuer und Flamme waren?

Viele haben sich gleich zu Beginn gesagt, dass das Jahr noch sehr lang ist und man schließlich auch im Februar noch starten kann. Dass noch viel Zeit übrig ist, um das, was wir uns in der Neujahrsnacht so enthusiastisch vorgenommen haben, zu erreichen: „Warum sollte ich mich unnötig unter Druck setzen!?
Grundsätzlich ist das natürlich richtig.

Doch schauen wir mal, wie es dann weiter geht:

Im Februar sagen wir uns dasselbe noch einmal. Und meistens auch im März. Wer den ersten Schritt bis dahin noch nicht getan hat oder nach diesem erst einmal eine „Pause“ eingelegt habt, vertröstet sich dann auf den April…oder den Mai.

Oft beginnt dann ein wildes rechnen und planen, was in sechs Monaten noch erreicht werden kann –also wenn wir uns so richtig anstrengen natürlich. Der Druck steigt…und es wird Juli.
Dann kommt das Sommerloch und schon ist es Herbst. Im November oder Dezember treffen wir dann eine neue Entscheidung: „Ach, was soll´s, dann starte ich halte im Januar –gleich als erstes im neuen Jahr!
Und das Drama beginnt von Vorne.

Was passiert da eigentlich, wenn wir unsere guten Vorsätze so vor uns her schieben?

Als Erstes kostet es!
Nämlich Unmengen an Energie! Energie, die wir für etwas anderes nutzen können!
Zweitens macht es uns (ständig) ein mieses Gefühl!
Schuldgefühle, Scham, Versagensgefühle, Frust.
Und Drittens bündeln wir unsere Aufmerksamkeit auf diese Vorsätze.

Wir glauben, dass das ja auch so sein soll. Doch wenn wir immer nur an das Ziel denken, aber nicht wirklich vorwärts kommen, schiebt sich dieses vermeintliche Ziel immer wieder zwischen unsere Gedanken. Und so, können wir uns nicht mehr richtig auf andere Dinge konzentrieren.

Deshalb sollten wir uns schleunigst fragen:

1. Was habe ich bisher tatsächlich umgesetzt, um mein Ziel zu erreichen?
Wenn die Antwort lautet: Ich gehe regelmäßig 3x/Woche ins Gym, dann scheint es gut zu laufen und wir können uns bewusst machen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, sich selbst zu belohnen!
Sollte die Antwort aber so aussehen (wie bei den meisten Leuten): Ups…. ich habe ganz vergessen, dass ich das tun wollte…
Dann ist es höchste Zeit, den guten Vorsatz genauer unter die Lupe zu nehmen:

2. Ist mir dieses Ziel wirklich wichtig?

3. Passt es zu mir? Und passt das Ergebnis zu mir?

4. Kann ich das, was ich mir vorgenommen habe auch erreichen? Oder brauche ich Hilfe?

5. Passen die einzelnen Schritte zu meiner Persönlichkeit und zu meinem Leben?

Wenn wir zu dem Entschluss kommen, dass unser Vorsatz im Grunde schon richtig war, dann braucht es vielleicht nur ein paar kleine Pünktchen, die wir verändern müssen, damit es vorwärts geht.
Sollte sich aber herausstellen, dass mir das ganze Vorhaben entweder nicht wichtig oder zu schwer ist, dann sollten wir uns ganz schnell von diesem verabschieden!

Vielleicht mit einem kleinen Ritual:

Das Vorhaben aufschreiben und den Zettel (in einer feuerfesten Schale) verbrennen. Ihn durchstreichen, wegschließen…oder was auch immer als passend erscheint.

Das Ergebnis:

  1.  Ein wirklich tiefer Seufzer und das gute Gefühl von Befreiung.
  2.  Neue Kapazität für das, was uns wirklich wichtig ist…oder Spaß macht!

Wir alle haben schon genug Verpflichtungen im Alltag. Warum sollten wir uns dann noch mit unnötigen Lasten herumplagen?
Dasselbe gilt übrigens auch für Unerledigtes, wie zum Beispiel die Steuererklärung, den Frühjahrsputz und ähnliches. Denn alles, was längere Zeit auf unserer „To-Do-Liste“ steht, raubt uns Energie und Konzentration. Ein regelmäßiges „Ausmisten“ schafft neuen Raum und gibt Aufschwung!

11.07.2020
Namasté!
Heike Erbertz


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